Cordyceps – Der Energiespender

Cordyceps sinensis

 

Der so genannte Raupenpilz, wächst im tibetische Hochgebirge und wird in China seit über “1200 Jahren” für medizinische Zwecke verwendet. Diese Pflanze wurde als “Wundermittel” bezeichnet, als “Gabe Gottes”. Unter den chinesischen Heilern war Cordyceps dafür bekannt, dass es vielerlei Beschwerden lindert. Das chinesische Cordyceps (lat. Cordyceps chinesis) wird von den Botanikern zu den Pilzen gezählt. Es wächst endemisch im tibetischen Hochgebirge in einer Höhe von ca. 3500m.
Biologisch ist Cordyceps ein sehr wesentlicher Informant, hinsichtlich seiner sehr wichtigen Inhaltsstoffe. Dieser Pilz ist reich an Nährstoffen sowie spezifischen biologisch aktiven Komponenten. Daher wird er auch als Mittel zur Erhaltung und Erhöhung der Gesundheit und des biologischen Haushaltsumsatz des Organismus verwendet. Cordyceps wird aus den Mizellen (Pilzkörper) des natürlichen chinesischen Cordyceps unter Anwendung moderner biologische Separierungsverfahren hergestellt. Nach dem Gärungsprozess wird die gewonnene Masse sublimiert, zerkleinert und das Pulver in Kapseln verpackt.
Cordyceps” ist angezeigt bei folgenden Erkrankungen und Zuständen:

Erkrankungen der Atmungsorgane

Bronchitis, Lungenentzündung, Bronchialasthma, Lungenemphysem, Tuberkulose u.a.

Herz- und Gefäßerkrankungen

Koronarsklerose / ischämische Herzkrankheit / Angina pectoris / Herzinfarkt / erhöhtes Risiko einer Thrombusbildung.

Erkrankungen des Urogenital-Systems

mit Schmerzen im Lendenbereich, häufiges Wasserlassen, Pollutionen (unfreiwilliger Samenerguss), schlechte Urinwerte: Glomerulonephritis / Pyelonephritis / Zystitis u.a.

Lebererkrankungen

Hepatitis / Prophylaxe von Leberzirrhose / Verbesserung des Stoffwechsels in den Leberzellen (Hepatozyten) durch verbesserte Versorgung mit Blut und Nährstoffen, wodurch die Entwicklung einer Zirrhose weniger wahrscheinlich wird.

Bluterkrankungen

Thrombozytopenische Purpura (Werlhof-Krankheit), deren typische Anzeichen eine Vielfalt von Blutergüssen auf der Haut sind (Blutfleckenkrankheit), Blutungen aus den Schleimhäuten, als Folge – sekundäre Anämie. Bei Leukosen – Stabilisierung des Prozesses, Übergang in ein bösartiges Stadium wird bekämpft.
Bösartige Tumore in verschiedenen Organen, sogar im späten Stadium der Erkrankung: Verbesserung der Funktion des betroffenen Organs, Bekämpfung des Geschwulstherdes; gerade bei bösartigen und insbesondere auch bei gutartigen Gehirntumoren liefert Cordyceps stabile positive Resultate. Durch Cordyceps wird die Radiotherapie besser vertragen. Vergiftungssymptome sind weniger ausgeprägt und so kann in der Regel die Radiotherapie bis zu Ende geführt und somit die Heilungschance verbessert werden.

Antitoxische Wirkung von Cordyceps

Giftige Stoffe (z.B. Darmgifte, Arzneimittelreste, Radionuklide) werden weitestgehend aus dem Körper entfernt.

Breiter prophylaktischer und gesundheitsfördernder Effekt

Aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin unterstützt Cordyceps die Niere. Die Niere speichert dieser Medizinlehre zufolge unsere gesamte Energie und wird daher als Wurzel des Lebens betrachtet. Nach lang andauernden Erkrankungen und starken Belastungen hilft er bei der Regeneration des Körpers – ein wahrer Energielieferant für Körper und Geist. Diese allgemein stärkenden Eigenschaften wirken sich stimulierend auf das Immunsystem aus. Sein Einsatz als medizinisch wirksamer Pilz wird dadurch gewährleistet, dass er pulverisiert in Kapseln als Nahrungsergänzungsmittel erhältlich ist.

Libido

Cordyceps hat eine anregende Wirkung auf die Geschlechtsorgane, die Produktion von Geschlechtshormonen und auf das bei der Fortpflanzung und dem Geschlechtstrieb beteiligte neurologische System. Dadurch wirkt der Pilz sexuell stimulierend, vergleichbar mit einem natürlichen Aphrodisiakum.

