Injektion – Injektionsstellen subkutan

Für die subkutane Injektion sind alle Körperstellen mit ausgeprägtem Unterhautfettgewebe geeignet. Zu den gebräuchlichsten Injektionsstellen zählen: Die Bauchdecke, seitliche Bauchpartie, der seitliche und vordere Bereich der Oberschenkel sowie die Außenseite der Oberarme. Auch bei der subkutanen Injektion wird die Verfügbarkeit des injizierten Wirkstoffs von der jeweiligen Injektionsstelle beeinflußt. Die Wirkung von Insulin entfaltet sich am schnellsten wenn es in die Bauchdecke injiziert wird. Bei Injektion in das subkutane Gewebe an Armen oder Oberschenkeln wird Insulin langsamer absorbiert. In der medizinischen Praxis wird daher kurzwirksames Insulin in die Bauchdecke und langwirksames Depot-Insulin in die übrigen Injektionsstellen verabreicht. Unbedingt zu vermeiden sind regelmäßige subkutane Injektionen in ein und dieselben Injektionsstellen/-Bereiche. Dadurch kann es zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen. Im Fall von Insulin z.B. zu einer Rückbildung des Fettgewebes im Bereich der Einstichstelle (Lipodystrophie) mit der Folge, dass an der Stelle keine subkutanen Injektionen mehr möglich sind. Dieser lokale Fettgewebeschwund sollte aber nicht mit dem im Bodybuilding erwünschten lokalen Fettabbau verwechselt werden! Um Nebenwirkungen zu vermeiden werden in der Medizin subkutane Injektionen daher im sog. “Side-Rotation” Verfahren verabreicht, bei dem die Injektionsstellen regelmäßig gewechselt werden. Gefahrenquellen Bei der Injektion können Komplikationen auftreten, die je nach Fehler mehr oder weniger stark ausgeprägt sind. Was die möglichen Nebenwirkungen betrifft, so wird zum Beispiel die intramuskuläre Injektion als Injektion mit hoher Infektionsgefahr eingestuft. Uns ist klar, dass sich die Mehrheit der Steroidanwender nicht davon abhalten läßt, Steroide und andere Medikamente weiterhin selbst zu spritzen. Um unserer Zielsetzung gerecht zu werden und den Leser fachlich und objektiv aufzuklären, zeigen wir daher auf, welche Gefahren die Selbstinjektion mit sich bringt und wie sich Komplikationen vermeiden lassen. Diese Informationen entsprechen den aktuellen Grundsätzen, die für die medizinisch korrekte Injektion aufgestellt wurden, und dienen nicht als Anleitung zur Selbstinjektion. Produktbeschaffenheit: Jedes Medikament wird sorgfältig auf Trübung, Ausflockung oder Verfärbung der Injektionsflüssigkeit geprüft. Wurde das Medikament korrekt gelagert (z.B. im Kühlschrank wie etwa Wachstumshormon)? Präparate, deren Verfallsdatum abgelaufen ist, sollten grundsätzlich nicht verwendet werden.

 

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