Post-Cycle Therapie – Das korrekte Absetzen von Anabolika und Steroiden

Das korrekte Absetzen

Mit dem Aufbau alleine ist es während einer Anabolika-Kur nicht getan. Es ist ein leichtes, innerhalb einer zehnwöchigen Nandrolon-/Metandienon-Kur zehn Kilogramm oder mehr zusätzliches Gewicht aufzubauen. Doch was letzten Endes zählt, ist was von der neu dazu gewonnenen Masse beim Absetzen der Medikamente übrig bleibt. Viele Anwender erleiden nach Beendigung der Anabolikaeinnahme einen heftigen Einbruch, sowohl was das Körpergewicht, als auch das Kraftniveau anbelangt.

Dafür gibt es mehrere Gründe, Zum einen stoppt man die exogene Zufuhr an Hormonen, was den ersten Leistungseinbruch bedeutet. Während der Anabolikaeinnahme lief der Körper quasi im Turbogang. Doch nun, nachdem alle Präparate abgesetzt sind, wird mehrere Gänge zurückgeschaltet und es läuft wieder alles im normalen Bereich. Die Vorstellung, dass nach dem Absetzen im Körper wieder alles wie vor der Kur ist, gilt jedoch als reines Wunschdenken. Denn wäre dem so, würden sicherlich vielen Anwendern weniger Absetzprobleme widerfahren. Leider ist nach Einstellung des Steroidzykluses nicht alles im Normbereich. Auf Grund der exogenen Hormonzufuhr ist die eigene Testosteron Produktion leicht bis komplett eingeschränkt und somit unter dem Normbereich. Wenn man Glück hat, zeigt sich nur eine mäßige Unterdrückung, wie es z. B. bei der Verwendung vornehmlich anaboler und gering androgener Wirkstoffe, wie Boldenon und Oxandrolon, der Fall ist. Hat der Athlet jedoch stark androgene Wirkstoffe, wie z. B. Metandienon oder Testosteron benutzt, dann ist von einer ausgeprägten Unterdrückun auszugehen. Trotz geringer androgener Komponente ist besonders auch das Nandrolon Decanoat dafür bekannt, die Eigenhormonproduktion innerhalb kürzester Zeit lahmzulegen. Das hängt mit der bereits im entsprechenden Kapitel erwähnten Progesteronwirkung zusammen.

Bei längerem Miss-/Gebrauch anaboler Steroide ist zudem mit einer Hodenschrumpfung zu rechnen, welche einen weiteren Stolperstein in den Weg zur Erholung legt, da die Hodengröße und die Testosteronproduktion in engem Zusammenhang stehen.

Ein zusätzliches Problem stellen die erhöhten Östrogenwerte dar. Auf Grund des erniedrigten Androgenspiegels gewinnt das Östrogen die Überhand und erschwert zum einen die Wiederaufnahme der Eigenproduktion und bewirkt zum anderen als Gegenspieler des Testosterons einen beschleunigten Muskelverlust. Die bei der Anabolikaeinnahme unterdrückten Kortisolwerte steigen ebenfalls wieder an und sorgen dabei zu weiteren Einbußen.

Wofür muss demnach nach Ende der Kur gesorgt werden? Als erstes sollte Wert darauf gelegt werden, dass die Hoden ihre ursprüngliche Größe zurückbekommen. Das dafür seit jeher eingesetzte und bewährte Medikament ist Humanes Choriongonadotropin. Der klare Vorteil dieses Präparates ist, dass die Hoden innerhalb weniger Anwendungstage ihre Ursprungsgröße zurückerlangen können, Nachteilig ist jedoch, dass der dadurch schnell erhöhte Testosteronspiegel eine weitere Vermehrung des Östrogenspiegels mit sich bringt. Deshalb sollte HCG nicht direkt am Anschluss der Kur, sondern bereits etwa zwei bis drei Wochen vor Ende eingesetzt werden.

Direkt im Anschluss beginnt man dann mit der so genannten „Post-Cyde-Therapie”, bei der in erster Linie Wert darauf gelegt wird, den erhöhten Östrogenspiegel zu senken. An dieser Stelle kommen die beiden Östrogerirezeptoren-Blocker Clomifen und Tamoxifen Citrat zur Anwendung, Beide Wirkstoffe binden als leichte Östrogene an die Rezeptoren und blockieren diese für endogen produzierte und um einiges potentere Östrogene. Der Körper reagiert hierauf mit einer erhöhten FSH (follikelstimulierendes Hormon)- und LH (luteinisierendes Hormon)-Ausschüttung, was die natürlichen Testosteronwerte wieder auf das alte Niveau zurückbringt.

