DHEA und Menopause

Es gab keinen Unterschied in der Häufigkeit von Diabetes mellitus. Die Häufigkeit eines behandelten Hochdrucks war größer bei den Patienten, die Häufigkeit des Rauchens jedoch geringer. Sogar nach Berücksichtigung des erhöhten KörpermassenIndex blieben die Veränderungen in der Häufigkeit eines behandelten Hochdrucks und die Veränderungen in den Serumkon-zentrationen der Triglyceride und der Lipoproteine hoher Dichte.

Dies zeigt, daß ein Wachstumshormonmangel den Fettstoffwechsel verändert und das Risiko für die Entwicklung eines Hochdrucks erhöht, was zu einem erhöhten Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen beiträgt. (Rosen) Ein hoher Testosteron- und ein hoher DHEASpiegel bedeuten einen erhöhten Insulinspiegel bei Männern, jedoch nicht bei Frauen Viele Studien deuten darauf hin, daß ein erhöhter Spiegel männlicher Hormone sowohl bei Frauen vor als auch nach der Menopause mit einer Insulinresistenz und einer Hyperinsulinämie zusammenhängen, was jedoch nicht der Fall ist bei Männern.

In einer Studiengruppe von 178 Männern standen nach der Korrektur für Alter, Übergewicht und Körperfettverteilung die Insulinkonzentrationen signifikant in umgekehrtem Verhältnis zu Testosteron und DHEA. Dies in auffallendem Gegensatz zu Frauen, bei denen eine erhöhte Androgenizität mit einer Insulinresistenz und einem hohen Insulinspiegel zusammenhängt.

Das weibliche Fortpflanzungssystem

Die Geschlechtshormone wie Östrogen und Progesteron, welche den reproduktiven oder Menstruationszyklus kontrollieren, werden von den Eierstöcken abgesondert und via DHEA sowohl über die endokrinen Wege als auch durch die Nebennieren produziert.

Östrogen und Progesteron

Diese stellen zwei Hauptgruppen von Hormonen dar, die wesentlich für eine normale sexuelle Entwicklung und für ein gesundes Funktionieren des Reproduktionssystems sind. Östrogene spielen eine wichtige Rolle in der lebenslangen Gesamtgesundheit der Frauen. Östrogene werden hauptsächlich in den Eierstöcken gebildet, doch bis zu einem gewissen Grad auch in den Nebennieren. Während einer Schwangerschaft können sie auch in der Plazenta gebildet werden. Progesteron erhöht die Ablagerung von Fett und die Produktion von Talg in den Hautdrüsen, was Akne hervorrufen kann. Das in den Eierstöcken gebildete Progesteron ist auch ein wichtiges Hormon für die Gesundheit des weiblichen Fortpflanzungssystems.

Es wird in der zweiten Hälfte des Menstruationszyklus produziert; während der Schwangerschaft wird es von der Plazenta gebildet. Nach dem Eisprung steigt der Progesteronspiegel und bewirkt eine Verdickung des Endometriums (die Gebärmutterschleimhaut), um die Aufnahme eines befruchteten Eies vorzubereiten.

Findet keine Befruchtung statt, sinkt die Produktion von Progesteron und Östrogen und das Endometrium wird zusammen mit dem unbefruchteten Ei im Laufe der Menstruation abgestoßen. Progesteron sichert die Entwicklung eines Foetus in einer gesunden Umgebung, indem es die Gesundheit der Plazenta aufrecht erhält. Der natürliche Abfall von Progesteron am Ende der Schwangerschaft trägt zum Einsetzen der Wehen bei.

Menstruation

Die Menstruation bezieht sich auf das Abstoßen des Endometriums oder Gebärmutterschleimhaut. Es wird durch Blutungen angezeigt. Die Menstruation erfolgt während der fruchtbaren Jahre im Leben einer Frau (Pubertät bis Menopause). Wenn der Körper aufhört, Eier zu produzieren, hört die Menstruation auf.

Die Menstruation steht unter der Kontrolle von Hormonen; Östrogen in der ersten Hälfte, Progesteron in der zweiten Hälfte des Zyklus. Andere Hormone regeln andere Teile des Menstruationszyklus. Nach dem Eisprung treten reife Eier in den Eileiter ein. Der Eisprung bezieht sich auf die Entwicklung und die Freisetzung eines Eies aus einem Follikel in der ersten Hälfte des Menstruationszyklus. Das follikelstimulierende Hormon (FSH) ist verantwortlich für die Stimulierung des Eiwachstums während der ersten Zyklushälfte. Dann stimuliert das luteinisierende Hormon (LH) die Freisetzung eines einzigen Eies (normalerweise). Der Follikel bildet eine Gewebemasse, die Corpus luteum genannt wird und während der zweiten Hälfte des Zyklus Progesteron absondert.

Nachdem das Ei in den Eileiter eingedrungen ist, wandert es weiter, bis es auf ein Spermium trifft, das vom Uterus aus den Eileiter hochwandert. Wenn zu diesem Zeitpunkt kein Sperma vorhanden ist, wird das Ei während der Menstruation abgestoßen.

Prämenstruelles Syndrom (PMS)

Das PMS umfaßt körperliche und emotionelle Symptome, die viele Frauen während einer oder zwei Wochen vor der Menstruation erfahren. Gewöhnlich beginnt es in Verbindung mit dem Eisprung und setzt sich fort bis zum Einsetzen der Regelblutung. Viele Frauen erleben Veränderungen wie Reizbarkeit, Depression, Gemütsschwankungen, Essensgelüste, Rücken- und Kopfschmerzen, die alle schwer genug sein können, um das tägliche Leben zu stören.

