DHEA und Sex

Bisher haben wir männliche und weibliche Hormone vorwiegend besprochen als DHEA-Produkte durch adrenale Stoffwechselreaktionen.
Normalerweise werden diese Hormone in großem Ausmaß von den Geschlechtsdrüsen gebildet. Die männlichen Geschlechtsdrüsen, die Hoden, produzieren das männliche Hormon Testosteron. Sowohl Männer als Frauen bilden dieses Hormon, doch Männer mehr als Frauen.

Die Eierstöcke, die weiblichen Geschlechtsdrüsen, produzieren Östrogen und Progesteron. Auch Männer bilden diese Hormone in winzigen Ausmassen. Alle unsere Drüsen arbeiten in einem Verhältnis zueinander. Ohne Östrogen können manche Drüsen nicht gut funktionieren, doch zuviel Östrogen kann andere Drüsen stören. Östrogen kann das Wachstum abnormer Krebszellen beschleunigen. Verhütungspillen, die Östrogen enthalten, sind möglicherweise unvereinbar mit Ihrer Krankengeschichte, vor allem, wenn Sie an einem Lebertumor oder an Brustkrebs erkrankt waren. Diabetiker, Raucher, Frauen, die Verhütungspillen verwenden, kardiovaskuläre Probleme oder einen erhöhten Cholesterinspiegel haben, oder in deren Familienanamnese frühe kardiovaskuläre Schwierigkeiten vorkommen, könnten durch die Einnahme von Östrogen ihre Gesundheit gefährden.

1968 wurde die Antibaby-Pille mit niedrig dosiertem Östrogen eingeführt. Sie trug dazu bei, die Zahl der Venenblutgerinnsel bei Frauen herabzusetzen, zeigte jedoch keine Wirkung auf arterielle Erkrankungen oder auf die allgemeine Todesrate. Mit anderen Worten besteht für Frauen mit niedrig dosierten Pillen noch immer ein erhöhtes Risiko, an einer Kreislauferkrankung zu sterben. In The Lancet legte das „Royal College of General Practitioners” dar, daß Frauen, welche die Pille einnehmen, eine um 40 Prozent höhere Sterberate haben, vorwiegend aufgrund von Kreislauferkrankungen.

Trotz Berichten, daß die Pille vor Brustkrebs schütze, gibt es mehr Todesfälle wegen Brustkrebs bei Frauen mit der Pille als bei solchen ohne Pilleneinnahme. Wenn Sie rauchen und die Pille nehmen, haben Sie ein größeres Risiko, an einem kardiovaskulären Leiden zu erkranken. Sowohl Rauchen als auch Pillenverhütung unterdrücken die natürliche Produktion und Funktion von Hormonen.

Nach Jahren einer solchen Schmähung des Körpers erleben viele Frauen in der Menopause eine weitere Mißachtung desselben durch eine Hormonsubstitutionstherapie. Östrogenanaloge verletzen weiter eine noch empfindlichere Altersgruppe. Alle durch die endokrinen Drüsen abgesonderten Hormone dienen der Gleichgewichtsregulierung der Körperchemie und der Erhaltung der Homöostase. Unter normalen Bedingungen pendelt die chemische Zusammensetzung unseres Blutes innerhalb eines engen Rahmens. Der Glucosespiegel im Blut steigt und sinkt ein wenig. Die Kalzium-Menge im Blut erhöht oder verringert sich nur mäßig. Alle verschiedenen Chemikalien im Körper fluktuieren innerhalb eines engen Rahmens, wenn der Körper gesund ist. Die Mineralien, die Enzyme und Hormone im Blutkreislauf können nur dann zusammenarbeiten, wenn die Körpermechanismen zur Aufrechterhaltung der Homöostase korrekt arbeiten.