Will man den Östrogenspiegel noch weiter senken, empfiehlt sich der Einsatz eines Aromatasehemmers, wie z. B. Anastro- zol („Arimidex”). Auch das missverstandene Zink kann hier gute Dienste leisten. „Missverstanden”, weil es nicht direkt als Aromatasehemmer fungiert, Fakt ist, dass die exogene Zufuhr von beispielsweise Testosteron die Zinkspeicher im Körper plündert und ein Zinkmangel in direktem Zusammenhang mit gesteigerter Aromatasetätigkeii. steht. Ergänzt man nun mit Zink, bleiben die Zinkspeicher gefüllt und somit sinkt im Umkehrschluss die Aromatasetätigkeit. Athleten wissen über Zink aus praktischen Erfahrungen zu berichten, dass es bei moderaten Testosterondosierungen von bis zu 500mg/ Woche östrogenbedingte Nebenwirkungen wirkungsvol1 unterdrückt,

Ist nun für die schnellstmögliche Wiederherstellung der Eigenproduktion gesorgt, sollte man sich um einen nicht minder wichtigen Punkt kümmern: Die Kortisolwerte! Auf gar keinen Fall darf man eirt Trainingsvolumen wie während der Kur aufrecht erhalten, da gerade bei erhöhten Kortisolwerten mit weiterem Muskel- und Kraftverlust gerechnet werden muss. In der Praxis hat sich bewährt, die Trainingshäufigkeit und vor allem die Länge der jeweiligen Einheiten zu reduzieren. Dreimal pro Woche ein kurzes, intensives Krafttraining von 45- 60 Minuten Höchstdauer wird hierbei als optimal angesehen. Der Körper bekommt durch diese Vorgehensweise genügend Ze5tr sich von den einzelnen Einheiten zu erholen und die kurze Dauer von jeweils 45-60 Minuten sorgt zudem dafür, dass die Kortisolwerte nicht überhand nehmen. Zahlreiche Studien haben belegt, dass dieser Zeitrahmen als optimal anzusehen ist, da sich bei Überschreitung das Verhältnis der anabolen zu katabolen Hormonen ins Negative verändert.

In Bezug auf Medikamente kommt seit Jahren Clenbuterol als antikataboler Wirkstoff zum Einsatz, Während viele Anwender auf den Nutzen schwören, muss man ein großes Fragezeichen hinter die Verwendung setzen, da eine antikatabole Wirkung beim Menschen bisher nicht nachgewiesen werden konnte. Hier kommt wohl eher der stimulierende Effekt des Clenbuterols zu tragen, der einen leichten Kraftzuwachs bewirkt. Gerade in der Absetzphase ist ein größtmöglicher Krafterhalt von Vorteil, da ein Kraftverlust gleichzeitig auch weitere Masseverluste bedeutet. Wer denselben Effekt verspüren möchte, dem bietet sich mit Ephedrin eine gute Alternative. Da Ephedrin das Herz weniger belastet und nicht so starke Nebenwirkungen aufweist, ist dieser Wirkstoff dem Clenbuterol vorzuziehen. Dem Ephedrin wird ebenfalls ein antikataboler Charakter nachgesagt, was allerdings mit etwas Abstand betrachtet werden sollte, da dererlei Eigenschaften bisher nicht eindeutig verifiziert werden konnten. Deshalb sollte man diesen Wirkstoff eher als Trainingsbooster ansehen, der hilft, cias Kraftniveau während der Absetzphase zu halten.

Ein weiterer antikataboler Faktor, der bisher in keiner Publikation Aufmerksamkeit gefunden hat, ist das Vitamin C. Ostblockathleten benutzten regelmäßig große Mengen Vitamin C, um ihre Kortisolwerte während schweren Trainingsphasen unter Kontrolle zu halten. Die kortisolsenkende Wirkung ist mehrfach wissenschaftlich belegt. Wer von diesem Effekt profitieren will, sollte 2-3 Gramm jeweils vor und nach dem Training zu sich nehmen.

