Injektion im Bodybuilding – Einleitung

Injektionsmaterial

Bei der Auswahl des Injektionsmaterials fängt das Dilemma schon an. Viele Steroidanwender wissen nicht, welche Spritzen, Nadeln etc. verwendet werden. In der Medizin unterscheidet man zwischen verschiedenen Arten von Spritzen wie z.B. Einwegspritzen aus Plastik, Metall-Glas-Spritzen, Insulinspritzen, Tuberkulinspritzen sowie diversen Spezialspritzen. Hinzu kommen etwa 10 verschiedene Nadeln (Injektionskanülen), Fertigspritzen (Spritzampullen) sowie wiederauffüllbare Injektions-Pens. Kein Wunder, dass ein derart großes Sortiment für den Laien schwer zu durchschauen ist und dass Fehler vorprogrammiert sind. So erhöhen zum Beispiel zu lange und zu dicke Nadeln das Risiko einer Nerven- oder Blutgefäßverletzung.

Injektionsarten

Die verschiedenen Injektionsarten sind ebenso umfangreich wie das Injektionsmaterial.
Man unterscheidet zwischen der intrakutanen, subkutanen, intramuskulären, intravenösen, intraarteriellen, intrakardialen, intraartikulären und intrathekalen Injektion. Ausdrücke, bei denen selbst manch ein Fachmann ins Schleudern gerät. Wir beschränken uns auf die intramuskuläre und die subkutane Injektion, da diese beiden Arten am häufigsten eingesetzt werden.

Intramuskuläre Injektion

Unter intramuskulärer (i.m.) Injektion versteht man die Medikamentengabe
in einen Skelettmuskel. Damit die Injektionslösung ins Muskelgewebe
gelangt, muß eine ausreichend lange Kanüle verwendet werden. Die intramuskuläre
Injektion wird von Sportlern vornehmlich für Steroide (ölige und wässrige Lösungen), Schmerzmittel (Voltaren) sowie diverse Aufputschmittel (Ephedrin) eingesetzt.
HCG und Wachstumshormon werden sowohl intramuskulär als auch
subkutan injiziert.

Subkutane Injektion

Bei der subkutanen (s.c.) Injektion wird die Injektionslösung in das
Unterhaut(fett)gewebe gespritzt. Um sicher zu gehen, dass die Injektionsflüssigkeit
ins Unterhautfettgewebe gelangt, wird mit Daumen und Zeigefinger eine Hautfalte gebildet, in die eingestochen wird. Nach der Injektion wird die Kanüle etwa 10
Sekunden in der Haut gelassen, bevor sie herausgezogen wird, damit keine Injektionsflüssigkeit in den Stichkanal zurückläuft. In Sportlerkreisen wird diese Injektionsart vor allem für Insulin, Wachstumshormon, HCG und EPO eingesetzt.

 

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