Bodybuilding – Kurpläne für Fortgeschrittene

Wichtiger Hinweis: Im folgenden werden einige beliebte Kurpläne vorgestellt, denen teils neuste Erkenntnisse zugrunde liegen. Keiner der folgenden Pläne soll als Anleitung oder Aufforderung zur Einnahme angesehen werden. Alle Angaben gelten lediglich der allgemeinen Information.

Um einen besseren Überblick zu gewährleisten, ist dieser Abschnitt in zwei Bereiche aufgeteilt. Der erste beschäftigt sich mit Anwendungsbeispielen für Anfänger, während der zweite Teil Anwendungsbeispiele für Fortgeschrittene aufzeigt. Auf Pläne für Profis wurde hierbei bewusst verzichtet, da davon ausgegangen wird, dass ein Wettkämpfer die nötige Erfahrung besitzt, um sich das für ihn optimale Schema zurechtzulegen.

2. Pläne für Fortgeschrittene

Hat der Athlet nun seine erste oder auch schon zweite Kur hinter sich gebracht, und erzielt er mit den angegebenen Anfängerkuren keine Fortschritte mehr, sollte er eine Überlegung anstellen: Habe ich die Kraft der Einzel Wirkstoffe komplett ausgereizt oder besteht die Möglichkeit mit einer eventuellen Wirkstofferhöhung oder kürzeren Injektionsintervallen weitere Fortschritte zu erzielen? Hat der Athlet in der ersten Kur beispielsweise 250mg Testosteron Enantat alle 7 Tage injiziert, so könnte er bei seiner nächsten Kur den Injektionsintervatl auf alle 5 Tage verkürzen. Damit sind sicherlich weitere Fortschritte möglich. Neben einer Dosiserhöhung bietet sich dann auch die Möglichkeit des Hinzustackens von weiteren Steroiden, was den Körper auf verschiedene Art und Weise beansprucht und so neues Wachstum einleitet.

Kur 1 und 2: Der Testosteron/Nandrolon/Metandienon- bzw, Testosteron/Metandienon-Stack

Zwei beliebte und sehr bekannte Stacks sind zum einen die Testosteron/Nandrolon/Metandienon- und zum anderen die Testosteron/Metandienon-Kombination. Beide Stacks sind absolute Klassiker und haben auch schon bei Legenden wie Arnold Schwarzenegger, Sergio Oliva und Tom Platz ein massives Muskelwachstum ausgelöst.

 

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Dieser Klassiker benutzt Nandrolon Decanoat als anaboles Basis-Steroid, Testosteron Enantat als langwirkendes Massesteroid sowie Metandienon als schnellwirksamen Kickstarter. Die Zuwachsraten mit dieser Aufbaukur können sich wahrlich sehen lassen. Bei einem hohen Proteinkonsum von 3-4g pro kg/ Körpergewicht je Tag, einer moderaten Kohlenhydratauf- nahme sowie einer täglichen Fettzufuhr von ca. 120g wird es zu einem enorm schnellen Zuwachs an Muskelmasse kommen, die bei dieser Ernährungsweise von überwiegend solider Natur sein wird. Am Anfang der Kur wird wegen des raschen Wirkungseintritts des Metandienons zwar mit einer starken Wasserspeicherung zu rechnen sein, diese legt sich aber mit fortlaufender Einnahme, insbesondere dann, wenn der Athlet seine Kohlenhydrataufnahme nicht zu hoch schraubt und dafür mehr Protein konsumiert.

Die Kurlänge sollte abermals mindestens 16 Wochen betragen, um dem Körper Zeit zu geben, sich an die neue Muskelmasse zu gewöhnen. Der Athlet sollte allerdings darauf achten, das Metandienon nicht länger als 4 -6 Wochen am Stück zu gebrauchen.

