Injektionsstellen

Injektionsstellen

Wohin spritzen? Eine Frage, die sich viele Sportler, die Steroide verwenden,
immer wieder stellen. Was die Auswahl der Injektionsstellen betrifft, so
werden teilweise gravierende Fehler gemacht. Aus medizinischer Sicht versteht
man unter Injektionsstellen die Bereiche des Körpers, die für Injektionen
geeignet sind. Fakten, die nicht von jedem Steroidanwender beachtet werden.
In Bodybuildingkreisen wird die Injektion in verschiedene Muskeln zunehmend
populärer. Ziel ist es, schwache Muskelgruppen durch die angebliche “lokale
Wirkung” der Steroide zu vermehrtem Wachstum anzuregen. So wird in
Trizeps, Bizeps, Waden, ja sogar in die Brustmuskulatur oder den Latissimus
gespritzt. Besonders beliebt hierfür ist das Präparat Winstrol Depot. Die
genannten Muskelgruppen entsprechen nicht den medizinischen
Injektionsstellen und die Injektion in diese Bereiche kann zahrlreiche
Komplikationen (Blutgefäßverletzungen, Nervenschädigungen, schwere
Entzündungen) nach sich ziehen.
Interessant dürfte in diesem Zusammenhang das Statement eines bekannten
Profi-Bodybuilders sein, der sagt: “Wenn die lokale Wirkung von Steroiden
tatsächlich in dem Maße vorhanden wäre wie es von vielen Bodybuildern
behauptet wird, dann müßten wir alle Ärsche wie Bowlingkugeln haben. Eine
vorübergehende Schwellung, wie sie oft bei Injektion wässriger Steroide
auftritt, sollte nicht mit vermehrtem lokalem Muskelwachstum verwechselt
werden. Andere Injektionsstellen werden hauptsächlich dann genutzt, wenn
Gesäß, Schulterpartie und Oberschenkel durch zu viele Injektionen, hohes
Injektionsvolumen, zu große Depots und Narbengewebe sozusagen überlastet
sind.”

Aber nicht nur die Auswahl der Injektionsstelle ist von Bedeutung, sondern
auch wie oft in die jeweilige Stelle gespritzt wird. Das ist vor allem dann
wichtig, wenn sehr häufig injiziert wird. Subkutane Injektionen werden zum
Beispiel mehrmals täglich über Monate hinweg verabreicht. Um Schäden der
Haut und des subkutanen Gewebes zu vermeiden, empfehlen Mediziner, die
Injektionsstelle systematisch zu wechseln. Das Gleiche gilt für intramuskuläre
Injektionen. Hier kann es zur Bildung von Narbengewebe kommen, das in
manchen Fällen die Resorption der injizierten Präparate verlangsamt und
Schmerzen sowie verstärkt auftretende Blutungen bei der Injektion verursachen
kann. Die anschließenden Photos und Abbildungen zeigen, wo sich die
medizinisch empfohlenen Injektionsstellen befinden. Athleten, die nicht
monatelang täglich injizieren oder mehrmals wöchentlich größere Mengen an
öligen Depot-Steroiden auf einmal spritzen, kommen normalerweise mit diesen

Injektionsstellen aus. Mediziner weisen ausdrücklich darauf hin, dass jede
Injektion außerhalb dieser Bereiche das Risiko von gefährlichen
Komplikationen und Nebenwirkungen erhöht.

 

This entry was posted in Injektion. Bookmark the permalink.