Die Ursache für diese Symptome steht in direktem Zusammenhang mit hormonellen Veränderungen, genauer gesagt, mit der Produktion von Progesteron und luteinisierendem Hormon (LH). Die Eierstöcke bilden in der zweiten Hälfte des Menstruationszyklus Progesteron. Das luteinisierende Hormon wird im Gehirn in der Hypophyse gebildet und kontrolliert den Eisprung und einen spezifischen Antikörper. Frauen mit PMS weisen einen signifikant niedrigeren Spiegel von zirkulierendem LH Antikörper auf als symptomfreie Frauen. Man nimmt an, daß zirkulierendes, direkt durch natürliches Progesteron stimuliertes LH die Symptome von PMS kontrolliert. Eine DHEA-Substitution erhöht Progesteron, wie dies auch das aus der wilden Yamswurzel extrahierte Diosgenin tut. (Lee) Dr. med. John Lee weist darauf hin, daß die PMS Symptome und die Nebenwirkungen von Östrogen auffallend ähnlich sind.
Obwohl das PMS noch nicht vollständig erklärt werden kann, scheint es eine individuelle Reaktion auf eine Östrogendominanz darzustellen, sekundär zu einem relativen Progesteronmangel. Man glaubt, daß dieses hormonelle Ungleichgewicht das Ergebnis ist von Stress, Ernährungsmängeln, fettreicher Ernährung und der Verwendung (gegenwärtige oder frühere) von synthetischen Verhütungspillen.

Dr. Lee hatte Erfolg mit der Verwendung von natürlichem Progesteron aus dem Extrakt der wilden Yamswurzel, das in seiner Praxis Patientinnen mit PMS Symptomen über die Haut verabreicht wurde. Er stellt fest,
„Die Ergebnisse waren sehr beeindruckend. Die Mehrheit (jedoch nicht alle) dieser Patientinnen berichteten von einer bemerkenswerten Verbesserung ihres Symptomenkomplexes, einschließlich des Verschwindens der prämenstruellen Flüssigkeitsansammlung und Gewichtszunahme.”

Menopause

Dieser Begriff bezieht sich auf das Aufhören der Menstruation als Ergebnis einer verlangsamten Östrogenproduktion. Er umfaßt eine manchmal lange Zeitspanne, beginnend im Alter zwischen 45 und 55 Jahren, wenn die Regelblutungen unregelmäßig werden und die Produktion von weiblichen Geschlechtshormonen periodischen Schwankungen der Intensität und der Beschaffenheit unterliegt.
Schließlich hören die Follikel auf, Eier zu produzieren, was zu einer Abnahme der Östrogenbildung führt. Ohne den Einfluß von Östrogen kann es zu einer Erhöhung des Spiegels der gonadotropen Hormone und der Androgene kommen.

Mehr als die Hälfte der Frauen in den Wechseljahren empfindet Hitzewallungen und nächtliches Schwitzen. Diese Symptome können fünf Jahre oder länger andauern. Über 20 Prozent leiden an einer bedeutenden Trockenheit der Scheide. Bei allen Frauen schrumpft die Scheide, verliert an Elastizität und wird anfälliger für Entzündungen. Die Brust erschlafft und die Haut verliert ihre Glätte.

Einer der beunruhigendsten Aspekte der Menopause ist der Kalziumverlust in den Knochen. Mit der Zeit kann dies zu schwerer
Osteoporose führen. Die Menopause kann auch ein erhöhtes Risiko für Hochdruck und einen hohen Cholesterinspiegel verursachen, was wiederum zu Atherosklerose führen kann, und das Risiko eines Schlaganfalls oder einer koronaren Herzerkrankung erhöhen.

Progesteron und Menopause

Als Therapie der Menopause wird allgemein eine Hormontherapie angegeben, die synthetisches Progesteron oder Progestine und synthetisches Östrogen (das aus dem Urin trächtiger Pferde gewonnen wird) verwendet. Trotz aller bekannter Nebenwirkungen und Risiken in Zusammenhang mit der Einnahme dieser synthetischen Analoge verschreiben die meisten Ärzte sie weiterhin. Statt zu helfen, verschlimmern diese synthetischen Analoge oft die Symptome und
verursachen Reizbarkeit und emotionelle Probleme.
Während bei Östrogen wohltuende kardiovaskuläre Wirkungen aufgezeigt werden konnten, hat Progestin einen schädigenden Einfluß auf die Blutlipide, indem sie das LDL Cholesterin erhöhen und das HDL Cholesterin senken.

Mit Einsetzen der Menopause erfahren die Frauen ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung von Osteoporose. Seit Jahren werden synthetische Hormone empfohlen. Doch in seinem Buch von 1993, Natural Progesteron, erklärt Dr. med. John Lee, daß natürliches Progesteron Osteoporose nicht nur vorbeugen, sondern tatsächlich umkehren kann. Er setzte eine Verabreichung vom Extrakt der mexikanischen wilden Yamswurzel über die Haut ein und bewies, daß Osteoporose in fast 100 Prozent der Fälle, die er beobachtete, umkehrbar war. Dies ohne die Anwendung des gefährlichen synthetischen Östrogens, welches das Risiko für Brust- und Endometriumkrebs und für andere Krankheiten erhöht.

Hormonsubstitutionstherapie

Viele Frauen greifen zu einer Hormonsubstitutionstherapie mit synthetischen Östrogenen, um den Veränderungen der Menopause entgegen zu wirken. Die Nebenwirkungen dieser Medikamente können sehr unangenehm sein. Brustempfindlichkeit, Aufgedunsensein, Gewichtszunahme, Übelkeit, vermindertes sexuelles Verlangen, Depression, Kopfschmerzen und Scheidenblutungen kommen häufig vor. Die Medikamente erhöhen auch das Risiko für Blutgerinnsel, die Schlaganfälle begünstigen und den Hochdruck verstärken würden.
Während der Menopause werden üblicherweise Östrogene mit Progesteronmedikamenten kombiniert, um die Gefahr eines Gebärmutterkrebses durch die Östrogene zu verringern. Doch die Progesteronmedikamente haben selbst unangenehme Nebenwirkungen, darunter Kopfschmerzen, Anschwellen, Gewichtszunahme, Appetitverlust, schwindlige Ausfälle, unregelmäßige Regelblutungen, Brustempfindlichkeit und Eierstockzysten.