 

Bei diesem Klassiker wird das Masseaufbausteroid Nr.1 Testosteron in einer höheren Wochendosis von 500-750mg appliziert und mit dem beliebtesten oralen Massesteroid Metandienon kombiniert. Diese so simple Kur resultiert in erheblichen Masseaufbauraten. Je nach dem, wie die Ernährung ausgelegt wird, kommt es zu einem überwiegend soliden Muskelzuwachs oder zu einem stark wässrigen, aufgedunsenen Aussehen mit gleichzeitig moderatem Fettansatz. Die Kurlänge beträgt mindestens 16 Wochen, lediglich das Metandienon wird nicht länger als 4-6 Wochen am Stück eingenommen.

 

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Kur 3: Der Fortgeschrittene Masse-Stack

Dass die drei Wirkstoffe Nandrolon, Testosteron und Metandienon in Punkto Massezuwachs ungeschlagen sind, steht außer Frage. Werden diese drei Steroide miteinander kombiniert, und dazu noch das Wachstumshormon verabreicht, so kommt es zu einem enorm starken Muskelaufbau, der dank des Wachstumshormons über mehrere Monate anhält. Innerhalb von 6 Monaten verändert sich das körperliche Erscheinungsbild des Athleten radikal.

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Dieser Stack sollte über einen Zeitraum von 6 Monaten zur Anwendung kommen. Die Dosierung von 2 I.E. Wachstumshormon ist relativ niedrig gehalten, wirkt aber lange und gleichmäßig und kumuliert über 6 Monate zu einem imposanten Zuwachs an gutem, solidem Muskelgewebe. Nandrolon fungiert als gut verträgliches anaboles Basissteroid, während das Testosteron, zusammen mit dem Wachstumshormon, die IGF-1-Produktion in den Leber- und Muskelzellen ankurbelt. Sowohl Nandroion, Testosteron, als auch das Wachstumshormon eignen sich auf Grund ihrer Beschaffenheit für einen sehr langen Anwendungszeitraum. Eine toxische Wirkung geht von keinem dieser drei Hormone aus. Aufmerksame Leser werden festgestellt haben, dass in den letzten beiden Wochen der Kur das Nandrolon Decanoat gestrichen wurde. Dies hat den einfachen Hintergrund, dass somit am Kurende keine direkte Progesteronwirkung mehr besteht, was die anschließende Post-Cycle-Therapie enorm erleichtert.

Extrem wichtig für den Erfolg ist eine sehr hohe Proteinzufuhr, die idealerweise bei 3-4g Protein pro kg Körpergewicht/Tag liegen sollte. Wer die Kohlenhydratzufuhr auf einem moderaten Niveau hält und die tägliche Fettaufnahme bei ca. 120-150g einpendeln lässt, wird sich über einen sehr soliden Muskelzuwachs freuen können. Lediglich in den ersten 2-3 Anwendungswochen kommt es zu einer erheblichen Wasserspeicherung, die sich aber mit der Zeit wieder normalisiert, vorausgesetzt die Ernährung stimmt.

Das Hinzufügen von Metandienon ist optional, und bleibt dem Athleten überlassen. Der Einsatz ist sicherlich nicht zwingend notwendig, kann aber, falls ungeduldig auf schnelle Anfangserfolge gewartet wird, in Betracht gezogen werden.
Da Metandienon außerdem eine gute IGF-1-Stimulanz ist, arbeitet es hervorragend mit dem Testosteron und Wachstumshormon zusammen. Wichtig ist dabei, das Metandienon wegen seiner potentiellen Leberschädlichkeit stets im vierwöchigen Wechsel von Einnahme und Pause einzusetzen.

Kur 4: Extremer Masse-Stack

Bei diesem Stack ist die Bezeichnung «extreme Masse» eine klare Priorität. Wer Wert auf einen gut definierten, qualitativen Zuwachs legt, sollte dieses Beispiel überspringen. Wer jedoch vorrangig an einem extremen Körpergewichts- und Volumenzuwachs seiner Muskeln interessiert ist, für den wird es ab hier interessant. Dies gilt insbesondere für Bodybuilder, die die notwendige Substanz aufbauen wollen, um für nationale Meisterschaften konkurrenzfähig zu sein bzw. Athleten die damit liebäugeln, eines Tages vielleicht bis in den Profibereich vorzustoßen.