Desweiteren ist der Einsatz von Acetylsalicylsäure (Wirkstoff des weltbekannten Medikaments „Aspirin”) eine Überlegung wert. Eine Studie aus dem Jahre 2001 hat nämlich herausgefunden, dass Acetylsalicylsäure u.a. die Sekretion des katabolen Hormons Kortisol unter Stressituationen, wie es z. B. ein intensives Muskeltraining darstellt, nachhaltig verringern kann.
Genauso wie das Vitamin C stellt auch das Phosphatidylserin ein vollkommen natürliches Supplement dar. Dieses Phospho- lipid fördert nicht nur die Gehirnleistung, sondern zeigt darüber hinaus laut zahlreichen Studien auch eine stark antikataboie Wirkung. Eine Unterdrückung des Kortisolspiegels um 30-50% bei täglicher Einnahme von 800mg konnte nachgewiesen werden. Ein eindrucksvoller Wert für eine natürliche Nahrungsergänzung,

Zusätzlich zu den antikatabolen Mitteln sollte die Einnahme von Creatin und Glutamin in Betracht gezogen werden. Da sich das Muskelzellvolumen auf Grund des Androgenmangels verringert, erfährt die Muskulatur auch auf diesem Wege einen katabofen Reiz, Eine gut hydrierte Muskelzelle lagert mehr Aminosäuren und Kohlenhydrate ein, als eine schlecht hydrierte. Zudem bewirkt Creatin ebenfalls einen Kraftzu- wachs/-erhalt, welcher zum einen auf Grund des höheren ATP-Speichers und zum anderen auf Grund der besseren Hebelverhältnisse durch die pralle Muskulatur zu erklären ist, Mit dem Aufladen sollte etwa eine Woche vor dem Absetzen begonnen werden, damit die Speicher bereits aufgefüllt sind, wenn es darauf ankommt,

Auf gar keinen Fall sollte mit Mesterolon („Proviron”) abgesetzt werden, Immer wieder hört man den Rat, mit Proviron abzusetzen, da es die fehlenden Androgene ersetzen und die beim Absetzen schwindende Libido steigern soll. Sicheriich ersetzt der Wirkstoff fehlende Androgene, allerdings inter- agiert er auch bei der Wiederherstellung der Eigenhormonproduktion, wirkt somit kontraproduktiv und verzögert die Erholung nur. Wer mit Libidoproblemen zu kämpfen hat, kann den Einsatz von Tribulus Terrestris im Mengenbereich von etwa 3 Gramm pro Tag erwägen. Tribulus bewirkt eine Erhöhung des LH und des FSH, was sich in einer deutlichen Verbesserung des Problems bemerkbar macht. Als Clomifen- oder Tamoxifen-Ersatz allerdings ist die Wirkung als zu gering einzustufen. Lediglich bei milderen Kuren, bei der der körpereigene Hormonhaushalt nur gering in Mitleidenschaft gezogen wurde, ist der alleinige Einsatz von Tribulus Terrestris in Erwägung zu ziehen.

 

Post-Cycle-Therapie, Beispiel 1, Absetzen von Nandrolon:

Der Athlet hat hierbei 12 Wochen lang 400mg Nandrolon Decanoat und in den ersten vier Wochen jeweils 30mg Metandienon pro Tag verwendet. Woche 12 ist somit die letzte Injektionswoche. Da Nandrolon die Eigenhormanpro- duktion so schnell und intensiv beeinträchtigt wie kein zwei tes Steroid, hat sich hier eine kombinierte Anwendung von Clomifen und Tamoxifen Citrat als sinnvoll erwiesen.

Eine HCG-Einnahme sollte in den letzten beiden Injektionswochen in Erwägung gezogen werden, um verkleinerten Hoden auf ihre normale Größe zurückzubringen. In der letzten Woche wird mit der Creatinaufladung begonnen, damit die Speicher gefüllt sind, wenn das Nandrolon nach ca. 1-2 Wochen langsam seine Wirkung verliert, Clenbuterol oder Ephedrin werden wie bereits beschrieben als kleine Stimulans zum Krafterhalt verwendet. Vitamin C sollte vor und nach dem Training zu jeweils 2-3 Gramm zugeführt werden. Wer den sauren Geschmack von reinem Vitamin-C-Pulver pur nicht mag, kann es in 1 bis 1,5 Liter stillem Wasser einrühren und es so auch während des Trainings zuführen. Acetylsalicylsäure, z. B. in der Form von „Aspirin” oder „ASS”, wird etwa eine Stunde vor dem Training in einer Dosierung von 325mg eingenommen. Um den Kortisolspiegel weiter zu drücken, empfiehlt sich die Einnahme von 800mg Phosphatidylserin, aufgeteilt auf 200mg nach dem Aufstehen, jeweils 200mg vor und nach dem Training sowie 200mg vor dem Schlafengehen.

