DIE BEDEUTUNG DER ERNÄHRUNG Teil 3

Außerdem wurde festgestellt, daß es nicht das Cholesterin ist, das in erster
Linie zu einem Anstieg des Cholesterinwertes führt, sondern vielmehr das
Oxycholesterin, also Cholesterin in seiner oxidierten Form (wie es beispielsweise
im Parmesankäse in größeren Mengen enthalten ist). Entscheidend
dafür, wie hoch nun der Cholesterinspiegel ist, ist der Gehalt der in der Nahrung
vorhandenen gesättigten Fette. Die größere Zufuhr von gesättigten Fetten
hat einen Anstieg des Triglyceridwertes im Blut zur Folge, wodurch die weitere
Verarbeitung von Cholesterin behindert wird. EFA’s, obwohl sie auch Fette
sind, haben den genau gegenteiligen Effekt; sie führen zu einer Senkung der
Blutlipidwerte und zu einer Senkung des LDL-Cholesterinwertes. Damit wird
der Arteriosklerose vorgebeugt.

In einem von den Medien gepushten Fettphobie-Wahn wurden immer mehr
Diäten erfunden, die möglichst wenig Fett enthielten und so zu einem
Rückgang des Körperfettgehaltes führen sollten. Fakt ist dagegen, daß Fett
neben seinen mannigfachen Funktionen im Körper auch noch eine ganz
wesentliche Eigenschaft in Punkto Verdauung besitzt. In der Nahrung enthaltene
essentielle Fettsäuren führen zu einer verlangsamten und damit auch
gleichmäßigen Aufnahme von Energie, wodurch der Blutzuckerspiegel
konstant bleibt.

Studien ergaben, daß durch Langzeitausdauerbelastungen der Testosteronspiegel
beim Mann um bis zu 40% absinken kann. Niedrige Testosteronwerte
stehen in direktem Zusammenhang mit einer verlangsamten Regeneration;
die nächste Stufe des Übertrainings (muskuläres Übertraining) ist bereits
greifbar nahe. Wer zusätzlich essentielle Fettsäuren wie CLA, GLA oder PS
(Phosphatidylserine) zu sich nimmt, der kann dem wirkungsvoll entgegenwirken.
Gönnen sie sich öfter Lachs, Hering oder Forelle sogenannte
Kaltwasserfische also, die hohe Anteile an EFA’s enthalten. Außerdem empfiehlt
es sich zusätzlich, hochwertige Öle wie Olivenöl, Flachsöl oder Distelöl zu
verwenden, da diese ebenfalls reich an ungesättigten Fettsäuren sind. Desweilen steht dem Athleten immer die Möglichkeit offen, auf Nahrungsergänzungen
auszuweichen.

Die allermeisten Ausdauerathleten unterschätzen den Bedarf an Protein, der
durch sportliches Training entsteht. Oft wird dabei angeführt, daß kohlenhydratreiche
Nahrungsmittel wie Vollkornnudeln bereits einen Proteinanteil von
13% besitzen, und dieser ausreichend sei. Doch zum einen sind die in pflanzlichen
Nahrungsmitteln enthaltenen Proteinquellen meist von minderer
Qualität und werden so vom Körper nur schlecht resorbiert, und zum anderen
ist ein Proteinanteil von 15% oder weniger nicht ausreichend. Durch sportliches
Training kommt es zu einem deutlichen Mehrbedarf an Protein. Protein
ist im Gegensatz zu Kohlenhydraten und Fetten nicht im Körper speicherbar,
und sollte aus diesem Grund mehrmals am Tag zugeführt werden. Viele
Athleten erreichen allein durch die zusätzliche Zufuhr von Protein eine signifikante
Verkürzung der Regenerationszeiten. Geeignete Proteinquellen sind
Molkeneiweiß (auch Laktalbumin oder Wheyprotein genannt), Eialbumin,
Casein, lonic Exchange Whey, aber auch tierische Proteinquellen wie Rind oder
Putenfleisch. Leistungssportler sollten ca. 25% ihrer täglichen Kalorienzufuhr
durch hochwertiges Protein abdecken. Nur so ist gewärleistet, daß die
Regenerationsvorgänge schnell und effizient ablaufen. Auch die zusätzliche
Zufuhr von Vitaminen und Mineralstoffen ist empfehlenswert. Bei der
Verwendung von Mineralstoffpräparaten ist auf einen ausreichenden Gehalt
an Zink (ca. 50 mg/Tag), Chrom (400 mcgfrag), Jod (400 pg) und Selen
(200 pg) zu achten.

FAZIT:
Achten Sie auf eine vitamin- und mineralstoffreiche Ernährung, die ausreichend
hochwertige Proteinquellen beinhaltet und reich an essentiellen
Fettsäuren, aber arm an gehärteten und tierischen Fettquellen ist.

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