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Bei diesem Stack bildet erneut das Nandrolon die anabole Basis, diesmal jedoch in einer Wochendosis von 600mg. Sofort zu Beginn wird Oxymetholon dazugestackt, um eine schnelle Kraft- und Gewichtsentwicklung zu gewährleisten. Der Wirkstoff Oxymetholon speichert je nach Veranlagung des Anwenders gehörig Wasser, was ihn für eine rasche Gewichtszunahme geradezu prädestiniert. Da die Tabletten 17-alpha-alkyliert sind, wird die Einnahme auf 4 Wochen beschränkt. Eine längere Einnahmezeit ist sowieso nicht ratsam, da die Zuwächse ab der vierten Woche etwa zum Erliegen kommen.

Nach einer vierwöchigen Oxymetholonpause kann dieses Steroid dann abermals verabreicht werden, um das Körpergewicht nochmals schubweise nach oben zu treiben. Der Testosteron-Mix („Omnadren” oder „Sustanon 250″) wird mit 1000mg pro Woche angesetzt, was den Masseaufbau weiter beschleunigt. Dazu kommen noch 4 I.E. Wachstumshormon sowie 30-60 I.E. Insulin pro Tag. Die Insulindosis wird auf drei Injektionen zu je 10-20 I.E. eines kurzwirksamen Insulin auf- gesplittet. Zeitnahe erfolgt die Applikation von jeweils 2 I.E. Wachstumshormon sowie eine protein- und kohlenhydratreiche Mahlzeit. Dies forciert die IGF-1 -Bildung enorm und sorgt dafür, dass das Muskelwachstum auf mehreren Ebenen gleichzeitig stimuliert wird. In Verbindung mit einer sehr hohen Proteinzufuhr von 3-4g pro kg Körpergewicht pro Tag und einer hyperkalorischen Ernährung wird der Athlet sein Ziel einer gewaltigen Masse- bzw. Körpergewichtszunahme realisieren können. Dank des Wachstumshormons wird die Fetteinlagerung gering bleiben, dafür kommt es jedoch zu einer enormen Wasserspeicherung, die der Muskulatur ein stark voluminöses aber recht aufgedunses Aussehen verleiht. Dies ist jedoch die Voraussetzung, um im Training beschwerdefrei hohe Gewichte bewegen zu können, was dem Muskelaufbau wiederum zugute kommt.

Die Kurdauer sollte mindestens 16 Wochen betragen, besser noch 6 Monate und länger. Bodybuilder, die sich in ihrem Sport hohe Ziele setzen, werden mit kurzzeitigen Kuren nicht den gewünschten Erfolg erlangen.

Da die körpereigene Hormonproduktion nach dieser Kur mit Sicherheit komplett eingeschränkt sein wird, empfiehlt sich die kombinierte Einnahme von Clomifen und Tamoxifen Citrat im Anschluss.

Kur 5: Qualitäts-Aufbaukur

Wer keine Wettkampfambitionen hegt und eher auf Qualitätsmuskeln und Ästhetik steht, wird mit dem folgenden Stack mehr als zufrieden sein. Dabei kombinieren wir Testosteron Propionat mit dem beliebten Steroid Boldenon Undecylenat. Weder Testosteron Propionat noch Boldenon Unde- cylenat speichern bei vernünftiger Dosierung übermäßig viel Wasser, sodass der Zuwachs bei guter Ernährungsweise aus qualitativer Muskelmasse bestehen sollte. Die tägliche Proteinzufuhr liegt auch hier wieder bei 3-4g pro kg/Körpergewicht. Halten Sie die Kohlenhydratzufuhr auf einem moderaten Level und beschränken Sie die Fettaufnahme auf ca. 100g pro Tag.

