Melanotan II – Anwenderberichte einer Dosierung

Es gibt bei Melanotan II nur Richtwerte, was die Dosierung angeht. Sie basieren auf Angaben von Anwendern, die aufgrund des mit dem Eigenkonsum steigenden Erfahrungsschatzes mit der Zeit die eigene individuelle Dosis ermittelt haben.
Gründe

• Individueller Hauttyp
• Geschlecht, Alter, Körpergewicht
• Qualität des Rohstoffes
• Gewünschte Bräune

Der Ablauf einer MT-II-Kur setzt sich aber nach einhelliger Meinung immer aus drei Phasen zusammen.

Phase I Einschleichen

Der Körper reagiert auf eine MT-II-Injektion mit einer Abwehrreaktion, die sich zumeist
aus Übelkeit und Kreislaufbeschwerden (Bluthochdruck, Schwindel) zusammensetzt.
Daher wird von Anwendern in der Einschleichphase zunächst eine niedrige Dosierung
gewählt, die langsam gesteigert wird, um diesen Effekt abzuschwächen und die eigenen
Grenzen zu ermitteln:

• Tag 1 -> 0,25 mg
• Tag 2 -> 0,5 mg
• Tag 3 -> 0,75 mg

Phase II Aufladen

In dieser Phase wird eine vorher festgelegte Dosis täglich injiziert bis die individuelle
Wunschbräune erreicht ist. Die Dauer der Ladephase variiert je nach Hauttyp und der
gewünschten Bräune zwischen 15 und 30 Tagen. Es besteht natürlich auch ein direkter
Zusammenhang zu der Häufigkeit, in der die Anwender UV-Licht ausgesetzt sind. Die
zwei verbreitetsten Ansätze zur Dosierung in der Aufladephase sind dabei:

• Pauschal -> 1 mg täglich
Oder:
• Nach Gewicht -> 0,01 mg/kg – 0,015 mg/kg täglich

Phase III Erhaltung

Erreichen die Anwender ihre individuell gewünschte Hautbräunung, gehen diese in die
Erhaltungsphase über. In dieser Phase geht es nur noch darum, die erreichte Bräune
zu halten. Es gibt Anwender, die sich schon über Jahre in dieser Phase befinden. In der
Erhaltungsphase variieren die Anwenderberichte über die Dosis am meisten und hier
scheint jeder sein eigenes „Rezept” zu haben, das sich unter anderem im folgenden

Bereich abspielt:
• 1-2 Injektionen pro Woche bei 0,8 mg – 1,3 mg

Wird die Erhaltungsphase abgebrochen, indem die MT-II-Gabe ausgesetzt wird, dauert es je nach Hauttyp und Ausprägung der Bräune zwischen einem und drei Monaten, bis die normale Hautfarbe wieder erreicht werden sollte. Der U-40 / U-100 Fallstrick

Ein Punkt, der für besondere Verwirrung sorgt, ist das Verhältnis von der selbst hergestellten Injektionslösung (mg/ml) zu den mit I. E. (Internationale Einheiten) skalierten Insulinspritzen. Die Maßeinheit I. E. bemisst Präparate wie Insulin anhand ihrer Wirkung und nicht anhand der Stoffmenge, wie beispielsweise MT-II (mg/ml). Es gibt so genanntes U-40-Insulin, das in 1 ml Insulinlösung 40 I. E. Insulin enthält. U-100-Insulin hingegen ist viel stärker konzentriert, es enthält in 1 ml Insulinlösung 100 I. E. Insulin. Die Bezeichnung von Insulinspritzen lautet daher je nach Typ U-40 oder U-100 und werden entsprechend mit 40 I. E. oder 100 I. E. skaliert.

Der für MT-II-Anwender relevante Knackpunkt ist, dass sowohl U-40- als auch U-100- Insulinspritzen mit einem Fassungsvermögen von 1 ml (u. a. auch 0,5 ml) ausgeliefert werden. Das identische Fassungsvermögen der Insulinspritzen in Kombination mit der divergierenden Skalierung (40 I. E., 100 I. E.) führt dazu, dass eine I. E. in einer U-40- Insulinspritze mehr MT-II enthält als in einer U-100-Insulinspritze. Die folgenden

Beispiele sollen dies veranschaulichen: Beispiel mit 10 mg einer wasserlöslichen Substanz, die in 1 ml Injektionswasser gelöst wird und in eine Insulinspritze gefüllt wird, die 1 m1/40 I. E. Injektionsflüssigkeit fassen kann:

• Wirkstoffmenge : verwendetes Injektionswasser (ml) =
Wirkstoffkonzentration/ml 10 mg : 1 ml = 10 mg/ml
• Wirkstoffkonzentration/ml : Anzahl der I. E. = Wirkstoffmenge pro I. E.
10 mg/ml : 40 I. E. = 0.25 mg pro I. E.

Beispiel mit 10 mg einer wasserlöslichen Substanz, die in 1 ml Injektionswasser gelöst wird und in eine Insulinspritze gefüllt wird, die 1 m1/100 I. E. Injektionsflüssigkeit fassen kann:

• Wirkstoffmenge : verwendetes Injektionswasser (ml) = Wirkstoffkonzentration/ ml 10 mg : 1 ml = 10 mg/ml

• Wirkstoffkonzentration/ml : Anzahl der I. E. = Wirkstoffmenge pro I. E. 10 mg/ml : 100 I. E. = 0.1 mg pro L E.

Beispiel mit 10 mg einer wasserlöslichen Substanz, die in 2 ml Injektionswasser gelöst wird und in eine Insulinspritze gefüllt wird, die 1 m1/40 I. E. Injektionsflüssigkeit fassen kann:

• Wirkstoffmenge : verwendetes Injektionswasser (ml) = Wirkstoffkonzentration/ml 10 mg : 2 ml = 5 mg/ml

• Wirkstoffkonzentration/ml : Anzahl der I. E. = Wirkstoffmenge pro I. E. 5 mg/ml : 40 I. E. = 0.125 mg pro I. E.

Beispiel mit 10 mg einer wasserlöslichen Substanz, die in 2 ml Injektionswasser gelöst wird und in eine Insulinspritze gefüllt wird, die 1 m1/100 I. E. Injektionsflüssigkeit fassen kann:

• Wirkstoffmenge : verwendetes Injektionswasser (ml) = Wirkstoffkonzentration/ml 10 mg : 2 ml = 5 m_g/m1

• Wirkstoffkonzentration/ml : Anzahl der I. E. = Wirkstoffmenge pro I. E. 5 mg/ml : 100 I. E. = 0.05 mg pro I. E.

Die Menge an Wirkstoff in einer I. E. ist somit abhängig von der Konzentration der Injektionslösung in Verbindung mit dem Typ der Insulinspritze (U-40/U-100) und deren Fassungsvermögen (0,5 ml, 1 ml).

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