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  • Anastrozol (Sandoz) 1 mg [28 Tabl]

Anastrozol gehört zur dritten Generation selektiver Aromatasehemmer und wird in der Schulmedizin bei fortgeschrittenem Brustkrebs angewendet, wobei der Wirkstoff durchschlagende Erfolge gezeigt hat. Seine Wirkung basiert auf einer teilweisen Blockierung des Aromataseenzyms, welches Testosteron in Östrogene umwandelt, die ein Tumorwachstum begünstigen. Durch Reduzierung des Östrogenspiegels wird dem weiteren Wachstum des Tumors Einhalt geboten. Athleten benutzen diesen Wirkstoff, um eine übermäßige Aromatisierung der verwendeten Steroide zu verhindern.

Hierbei leistet Anastrozol hervorragende Arbeit. Wissenschaftliche Studien haben ergeben, dass bereits eine einmalige Gabe von 1mg den Östrogenspiegel um 70%, eine tägliche Gabe nach vierzehn Tagen um gar 80% senken kann. Selbst 6 Tage nach der letzten Einnahme wurde noch ein stark erniedrigter Östrogenspiegel gemessen. Diesen Vorteil machen sich Athleten zunutze und setzen Anastrozol vorrangig in Kombination mit Testosteron und anderen, moderat bis stark aromatisierenden Steroiden ein, um östrogenbedingte Nebenwirkungen, wie z. B. erhöhte Fett- und Wasserspeicherung, von vornherein zu unterdrücken bzw, zu vermeiden. Allerdings sollte der Einsatz in Masseaufbaukuren gründlichst überlegt werden, da das komplette Ausschalten des Östrogens nicht nur Vorteile mit sich bringt. Da Östrogen an sich auch anabol wirkt, muss der Anwender mit verminderten Zuwächsen rechnen. Des weiteren stimuliert Östrogen die Wachstumshormonproduktion und ist an der Bildung von IGF-1, sowohl in der Leber, als auch in den Muskelzellen direkt beteiligt. Nicht zu vergessen ist auch, dass Östrogen einen positiven Effekt auf die Cholesterinwerte und den Calciumhaushalt ausübt.

Viele Anwender klagen bei der Verwendung eines starken Aromatasehemmers zudem über Gelenkschmerzen, Kein Wunder, da Östrogen auf Grund von Wassereinlagerungen für eine gute Schmierung der Gelenke sorgen kann.

Kommt trotz genannter Nachteile während einer Massekur Anastrozol, oder generell ein starker Aromatasehemmer zur Anwendung, dann wird erfahrungsgemäß darauf geachtet, dass die Östrogenproduktion zumindest nicht vollständig unterbunden wird. Eine leichte Hemmung des Aromataseenzyms reduziert in der Regel schon die meisten östrogenbedingten Nebenwirkungen.
Anders jedoch die Anwendung vor einem Wettkampf bzw. während einer Diät. Da Östrogene die Einlagerung von Fett speziell in den Problemzonen fördern, wird eine weitestgehend komplette Ausschaltung dieser weiblichen Hormone seitens des Athleten angestrebt. Ein Schwimrnbadbodybuilder benötigt die Durchschlagskraft des Anastrozols jedoch sicherlich nicht. Bei moderaten Steroidmengen reicht hier die Anwendung von Zink in einer Dosierung von 150mg pro Tag vollkommen aus, um östrogenbedingte Nebenwirkungen zu umgehen. Vollkommen anders sieht es allerdings bei Wettkampfathleten aus, die bereits einen relativ geringen Körperfettanteil besitzen und sich durch die fast vollständige Ausschaltung des Östrogens den letzten Schliff geben möchten.

