Dehydroepiandrosteron

DHEA (Dehydroepiandrosteron) ist eine steroidähnliche, durch die Nebennierenrinde abgesonderte Substanz, die reichlich vorhanden, jedoch nur ungenau erforscht ist. Sie zirkuliert im Blutstrom in tausendfach größeren Mengen als die beiden Sexualhormone Östrogen und Testosteron. Alle spezifischen Körperfunktionen dieser Substanz sind noch nicht endgültig klar.

DHEA ähnelt in der Struktur anderen Steroidhormonen (wie Östrogen, Progesteron, Testosteron), besitzt jedoch ein eigenes biologisches Wirkungsspektrum. DHEA kann in andere Hormone umgewandelt werden, einschließlich Östrogen, Testosteron und Cortison, doch es nicht einfach nur ein „Pufferhormon”, ein Vorrat, auf den die Nebennieren zurückgreifen können, um mehr von diesen anderen Hormonen zu produzieren. Wissenschaftler zeigten, daß die Zellen spezifische DHEA-Rezeptoren besitzen, deren einzige Funktion es ist, DHEA zu binden. Dies beweist, daß DHEA mehr als nur ein Pufferhormon ist und daß es im Körper eigene Funktionen erfüllt.

Mehr als 90 Prozent von DHEA wird vor der Zirkulation zu DHEA-Sulfat (DHEA-S) umgewandelt. DHEA-S kann zu DHEA rückverwandelt oder in andere Hormone umgewandelt werden, oder aber die Produktion von anderen Hormonen durch die Eierstöcke, die Hoden usw. stimulieren. DHEA und DHEA-S sind zum Großteil funktionell austauschbar. Es gibt einige grundlegende Unterschiede, die später angeführt werden.
Im Körper ist DHEA in größeren Mengen vorhanden als jedes andere Hormon. Der Spiegel ist am höchsten um das Alter von 21 Jahren herum und nimmt langsam mit den Jahren ab. Die Produktion von DHEA kann bis zum Alter von 75 bis zu 80-90 Prozent abnehmen.

Man weiß, daß DHEA in Östrogen, Testosteron, Progesteron, Cortison und in viele andere Steroidhormone umgewandelt wird oder deren Produktion bewirkt, wie sie der Körper braucht. In einem gewissen Sinne kann DHEA als eine Hormonvorstufe als „Mutterhormon” bezeichnet werden. Es wirkt auch als Pufferhormon, das mit anderen Hormonen zusammenwirkt. DHEA
kommt in hoher Konzentration im Gehirn vor. Viele seiner Wirkungen stehen in Zusammenhang mit dem Nervensystem, von dem das Gehirn den Kern darstellt. Dies könnte zu der Annahme führen, daß zumindest einige der Hirnfunktionen mit ihm zusammenhängen.

Anormale DHEA Muster im Körper begleiten mehrere Krankheitszustände und Funktionsstörungen, oder liegen ihnen zugrunde. Darunter chronische Depression, chronische Infektionen, Osteoporose, AIDS, Hypoglykämie, Über- und Unterfunktionen der Nebennierenrinde, Stressreaktionen, viele Krebsarten, Fettleibigkeit, Schilddrüsenunterfunktion und Alzheimer Krankheit.

Einige Fakten zu DHEA:

DHEA wird in Östrogen, Testosteron, Cortison und viele
andere Hormone umgewandelt oder stimuliert deren Produktion,
wenn sie der Körper braucht

Der Spiegel der DHEA-Produktion im Körper ändert sich in
Zusammenhang mit Stress, Fieber, plötzlich niedrigem Blutzucker
und Krankheitszuständen. Der DHEA-Spiegel ist niedriger
bei Rauchern als bei Nichtrauchern, und niedriger bei schweren
Trinkern als bei Nichttrinkern.

Sowohl Verhütungspillen als auch andere synthetische Hormone verringern DHEA.