Post-Cycle-Therapie, Beispiel 2, mildes Absetzen mit und ohne Medikamente:

Bei dem Verwender handelt es sich um einen vorsichtigen Athleten, der lediglich gering toxische und seiner Meinung nach
den Eigenhormonbaushalt nicht ganz so stark beeinflussende Steroide in geringen Mengen zugeführt hat. Es kamen dabei Boldenon Undecylenat und Stanozolol zum Einsatz. Boldenon injizierte er 16 Wochen lang 300mg wöchentlich, vom Stanozolol wurde dreimal wöchentlich je 50mg über einen Zeitraum von 3 Wochen injiziert. Beide Präparate sind auf alle Fälle milder als Testosteron oder Nandrolon, eine Beeinflussung der Eigenproduktion ist dennoch wahrscheinlich. Der vorsichtige Athlet benutzt lediglich Tribulus Terrestris, Zink, Creatin und Vitamin C. Da Tribulus Terrestris eine gewisse Anlaufzeit benötigt, wird mit der Einnahme zwei Wochen vor Kurende begonnen, welche ruhig über weitere 12 Wochen laufen kann, da Tribulus nicht toxisch wirkt, Zink wird als natürlicher „ Aromatasehernmer” über 6 Wochen eingesetzt, um den Östrogenspiegel zu drücken und somit eine schnellere Erholung der endogenen Testosteron Produktion zu gewährleisten. Der nicht medikamentenscheue Athlet verwendet entweder Clomifen oder Tamoxifen Citrat, sowie Clenbuterol oder Ephedrin. Mit der Creatinaufladung wird wie gewohnt zu Beginn der letzten Woche begonnen. Clenbuterol oder Ephedrin und Vitamin C werden wie in Beispiel 1 beschrieben eingesetzt. Zink leistet auch bei diesem Schema wertvolle Dienste. Auf HCG kann verzichtet werden, da eine Hodenschrumpfung unwahrscheinlich ist. Sollte dennoch die Anwendung erwünscht sein, wählt man dafür ebenfalls die letzten beiden Injektionswochen. Der Einsatz von Acetylsalicylsäure kann bei beiden Schemen erfolgen, weitaus milder zum Körper ist jedoch Phosphatidylserin, das in 200mg Dosierungen jeweils nach dem Aufstehen, vor und nach dem Training sowie vor dem Zubettgehen eingenommen wird.

Post-Cycle-Therapre, Beispiel 3, normales Absetzen einer 12-Wochen-Kur:

Dieses Schema ist beim Großteil aller Steroide zu verwenden. Man sollte dabei lediglich die diversen Halbwertzeiten der jeweiligen Medikamente beachten. Während man mit der Post-Cycle-Therapie beim 4-Komponenten-Testosteron Sustanon etwa am zehnten Tag der letzten Injektion beginnt, startet man bei Testosteron Propionat z. B, bereits nach zwei Tagen, da die Halbwertzeit. des Propionats etwa nur einen Tag beträgt. Grundsätzlich sollte auch hierbei HCG bei Bedarf etwa 2 Wochen vor Ende der Kur eingesetzt werden, während direkt im Anschluss mit der Post-Cycle-Therapie, sprich der Einnahme von Clomifen oder Tamoxifen Citrat, begonnen wird. Alle anderen Wirkstoffe, wie z.B. Anastrozol, Zink, Ephedrin, Vitamin C, Phosphatidylserin und Acetylsalicylsäure können nach bereits aufgezeigtem Muster verwendet werden.
Post-Cyde-Therapie, Beispiel 4, „Bridging” mit Metarv dienon, Metenolon oder Stanozolol.

Beim so genannten „Bridging” handelt es sich um das Überbrücken steroidfreier Phasen, um einem Muskelmasseveriust bestmöglich aus dem Weg zu gehen. Dabei wird ein vornehmlich anaboles und gering androgenes Steroid, welches die Eigenhormonproduktion nur gering beeinflussen soll in der „steroidfreien” Zeit eingesetzt, um die Zeit biszum nächsten Zyklus zu überbrücken.