Die Kurlänge kann individuell gestaltet werden. In der Praxis hat sich jedoch gezeigt, dass eine Minimaldauer von 16 Wochen sinnvoll ist. Dennoch kann auch diese Kur problemlos auf 6 Monate und länger ausgedehnt werden, da werder Testosteron Propionat noch Boldenon Undecylenat toxisch wirken oder größere Nebenwirkungen zur Folge haben.

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Wer an einem möglichst geringen Körperfettanteil interessiert ist, kombiniert diese Kur mit dem Schilddrüsenhormon T3- Liothyronin oder dem T3-Metaboliten Tiratricol. Bei Bedarf können auch 2-6 I.E. Wachstumshormon pro Tag hin- zugestackt werden, so z. B., wenn der Athlet sich auf einen Wettkampf vorbereitet.

Da Stanozolol einen stark negativen Einfluss auf die Blutfettwerte hat, wird die Einnahme auf 5 Wochen beschränkt, d.h. in den ersten vier Wochen der Kur kommt Stanozolol noch nicht zum Einsatz. Alle Wirkstoffe können natürlich auch nach eigenen Zielen und Wünschen miteinander kombiniert werden, z. B. jeweils nur Stanozolol oder Trenbolon Acetat mit Testosteron Propionat, Der alleinige Einsatz von Stanozolol mit Trenbolon Acetat macht weniger Sinn, da die Progesteronwirkung des Trenbolon schnell zu Libidoverlust und Impotenz führen würde, was durch den Zusatz von Testosteron in der Regel abgefangen werden kann.

 

Beispiel 6. Abwechselnde Tabletten- und Injektionskur

Diese Kur ist in zwei Phasen aufgeteilt: in der ersten wird ausschließlich ein orales Steroid eingenommen, in der zweiten ausschließlich ein injizierbares. Beide Phasen wechseln sich in einem vier- bis sechswöchigen Rhythmus ab.
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Wer an einem möglichst geringen Körperfettanteil interessiert ist, kombiniert diese Kur mit dem Schilddrüsenhormon T3- Liothyronin oder dem T3-Metaboliten Tiratricol. Bei Bedarf können auch 2-6 I.E. Wachstumshormon pro Tag hin- zugestackt werden, so z. B., wenn der Athlet sich auf einen Wettkampf vorbereitet.

Das hierbei favorisierte orale Steroid stellt das Chlordebydromethyltestosteron („Oral Turinabol”) dar, da es eine gute Kombination aus Qualitätsmuskuiatur und moderater
Wasserspeicherung bietet. Mit dem ständigen Wechsel von Tabletten auf Injektionen bieten sich dem Athleten zwei Vorteile: Zum einen hält sich die Ausbildung von Narben
gewebe dank der injektionsfreien Zeit in Grenzen, zum anderen schont die tablettenfreie Zeit Leber und Magen. Als perfektes Gegenstück zum Chlordehydromethyltestosteron
hat sich in dieser Kombination das Testosteron Propionat erwiesen, da es ebenso vorrangig Qualitätsmuskulatur aufbaut, bei nur geringer Wasserspeicherung, Ein Depot Testosteron sollte hier nicht gewählt werden, da die Wirkung für einen vier- bis sechswöchentlichen Wechsel einfach zu spät einsetzt und nach dem Wechsel auf Tabletten zu lange anhält.

Kur 7: Diätunterstützende Kur

Athleten, die eine harte, straffe (Wettkampf-) Diät vor sich haben und einen starken Muskelschutz benötigen, werden mit folgender Kombination sehr gute Ergebnisse erfahren.

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Als Basis dient hier Testosteron Propionat. Zusätzlich werden täglich 50mg Stanozolol und 75mg Trenbolon Acetat injiziert, Sowohl Stanozolof als auch Trenbolon sind in Punkto Muskelerhalt dem Testosteron ebenbürtig. Weder Stanozolol noch Trenbolon erhöhen den Östrogenspiegel, da beide Wirkstoffe nicht in Östrogen konvertieren können. Lediglich Testosteron Propionat könnte unter Umständen aromatisieren, was bei täglicher Zinkzufuhr von etwa 150mg allerdings in den Griff zu bekommen sein sollte.