Der Spiegel von Speichelsteroiden spiegelt genau den fluktuierenden
DHEA-Spiegel im Körper.

Die Konzentration von DHEA im Speichel beträgt etwa 0,1 Prozent seiner Konzentration im Plasma.

Männer produzieren ungefähr 31 mg DHEA pro Tag, Frauen ungefähr 19 mg.

Aufgrund seiner langsamen Ausscheidung über Leber und Nieren besitzt DHEA eine lange Halbwertszeit von 8 bis 11 Stunden.

Im Gehirn finden sich sehr hohe Konzentrationen von DHEA, welche denen in der Nebennierenrinde gleichkommen.

Abnormale DHEA Muster begleiten verschiedene Krankheiten und Störungen oder liegen denselben zugrunde.

Als Zusätze gibt es DHEA-S, welches rezeptpflichtig ist, und freies DHEA, das rezeptfrei erhältlich ist.

DHEA bietet einen alternativen Weg

DHEA ist eine Hauptader von etwa 10 verschiedenen Steroidhormonen, die mit Jugend zusammenhängen. Wir alle wissen, daß Frauen mit zunehmenden Alter an einer verminderten Östrogenbildung und Männer an einer herabgesetzten Testosteronproduktion leiden. Die Hormonersatztherapie, welche Frauen mit synthetischem Östrogen und Männer mit synthetischem Testosteron versorgt, scheint bei manchen, mit dem Altern verbundenen Problemen Erleichterung zu verschaffen. Da jedoch so viele verschiedene Hormone durch den Körper zirkulieren, bewirkt der Ersatz von nur einem oder zwei Hormonen ein Ungleichgewicht und es treten Nebenwirkungen auf.

Während sich bei Östrogen günstige kardiovaskuläre Effekte zeigten, üben Gestagene eine schädliche Wirkung auf die Blutlipide aus, indem sie LDL-Cholesterin erhöhen und HDL-Cholesterin herabsetzen. Ohne Gestagen steigt bei längerer Östrogentherapie das Risiko für Endometriumkrebs. Kurz, der Schlüssel ist das Gleichgewicht aller zirkulierenden Hormone. Auf lange Sicht fördert ein Ungleichgewicht Krankheit und Altern.
DHEA bietet einen alternativen Weg zu den Keimdrüsenhormonen wie Testosteron, Östrogen und auch Cortison. Es wird für mindestens 18 verschiedene Steroidhormone benötigt. Es ist selbstregulierend. Nur die notwendigen Hormone werden produziert. Wenn man sich das Flußdiagramm anschaut, sieht man, daß bei unzureichendem Progesteron die Hormonsynthese durch den alternativen DHEA-Weg stimuliert werden kann.

Zusätzlich zu seiner Funktion als Vorstufe in der Testosteronund Östrogenbildung wurde in Mensch- und Tierstudien gezeigt, daß zusätzliches DHEA viele altersbedingte Symptome vermindert und bei Nagetieren die Lebensspanne dramatisch verlängert.
Dies kann zum Teil durch seine Auswirkungen auf die Hormonsynthese bedingt sein, doch besitzt DHEA auch zusätzliche biologische Eigenschaften.
DHEA wird derzeit eingehend als Behandlung gegen Übergewicht bei Frauen und hinsichtlich seiner Wirkungen gegen Krebs untersucht.

DHEA: Biologische und klinische Wirkungsweise

Im Körper wirkt DHEA durch die Steroide, welche es bildet, und auch unmittelbar durch seine eigenen Zellrezeptoren.

DHEA beeinflußt das gesamte endokrine System, indem es Enzyme hemmt oder aktiviert. Das heißt, es kann die Bildung von anderen Hormonen stimulieren, darunter von besonderer Bedeutung, die Bildung von Östrogen durch die Eierstöcke und von Testosteron durch die Hoden.