Stress und Sex

Stress und Sex vertragen sich nicht. Unter Stress schrumpfen die Geschlechtsdrüsen, die Eierstöcke und Hoden, und verlieren an Aktivität. Dies steht im Verhältnis zur Vergrößerung und zur erhöhten Aktivität der Nebennieren. Die Geschlechtsdrüsen werden durch Gonadotropinhormone stimuliert, die wiederum durch die Hypophyse stimuliert werden. (Siehe Schema Hormonzirkulation S. 131) In Zeiten von Stress muß die Hypophyse größere Mengen an ACTH ausschütten, um die Nebennieren zu stimulieren.
Dies erfordert eine solche Anstrengung von der Hypophyse, daß sie die Absonderung von „weniger wichtigen” Hormonen wie zum Beispiel die Gonadotropine reduziert. Stress beeinflußt die Produktion von Milch bei stillenden Müttern und kann unregelmäßige Monatsblutungen verursachen. Das Prämenstruelle Syndrom wurde mit einer Anpassungsreaktion an Stress in Verbindung gebracht. Bei Männern kann Stress eine Verminderung des sexuellen Verlangens und der Spermienbildung bewirken.

DHEA und die Libido

Die meisten unserer Geschlechtshormone leiten sich ab von Enzymen, die auf DHEA wirken. Technisch gesehen könnte man sich vorstellen, daß der Spiegel dieser anderen Hormone ohne DHEA ebenfalls bedeutend verringert wäre, und ohne diese Hormone verspüren wir kein sexuelles Verlangen. Dies stimmt jedoch nicht ganz, denn gesunde Eierstöcke und Hoden produzieren auch Geschlechtshormone. Wenn sie dies aber nicht tun, soll DHEA aus den Nebennieren in die Bresche springen.

Wissenschaftler führen zur Zeit Versuche mit einer DHEA-Substitution durch, um frühere Studien zu bestätigen, welche die Fähigkeit von DHEA belegen, das sexuelle Verlangen zu erhöhen, die Fruchtbarkeit und andere mit verminderten Geschlechtshormonen zusammenhängende Probleme des Alters zu verbessern.

Eine Reihe von Männern berichteten von einer dramatischen Veränderung in ihrem sexuellen Verlangen nach der Einnahme von DHEA, indem sie behaupteten, ihre Libido sei wieder so geworden, wie sie bei ihnen mit 20 gewesen war. (Siehe Anhang 1). Bis jetzt haben noch keine publizierten Studien, die Samuel Yen Studie an der Universitiy of California School of Medicine eingeschlossen, von einer Änderung in der Libido bei Männern berichtet. (Morales, Yen) Siehe Berichte

Eine Studie der Crenshaw Clinic aus dem Jahre 1984 hat einen positiven Zusammenhang zwischen dem sexuellen Verlangen von Frauen und DHEA gezeigt. Pheromone, unsere Sexuallockstoffe, werden von DHEA abgeleitet. Pheromone bestimmen das sexuelle Verhalten bei Tieren Dieser Duftstoff hängt auch mit der Mutter-Kind-Bindung nach der Geburt zusammen.

Das männliche Fortpflanzungssystem

Die Spermien und die männlichen Geschlechtshormone werden in den Hoden gebildet. Die Spermien wandern vom Hoden entlang gewundenen Tuben in die Nebenhoden, wo sie reifen und gelagert werden.

Pubertät

Die männliche sexuelle Fähigkeit oder Virilität beginnt in der Pubertät. Die Pubertät tritt ein, wenn die sekundären Geschlechtsmerkmale auftreten und die Geschlechtsorgane reifen und somit die Reproduktion ermöglichen. Pubertät und Adoleszenz, im Alter um 12 bis 15 Jahren, kennzeichnen sich durch körperliche und emotionelle Veränderungen. Die Pubertät wird von Hypophyse-hormonen eingeleitet, welche die Entwicklung der Hoden und die Bildung und Absonderung von Androgenen wie Testosteron ankurbeln. Es entwickeln sich auch die sekundären Geschlechtsmerkmale wie das Auftreten der Scham-, Unterarm- und Gesichtsbehaarung.

Testosteron

Testosteron stimuliert die Spermienbildung und bewirkt die Reifung der Samenblasen und der Prostatadrüse. Testosteron ist verantwortlich für das charakteristische Wachstum und die Verteilung der Behaarung auf Gesicht, Brust und Unterleib, für die Stimmlage und die Schulterbreite.

