Injektion

Fakt ist: Über 90% aller Steroidkonsumenten verabreichen sich die Medikamente selbst. Das betrifft die Auswahl der Präparate, die Höhe der Dosierung, sowie die eigentliche Anwendung, sprich die Injektion. Grundsätzlich sollten Injektionen immer von einem Arzt oder entsprechend geschultem Pflegepersonal durchgeführt werden. Daher können wir die Selbstinjektion auch nicht befürworten. In der Praxis kann der Sportler vermutlich wenig mit dieser Empfehlung anfangen — dessen sind wir uns bewußt. Was würde Ihr Hausarzt wohl sagen, wenn Sie ihm 3 Ampullen Sustanon auf den Tisch legen und ihn bitten, Ihnen diese zu spritzen? Welcher Arzt wäre bereit, einem Athleten im täglichen Wechsel Testosteron-Propionat und Winstrol Depot zu spritzen? Was macht ein Sportler, der täglich Steroide injiziert, am Wochenende? Etwa den ärztlichen Notdienst aufsuchen? Tatsache ist, kaum ein Sportler — der sich für die Einnahme von Steroiden entschieden hat — will bzw. hat die Möglichkeit, sich die Medikamente von einem Arzt spritzen zu lassen. Die Realität ist nun einmal so. Und das läßt sich auch durch gut gemeinte Ratschläge kaum ändern. Man könnte das Ganze als Problem der Sportsubkultur einfach ignorieren. Den Athleten wäre damit — wie so oft — nicht geholfen. Wir haben uns daher entschlossen, vor dieser Problematik die Augen nicht zu verschließen, sondern mit objektiven Informationen über die Gefahren und Nebenwirkungen der Selbstinjektion aufzuklären. In diesem Report werden wir die Grundsätze der medizinisch korrekten Injektionstechniken beschreiben. Sämtliche Informationen basieren auf der Grundlage medizinisch-wissenschaftlicher Fachliteratur und sind nicht als Anleitung zu verstehen! Wer detailliertere Angaben benötigt, der ist mit einem medizinischen Handbuch gut beraten (z.B. Pflege — Entdecken, erleben, verstehen, professionell handeln. Erschienen im Thieme Verlag Stuttgart, ISBN 3-13-500009-5).

 

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