DHEA

Hintergründe und vorläufige Ergebnisse Dehydroepiandrosteron (DHEA, Pasteron) ist ein körpereigenes Steroidhormon, das beim Mann ausschließlich in der Nebennierenrinde produziert wird. DHEA ist die metabolische Vorstufe der Sexualhormone (Androgene, Estrogene) beider Geschlechter und wird deshalb als Prohormon bezeichnet. Die maximale Plasmakonzentration (individuell) erreicht man mit ca. 25 Jahren. Von da an nimmt die zu Verfügung stehende Menge DHEA im Blutplasma stetig ab. Die Tatsache, dass DHEA die Vorstufe der Sexualhormone ist und die Plasmakonzentration ca. ab dem 25. Lebensjahr abnimmt, hat dazu geführt, dass man vor allem in den USA dieses Prohormon zum Zweck einer „Anti-Aging”-Idee einsetzt. Das Prohormon ist in den USA als NEM frei erhältlich, in der BRD gibt es kein zugelassenes Medikament, das DHEA als einzige Substanz enthält. Entgegen der Angaben aus Studien, die zu Werbezwecken durchgeführt wurden, ist bisher nur wenig über die Effekte einer DHEA-Supplementation (USA) bewiesen. Einigkeit herrscht nur darüber, dass die Einnahme von DHEA bei einer unnatürlich niedrigen Plasmakonzentration z. B. durch eine Unterfunktion der Nebennierenrinde einen therapeutischen Effekt haben kann. Alles andere befindet sich noch in der Diskussion. Dabei ist insbesondere die durch das Altern zurückgehende Plasmakonzentration von DHEA nicht als „Erkrankung” anzusehen. Wurde das Prohormon in diesem Zusammenhang in Studien vergeben, stieg zwar die Plasmakonzentration von DHEA, aber die Konzentration der Sexualhormone stieg entweder nicht an, oder der Anstieg wurde als nicht signifikant eingestuft. Es konnte auch bisher kein grundlegender Zusammenhang (Kausalität) zwischen den Formen der ED und der Plasmakonzentration von DHEA nachgewiesen werden. Bei anderen Studien wurde Probanden mit einer ED (psychogen, organisch) 30-50 mg DHEA über 8-24 Wochen gegeben. Die gesamten Hormonwerte aller Probanden lagen beim Studienstart innerhalb normaler Parameter, und beim Ende der Studie hatte das verabreichte DHEA nachweislich keinen Effekt auf z. B. die Plasmakonzentration von Testosteron. In Pilotstudien kommt man lediglich zu der Annahme, dass die orale Einnahme von DHEA bei Patienten mit einer nicht organisch bedingten ED und Bluthochdruck helfen könnte. Es wird auch in diversen Schlussfolgerungen (Conclusions) darauf verwiesen, dass die gesammelten Daten noch recht dürftig sind und weitere Studien vonnöten sind, um die Relevanz und Effektivität von DHEA bei der Therapie einer ED einschätzen zu können.

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