Melanotan II – Information zum Ablauf einer subkutanen Injektion

Melanotan II wird in die Unterhaut (Subcutis) mithilfe einer Insulinspritze mit integrierter Kanüle injiziert (Tabelle 12). Anwender von MT-II, die kein so genanntes „Starterset” erworben haben, besrogen sich zusätzlich Hautdesinfektion und Insulinspritzen. Die Durchführung einer subkutanen Injektion wird als ein relativ einfaches Unterfangen beschrieben, weshalb Menschen, die Insulin benötigen, es sich selbst verabreichen können.

Eine Injektion ist aber immer ein Eingriff in die Unversehrtheit des Körpers und kann zu
diversen Komplikationen führen:

• Kanülenbruch (bei den heutigen Produktionsmethoden relativ unwahrscheinlich)
• Unverträglichkeitsreaktionen
• Infektionen
• Hämatombildung (Bluterguss)
• Nervenschädigung (gilt bei einer subkutanen Injektion als relativ unwahrscheinlich)

Man sollte sich dieser Risiken bewusst sein und in Betracht ziehen, sich von Fachpersonal
Rat einzuholen. In einschlägiger Literatur und im Internet werden diverse Vorgehensweisen beschrieben, die zum Teil variieren. Das sinnvollste ist es, auf Basis aller gesammelten Informationen sich ein Bild zu machen.

 

Nebenwirkungen

Melanotan II hat äußerst vielfältige Nebenwirkungen, die je nach Anwender erheblich variieren. Die Grundproblematik bezüglich der Nebenwirkungen von MT-II ist, dass diese niemals wissenschaftlich untersucht wurden. Aus diesem Grund gibt es auch keine Aufstellung der Nebenwirkungen, wie man es von Beipackzetteln bei Medikamenten kennt. Die folgende Zusammenstellung ist das Resultat von Anwenderberichten zu den am häufigsten auftretenden Nebenwirkungen. Dieser Umstand schließt auch ein, dass man sich der Ursachen und vor allem der Folgen der auftretenden Nebenwirkungen nicht 100 %ig sicher sein kann, was einen zusätzlichen Risikofaktor darstellt. Zu einigen Punkten gibt es auf Schlussfolgerungen basierende Erklärungen, die aber nicht als gesichert angesehen werden dürfen, sondern lediglich einen möglichen Anhaltspunkt geben.

Herz-Kreislauf
• „Flush” (rotes Gesicht, Hitzewallungen)
• Schwindel
• Bluthochdruck
• Herzrasen
• Herzstechen
• Kreislaufkollaps
Der „Flush” ist ein immer wiederkehrendes Phänomen, was vor allem zum Anfang einer
MT-II-Kur auftritt. Er kann auch mit einem Schwindel einhergehen. Bei einigen Anwendern
treten diese Nebenwirkungen bei jeder Injektion auf und ebben nach ein paar Minuten
wieder ab. Herzrasen und Herzstechen bis hin zum Kreislaufkollaps wurde zumeist in
Verbindung mit hohen Einzeldosierungen beobachtet. Diese Nebenwirkungen summierten sich, wenn Anwender statt einer Einschleichphase direkt mit der Aufladephase begannen. Die wahrscheinlichste Erklärung für die Nebenwirkungen, die das Herz-Kreislauf-System betreffen, ist die, dass MT-II mit den MC3Rs interagiert. Diese haben nachweislich einen Einfluss auf den

• Blutdruck und die Herzfrequenz.
• Magen-Darm
• Übelkeit
• Erbrechen
• (Vergiftungserscheinungen)

Von Übelkeit wird ebenfalls zumeist am Start einer MT-II-Kur berichtet, was sich dann
im weiteren Verlauf der Missbrauchspraktiken laut Anwendern relativiert. Personen mit
einem empfindlichen Magen und/oder wenn die Dosierung zu hoch gewählt wurde, erbrechen sich gelegentlich. Häufig wird die Übelkeit in einem Kontext mit einem verunreinigten Rohstoff gebracht. Diese Aussage ist aber nicht haltbar, da dieser Effekt abhängig von der Dosierung bei jedem Anwender auftritt. Aufgrund der Menge an Herstellern von MT-II kann es sich rein statistisch nicht um ein Qualitätsproblem handeln. Die tatsächliche Ursache für die Übelkeit ggf. das Erbrechen lässt sich aber derzeit nicht schlüssig darlegen.