 

Wer an einem möglichst geringen Körperfettanteil interessiert ist, kombiniert diese Kur mit dem Schilddrüsenhormon T3- Liothyronin oder dem T3-Metaboliten Tiratricol. Bei Bedarf können auch 2-6 I.E. Wachstumshormon pro Tag hin- zugestackt werden, so z. B., wenn der Athlet sich auf einen Wettkampf vorbereitet.

Da Stanozolol einen stark negativen Einfluss auf die Blutfettwerte hat, wird die Einnahme auf 5 Wochen beschränkt, d.h. in den ersten vier Wochen der Kur kommt Stanozolol noch nicht zum Einsatz. Alle Wirkstoffe können natürlich auch nach eigenen Zielen und Wünschen miteinander kombiniert werden, z. B. jeweils nur Stanozolol oder Trenbolon Acetat mit Testosteron Propionat, Der alleinige Einsatz von Stanozolol mit Trenbolon Acetat macht weniger Sinn, da die Progesteronwirkung des Trenbolon schnell zu Libidoverlust und Impotenz führen würde, was durch den Zusatz von Testosteron in der Regel abgefangen werden kann.

 

Kur 8: Masseaufbau-/Qualitätskombination

Bei dieser Variante wird in der ersten Hälfte vorrangig Gewicht und Kraft aufgebaut, während die zweite Hälfte das Ergebnis verfestigt und einen höheren Qualitätsstandard sichert.

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In den ersten 8 Wochen wird bei diesem Schema vorrangig auf Steroide gesetzt, die einen guten Muskelzuwachs bei moderater bis großer Wassereinlagerung versprechen. Hierbei steht eine Kraft- und Gewichtszunahme im Vordergrund. Erst in der zweiten Hälfte wird der erlangte Zuwachs durch Steroide verfestigt, die in der angegebenen Dosierung ten-dentiell weniger aromatisieren und daher ein hohes Maß an Qualität und soliden Muskeln mit sich bringen. Das Boldenon Undecylenat kann bei Bedarf auch durch dieselbe Menge Metenolon Enantat ersetzt werden. Allerdings sollte sich der Athlet darüber im Klaren sein, dass zuletzt genannter Wirkstoff auch mehr unerwünschte Nebenwirkungen mit sich bringt.

In der ersten Woche wird ein Frontload mit doppelter Wochendosis ausgeführt, In den letzten 8 Wochen ist eine Supplementierung mit 150mg Zink ratsam, um das Östrogen, und somit eine eventuelle Wasserspeicherung, weitestgehend zu reduzieren.

Kur 9: Kraftaufbau

Das Ziel im Bodybuilding ist vorrangig das Aufbauen und Ausformen des Körpers, weniger der reine Kraftgewinn. Da jedoch die Kraft und ein Muskelmassezuwachs in enger Relation zueinander stehen, sollte der Athlet phasenweise ein reines Krafttraining ausführen. Um dies zu unterstützen, können Sportler in dieser Periode folgendes Schema anwenden.

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Bei diesem Beispiel dient ein Testosteron-Mix, wie ihn z. B, „Sustanon 250″ oder „Omnadren” darstellen, die Grundlage. Es wird mit Absicht ein Mehrkomponenten-Testosteron verwendet, da bei dieser Darreichungsform die Spiegel schwerer zu kontrollieren sind und somit mehr Wasser gespeichert wird, als dies z. 8. bei genau abgepassten Testo steron-Enantat-Injektionen der Fall wäre. Eine erhöhte Was- serspeicherung bringt eine weitere Gewichtserhöhung mit sich, die sich positiv auf das Kraftniveau auswirkt. Die ersten beiden Wochen dienen als Frontload.

