Fettverbrennung – Trenbolon als nährstoffumverteilender Wirkstoff

Viele Anwender berichten nicht nur von enormen Kraftzuwächsen und Muskulaturzunahme, sondern auch von erhöhter Muskelhärte und geringerem Fettanteil bei der Verwendung von Trenbolon. Es ist bekannt, dass sich anabole/androgene Steroide auf die Fettzellen und Fettverteilung auswirken können. Leider existieren bei vielen Steroiden keine direkten Studien in Bezug auf die Fettverluste, da Trenbolon jedoch in der Viehzucht verwendet wird, und hier der Fettanteil des Fleisches, also der Muskulatur, eine gewichtige Rolle spielt, existieren hier eine Reihe unterschiedlicher Studien zum Thema.

Was die Fettverbrennung angeht, so empfinde ich den Vergleich zwischen Trenbolon und Estradiol in Kombination und Trenbolon in isolierter Form als sehr bedeutsam. Zur Veranschaulichung benutzen wir eine Studie, in der man die Wirkung von Trenbolon an zwei unterschiedlichen Gruppen weiblicher Rinder testete. Zum einen an eine Gruppe „intakter” Rinder, zum anderen an eine Gruppe „nicht intakter” Rinder, bei denen die Eierstöcke entfernt waren und die folglich kein Estradiol mehr produzieren konnten. Trenbolon allein reichte bei gesunden Tieren nicht aus, um den Fettanteil zu senken. Fiel das Estradiol durch die fehlenden Eierstöcke weg, so verloren die Rinder an Fett. Gab man diesen Tieren noch zusätzlich Trenbolon, so gab es einen noch signifikanteren Fettverlust. Man kommt also zu dem Ergebnis, dass dieses Steroid lediglich einen effektiven Fettverlust produzieren kann, wenn es nicht mit zirkulierendem Estradiol „konkurrieren” muss.

Trenbolon unterdrückt bei Menschen recht schnell die Testosteronausschüttung und damit auch die Ostrogenmenge, daher wird es auch als „Achsenkiller” bezeichnet. Somit dürfte hier kein störendes Estradiol mehr vorhanden sein, es sei denn, man fügt Testosteron hinzu. Auch wenn Trenbolon isoliert eingenommen also eher dazu neigt, sich auf den Fettanteil auszuwirken, so weiß man aus anderen Berichten, dass die muskelaufbauenden Effekte dennoch im Zusammenspiel mit dem Östrogen besser ausfielen.  Ob man Trenbolon mit dem aromatisierenden Testosteron kombiniert und in welchen Mengen man das Testosteron dosiert, hängt also von der Zielsetzung ab, sprich Diät oder Muskelaufbau. Dennoch sollte man bedenken, dass diesem Steroid selbst in Kombination mit Estradiol oftmals eine nährstoffumverteilende Eigenschaft zugesprochen wurde. Nicht nur von Athleten, sondern auch von Wissenschaftlern. Nährstoffumverteilend heißt, dass zugeführte Nahrung eher für den Aufbau von fettfreiem Gewebe (Muskulatur) verbraucht wird, statt in Fettzellen eingelagert zu werden. Es erhöht in der Viehzucht somit die Futtereffizienz, pro zugeführter Kilokalorie wird mehr Muskelgewebe aufgebaut. Das mag auch wieder auf einige andere anabole/androgene Steroide zutreffen, doch beim Trenbolon scheint dies deutlicher ins Gewicht zu fallen, wie so einige Studien belegen, indem sie von einer fast reinen Zunahme der Magermasse ohne Fett- oder Wassereinlagerungen sprechen.

Hier können einige Faktoren dazu beitragen, der Faktor IGF-1 ist sicher auch hier wieder nicht unbedeutend. Auch wenn der endgültige Einfluss des IGF-1 auf die Fettzellen nicht eindeutig ist (IGF-1 kann Vorläuferzellen zu richtigen Fettzellen heranreifen lassen) und man es weder als klar fettaufbauend noch -abbauend interpretieren kann, so kann es z.B. die insulingesteuerte Glucoseaufnahme in Fett- und Muskelzellen modifizieren. Werden diese dem IGF-1 ausgesetzt, so kann Insulin plötzlich nicht mehr so effektiv Glucose in Fettzellen einschleusen, in die Muskelzellen jedoch schon. Wahrscheinlich geschieht dies durch einen gesenkten Insulinspiegel und eine erhöhte Sensibilität an der Muskulatur. Weiterhin verbessert IGF-1 den Fettabbau, da es die Fettzellen gegenüber ß-Agonisten (z.B. Noradrenalin, Adrenalin, Clenbuterol und Ephedrin) empfindlicher macht. Solche und andere Veränderungen im Stoffwechsel könnten mitunter zu diesem nährstoffumverteilenden Effekt führen.