Androgene

Die mit den männlichen Merkmalen (Gesichts- und Körperbehaarung, vermindertes Körperfett, Muskulatur, Muskelstärke, usw. ) zusammenhängenden Hormone heißen Androgene. Androgene haben eine anabole Wirkung, indem sie den Grad der Proteinsynthese erhöhen. Dies beschleunigt das Wachstum und die Größe der Muskeln. Androgene sind ebenfalls verantwortlich für das typisch männliche aggressive Verhalten. Durch eine Ansammlung von überschüssigem Talg ergibt sich Akne aus der Androgenproduktion. Diese Hormone könnten auch verantwortlich sein für männliche Kahlköpfigkeit. Da die Nebennieren bei beiden Geschlechtern auch Androgene absondern, kann die Manipulation dieses Prozesses durch medikamentöse Therapie bei Frauen zur Entwicklung der sekundären Geschlechtsmerkmale und zu Amenorrhö (Ausbleiben der Regelblutungen bei Frauen) führen. Mißbräuche dieses Prozesses sieht man sehr oft bei Athleten, die Androgene einnehmen.

Testosteron

Testosteron ist das wichtigste männliche Androgen. Es wird in den männlichen Hoden und bei beiden Geschlechtern über den Stoffwechsel gebildet. Frauen produzieren kleinere Mengen Testosteron als Männer.

Männliche Menopause (Andropause)

Die männliche Menopause im Zusammenhang mit männlicher Alterung fällt zusammen mit einer fortschreitenden Beeinträchtigung der Hodenfunktion, größtenteils der Bildung von Testosteron. Die Symptome, die mit der männlichen Menopause zusammenhängen, umfassen ein Nachlassen des sexuellen Verlangens, Depression, Angst, Kalziumverlust und damit das Risiko für Osteoporose, Abnahme der Muskulatur, gesteigerte Fettspeicherung, herabgesetzte Insulinempfindlichkeit und negative Auswirkungen auf das Zentralnervensystem. Bei gesunden Personen im Alter zwischen 40 und 70 Jahren nimmt bioverfügbares Testosteron um ungefähr ein Prozent pro Jahr ab, doch eine deutlichere Abnahme wurde bei nicht gesunden Gruppen beobachtet, besonders in Gruppen mit einem hohen kardiovaskulären Risiko. Androgen (Testosteron) mangel kann durch eine angemessene Androgensubstitution behandelt werden.

Die Prostata

Die Prostata ist ein kleines kastanienförmiges Organ, das den Blasenhals und den oberen Teil der Harnröhre umfaßt. Die Prostatadrüse besteht aus einer inneren Zone, deren Absonderungen die Harnröhre befeuchtet, und aus einer äußeren Zone, in der eine Samenabsonderung gebildet wird. Diese Substanz macht aus dem Samen eine Flüssigkeit. Die Samenblasen gehen durch die Prostata, um in die Harnröhre einzumünden. Unter dem Einfluß von Androgenen in der Pubertät beginnt die Prostata aufgrund verschiedener Faktoren zu reifen und erreicht ihre volle Größe und ihr volles Gewicht ungefähr im Alter von 20 Jahren.

Der normale Alterungsprozeß bei Männern führt aufgrund verschiedener Faktoren, darunter altersbedingter Veränderungen im Hormonspiegel, zur Entwicklung einer benignen Prostatahypertrophie (BPH), bei der man oft von vergrößerter Prostata spricht.

Mit zunehmendem Alter erfolgen bei Männern zahlreiche signifikante Veränderungen im Hormonspiegel. Der Spiegel von Testosteron und freiem Testosteron nimmt nach 50 ab, während andere Hormone — Prolactin, Östradiol, geschlechtshormonbindende und luteinisierende Hormone und follikelstimulierende Hormone alle abnehmen. Der Effekt dieser Veränderungen ist eine erhöhte Konzentration von Testosteron in der Prostata. Dieses Testosteron ist verantwortlich für die Überproduktion von Prostatazellen, die zu einer Vergrößerung der Prostata führen.
Die Zunahme von Testosteron in den Prostatazellen geht größtenteils zurück auf eine verringerte Abbaurate. Testosteron wird normalerweise durch Enzyme zu Verbindungen metabolisiert, die eine verringerte Anziehung auf Rezeptormoleküle haben in den Zellen, welche diese Hormone binden. Das verstoffwechselte Testosteron wird dann ausgeschieden. Da die Hormone nicht metabolisiert und ausgeschieden werden, steigt der Hormonspiegel innerhalb der Prostatazellen. Ein erhöhter Östrogenspiegel spielt eine Rolle in der Entwicklung einer BPH, indem die testosteronmetabolisierenden Enzyme gehemmt werden.