In den ersten sechs Wochen werden zudem täglich entweder 150mg Oxymetholon oder 50mg Metandienon zugeführt. Dazu muss darauf hingewiesen werden, dass diese Dosierungen schon im Grenzbereich liegen. Auf gar keinen Fall sollte die Dosierung erhöht werden, da sich dadurch nur die Nebenwirkungen verstärken. Unter keinen Umstanden sollten beide Präparate zugleich eingenommen werden, da beide 17-alpha-alkyliert sind und somit eine potentielle Gefahr für die Leber darstellen.

Nach Beendigung der Tabletteneinnahme nach 6 Wochen wird sofort auf Trenbolon übergewechselt. Eine tägliche Injektion von 75mg Trenbolon Acetat bringt einen weiteren guten Kraftanstieg, da Trenbolon in dieser Hinsicht extrem wirksam ist.

Mit diesem Schema ist ein überdurchschnittlicher Kraftaufbau zu realisieren. Dennoch sollte der Athlet realistisch bleiben und keinesfalls die möglichen Nebenwirkungen, die bei diesem Stack gegeben sind, vergessen!

 

 

Kur 10: Boldenon-Undecylenat-/Stanozolol-Kombination bei Frauen

Wie in diesem Buch bereits mehrfach erwähnt, benutzen Frauen in der Regel vornehmlich anabole und gering androgene Wirkstoffe, um Virilisierungserscheinungen vorzubeugen. Normalerweise reicht die Verwendung eines Einzelwirkstoffs vollkommen aus, um hervorragende Ergebnisse zu erzielen, dennoch kombinieren viele Athletinnen zwei Steroide miteinander, da sie sich hiervon einen synergistischen und noch stärkeren Aufbaueffekt versprechen.

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Bei dieser Kombination wird pro Woche 100mg Boldenon Undecylenat injiziert und täglich 15mg Stanozolol In Tablettenform eingenommen. Zusätzlich wird der Athletin die Einnahme von etwa 10g Fischöl pro Tag nahegelegt, um der negativen Wirkung des Stanozolols auf die Blutfett- und Cholesterinwerte entgegenzuwirken, Die Kurlänge sollte 8 Wochen nicht überschreiten, wobei die Stanozololanwendung bereits nach 4 Wochen beendet wird. Eine spezielle Post- Cyde-Therapie ist bei Frauen nicht vonnöten, da ihre Androgenproduktion von Natur aus derart gering ist, dass bei der exogenen Zufuhr kaum eine Einschränkung zu befürchten ist. Die einzigen empfehlenswerten Wirkstoffe im Anschluss an die Kur wären Vitamin C und Acetylsalicylsäure, um das aufkommende Kortisol zu blockieren; Ephedrin, um ein hohes Kraftniveau zu halten und Creatin/Glutamin, um eine bestmögliche Hydrierung der Muskelzelle zu gewährleisten und ein hohes Muskelzellvolumen aufrecht zu erhalten.

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Beispiel (11.1) eines Absatzprogrammes.

 

Kur 12: Nandrolon Phenylpropionat-/Oxandrolon-Kömbi- nation bei Frauen

Zwar wirken auch diese beiden Steroide bei Frauen als jeweils alleiniger Wirkstoff eingesetzt, dennoch wird auch hier zumeist kombiniert.

Die Basis bildet hier das Nandrolon Phenylpropionat mit einer vornehmlich anabolen Wirkung, das alle zwei bis drei Tage in einer Dosierung von jeweils 50mg injiziert wird. Da die androgene Restwirkung nicht unterschätzt werden sollte, verwenden Frauen hier das kurzwirksame Phenylpropionat. Oxandrolon fördert effektiv den Kraftaufbau und sorgt ebenfalls für einen soliden Muskelzuwachs. Um den weiblichen Körper nicht mit Androgenen zu überschwemmen, auch wenn beide Wirkstoffe nur geringe bis mäßig androgene Eigenschaften besitzen, wird der Einsatz von Oxandrolon hier auf die ersten vier Wochen der Kur beschränkt.