Fettabbau und nächtliche Schwitzattacken unter Trenbolon – Ein Zusammenhang? Trenbolon senkt die Konzentration des Cortisols mit höchster Effizienz. Es bindet nicht stark an den Cortisolrezeptor, doch vielleicht ist das gar nicht so schlimm. Viele Steroide binden schwächer an diesen Rezeptor als gedacht. Durch eine allgemein verringerte Cortisolmenge wird der Effekt im ganzen Körper spürbar, eine Bindung an den Rezeptor hingegen muss nicht in allen Gewebearten genauso stark erfolgen. Cortisol ist wie wir wissen nicht gerade förderlich für den Fettabbau, auch wenn dieses Hormon fettabbauend wirken kann, so erhöht es letztendlich die Fettmenge, insbesondere im Bauchraum.

Manche mögen mir in Hinsicht auf dieses Hormon widersprechen, doch meiner Meinung nach ist es in seiner Gesamtheit eindeutig negativ für den Fettabbau. Noch faszinierender finde ich eine mögliche Involvierung der Entkoppler-Proteine im braunen Fettgewebe. Entkoppler-Proteine (Uncoupling Proteins [UCP]), von denen zahlreiche Subarten existieren, sind vor allem im braunen Fettgewebe für eine erhöhte Fettverbrennung verantwortlich. So wie das gefährliche und starke Pflanzengift Dinitrophenol (DNP), das von einigen wenigen Waghalsigen als Fettverbrenner benutzt wird, sorgen auch die Entkoppler-Proteine für eine gesteigerte Körpertemperatur und vermehrte Schweißabsonderung, indem sie die Adenosin-Triphosphat-Herstellung unwirksamer machen und Kalorien hierdurch regelrecht in Wärme verpuffen. Auf die Spur brachte mich ein Freund, der auch schon DNP eingesetzt hatte und das nächtliche sehr starke und unangenehme Schwitzen mit den Nebenwirkungen des Trenbolons bei einer sehr hohen Dosis verglich.

Wer schon einmal Trenbolon hochdosiert (> 100mg Trenbolon Acetat/Tag oder > 750mg Trenbolon Enantat/Woche) eingesetzt hat, weiß wovon ich spreche – starke Schlafstörungen und extremes Schwitzen. Cortisol senkt tatsächlich die Expression der Entkoppler-Proteine und damit auch die Fettverbrennung im Fettgewebe. Das tat es in diversen Versuchen, in denen es auch die Reaktion des braunen Fettgewebes auf das stimulierende Adrenalin und Kälte (löst auch Entkoppler-Proteine aus) verschlechterte.

Durch die starke Absenkung des Cortisol-Spiegels könnte Trenbolon hier eingreifen, doch das wäre noch immer keine Erklärung für besonders herausragenden Fettabbau und die nächtlichen Schwitzattacken. Anabole/androgene Steroide selbst beeinflussen die Thermogenese auch, hauptsächlich positiv. Etiocholanolon löst z.B. ein regelrechtes Fieber aus, das die Körpertemperatur signifikant ansteigen lässt – nach diesem Wirkstoff entstand sogar der Begriff Etiocholanolonfieber. Man weiß nicht, wie dies induziert wurde und ob die Entkoppler- Proteine hier eine Rolle spielen oder nicht. Senken konnte man das Fieber übrigens recht gut mit Cortisol, wodurch sich der Kreis so langsam zu schließen beginnt. Weiterhin können Dehydroepiandrosteron (DHEA) und insbesondere 7-Keto-DHEA auch zu einer Steigerung des Entkoppler-Proteine führen. Ein weiteres Steroid verfügt ebenfalls über diese Eigenschaft – Progesteron. In Versuchen an Ratten konnte man eine thermogene Wirkung nachweisen. Auch bei Menschen wird diese sehr stark vermutet, so führt die Gabe teilweise extremer Progesteron-Mengen zu Fieber bis hin zu sehr gefährlichen 40° C.

Zufällig weisen Trenbolon und seine Metaboliten eine enorm gute Bindung zum Progesteron-Rezeptor auf und wirken selbst gestagen. Der Mensch verfügt über sehr viele verschiedene Entkoppler-Proteine, manche führen zum Schwitzen, andere zu Schüttelfrost, andere betreffen mehr oder weniger die Temperaturerhöhung. Welche Entkoppler-Proteine durch Steroide aktiviert werden, sei dahingestellt. Ich möchte jedoch etwas klarstellen. Es gibt keinen Beweis dafür, dass Trenbolon dies tut. Ich behaupte es auch nicht eisern und überzeugt, sondern stelle lediglich eine Vermutung, eine unbewiesene Theorie in den Raum. Eine mögliche Erklärung, doch ich könnte mich auch komplett irren und auf falschen Pfaden wandern.

Andererseits glaube ich aber auch nicht an einen extremen Zufall zwischen der für Trenbolon typischen Nebenwirkung des nächtlichen Schwitzen, der progesteronartigen und androgenen Bindung und Wirkung und dem anekdotischen, trotzdem auch teilweise durch Studien bewiesenen Fettverlusten bei der Verwendung von Trenbolon.

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