Hormone: ein Hauptindikator fiir das Altern

Der Spiegel der am häufigsten im Körper vorkommenden Hormonsubstanz, DHEA (Dehydroepiandrosteron) nimmt in einer klaren Linie mit dem Alter ab. Der DHEA-Spiegel erreicht seinen Höchstwert im Alter von 20 bis 25 Jahren, fällt nach der Menopause in zunehmenden Maße ab und schrumpft im Alter von 75 Jahren bis auf 10-20 Prozent seines Höchststandes.

Da der DHEA-Spiegel den Stress widerspiegelt, der sich im Laufe des Lebens aufbaut, ist DHEA auch ein Indikator für das Ausmaß, in dem der Körper Stress ausgesetzt ist. Mit zunehmendem Stress werden die Glucocorticoide erhöht, was gleichzeitig eine Verminderung von DHEA bewirkt. Andererseits hängen hohe DHEA-Spiegel mit dem verminderten Vorkommen von Erkrankungen der Koronararterien, mit Brustkrebs und Osteoporose zusammen. Das ist einleuchtend, da alle diese Altersstörungen mit einer übermäßigen Stressreaktion in Zusammenhang gebracht werden konnten. DHEA steht auch in Beziehung zu einem längeren Leben und zu herabgesetztem Todesausgang bei allen Erkrankungen im höheren Alter.

Bei Patienten, denen eine Operation bevorsteht, steigt der Hydrocortisonspiegel deutlich an; einen Tag nach der Operation bleibt er erhöht, zusammen mit einer leichten Erhöhung von DHEA. Zwei Wochen später ist der Hydrocortisonspiegel noch immer hoch, während DHEA gefallen ist. Damit wird die Theorie bestätigt, nach der DHEA durch Stress verringert wird.

Die logische Folgerung aus diesen Aussagen lautet, daß ein Körper Stress widerstehen kann, wenn der DHEA-Spiegel hoch bleibt, und daß das Altern durch weniger Stressreaktionen gebremst wird. Sind meditierende Menschen weniger vom biologischen Alterungsprozeß betroffen als andere? Vielleicht. Der DHEA-Spiegel von erfahrenen Meditationsanhängern wurde verglichen mit dem Spiegel von solchen Personen, die nicht meditieren. DHEA war höher bei den Ausübenden. Da höhere Spiegel von DHEA bei jüngeren Menschen auftreten, bewies dies, daß Meditieren den DHEA-Spiegel herabsetzt, was wiederum das biologische Altern vermindert.

Bei anderen Gruppen wiesen meditierende Männer über 40 Jahren 23 Prozent mehr DHEA auf, die Frauen 47 Prozent mehr. Die Studie besagt, daß diese Daten unabhängig waren von Eßgewohnheiten, körperlicher Tätigkeit, Alkoholkonsum und Gewicht, so daß diese Ergebnisse sehr signifikant sind. Der durchschnittliche DHEA-Spiegel der meditierenden Personen entsprach dem Spiegel von 10 bis 15 Jahre jüngeren Menschen.

Die gesamten Funktionen des Körpers werden durch Hormone
geregelt, die in unserem Blut zirkulieren. Viele Faktoren wie
Stress, Rauchen, Alkohol usw. beeinflussen die Hormonproduktion
und unterbrechen damit die Homöostase und die Gesundheit.
Die Hormonspiegel, allen voran DHEA, dienen als Indikatoren
für Altern und Krankheit. Der Spiegel von DHEA ist am höchsten im Alter zwischen 20 und 25 Jahren, und nimmt bis zum Tode langsam ab.

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