Viele postmenopausale Frauen verwenden keine Östrogenzusätze.
Der Körper einer Frau bildet nicht nur weiterhin etwas Östrogen, sondern nimmt Phytoöstrogene auf (östrogene Substanzen, die in Pflanzen auftreten) und ist Xenoöstrogenen ausgesetzt (östrogene Umweltsubstanzen petrochemischer Herkunft). Der Zusatz von Progesteron verbessert die Rezeptoren von Östrogen und somit besteht möglicherweise kein Bedarf für Östrogen. Hitzewallungen sind kein Zeichen eines Östrogenmangels, sondern werden verursacht durch eine verstärkte Hypothalamus-Aktivität wegen eines niedrigen Spiegels von Progesteron und Östrogen. Wird dieser Spiegel angehoben, wird eine negative FeedbackMeldung an die Hypophyse und an den Hypothalamus geschickt. Wenn der Progesteronspiegel erhöht wurde, werden die Östrogenrezeptoren empfindlicher und die Hitzewallungen lassen nach.

Östrogene

Es gibt kein spezifisches Östrogenhormon. Östrogen ist die Bezeichnung für eine Klasse weiblicher Steroidhormonverbindungen, von denen es an die 20 gibt. Die wichtigsten Östrogene sind Östron (E-1), Östradiol (E-2) und Östriol (E-3). Östrogene unterstützen die Entwicklung der sekundären weiblichen Geschlechtsmerkmale wie die Entwicklung der Brust und die Fettablagerungen unter der Haut. Ein Östrogenmangel und Amenorrhö (Fehlen der monatlichen Blutungen) haben viele Ursachen, darunter prolactinproduzierende Tumore, Anorexia nervosa, intensives Körpertraining in Verbindung mit Magerkeit sowie natürliche oder operationelle Menopause.

Östrogen steht in Zusammenhang mit der Zeugung und dem Überleben des Foetus, da dadurch die werdende Mutter in Hungerzeiten in der Lage ist, Körperfett zu speichern. Somit umfassen die Östrogenwirkungen weitaus mehr als nur die Wirkung auf die Bildung des weiblichen Körpers und eine Stimulierung der Gebärmutter und der Brüste. In Zeiten andauerndem Nahrungsüberflusses (besonders übermäßiges Fett in der Nahrung) sind die Nebenwirkungen von Östrogen potentiell unerwünscht.
Östrogenwirkungen

  • Bildet eine wuchernde Gebärmutterschleimhaut
  • Stimuliert die Brüste
  • Vermehrt das Körperfett
  • Bewirkt Salz- und Flüssigkeitansammlung
  • Verursacht Depressionen und Kopfschmerzen
  • Beeinflußt die Schilddrüsenhormone
  • Erhöht die Bildung von Blutgerinnseln
  • Setzt die Libido herab
  • Beeinträchtigt die Blutzuckerkontrolle
  • Verursacht einen Zinkmangel und ein Kupferspeicherung * Verringert den Sauerstoffspiegel in allen Zellen
  • Erhöht die Gefahr für Endometriumkrebs
  • Schränkt leicht die Osteoklastenfunktion ein
  • Verringert den Muskeltonus

Mögliche Nebenwirkungen von synthetischem Östrogen

Ersatzöstrogen wird in oralen Verhütungsmitteln verwendet, in der Behandlung von postmenopausalem Brustkrebs und von Prostatakrebs, und um die Produktion von Brustmilch zu unterbinden. Es wird auch eingesetzt, um einer Fehlgeburt vorzubeugen und um Osteoporose und ovarielle Erkrankungen zu behandeln. Obwohl viele Ärzte postmenopausalen Frauen eine Östrogensubstitution empfehlen, besteht generell Übereinkunft darüber, daß die schädlichen Gesundheitsrisiken den Nutzen bei den meisten Frauen, für die ein Osteoporose-Risiko besteht, überwiegen.

Anzeigen für Premarin®, eine Marke von konjugierten Östrogentabletten, finden sich in vielen Gesundheitsmagazinen für Frauen. Sie wenden sich an Frauen, denen Osteoporose und Menopause ein Anliegen sind. Premarin® wird als eine komplexe Mischung von Östrogenen beschrieben, die in einem 125-Schritte-Verfahren bei einer Dauer von 6 Wochen hergestellt wird. Etwas, das soviel an Herstellung erfordert, scheint weit entfernt von allem, was natürlich und für den Körper gesund sein könnte.
Viele der unerwünschten Nebenwirkungen von Östrogen werden wirkungsvoll durch Progesteron verhindert. In der zeitgenössischen Medizin ist es üblich, Frauen ohne intakte Gebärmutter Östrogen allein zu verschreiben, und gleichermaßen unglücklich, wird das Vorherrschen von Östrogen vor der Menopause einfach ignoriert.

Während der Siebzigerjahre wurde es offensichtlich, daß postmenopausale Frauen, die allein Östrogen gegen Hitzewallungen,
als Vorbeugung gegen Osteoporose usw. einnahmen, ein erhöhtes Risiko für Endometriumkrebs hatten. Diese Art von Krebs tritt nur ausnahmsweise vor der Menopause auf, wenn man einen normalen Östrogen- und Progesteronspiegel aufweist. Eine kombinierte Hormontherapie (indem sowohl Östrogen als auch Progesteron verwendet wird) kann bei Frauen nach der Menopause das Risiko eines östrogenbedingten Endometriumkrebses verringern.

