Wie ein Profi-Bodybuilder Fluoxymesteron verwendet

Um das Extrem „Profi-Bodybuilding” zu verdeutlichen, hier eine typische Wettkampfdiät
eines bekannten und beliebten amerikanischen Profi-Bodybuilders:

 
Woche 24-16
Testosteron Cypionat: 2 x 200 mg pro Tag
Oxymetholon: 3 x 100 mg pro Tag
Insulin: 6 x 10 I.E. pro Tag
Wachstumshormon: 3 x 4 I.E. pro Tag
Exemestan: 25 mg alle drei Tage

 
Woche 15-8
Testosteron Cypionat: 2 x 200 mg pro Tag
Trenbolon Enantat: 200 mg pro Tag
Methandienon: 3 x 25 mg pro Tag
Insulin: 6 x 10 I.E. pro Tag
Wachstumshormon: 6 x 4 I.E. pro Tag
Exemestan: 25 mg alle drei Tage
Clenbuterol: 3 x 20 mcg pro Tag
Liothyronin: 50 mg pro Tag

 
Woche 7-2
Testosteron Propionat: 2 x 200 mg pro Tag
Trenbolon Acetat: 2 x 200 mg pro Tag
Stanozolol-Injektion: 2 x 50 mg pro Tag
Stanozolol oral: 3 x 20 mg pro Tag
Fluoxymesteron: 3 x 35 mg pro Tag

Insulin: 6 x 10 I.E. pro Tag
Wachstumshormon: 8 x 4 I.E. pro Tag
Exemestan: 25 mg pro Tag
Clenbuterol: 3 x 40 mcg pro Tag, im täglichen Wechsel mit Ephedrin: 3 x 50 mg pro Tag
Liothyronin: 3 x 50 mcg pro Tag
Furosemid: 10 mg pro Tag

Letzte Woche
Testosteron Suspension: 3 x 200 mg pro Tag
Trenbolon Acetat: 2 x 250 mg pro Tag
Stanozolol-Injektion: 3 x 50 mg pro Tag
Stanozolol oral: 3 x 30 mg pro Tag
Fluoxymesteron: 3 x 35 mg pro Tag
Exemestan: 25 mg pro Tag
Clenbuterol: 3 x 60 mcg pro Tag
Liothyronin: 25 mcg pro Tag
Furosemid: 20 mg pro Tag

Letzter Tag vor Wettkampf
Testosteron Suspension: 3 x 300 mg
Stanozolol oral: 3 x 30 mg
Fluoxymesteron: 3 x 35 mg
Exemestan: 25 mg
Liothyronin: 25 mcg
Furosemid: 3 x 20 mg
Insulin: 20 I.E. zu jeder Mahlzeit beim Laden

Wettkampftag
Testosteron Suspension: 400 mg beim morgendlichen Laden
Liothyronin: 25 mcg
Furosemid: 60 mg im Laufe des Vormittags
Insulin: 20 I.E. beim morgendlichen Laden

Der Plan ist sehr individuell und stellt lediglich ein Beispiel dar, wie Profi-Bodybuilder
sich mit Hilfe diverser Medikamente auf Wettkämpfe vorbereiten. Anhand dieses
Beispiels soll nicht der Eindruck erweckt werden, dass jeder Profi-Bodybuilder derartige
Mengen an Steroiden und anderen Medikamenten verwendet. Letztlich hängen Erfolg und Misserfolg im Bodybuilding zum größten Teil von der Genetik des Einzelnen ab.

Kraftsport/Powerlifting – Fluoxymesteron ist ein im Kraftsport intensiv verwendetes Steroid. Der Grund ist, wie in den Kapiteln „Kraft und Aggressivität – Wie androgen ist Fluoxymesteron?” und „Cortison und Fluoxymesteron” dargestellt, klar: Es erhöht die Kraftleistungen je nach verwendeter Dosierung enorm. Bereits einige Tage nach der ersten Einnahme ist der Effekt deutlich zu spüren – und dies bereits ab 20-30 mg pro Tag. Üblich ist eine Kombination mit großen Mengen Depot-Testosteron, ab 1.000 mg pro Woche aufwärts, das eine stark anabole und kraftaufbauende Basis bildet. Die verwendete Menge an Fluoxymesteron liegt mit 20-100 mg pro Tag erstaunlicherweise nicht sehr viel höher als die, die im Bodybuilding Verwendung findet. Trotz aller für Kraftsportler positiven Eigenschaften des Fluoxymesterons verwenden erfahrene Athleten dennoch bevorzugt das Frühstück der Champions – Metandienon („Dianabol”). Der Grund hierfür ist wissenschaftlich nicht erklärbar, sondern spiegelt lediglich die Erkenntnisse erfahrener Kraftsportler wider, dass das Gefühl für das bewegte Gewicht unter Steroiden wie Trenbolon, Drostanolon oder auch Fluoxymesteron etwas verloren geht (bei Trenbolon und Drostanolon mehr als bei Fluoxymesteron), was unter der Gabe von Metandienon allerdings nicht der Fall sein soll. Hier bleibt das perfekte Gefühl für das bewegte Gewicht erhalten. Auch die Sache mit der Aggressivität wird nach Meinung der Powerlifter ein wenig überbewertet. So soll es zu keiner dramatischen Erhöhung der Aggressivität kommen, und der Großteil der Verwender scheint gut damit umgehen zu können. Ob Kraftsportler, die für gewöhnlich Testosteron im Grammbereich zuführen, in dieser Hinsicht objektive Bewertungen aussprechen können, bleibt dahingestellt. Letztlich ist der Punkt Aggressivität bei der Verwendung anaboler/androgener Steroide auch immer eine individuelle Angelegenheit.

Kampfsport/Ausdauersport —

Die Diät- und Absetzphasen sind nach den Erkenntnissen der letzten Seiten die interessantesten Anwendungsgebiete für dieses Steroid. Ausdauer- und Kampfsportler fragen sich an dieser Stelle bestimmt, was für sie in Frage komme, da man meistens davon liest, Fluoxymesteron sei hier empfehlenswert. Das Problem bei vielen Steroiden ist deren oftmals negativer Einfluss auf die Ausdauerleistung bzw. Kondition, obwohl die Anzahl der roten Blutkörperchen erhöht wird. Eine erhöhte Wasserspeicherung und ein erhöhter Blutdruck könnten hier bei vielen anabolen/ androgenen Steroiden die wichtigste Rolle spielen. Viele Steroid-Anwender können davon berichten, dass ihnen beispielsweise die Puste beim Treppensteigen ausgeht. Die Verwendung von Anabolika kann in anderen Sportarten zu einer regelrechten Wissenschaft mutieren und dort wesentlich komplizierter sein. Auch variiert die Verwendung und Wirkung individuell viel stärker als im Bodybuilding. Fluoxymesteron mag durch die Bildung von roten Blutkörperchen die Aufnahmekapazität für Sauerstoff erhöhen und einem Bodybuilder bei seinen Sätzen behilflich sein. Das heißt jedoch nicht, dass es einem anderen Sportler denselben Nutzen bringt. Verstärkter Pump und eventuell trockene Gelenke sind nicht unbedingt von Vorteil, wenn man einen hohen Tritt ansetzen möchte, davor viel Beinarbeit geleistet hat und die Oberschenkel und Waden mehr als gewollt durchblutet sind. Lediglich als Cortisol-Blocker in schweren Trainingsphasen kann der Einsatz von Fluoxymesteron bei Ausdauer- und Kampfsportathleten Sinn ergeben.

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