Haut

• lokalisierte Hyperpigmentierung
• Hypopigmentierung
• vermehrte Bildung von Muttermalen
• Vergrößerung bereits bestehender Muttermale
• graue, gelbliche Hautfärbung

Bei Nebenwirkungen, die sich auf die Haut auswirken, herrscht die größte Uneinigkeit bei den Anwendern. Dies ist durchaus verständlich aufgrund der umfangreichen Probleme, die auftreten können. Besonders das Thema Muttermale ist ein ständiger Streitpunkt. Manche Anwender gehen davon aus, dass neue Muttermale durch eine MT-II-Einnahme entstehen, was aber als relativ unwahrscheinlich zu bewerten ist. Die Anwender, die diesen Standpunkt vertreten, übersehen dabei, dass sich niemand vor einer MT-H-Kur eingehend untersucht und die Position der Muttermale und deren Anzahl festhält. Durch das Fehlen der genauen Anzahl und Position der Muttermale entsteht der Eindruck, dass während der Kur neue Muttermale entstehen. Am schlüssigsten ist der Standpunkt, dass vorher helle (farblose) Muttermale aufgrund der erhöhten Melaninproduktion nachdunkeln bzw. bereits bestehende Muttermale sich dadurch optisch vergrößern. Nach einer MT-II-Kur kommt es häufig vor, dass eine große Anzahl der nachgedunkelten Muttermale nicht mehr in ihren ursprünglichen Zustand zurückkehren, was für viele einen Schönheitsmakel darstellt. Auf keinen Fall darf man diese Muttermale selbst entfernen, wie es Anwendern häufig im Internet geraten wird. Dies ist eine Aufgabe für einen Facharzt. Häufig kommt es dazu, dass einige Stellen des Körpers dunkler werden als andere, was viele unter eine „lokalisierte Hyperpigmentierung” einordnen. Dies bedeutet, dass an gewissen Körperstellen mehr Melanin produziert und eingelagert wird als an anderen. Dieser Effekt geht nach dem Absetzen zumeist wieder zurück. Es gibt aber Fälle, in denen das nicht so war. Noch während, aber besonders nach einer MT-II-Kur kann es zu „weißen Flecken” auf der Haut kommen, was sich auf das völlige Fehlen von Melanin zurückführen lässt. Diese Nebenwirkung wird auch unter dem Begriff Hypopigmentierung von Anwendern aufgeführt. Die weißen Flecken sind oftmals nicht mehr reversibel. Möglicherweise lässt sich das völlige Fehlen der Pigmentierung auf in ihrer Funktion gestörten oder zerstörten Melanozyten zurückführen. Gelegentlich kommt es auch vor, dass Anwender statt einer schönen Bräune eine graue oder gelbliche Hautfarbe bekommen. Dieser Effekt verschwindet aber nach einhelliger Meinung kurze Zeit nach dem Absetzen wieder.

Augen

• getrübte Sicht
• dunkle Flecken in den Augen
• Augenfarbe verändert sich (Iris wird heller)
• dunkle Augenringe

Von einer getrübten Sicht wird gelegentlich berichtet. Es lassen sich aber keine Rückschlüsse auf die Ursachen ziehen. Alle anderen Punkte sind am ehesten mit einer lokalisierten
Hyperpigmentierung bzw. Hypopigmentierung zu erklären, was im Fall der
Flecken und der veränderten Augenfarbe nicht immer reversibel ist. Die dunklen Augenringe gehen nach einhelligen Berichten immer zurück, hier kommt es zu einer farblichen Differenz zum übrigen Körper aufgrund der dünneren Haut in Kombination mir den auf Höchstleistung Melanin produzierenden Melanozyten.

Geschlechtsteile und Sexualität
• dunkler werdender Hodensack
• dunkler werdende äußere Schamlippen
• dunkler werdende Brustwarzen
• gesteigerte Libido bei beiden Geschlechtern
• Priapismus (Dauererektion)

Ein im Verhältnis zum restlichen Körper noch dunkler werdender Hodensack bzw. Schamlippen und Brustwarzen lassen sich ebenfalls am ehesten unter einer lokalisierten Hyperpigmentierung einordnen. Es lässt sich, ähnlich wie bei den Augenringen, auf die
Eigenschaften der dortigen Haut und der starken Melaninproduktion zurückführen. Dieser Effekt relativiert sich nach dem Absetzen wieder und gilt daher bei Anwendern als vollständig reversibel.

Sonstiges

• „Unterdrückung des Hungers”
• Schlafstörungen
• Entzündungen durch unsachgemäße subkutane Injektionen
• Verhärtungen durch unsachgemäße subkutane Injektionen; wird umgangen,
indem man die Injektionsstellen regelmäßig wechselt
• Infektionen aufgrund einer verunreinigten Injektionslösung
• Infektionen aufgrund einer Verunreinigung des Rohstoffes
• allgemeine allergische Reaktionen
• anaphylaktischer Schock

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