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Kur 13: Das Pyramidenprinzip

Das Pyramidensystem basiert auf einem Kurstart mit geringer Dosierung, die dann im Laufe der Wochen kontinuierlich gesteigert wird, um dann am Dosierungsmaximum wieder im wöchentlichen Rhythmus bis auf die Anfangsmenge reduziert zu werden. Der Kuraufbau erinnert dabei an eine Pyramide, die auf einer Seite steil nach oben geht, um auf dem Gipfel ebenso steil abzufallen. Der Sinn und Zweck dieses Kurschemas ist mir bis heute verborgen geblieben, deshalb kann ich nur mutmaßen, was sich die damaligen Experten hierbei gedacht haben.

Die steigenden Dosierungen könnte man mit dem langsamen Gewöhnen an den verwendeten Wirkstoff bzw. die verwendeten Wirkstoffe erklären. Bei absoluten Steroidneulingen kann dies unter Umständen Sinn machen, da diese noch nicht wissen können, wie sie auf die unterschiedlichen Steroide reagieren. Alle anderen Anwender ziehen jedoch keinen Nutzen aus dem Einschleichen eines Steroids, erst recht dann nicht, wenn es sich beim eingesetzten Wirkstoff um ein Depot-Steroid wie Testosteron Enantat handelt. Depot-Steroide bauen sehr langsam einen leistungsfördernden Wirkstoffspiegel auf, sodass beim Einschleichen der Kur recht viel Zeit vergeudet wird.

Die Steigerung zum Dosismaximum und die schnell darauf folgende Reduzierung der Steroidmenge könnte mit der Angst erklärt werden, das verwendete Steroid überzudosieren. Wenn man einen Wirkstoff schon einschleicht, um den Körper daran zu gewöhnen, ist es offensichtlich, dass man damals wohl doch mehr Respekt vor Anabolika besaß als dies heute der Fall ist. In meinen Augen sinnlos, sofern vernünftige Dosierungen benutzt werden. Anders sieht es hier natürlich aus, wenn der Anwender als Dosismaximum 300mg Oxymetholon anvisiert hat. Davon würde ich natürlich auch schnell runterkommen wollen.

Das Reduzieren der Dosierung zum Ende der Kur hin sollte wohl dem Zweck dienen, den Körper auf die folgende Auszeit vorzubereiten und ihm die Wiederaufnahme der endogenen Testosteronproduktion zu erleichtern. Eine niedrige Wirkstoffmenge im Blut erleichtert die Ankurbelung der Eigenhormonproduktion im Anschluss an eine Kur mit Sicherheit, macht eine Post-Cycle-Therapie allerdings nicht überflüssig, folglich hinkt auch diese Theorie.

Das größte Problem an diesem Kurschema sind zweifelsohne die stark schwankenden Wirkstoffpegel im Blut. Nunfolgend ein Beispiel zur Verdeutlichung.

In der ersten Grafik sehen wir den Konzentrationsverlauf im Blut bei der Injektion von Testosteron Enantat nach dem Pyramidenprinzip.

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Auffallend der stark schwankende Wirkstoff Spiegel, der in der ersten Woche leicht erhöht zwischen 10 und 20ng/ml liegt, in der Mitte der Kur dann plötzlich auf bis zu 65ng/ml heraufschnellt, um dann zur Mitte der achten Woche wieder im normalphysiologischen Bereich zu landen. Am Ende der 10. Woche ist praktisch kein Testosteron mehr im Blut nachzuweisen. Ohne Post-Cycle-Therapie an diesem Punkt wird der Athlet die kommenden Wochen mit den Testosteronwerten einer Frau leben müssen.

Die zweite Grafik zeigt den Konzentrationsverlauf im Blut, wenn Testosteron Enantat nach einem Frontload am ersten Tag im fünftägigen Rhythmus injiziert wird.

Auffallend hierbei, dass sich die Wirkstoffkonzentration im Blut ab ca. der zweiten Woche konstant zwischen 40 und knapp über 50ng/ml einpendelt, was erfahrungsgemäß zu weniger Nebenwirkungen führt. Genauso wie die Wirkstoffkonzentration, so ist auch der Anwender mehr oder weniger ausgeglichen.

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