Denken Sie daran, daß es im Körper außer Östrogenen und Progesteron noch viele zusätzliche Hormone gibt. Immer wenn man dem Körper ein synthetisches Hormon verabreicht, wird das hormonelle Gleichgewicht des Körpers durcheinander gebracht. Probleme, die man als Nebenwirkungen bezeichnet, treten sodann als Ergebnis dieses Ungleichgewichtes auf. Man kann versuchen, Östrogen und Progesteron auszugleichen, um dadurch einige mögliche Probleme auszuscheiden, doch es gibt Dutzende von anderen Hormonen, die auch betroffen sind. Grundsätzlich gilt, daß wenn man erst einmal beginnt, durch die Einführung eines synthetischen Hormons das hormonelle Gleichgewicht des Körpers durcheinander zu bringen, Nebenwirkungen nicht vermieden werden können.

Östrogen und Brustkrebs

Nicht alle Östrogene entsprechen sich in ihrer Wirkung auf das Brustgewebe. Unter den drei wichtigsten natürlichen Östrogenen stimuliert Östradiol das Brustgewebe am stärksten, dann folgt als zweites Östron und bei weitem als letztes Östriol. Während der Schwangerschaft ist Östriol das vorherrschende Östrogen; es wird in großen Mengen von der Plazenta gebildet, während die Eierstockproduktion von Östradiol und Östron ruht. Nachdem alle Östrogene sich um dieselben Rezeptorplätze bewerben, ist es wahrscheinlich, daß das ausreichende Östriol die karzinogenen Wirkungen von Östradiol und/oder Östron reduziert.
Östrogen hängt auf irgendeine Weise mit der Entwicklung von Brustkrebs zusammen. Die Schutzfunktion von Progesteron gegen Krebs wird verdeutlicht durch die vorausschauende Studie, bei der festgestellt wurde, daß prämenopausale Frauen mit einem niedrigen Progesteronspiegel im Vergleich zu solchen mit einem normalen Progesteronspiegel ein vielfach erhöhtes Risiko fiir die Entwicklung von Brustkrebs vor der Menopause und eine zehnfach erhöhte Todesrate aufgrund von einem bösartigen Tumor haben.

Vor fast 30 Jahren wurde berichtet, daß Frauen mit Brustkrebs 30 bis 60 Prozent weniger Östriol absonderten als Kontrollen ohne Krebserkrankung, und daß die Krebsbesserung bei Patienten in endokriner Therapie bei jenen erfolgte, deren Östriolspiegel stieg.
Das heißt, ein niedriger Spiegel von Östriol in bezug auf Östradiol und Östron entspricht einem erhöhten Risiko für Brustkrebs und ein höherer Östriolspiegel aufgrund einer Therapie steht in Zusammenhang mit einer Krebsremission. (Lemmon)

Somit sprechen starke Beweise dafiir, daß Östradiol und Östron allein für die Brust krebserregend wirken, und daß Progesteron und Östriol, die beiden vorherrschenden Hormone während der Schwangerschaft, vor Brustkrebs schützen. Diese beiden wohltuenden und sicheren Hormone könnten bei Frauen eingesetzt werden, wenn eine Hormonsubstitution angebracht erscheint.

Beide Hormone sind erhältlich und vergleichsweise günstig.
Weshalb wurden diese beiden Hormone von der zeitgenössischen Medizin zugunsten des synthetischen Analogersatzes vernachlässigt?

Östrogen und Endometriumkrebs

Es ist weitgehend anerkannt, daß unausgeglichenes Östrogen die einzige bekannte Ursache von Endometriumkrebs ist, genauer gesagt Östradiol und Östron. Wenn es während fünf Jahren an postmenopausale Frauen verabreicht wird, erhöht es das Risiko von Endometriumkrebs um das Sechsfache. Eine längere Anwendung erhöht das Risiko um das 15fache. Bei prämenopausalen Frauen ist Endometriumkrebs außerordentlich selten, außer während der 5-10 Jahre vor der Menopause, wenn die Dominanz von Östrogen üblich wird. Der Zusatz von natürlichem Progesteron während dieser Jahre würde das Auftreten von Endometriumkrebs deutlich verringern (ebenso wie von Brustkrebs).

Endometriumkrebs zeigt sich normalerweise früh, durch ungewöhnliche Scheidenblutungen. Er wird durch eine Hysterektomie behandelt (Entfernen der Eierstöcke, des Scheidenganges, usw.), bevor es zu einer Verteilung der Krebszellen kommen kann. Frauen, bei denen wegen Endometriumkrebs eine Hysterektomie vorgenommen wurde, wird empfohlen, „Hormone” für immer zu meiden; auch jenen Patientinnen mit einer Brustkrebsanamnese, die ohne Hormontherapie eine Zukunft mit zunehmender Osteoporose, Scheidenatrophie und wiederkehrenden Harnwegsinfek-tionen erwartet. Diesen Frauen kann eine Therapie mit natürlichem Progesteron sehr viel nützen.

Progesteron

Progesteron ist das eine Gestationshormon, das der menschliche Körper produziert. Dies ist eine der beiden wichtigsten weiblichen Hormongruppen (die andere ist Östrogen), die von den Eierstöcken (Corpus luteum) gebildet werden, beginnend gerade vor dem Eisprung. In geringeren Mengen wird es bei beiden Geschlechtern von den Nebennieren und bei Männern von den Hoden gebildet. Nach der Menopause sind bei Frauen die Nebennieren der einzige Ursprung von Progesteron.

Bei schwangeren Frauen sondert die Plazenta ebenso wie der Gelbkörper (Corpus luteum) sowohl Östrogen als auch Progesteron ab. Die tägliche Produktion von Plazentaöstrogen nimmt gegen Ende der Schwangerschaft merklich zu, um mehrere hundert Mal im Vergleich zur Tagesproduktion in der Mitte eines normalen Monatszyklus.

Progesteron unterstützt die Knochenbildung

Viele Frauen nehmen nach der Menopause synthetisches Östrogen als Schutz gegen Osteoporose. Eine Östrogensubstitution hat für etwa fünf Jahre positive Auswirkungen auf die Osteoklastenzellen der Knochen; nach dieser Zeitspanne geht der Knochenschwund im gleichen Tempo weiter wie bei den Frauen, die kein Östrogen verwenden.

