Trenbolon und die Schilddrüse

Wie wir im diesem Blog bereits geschildert haben, bindet Trenbolon im direkten Vergleich mit z.B. Dihydrotestosteron weniger stark an das SHBG, wodurch mehr freies Trenbolon zur Verfügung steht und vom Körper genutzt werden kann. Ebenso kann Trenbolon die SHGB-Hormon-Konzentration im Körper senken. Ähnliche Wirkung entfaltet es auch auf das TBG, das Thyroxin-bindende-Hormon. Dieses bindet jedoch keine Sexual-, sondern Schilddrüsenhormone, was die Frage aufwirft, ob Trenbolon eventuell einen Teil seiner fettverbrennenden Eigenschaften über die Schilddrüsenhormon-Konzentration im Körper ausübt. Je mehr ungebundene Schilddrüsenhormone sich in der Blutbahn befinden, desto höher auch hier die Wirksamkeit.

In einer Studie aus dem Jahre 1981 wurde festgestellt, dass Trenbolon die totalen Plasmawerte des Schilddrüsenhormons Thyroxin um 40% unterdrückt. Eine Unterdrückung der Schilddrüsenhormon-Produktion ist natürlich kontraproduktiv und eine Vermittlung der fettverbrennenden Eigenschaften des Trenbolon über die Schilddrüsenhormon-Konzentration wäre dementiert. Zumindest, wenn man die Studie so stehen lassen würde. Da hier jedoch nur die totalen Plasmawerte und nicht das freie, ungebundene Thyroxin gemessen wurde, ist das Ergebnis der Studie für unsere Zwecke irrelevant.

Trenbolon senkt den Gehalt an TBG, erhöht damit die Menge an freien Schilddrüsenhormonen und somit stehen dem Körper mehr, anstelle von weniger zur Verfügung – auch dann, wenn die totalen Plasmawerte erst einmal niedriger erscheinen. Heisst also, dass Trenbolon durchaus die Fettverbrennung teilweise über die Schilddrüsenhormone vermittelt? Nein, denn auch hier muss weitergedacht werden. Sind plötzlich mehr freie Schilddrüsenhormone als üblich im Blut enthalten, reagiert der Körper recht schnell, um erneut in den zustand der Homoöstase zu gelangen. Als direkte Reaktion hierauf verringert er die Ausschüttung von TRH (Thyroid Releasing Hormone) und TSH (Thyroid Stimulating Hormone), was ebenso in einer Verringerung des Schilddrüsenhormons Levothyroxin (T4) und somit zwangsläufig auch des Liothyronin (T3) mündet und der anfängliche Effekt somit verpufft.

Im Klartext bedeutet dies nichts anderes, als dass Trenbolon zwar in den Schilddrüsenhormon-Haushalt eingreift, diesen aber langfristig nicht so verändern kann, dass dies zum Vor- oder Nachteil für den Anwender wird.

This entry was posted in Trenbolon. Bookmark the permalink.