Ausdauer
Ebenso wie die sexuelle Aktivität steigert Cordyceps durch seine vorteilhafte Wirkung auf die Atmungsorgane und das Herz die allgemeine Ausdauer. Die sportliche Leistungsfähigkeit kann damit gefördert werden. Nach dem Sport wirkt der Pilz wiederum regenerierend, da er die Erholungsfähigkeit des Muskelgewebes fördert.
Willensstärke

Cordyceps kann gegen Depressionen eingesetzt werden. Häufige Begleiterscheinungen wie Mangel an Willenskraft, Motivation, Angst, Sorge und ein Gefühl der Leere resultieren aus einer Nierenschwäche. Der Pilz unterstützt die Niere in ihrer Funktion. Studien belegen auch seine stimulierende Wirkung auf die Abgabe von Hormonen der Nebennierenrinde und wirkt dadurch Stresssymptomen entgegen.
Gegenanzeigen: Kinder, Schwangere, Frauen während der Stillzeit.
Wie wirkt der Cordyceps?

Wissenschaftler können nicht sicher sagen wie der Cordyceps zu mehr Energie und Ausdauer verhilft. Man geht von der Theorie aus, dass er dem Körper hilft seine Energie effizienter zu nutzen, indem er die Blutzufuhr zur Leber und anderen Organen erhöht und den Sauerstoffverbrauch verbessert. Die antioxidantischen Eigenschaften des Pilzes helfen anscheinend gegen Müdigkeit.
Weiteres über den Cordyceps

Der Pilz stammt ursprünglich aus Tibet, wo er in einer Höhe bis 5.000m wächst. Sein Preis ist extrem hoch, es werden bis zu 10.000 US-Dollar pro kg bezahlt. Seine natürliche Nahrungsgrundlage ist nicht wie bei anderen Pilzen Holz oder sonstige pflanzliche Substrate, sondern eine Raupenart. Der Cordyceps befällt diese Raupen unter der Erde, tötet sie ab und treibt schließlich seine fingerförmigen Fruchtkörper aus.
Seit einiger Zeit arbeiteten Wissenschaftler daran, den Raupenpilz zu kultivieren, da das natürliche Vorkommen für die weltweite Nachfrage nicht mehr ausreichte! Inzwischen wird das Myzel des Raupenpilzes – das erfreulicherweise sogar die effektiver wirkenden Inhaltsstoffe besitzt – kultiviert und zu Extrakt in Kapselform verarbeitet.

Da nur das Pilzmyzel des Raupenpilzes kultiviert werden kann, ist in erster Linie der Extrakt dieses Myzels im Handel. Es gibt jedoch auch verwandte Arten, wie z.B. Cordyceps militaris, denen nicht diese effektiven Wirkungen zugeschrieben werden, als Pulver im Handel.

Untersuchungen und Studien zu den Inhaltsstoffe und der medizinischen Wirkung

Aufgrund zahlreicher Studien, sind viele positive Wirkungen von Cordyceps auf den menschlichen Organismus bestätigt worden. Besonders die aus der Traditionellen Chinesischen Medizin bekannte Verwendung als phrodisiakum (auch für Frauen) bzw. die effektive Erhöhung der (sexuellen) Ausdauer wurde in einer Studie an der Medizinischen Fakultät in Peking nachgewiesen.
Bei einer Gruppe, die Extrakte aus dem Fruchtkörper des Raupenpilzes erhielt, stellte sich bei 31% der Personen eine deutliche Verbesserung der sexuellen Aktivität ein. Bei einer zweiten Gruppe, die einen Extrakt aus dem Myzel des chinesischen Raupenpilzes erhielt, lag die Rate der signifikanten Verbesserung bei 65%!
Auch von Sportlern wird der Cordyceps gerne genommen, da seine leistungssteigernde Wirkung enorm ist. Die Sportler der chinesischen Olympiamannschaften nehmen den Raupenpilz seit jeher zu sich, um sich von Trainingsanstrengungen schneller zu erholen und vor allem, um ihre Leistung bei den Wettkämpfen effektiv zu erhöhen!

Wissenschaftler gehen davon aus, dass die positive Wirkung des Raupenpilzes auf die Atmungsorgane und das Herz zumindest ein Grund für die Erhöhung der Leistungsfähigkeit und Ausdauer der Sportler ist.