Ein Progesteronmangel bewirkt eine Abnahme des durch Osteoblasten vermittelten Knochenaufbaues. Zusätzliches Progesteron erwies sich als Anreiz für den Knochenaufbau; dennoch wird es nicht allgemein verschrieben.

Hormone und Krebs

Sowohl Brust- als auch Endometriumkrebs sind Gesundheitsgefahren, welche dazu neigen, zu einem Zeitpunkt im Leben der Frauen aufzutauchen, an dem eine Östrogenvorherrschaft wahrscheinlich ist.
Das Gleichgewicht zwischen allen zirkulierenden Hormonen und besonders den Geschlechtshormonen ist der Schlüssel zu einer guten Gesundheit. Ein erhöhter oder herabgesetzter Spiegel irgendeines Hormones bringt das gesamte System durcheinander und zwingt den Körper, einen Ausgleich für das Ungleichgewicht zu versuchen.
Beachten Sie die folgenden Tatsachen:

Brustkrebs tritt mit größerer Wahrscheinlichkeit bei prämenopausalen Frauen mit einem normalen oder hohen Östrogenspiegel und einem niedrigen Progesteronspiegel auf. Diese Situation kann bei manchen Frauen im frühen Erwachsenenalter eintreten, ist nach 35 Jahren jedoch relativ häufig. Sie ergibt sich auch, wenn Frauen eine Östrogensubstitution ohne Progesteron verabreicht wird.

Bei Frauen vor der Menopause ist ein Brustkrebsrückfall nach einer Mastektomie wegen Brustkrebs häufiger, wenn die Operation in der ersten Hälfte des Menstruationszyklus durchgeführt wurde (wenn Östrogen vorherrscht) als wenn der Eingriff in der letzten Hälfte erfolgte (wenn Progesteron dominiert).

Tamoxifen (eine schwache Östrogenverbindung, die mit natürlichem Östrogen um die Rezeptorstellen wirbt) wird oft Frauen nach einer Brustkrebsoperation verschrieben, um einem Krebsrezidiv vorzubeugen.

Man weiß, daß eine Schwangerschaft, die vor dem Alter 25 — 30 Jahre auftritt, eine Schutzwirkung vor Brustkrebs hat.

Nur die erste, voll ausgetragene, frühe Schwangerschaft verleiht Schutz. Frauen, die ihre erste Schwangerschaft vor dem Alter von 18 Jahren erleben, haben ungefähr ein Drittel des Risikos von Frauen, die ihr erstes Kind nach 35 gebären. Unterbrochene Schwangerschaften (einschließlich spontane Fehlgeburten) bieten keinen Schutz und erhöhen in Wirklichkeit das Risiko von Brustkrebs.

Kinderlose Frauen haben ein erhöhtes Krebsrisiko gegenüber Frauen mit Kindern.

Bei Frauen, denen vor dem Alter von 30 Jahren die Eierstöcke entfernt wurden (Oophorektomie), ist die Gefahr für Brustkrebs wesentlich verringert.

Die Schutzwirkung einer frühen Eierstockentfernung wird durch die Verabreichung von Östrogen umgekehrt.

Die Behandlung von Männern mit Östrogen wegen eines Prostatakrebsleidens oder nach einer transsexuellen Operation steht in Zusammenhang mit einem erhöhten Risiko für Brustkrebs.

Industrielle Schadstoffe mit einem starken Östrogeneffekt, sogenannte Xeno-Östrogene, werden als um sich greifende Umweltgefahr und als ein Faktor für das Auftreten von Brustkrebs angesehen.

Nahrungsfett und Hormone

Eine fettreiche Ernährung erhöht des Serumöstrogen, das weibliche Geschlechtshormon. Man nimmt an, daß erhöhtes Blutserumöstrogen Brustkrebs begünstigt. Bei Vegetarierinnen mit einer Fettaufnahme von 30 Prozent ist das Östrogen allerdings nicht merklich niedriger als bei Frauen mit gemischter Nahrungsaufnahme, die 40 Prozent ihrer Kalorien aus Fett beziehen. Eine Reduktion der Nahrungsfette auf 20 Prozent der Gesamtkalorien scheint zielführender. Durch eine solche Herabsetzung gelang es, bei prämenopausalen Frauen den Östrogenspiegel zu senken. (Boyer)

Gesättigte Fette erhöhen das Risiko für Krebs in Zusammenhang mit Geschlechtshormonen Internationale epidemiologische Studien zeigen einen Zusammenhang zwischen tierischem Eiweiß in der Nahrung und allen vier Krebsarten, die in Beziehung stehen zu den Geschlechtshormonen: Brust-, Eierstock- und Endometriumkrebs bei Frauen und Prostatakrebs bei Männern. In verschiedenen Ländern besteht ein bedeutender Zusammenhang zwischen der Sterblichkeitsrate aufgrund von Brust- oder Prostatakrebs und dem Anteil an tierischen Fetten in der Nahrung. Die Sterblichkeitsrate aufgrund dieser Krebsarten ist am höchsten in Nordeuropa und in den Nationen mit einer großen Bevölkerung nordeuropäischen Ursprungs. Diese Menschen verbrauchen die größten Mengen an gesättigten Tierfetten.

Mittelwerte der Sterblichkeitsrate werden in den südeuropäischen und lateinamerikanischen Ländern beobachtet, in denen eine mittlere Menge an gesättigten Fetten gegessen wird. Der Ferne Osten, wo der Verbrauch von tierischen Fetten niedrig ist, weist die niedrigste Sterblichkeitsrate für Brust- und Prostatakrebs auf.