Zusätzlich zu einer herabgesetzten Ausscheidungsrate der männlichen Hormone bei einer BPH gibt es auch eine erhöhte Aufnahme von Testosteron durch die Prostata. Dies scheint auf noch ein anderes Hormon, Prolactin, zurückzuführen sein, das die Aufnahme von Testosteron und die Synthese eines anderen Typus von Testosteron, Dihydrotestosteron, steigert. Das Endresultat zeigt bei einer BPH eine bedeutende Erhöhung des stärkeren Androgens Dihydrotestosteron in der Prostata.

Der Spiegel von Prolactin wird durch Bierkonsum und Stress erhöht. Diese Faktoren tragen vermutlich in großem Ausmaß zu einer BPH bei. Medikamente, welche den Prolactinspiegel senken, verringern viele Symptome der BPH. Diese Medikamente haben jedoch schwere Nebenwirkungen und werden daher nicht breitflächig eingesetzt.

Es scheint, als ob das Spurenmineral Zink und Vitamin B6 den Prolactinspiegel bei vorgegebenen Dosen ohne Nebenwirkungen senken könnten. Da Zink und Vitamin B6 eng am Hormonstoffwechsel beteiligt sind, könnte ein Mangel einer dieser Nährstoffe ein Entstehungsfaktor für BPH bei vielen Männern sein.

Prostatakrebs

Prostatakrebs ist der zweithäufigste bösartige Tumor bei Männern.
Nach Lungen- und Dickdarmkrebs steht er an dritter Stelle der häufigsten Krebstodesursachen bei Männern über 55 Jahren. 19 Prozent aller männlichen Krebserkrankungen in den USA sind Prostatakrebs. In verschiedenen Teilen der Welt ändert sich seine Häufigkeit mit der Menge an gesättigten Fetten in der Ernährung. In den USA sterben 14 von 100.000 Männern pro Jahr an Prostatakrebs. In Schweden sind es 22, in Japan nur zwei Tote auf 100.000 Männern. Die sexuellen Funktionen nehmen mit zunehmendem Alter bei Männern ab Die sexuellen Funktionen, insbesonders das Erektionsvermögen, nehmen bei Männern mit zunehmendem Alter ab. (Rowland) Im Gegensatz zu Frauen bleibt die Fruchtbarkeit bei Männern bis zu einem sehr hohen Alter erhalten. Die Hodenfunktion nimmt jedoch im Alter ab und bewirkt Symptome analog derer, wenngleich weniger ausgeprägt, beim Menopausesyndrom. Diese Symptome kann man als männliche Andropause ansehen.

Bei der Menopause hört allerdings die hormonelle Sekretion der Eierstöcke vollständig auf, während der Spiegel des biologisch aktiven freien Testosterons nur mäßig sinkt. Personen mit regelmäßiger körperlicher Betätigung berichten von einer besseren allgemeinen Gesundheit und scheinen weniger schnell zu altern als jene, die sich nicht regelmäßig körperlich betätigen.

Viele gut kontrollierte Studien zeigten den Nutzen einer Hormonsubstitutionstherapie, zumindest bei symptomatischen postmenopausalen Frauen, doch bis heute gibt es keine gut kontrollierten Studien, die ein vorteilhaftes Risiko/Nutzen Gleichgewicht einer Androgensubstitution bei älteren Männern beweist. Das Hauptrisiko ist die potentiell stimulierende Wirkung von Androgenen bei älteren Männern mit einem Risiko für Prostatakrebs.

Ältere männliche Schlaganfallpatienten zeigen einen niedrigen Testosteronspiegel Bei Männern mit einer Lähmung nach einem Schlaganfall fand sich ein niedriger Serumspiegel von insulinähnlichem WachstumsfaktorI (IGF-I) und von Testosteron. Die Serumkonzentrationen von IGF-I und Testosteron wurden bei jungen Männern, gesunden älteren Männern und bei Männern mit einer Lähmung nach einem Schlaganfall verglichen.