DHEA zeigte in vielen ausführlichen Studien ein breites Nutzenpotential hinsichtlich der Vorbeugung von Krebs und in bezug auf Tumorwachstum, Strahlung, Haut, Haar, Altern, Prolaktin, Schwangerschaft, Hochdruck, Schilddrüsenfunktion, Knochenwachstum sowie eine Wirkung auf Verhalten und Reaktionen
im Zentralnervensystem.

Antialterungseffekte von DHEA

DHEA ist dabei, sehr schnell als Antialterungs-Wunder des 21. Jahrhunderts bekannt zu werden. Es erreicht seine höchste Konzentration während der Pubertät und nimmt mit zunehmendem Alter des Körpers ab. Es wird für mindestens 18 verschieden Steroidhormone benötigt, die mit Jugend zusammenhängen, darunter Östrogen, Progesteron, Cortison und Testosteron. Die Spiegel dieser Hormone nehmen mit dem Alter ab. Studien zeigen, daß bei männlichen Personen injiziertes Testosteron (synthetisches, natürlich) tatsächlich dramatisch das biologische Alter und somit viele Alterssymptome herabsetzen kann. Das gleiche gilt für Frauen und Östrogen. So entstand die Therapie der Hormonsubstitution. Oder noch besser, die Einführung von DHEA. Große Aufregung wurde hervorgerufen, als Dr. Arthur Schwartz, ein Biochemiker an der Temple University, in den späten Achtzigerjahren Mäusen DHEA verabreichte und eine beachtenswerte Umkehr des Alterns beobachten konnte: alte Mäuse gewannen jugendliche Kraft zurück, und ihr Pelz erlangte wieder seine

frühere glatte und glänzende Struktur; beginnende Krebserkrankungen, natürlich auftretend oder durch künstliche Mittel hervorgerufen, verschwanden; fettleibige Tiere erreichten wieder Normalgewicht; die Immunreaktion wurde erhöht; und Tiere mit Diabetes zeigten drastische Verbesserungen. Die Jagd nach einer Patentversion des DHEA Moleküls begann, obwohl die ursprünglichen Substanzen bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Deutschland patentiert worden waren.

DHEA übt eine vielfache Wirkung auf den Körper aus

DHEA wird durch den Körper in andere Hormone umgewandelt und agiert somit als ein Vorläufer oder eine Hormonvorstufe. DHEA wurde als „Pufferhormon” bezeichnet, das mit anderen Hormonen zusammenwirkt. DHEA steht am Beginn der Sexualsteroide sowie anderer zusätzlicher Hormone, die eine breite Vielfalt an physiologischen Funktionen erfüllen. Wenn der Spiegel von insbesondere dem Sexualhormon niedrig ist, kann DHEA dessen Bildung entweder durch die betreffende Drüse (Eierstöcke oder Hoden) oder durch Biosynthese stimulieren. Die vielfältige Wirkung dieses Hormons gründet auf der besonderen physiologischen Gegebenheit des Individuums. DHEA scheint in sehr verschiedenen Systemen gegen eine Vielfalt von Zielscheiben zu wirken, abhängig vom Zustand des Wirtes. DHEA reguliert Diabetes, Fettleibigkeit, Karzinogenese, Tumorwachstum, virale und bakterielle Infektionen, Stress, Schwangerschaft, Hochdruck, die Einheit von Collagen und Haut, Müdigkeit, Depression, Gedächtnis und Immunreaktionen.

Die bekannten Wirkungen von DHEA umfassen:
Reguliert Hormone durch spezifische oder unspezifische Hormonrezeptoren
Hemmt ein antiproliferierendes Enzym, G-6-PD
Erhöht den Fettstoffwechsel durch Thermogenese
Setzt den Essensdrang herab, möglicherweise durch seine Wirkung auf Insulin
Vermindert Stress
Stimuliert T-Lymphozyten /steigert die Produktion von Interleukin
Anti-Osteoporose Wirkung/verbessert die Kalziumresorption
Anti-entzündlich

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