Nahrungsfette könnten eine direkte Wirkung auf die Aktivität der Geschlechtshormone ausüben, oder indirekt über Prostaglandine und den Stoffwechsel wirken. Menge und Art des Fettes in unserer Nahrung beeinflussen unsere Hormone, besonders den Spiegel von Prolactin, Östrogen und Testosteron. (Hill) Eine Nahrung, die reich an tierischen Fetten ist, begünstigt das Wachstum von hormonproduzierenden Bakterien im Dickdarm. Auch starkes Übergewicht, das üblicherweise das Ergebnis einer fettreichen Ernährung ist, wirkt auf den Hormonspiegel im Körper.
Gesättigte Fette steigern den Cholesterinspiegel im Blut. Cholesterin ist die Vorstufe aller Hormone. Ungefähr 1000 Milligramm gesättigter Fette haben die gleiche Wirkung auf den Blutcholesterinspiegel wie 25 Milligramm Nahrungscholesterin. Gesättigte Fette fördern auch eine verstärkte Blutgerinnung, die das Auftreten von Herz- und Schlaganfällen, Gangrän, Lungenembolie, Thrombosen, Hämorrhoiden und Blutgerinnsel in den Blutgefäßen der Beine begünstigt. (Dyerberg, O’Brian)
Bei Frauen treten mit an Tierfetten reicher Ernährung häufig die folgenden Veränderungen auf

  1. Das Einsetzen der Reife bei jungen Frauen erfolgt früh.
    Mädchen mit fettarmer Ernährung beginnen ihren Menstruationszyklus ungefähr im Alter von 16 Jahren; Mädchen mit fettreicher Ernährung beginnen mit 12 oder früher.
  2. Das Klimakterium erfolgt bei hohem Fettanteil ungefähr um vier Jahre später (mit 50 Jahren im Gegensatz zu 46 Jahren).
  3. Die Regelblutungen erfolgen in größerem Abstand zueinander, dauern länger und sind schmerzvoller und stärker bei einer großen Zufuhr von Fetten.
  4. Ein erhöhter Spiegel dieser gebildeten Hormone könnte als eine Ursache für Brustkrebs angeführt werden.

Fettreiche Ernährung bewirkt auch bei Männern hormonelle Veränderungen und eine frühe Reife, doch sind die Wirkungen nicht ganz so offensichtlich. Es könnte interessant sein, über die Auswirkungen einer solchen frühzeitigen Entwicklung des sexuellen Verlangens und der Fortpflanzungsfunktionen bei Kindern auf unsere Gesellschaft zu spekulieren.

Auswirkungen von Medikamenten und Ernährung auf Östrogen
Grapefruit erhöht den Östrogenspiegel

Eine schwedische Studie zeigte, daß im Grapefruitsaft entdeckte Substanzen, insbesonders Flavonoid-Glycoside, mit dem Stoffwechsel von Östrogen und anderen Steroiden zusammenwirken. Nach Verabreichung von Grapefruitsaft stieg der Spitzenwert der Östronkonzentrationen (zwischen 2-6 Stunden nach der Tabletteneinnahme) bei ovariektomierten Frauen nach einer einzigen oralen Dosis von 2 mg mikronisiertem 17 Beta-Östradiol signifikant an. Kombiniert gemessenes Östrogen (d.h. Östradiol und Östron) stieg ebenfalls signifikant an.

Diese Studie bewies, daß Grapefruitsaft den Stoffwechselabbau von Östrogenen steigern und die bioverfügbaren Mengen von 17 Beta-Östradiol und seines Metaboliten Östron erhöhen kann, vermutlich durch oxydativen Abbau von Östrogenen. Dieses Zusammenwirken mit Nahrung könnte ein Faktor sein für die individuellen Schwankungen von 17 Beta-Östradiol, Östron und Östriol in den Serumkonzentrationen nach Verabreichung von 17 Beta Östradiol an Patienten. (Schubert)

Ascorbinsäure und Acetaminophen erhöhen Östrogen

Die Östrogenkonzentrationen können durch Ascorbinsäure (Vitamin C) und durch Acetaminophen, die mit Östrogen an der Darmwand konkurrieren, gesteigert werden. Theoretisch können Probleme auftauchen, wenn diese Substanzen plötzlich abgesetzt werden. (Shenfield)
Antihistaminika senken das Östrogen, jedoch nicht das Progesteron
Seldane® (Freiname Terfenadin) ein rezeptfrei erhältliches Antihistaminikum zur Minderung von Allergiesymptomen, zeigte eine senkende Wirkung auf den Östrogen- und Progesteronspiegel. Histamin hat einen direkten stimulierenden Effekt auf die Steroidproduktion des Körpers.

In einem Versuch an der Frauenuniversitätsklinik in Tübingen wurde die Produktion von Progesteron und Östradiol sowohl bei Vorhandensein als auch bei Fehlen von Histamin und Terfenadin gemessen. Histamin stimulierte eine dosisabhängige Steigerung der Östradiolsekretion. Diese Reaktion wurde spezifisch durch das Antihistaminikum Terfenadin blockiert. Die Progesteronproduktion als Reaktion auf die Histaminstimulierung war unabhängig von der Dosis. Diese Wirkung könnte eine physiologische Rolle im Menstruationszyklus spielen. (Bodis)
Aus dieser Information kann man folgern, daß eine AntihistaminikaMedikation wie Seldane® die Wirksamkeit von Verhütungspillen herabsetzen oder in das hormonelle Gleichgewicht
eingreifen, und möglicherweise zu Menstruationsstörungen beitragen könnte.

Antibiotika verringern die Wirksamkeit von oralen Kontrazeptiva

Die Wirksamkeit von oralen Kontrazeptiva kann durch verschiedene Medikamente beeinflußt werden. Die Archives of Dermatology (März 1994) veröffentlichte einen Brief mit dem Titel „Häufigkeit von Schwangerschaften bei Aknepatienten bei gleichzeitiger Einnahme von Antibiotika und oralen Kontrazeptiva” (London) Dieser Brief enthüllt das Ausmaß der damit zusammenhängenden Probleme.
Eine beeinträchtigte Wirksamkeit von oralen Verhütungsmitteln führt zu Zwischenblutungen oder zur Schwangerschaft. Die Wirksamkeit könnte durch eine Beeinträchtigung ihres enterohepatischen Kreislaufs verringert werden. Dies könnte zurückzuführen sein auf eine Absorption von Östrogenkonjugaten oder auf eine unzureichende Darmflora. Breitspektrumantibiotika wie Ampicillin oder Neomycin zerstören ohne Unterscheidung Bakterien im Körper, nicht nur diejenigen, welche die Infektion oder die Störung verursachen. (Bolt) Ohne eine gesunde, normalerweise vorhandene Darmflora ist die Verdauung und Aufnahme alles andere als optimal.