Wenn zum Bridgen nun gering androgene Steroide verwendet werden, die die endogene Testosteron Produktion kaum beeinflussen, wieso wird dann oftmals Metandienon eingesetzt? Nun, amerikanische Steroidexperten vertreten die Ansicht, dass eine einmalige, am frühen Morgen erfolgende Einnahme, die Eigenproduktion kaum beeinträchtigt. Sie begründen diese These mit der relativ kurzen Halbwertzeil dieses Wirkstoffs, die dazu führt, dass die Steroidmoleküle nicht ausreichend iange im Blut nachweisbar sind, um den Hoden das Signal zur Einstellung der Eigenprodiktion zu senden. Funktionieren soll dies auf Grund der sehr geringen Halbwertzeit auch mit unverestertem, in Wasser gelöstem Testosteron (Tsstosteron Aqueus Suspension). Wer dieses Schema testen möchte, verwendet entweder 10mg Metandienon oder 25mg Testosteron Suspension direkt nach dem morgendlicher Erwachen.

Bei uns wurde in den letzten Jahren eher mit Wirkstoffen wie Metenolon oder Stanozolol überbrückt da obige Theorie hierzulande nicht allzu bekannt ist. Wer beide Steroidprofile gelesen hat, weiß jedoch, dass weder Metenolon noch Stanozolol als hierfür geeignet anzusehen sind. Klar, sie verhindern einen allzu großen Muskel- und Kraftverlust bzw. zögern diesen lediglich hinaus, die endogene Testosteron Produktion bekonmt dennoch keine Chance zur Regeneration. Das Fortführen der Kur mit ausschließlich einem niedrig dosierten, injizierbaren Depot Testosteron hätte in diesem Fall in Punkto Muskel- und Krafterhalt sicherlich weitaus mehr gebracht und dem Körper nebenbei die notwendige Zeit gegeben, sich vom Einsatz toxischerer Steroide wie Metandienon oder Stanozolol zu erholen. Im Wettkampf-Bodybuilding ist diese Form des „Bridgings” Usus.

Post-Cyde-Therapie, Beispiel 5, Ausschleichen mit Testosteron Propionat (Variante aus der Schulmedizin):

 

Auch in der Schulmedizin ist es von besonderer Wichtigkeit, die Eigenhormonproduktion nach dem Einsatz von Testosteron wieder cnzukurbeln. Dabei kommen jedoch weder Clomifen Citrat noch HCG zum Einsatz, sondern es wird vielmehr mit einer Hypophysenanpassung gearbeitet. Vereinfacht ausgedrückt wird die Testosteronmenge über einen längeren Zeitraum verringert und die Injektionsintervalle verändert. Die Intention dieser Vorgehensweise ist die, dass die Hypophyse sich langsam an die weniger werdende exogene Zufuhr gewöhnt und die Eigenproduktion daraufhin wieder aufnimmt.

Das bevorzugte Testosteronpräparat zu diesem Zweck ist das Testosteron Propionat, welches zum einen eine relativ kurze Halbwertzeit besitzt und zum anderen in geringer Dosierung erhältlich ist. Die Injektionszeit beschränkt sich auf morgens, direkt nach dem Aufstehen. Der Vorteil einer morgendlichen Gabe liegt am natürlichen Hormonausstoß, der morgens am höchsten ist (zirkadianer Rhythmus der Hormonspiegel) und somit eine geringe exogene Zufuhr weniger stark bemerkt wird. Die kurze Halbwertzeit sorgt zudem dafür, dass sich kein Wirkstoff im Körper anstaut und dem Regelkreis damit nicht erneut das Zeichen zur Einstellung der körpereigenen Produktion gegeben wird.

Wie viel Testosteron Propionat wird injiziert und über welchen Zeitraum? Nach Kurende werden drei Wochen lanq ca. 150mg die Woche injiziert. Danach wird für zwei Wochen auf 100mg/Woche und in den zwei Folgewochen noch mal auf 50mg/Woche reduziert. Während dieser Spanne passt sich die Hypophyse im Normalfall an die neuen Verhältnisse an und nimmt die Eigenproduktion wieder auf. Auf alle andere Hormonpräparate, wie z. B. Tamoxifen Citrat oder HCG, kann hierbei verzichtet werden. Lediglich Ephedrin/Clenbuterol, Vitamin C, Acetylsalicylsäure oder Phosphatidylserin sollten als antikatabole Stoffe in bekanntem Muster eingenommen werden. Creatin und/oder Glutamin sind in dieser Phase ebenfalls vorteilhaft, um ein hohes Muskelzellvolumen aufrecht zu erhalten und einem Kraftverlust weitestgehend auszuweichen.

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