Bei 85 Prozent der gesunden alten Männer und bei 88 Prozent der Patienten mit Lähmung nach Schlaganfall fand man einen niedrigen Spiegel von IGF-I. Männer mit einer Lähmung wiesen lediglich 5 Prozent mehr als der gesunde Spiegel auf. Bei Testosteron fand sich bei 78 Prozent der gesunden alten Männer und bei 79 Prozent der Männer mit Lähmung ein Wert unterhalb der unteren 2,5 Prozent bei gesunden jungen Männern.
Bei 17 Prozent der gelähmten Männer ergab sich ein niedriger Testosteronspiegel.

Im Vergleich zu gesunden jungen Männern zeigten die meisten gesunden alten Männer einen niedrigen Serumspiegel von IGFI und Testosteron. Alte Männer mit Lähmung ähneln gesunden alten Männern im Spiegel der IGF-I, doch unter ihnen gibt es mehr Fälle mit einem schweren Hypogonadismus (niedriges Testosteron). Weil eine Korrektur von IGF-I — und Testosteronmangel bei jungen Erwachsenen die Muskelstärke, Arbeitsfähigkeit und die Lebensqualität verbessert, könnte eine Behandlung mit menschlichem Wachstumshormon und Testosteron ein brauchbarer Zusatz zu physikalischen Maßnahmen in der Rehabilitation von ausgewählten Überlebenden eines Schlaganfalles sein. (Abassi)

Testosteron-Substitution

Bei Frauen wird eine Testosteron-Substitution bei Brustkrebs vorgenommen, bei Männern und Frauen zu einer Stimulierung des Wachstums, zur Muskelentwicklung und zur Bildung von roten Blutkörperchen. Wenn Testosteron zur Korrektur eines Mangels bei jugendlichen Erwachsenen gegeben wird, verbessern sich Muskelstärke, Arbeitsfähigkeit und Lebensqualität. (Abassi) Hormonstudien über die Entwicklung der Kraft bei Frauen und Männern mittleren bis hohen Alters zeigten, daß eine TestosteronSubstitution die Beinkraft bei Frauen und Männern erhöhte.

Ernste Nebenwirkungen umfassen Flüssigkeitsansammlungen, Maskulinisierung bei Frauen einschließlich unnatürliches Haarwachstum und tiefe Stimme, Akne, eine Blutkrankheit — Erythrozythämie, eine Prostatavergrößerung mit in der Folge Harnverhaltung und Bluthochdruck oder Herzkrankheiten.

Bei Männern kann eine längerfristige Verwendung von synthetischen Steroidhormonen die Anzahl der Spermien verringern, eine Hodenatrophie bewirken und möglicherweise Nierensteine und Leukämie verursachen. Das potentiell erhöhte Risiko für die Entwicklung eines Prostatakrebses ist der Hauptgrund, weshalb die Indikationen für eine solche Behandlung eingegrenzt wurden. Eine 1,8 Jahre dauernde Überwachung von Männern zwischen 55 und 70 Jahren, die mit Testosteron behandelt wurden, legte nahe, daß ein hoher Plasmaspiegel von Testosteron wirkungsvolle klinische Effekte bei einer Verkleinerung der Milzgröße verursachte.

Eine wirkungsvolle Testosteronbehandlung bei hypogonadalen Männern führt zu einem Prostatavolumen und zu prostata-spezifischen Antigenspiegeln, vergleichbar jenen von normalen altersentsprechenden Männern. Daher sollte ein durch Testosteron verursachtes Prostatawachstum hypogonadale Männer nicht von einer Substitutionstherapie mit Testosteron abhalten. (Behre) Eine Ersatztherapie reduziert Gesundheitsrisiken Personen mit einem im Erwachsenenalter ausbrechenden Wachstumshormonmangel, der ebenfalls beim Alterungsprozeß auftritt, haben ein erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen.

Patienten, die eine Substitutionstherapie anwendeten, wurden untersucht, um festzustellen, ob die Ersatztherapie eine positive Wirkung auf die kardiovaskuläre Erkrankung hatte. Die Substitutionspatienten hatten einen signifikant höheren Körpermassen-Index (niedrigeres Körperfett) als die Kontrollgruppe lie Die Substitutionspatienten hatten einen höheren Triglyceridespiegel, doch es gab keinen Unterschied in der gesamten Cholesterinkonzentration im Serum. Das Lipoproteine hoher Dichte
(HDL) Cholesterin im Serum war niedriger bei Substitutionspatienten.

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