In der Regel werden Östrogene (nicht jedoch Progesteron) in der Leber verstoffwechselt und anschließend wieder in der Kreislauf eingebracht. Antibiotika könnten diesen Vorgang stören, indem sie den Plasmaspiegel der aktiven Östrogenhormone senken. Es ist nicht sicher, ob dies für alle Frauen oder nur für eine Untergruppe zutrifft. Wirkstoffe gegen Pilze können ebenfalls den Stoffwechsel von Östrogen behindern und seine Plasmakonzentrationen erhöhen. Orale Verhütungsmittel können auch den Stoffwechsel oder die Aktivität anderer therapeutischer Mittel stören. Orale Kontrazeptiva können den Stoffwechsel von anderen Medikamenten
bewirken, die glucuronidiert werden, einschließlich mancher Benzodiazepine (wie z.B. Valium®) oder Analgetica. Die klinische Bedeutsamkeit dieser Art von Zusammenwirken ist auch unbekannt.
(Shenfield)

Ein Wort zu Verhütungspillen

Verhütungmittel, die eine Kombination von unterschiedlichen Mengen synthetischen Östrogens und Progesterons enthalten, hemmen die Bildung natürlicher Hormone. Sie wirken durch eine Unterdrückung der normalen Zusammenarbeit der Geschlechtshormone und der Hypophyse. Die Verwendung von Verhütungspillen bewirkt mehr als eine unnatürliche Deregulierung der Hormone:

Kontrazeptiva erhöhen die Triglyceride, oft bis zu einem abnormalen Niveau. Regelmäßig eingenommene Verhütungsmittel erhöhen die Gefahr eines Schlag- oder Herzanfalles, weil sie alle anderen Lipide bis zu 30 Prozent und mehr steigern. Die Pille ist bewiesenermaßen und wie allgemein anerkannt ein Entstehungsfaktor bei zerebrovaskulären und Herzerkrankungen. Sie erhöht das Risiko für manche Krebsformen, bewirkt eine lange Reihe von Ernährungsproblemen und steht stark im Verdacht, eine Ursache für Diabetes zu sein.

Manche Kombinationen von Progesteron und Östrogen sind schlimmer als andere. Norethidron-Ethynodiol-Diacetat und Nestrarol erhöhen die Triglyceride und senken das Cholesterin. (Fruchtbarkeit und Unfruchtbarkeit) Wenn Sie einen hohen Cholesterinwert oder andere erhöhte Lipide haben, sollten Sie keine oralen Kontrazeptiva verwenden. Wenn Ihr Blutdruck die Normalgrenze bereits übersteigt, könnte eine Verhütungsmedikation ihn weiterhin steigen lassen.

Frauen, welche Verhütungspillen verwenden, leiden öfters an Scheidenentzündungen. Man nimmt an, daß die Pille eine durch normale Hormone bewirkte Schleimhautbildung hemmt, welche eine Infektion verhindern würde. (Lee) (DHEA verstärkt diese Schleimhaut)
Wenn die Pille so gefährlich ist, warum nehmen so viele Frauen sie dann immer noch?

Unglücklicherweise werden zum Großteil die schlechten Auswirkungen der Verhütungspillen (und anderer synthetischer Hormonanaloge und vieler Medikamente) durch die medizinischen und pharmazeutischen Vereinigungen herabgespielt. Das ist bequem, und viele sind einfach schlecht informiert. Die Ärzte warnen die Frauen nicht vor den Möglichkeiten von Scheidenentzündungen, Blutgerinnseln und Schlaganfällen oder sogar vor der Möglichkeit des Todes.

Natürliche Hormonsubstitutionstherapie und DHEA

Die Menopause steht in Zusammenhang mit einer Verringerung des DHEA-Spiegels. In einer Studie betrug der durchschnittliche Plasmaspiegel von DHEA bei Frauen vor der Menopause 542, bei Frauen nach der Menopause 197 und lediglich 126 bei Frauen, denen die Eierstöcke operativ entfernt worden waren. (Monroe) In einer Gruppe von Frauen zwischen 55 und 85 Jahren gab es eine bedeutsame Verbindung zwischen dem Serumspiegel von DHEAS und der Knochendichte der Wirbelsäule. (Wild) Frauen mit einem höheren DHEA-Spiegel wiesen eine höhere Knochendichte auf als jene mit einem niedrigen DHEA-Spiegel.

Bei jungen Frauen sind die Eierstöcke verantwortlich für 50 Prozent der Androgenproduktion, der Rest stammt aus einer Umwandlung von DHEA. Mit zunehmendem Alter bleibt der Eierstock trotz Östrogenverlust in der Lage, Androgene zu synthetisieren. Die klinische Östrogensubstitution trägt allerdings nicht zur Wiederherstellung des DHEA-Spiegels bei; somit ist es naheliegend anzunehmen, daß die ovarielle Funktion eine östrogenunabhängige Rolle bei der Regelung der DHEA-Produktion
erfüllt. (Cumming) Das Entfernen der Eierstöcke erwies sich als bedeutsam für die Verstärkung der altersbedingten Abnahme des DHEA-Spiegels. Diese ist jedoch wahrscheinlich ein Zeichen von Veränderungen in den Nebennieren. Die Tragweite dieser Feststellung legt nahe, daß die anderen Androgene, deren Spiegel trotz Alterung ziemlich stabil ist, eine mehr psychologische Bedeutung haben für die Erhaltung eines jugendlichen Überlebens, die über ihre Rolle als Sexualsteroide hinausgeht.