In der Regel kommt hier eine Kombination aus Aromatase- hemmer (z. B. Anastrozol) und Östrogenrezeptorenblocker (z. B. Tamoxifen) zum Einsatz. Zum einen soll so in der Praxis die
Entstehung gehemmt und zum anderen das Eingehen einer Bindung des übrigen Östrogens mit den jeweiligen Rezeptoren gehemmt werden, was jedoch nicht immer funktioniert (siehe hierzu auch das Profil „Tamoxifen Citrat"). Nach dem Wettkampf wird seitens des Athleten dann darauf geachtet, die Dosis über einen längeren Zeitraum zu verringern, da bei beiden Wirkstoffen die Gefahr des Rebound-Effektes stark gegeben ist. Das heißt, dass nach Weglassen des Aromatasehemmers plötzlich wieder vermehrt Östrogen gebildet wird, was zudem durch das Weglassen des Rezeptorenblockers vollständig andocken und somit sofort voll wirksam werden kann.

Bleibt noch die Frage der Dosierung offen. Athleten, die eine fast vollständige Unterdrückung des Östrogens anstreben, benutzen 1 mg pro Tag. Ein solches Vorgehen hat jedoch, wie bereits erwähnt, nur kurz vor einem Wettkampf Sinn, um eine optimale Härte und Definition zu erreichen. Für moderate Massekuren mit bis zu 750mg Testosteron pro Woche reicht in der Regel eine halbe bis eine ganze Tablette (0,5mg -1mg), jeden zweiten Tag eingenommen, aus. Die Halbwertzeit wird mit ca. 40-50 Stunden angeben, wodurch die Zeitabstände zwischen den einzelnen Einnahmen für gewöhnlich recht großzügig bemessen werden. Die Regel ist die Einnahme der gewünschten Dosierung alle 1-3 Tage.

Athletinnen können von diesem Wirkstoff ebenfalls erheblich profitieren und zwar dann, wenn sie kurz vor einem Wettkampf den letzten Schliff benötigen. Durch die östrogenhem- mende Wirkung verschiebt sich das Verhältnis von Östrogenen zu Androgenen, was sich in einer gesteigerten Härte und Definition bemerkbar macht. Allerdings sollte eine Schwangerschaft vor der Anwendung ausgeschlossen werden, da der Fötus geschädigt werden könnte.

Wer Anastrozol in der Post-Cycle-Therapie verwenden möchte, benutzt für gewöhnlich 0,5mg pro Tag (entspricht einer halben Tablette „Arimidex"), da der Östrogenwert in dieser Phase nicht unter die Norm, sondern auf die Norm heruntergeregelt werden sollte, um ein schnellstmögliches Erholen des körpereigenen Hormonsystems zu gewährleisten.

Anastrozol kann gemäß Packungsbeilage zwischen oder zu den Mahlzeiten eingenommen werden, da Mahlzeiten keinen Einfluss auf die Resorption des Wirkstoff zeigen. Anders als z. B. Exernestan wird Anastrozol jedoch volfständiger aufgenommen.

Die Herstellerfirma „Astra Zeneca" gibt die Resorptionsrate mit 83-85% an, was einen sehr niedrigen Wirkstoffverlust bei oraler Einnahme bedeutet.

Zu den bekannten Nebenwirkungen zählen Flushes (Hitzewallungen und Erröten), Müdigkeit Kopfschmerzen, Übelkeit, Depressionen, Schlafstörungen, Verschlechterung der Cholesterinwerte, Störung des Calciumhaushalts, Gelenkschmerzen und eine Erhöhung der Leberwerte.

Dosierung und Einnahme

Je nach Ziel benutzen Athleten 0,5-1 mg jeden bis jeden dritten Tag. Wettkampfathleten, denen es vorrangig um nahezu komplettes Ausschalten der Östrogenwirkung geht, benutzen 1 mg/Tag, während bei leichten Steroidkuren die Dosis für gewöhnlich ruhigen Gewissens auf 0,5-1 mg alle 2-3 Tage heruntergeschraubt wird.

Als Richtlinie gelten hier 0,5-1 mg jeden zweiten Tag bei 500- 750mg Testosteron pro Woche. In der Post-Cycle-Therapie werden 0,5mg täglich eingesetzt.

Absetzen
Da der Reboundeffekt bei plötzlichem Absetzen während einer Kur ein schnelles Ansteigen des Östrogenwertes bewirken kann, wird seitens der Anwender auf ein langsames Ausschleichen des Wirkstoffs Wert gelegt.

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Anastrozol (Sandoz) 1 mg [28 Tabl]

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