Nebenwirkungen – IGF-1

Die Erforschung der insulinähnlichen Wachstumsfaktoren befindet sich noch im Anfangsstadium. Bis zum heutigen Zeitpunkt ist nicht ausreichend geklärt, welche Nebenwirkungen durch die Anwendung von IGF-1 tatsächlich entstehen können. IGF-1 wird fast ausschließlich für Reagenzglas-Studien und Untersuchungen an schwerkranken Menschen (z.B. Verbrennungsopfer) hergestellt.

Man weis wohl, daß es durch die Anwendung von IGF-1 zu den gleichen Nebenwirkungen kommen kann, die durch exogenes Wachstumshormon ausgelöst werden. Dazu gehören:

• Akromegalie (mit allen Merkmalen)

• Gigantismus (falls IGF-1 vor Abschluß der Pubertät eingesetzt wird)

• Organwachstum etc.

Verschiedene Studien weisen auf die mögliche krebsfördernde Wirkung von IGF-1 hin. Der amerikanische Wissenschaftler Otis Brawley vom National Prostate Cancer Institute berichtet über einen Zusammenhang von IGF-1 und Prostatakrebs. Seiner Ansicht nach stimuliert IGF-1 das Wachstum von Prostatakrebs-Zellen. Aufgrund der insulinähnlichen Wirkung von IGF-1 können insulinspezifische Nebenwirkungen auftreten. Ob es nach einer IGF-1 Injektion tatsächlich zu einem starken Abfall des Blutzuckerspiegels (Unterzuckerung — Hypoglykämie) kommt, ist eher fraglich. Bei den von Sportlern verwendeten Dosierungen von 20-100mcg dürfte das wohl kaum der Fall sein. Über gesundheitliche Folgeschäden, die durch die Anwendung von exogenem IGF-1 auftreten können, gibt es keine Informationen.

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