Hormonsubstitutionstherapie nach der Menopause

Eine neuere Studie mit postmenopausalen Frauen kam zu der Folgerung, daß DHEA eine Östrogentherapie unterstützt. DHEA schützt gegen Neoplasie, Osteoporose und Herzerkrankungen, und DHEA sollte wirksam sein in der Behandlung der Funktionsabnahme infolge der Menopause. (Buster) Orale Gaben von zusätzlichem DHEA erwiesen sich als sehr wohltuend. Gesunde Frauen, denen DHEA verabreicht wurde, wandeln dieses rasch in Östrogene um und bewirken dadurch eine vorübergehende Erhöhung des Spiegels um 300-500 Prozent.

Auch der Testosteronspiegel steigt vorübergehend um 300-400 Prozent.
Diese Wirkungen treten nur dann auf, wenn der Körper eine solche Umwandlung benötigt. Daher ist zusätzliches DHEA nicht schädigend und weit sicherer als die Einnahme von synthetischen Hormonen oder Steroiden. Dr. Joel Hargrove untersuchte die Sicherheit und Wirksamkeit von „natürlichem” Östradiol (E2) und Progesteron bei Frauen in der Menopause, die mittlere bis schwere Symptome aufwiesen, im Vergleich zu Frauen mit synthetischen Analogsubstanzen. Er fand die folgenden Ergebnisse:

  • Die Östrogene stiegen in beiden Gruppen signifikant von der Grundlinie an.
  • Progesteron nahm bei der natürlichen Gruppe signifikant über die Grundlinie hinaus zu, veränderte sich jedoch nicht bei der synthetischen Gruppe.
  • Bei allen Frauen auf E2 und Progesteron ergab sich eine Abnahme des Gesamtcholesterins und eine Zunahme des HDLCholesterins.
  • Jene mit synthetischen konjugierten Östrogenen und Progesteronacetat zeigten keine wesentlichen Veränderungen von der
    Grundlinie beim Gesamtcholesterin; sie hatten jedoch eine Zunahme beim HDL (Lipoproteine niedriger Dichte) Cholesterin.
  • Nach 6 Monaten kamen in der E2- und Progesterongruppe keine Gebärmutterblutungen mehr vor. Bei vier von fünf Frauen mit synthetischen Substanzen dauerten regelmäßige Entzugsblutungen während der gesamten Studiendauer an, es kam jedoch zu keiner Entwicklung von Endometriumzellen.

Diese Studie belegte, daß die tägliche Verabreichung einer Kombination von mikronisierten E2 und Progesteron bei Frauen in der Menopause zu einer symptomatischen Verbesserung mit minimalen Nebenwirkungen, einem verbesserten Lipidprofil und Amenorrhö ohne abnormale Wucherung von Endometriumzellen führt. (Hargrove)

DHEA und Schwangerschaft

Während einer Schwangerschaft wird DHEA sowohl vom fötalen als auch vom mütterlichen Stoffwechsel abgeleitet. Während der letzten Schwangerschaftswochen nimmt das mütterliche DHEA um ein Drittel ab, während die adrenale DHEAProduktion des Foetus steigt. Fötusmembranen oder die Plazenta spielen vielleicht eine Rolle im Stoffwechsel von DHEA. Versuche mit DHEA wurden angewendet bei dem Versuch, eine
Wachstumsverzögerung beim Foetus darzustellen. Eine Abnahme von DHEA in der Plazenta bei Frauen mit einer schweren Präeklampsie könnte die Abnahme des Plasma- und Urinspiegels von Östrogen bei Frauen mit eben diesem Problem erklären. Der DHEA-Spiegel ist bei Frauen mit zervikaler Reifung vor dem Einsetzen der Wehen erhöht.

DHEA und Haarwuchs

Die Rolle von DHEA beim Haarwuchs wurde mit Hirsutismus3 oder mit Haarausfall bei Frauen in Zusammenhang gebracht. Eine Verbindung zwischen dem Spiegel von DHEA und männlicher Kahlheit existiert bei jungen Männern. Das Haar enthält große Mengen von DHEA. Die hohen Konzentrationen von DHEA oder von Testosteronsulfat, die im Haar
gefunden wurden, entsprechen einer Funktion der anliegenden Schweißdrüsen, während vorgefundene freie Steroide von den Talgdrüsen abgeleitet werden. DHEA und AED könnten Schlüsselfaktoren sein, um dem durch das G-6-PD -Enzym verursachten

Haarausfall vorzubeugen.

Bei Patienten mit Hirsutismus führt die Unterdrückung der ACTH-Produktion mit Dexamethason zur Abnahme der Androgen/ DHEA-Produktion und zu einem verzögerten Haarwachstum. DHEA stimulierte den Haarwuchs bei Mäusen und Meerschweinchen, obwohl es bei längerer Verabreichung das induzierte Wachstum von „Nasenhaaren” blockierte.
Die Haut enthält die Enzyme, die erforderlich sind zur Umwandlung von DHEA in Dihydrotestosteron oder Testosteron. Als Beleg findet sich ein höherer Spiegel bei Patienten mit Akne. Es besteht eine Verbindung zwischen dem Spiegel von DHEA und den Androgenen und zwischen Akne und Behaarungsdichte bei Männern. Es gibt auch einen Zusammenhang zwischen männlicher Kahlheit und dem DHEA-Spiegel.

Während berichtet wurde, daß DHEA bei vielen Personen die Libido erhöht, lieferten klinische Versuche noch keinen endgültigen Beweis hierfür. DHEA ist in Diskussion hinsichtlich der weiblichen und männlichen Reproduktionsfähigkeiten und in bezug auf andere hormonabhängige Zustände wie Prostatakrebs oder Menopause. Letzeres wird mit einer Abnahme des DHEA-Spiegels in Zusammenhang gebracht. DHEA wird als eine mögliche sicherersicherere Alternative zu einer Hormonsubstitutionstherapie diskutiert.

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