Der Cordyceps hat eine hemmende Wirkung auf ein Enzym namens Monoaminoxidase (MAO), was seine antidepressiven Wirkungen belegt. Bei Medikamenten gegen Depressionen werden ebenfalls MAO-Hemmer eingesetzt.
In der Traditionellen Chinesischen Medizin wird der Raupenpilz auch gegen Blutarmut eingesetzt.

Weitere Forschungsergebnisse

Es gibt nur eine begrenzte Anzahl von Untersuchungen des Cordyceps. Die wenigen Studien, die durchgeführt wurden, wurden von Produzenten von Nahrungsergänzungen gesponsert und die Ergebnisse sind relativ bescheiden. Eine doppelblinde Studie, die 2002 in einem amerikanischen ernährungswissenschaftlichen Magazin (“American Journal of Clinical Nutrition”) veröffentlicht wurde, untersuchte die Energie und Ausdauer von 110 gesunden Erwachsenen. Eine Hälfte von ihnen nahm täglich 3g Cordyceps zu sich, während der Rest ein Placebo verabreicht bekam. Nach 12 Wochen konnte die Cordyceps -Gruppe 2,8% länger Fahrradfahren, als vor der Einnahme des Extraktes. Bei der anderen Gruppe verschlechterte sich die Dauer ihrer Fahrradfahrten um 5,6%. In einer anderen doppelblinden Studie, die 2001 in dem amerikanischen Sportmagazin “Sports&Exercise” veröffentlicht wurde, verabreichten Wissenschaftler 30 männlichen Athleten entweder 4,5g Cordyceps täglich oder ein Placebo.

Die Athleten änderten ihre Trainingsgewohnheiten nicht. Nach sechs Wochen war die Sauerstoffaufnahme der Gruppe, die Cordyceps einnahm, doppelt so hoch, wie die der Placebo-Gruppe. Durch die erhöhte Sauerstoffaufnahme konnten sie effizienter trainieren. In einer anderen Studie, die 1999 im selben Magazin veröffentlicht wurde, nahmen 30 gesunde, ältere Chinesen entweder 3g Cordyceps oder ein Placebo ein. Nach sechs Wochen verbesserte sich die aerobische Kapazität der Cordyceps -einnehmenden Gruppe um 9%, was ihnen laut den Wissenschaftlern zu einem höheren Energieniveau verhalf, während sich der Energiestoffwechsel derer, die das Placebo einnahmen nicht veränderte.
Auszug des Artikels “Boost energy with cordyceps: this Chinese fungus helps athletes go further ” von Rich Gravelin, August 2002, Natural Health
Immunmodulatorische Wirkung von Cordyceps-Inhaltsstoffen auf das kindliche Immunsystem.

Hintergrund

Cordycepin ist eine Substanz aus “Dong Chong Xia Cao”, einem chinesischen Heilmittel, welches in China seit mindestens 400 Jahren eingesetzt wird. Die traditionelle chinesische Medizin spricht “Dong Chong Xia Cao” eine Wirkung auf “Niere” und “Lunge” (jeweils im chinesischen Verständnis) zu. Ein naturwissenschaftlich nachgewiesener Wirkmechanismus, insbesondere aber die wirksame Substanz(en) ist noch nicht vollständig aufgeklärt.

Durch einen klinisch dokumentierten Zufallsbefund wurden wir auf den möglicherweise mildernden Effekt dieses Heilmittels auf Autoimmunerkrankungen aufmerksam. Wir konnten in folge zeigen, daß ein wichtiger Inhaltsstoff des Heilmittels, das Cordycepin, möglicherweise als wirksame Substanz von “Dong Chong Xia Cao” in Frage kommt. In vitro induziert Cordycepin das antiinflammatorische Zytokin IL-10, gleichzeitig wird die Expression von IL-2 (T Cell growth factor) deutlich unterdrückt. Hinsichtlich des Th1/Th2-Modells der T-Zell-vermittelten Immunantwort könnte Cordycepin folglich sowohl die Th2-Antwort fördern als auch gleichzeitig die Th1-Antwort deutlich hemmen – eine Tatsache, die den positiven Einfluss auf ein autoimmunes Geschehen erklären könnte.

Da bislang kaum ein Medikament beschrieben wurde, welches die endogene IL-10 bei klinischer Anwendung erhöht, haben wir begonnen die immunregulatorische Wirkung von Cordycepin und jene des chinesischen Heilmittels mit Blick auf ggf. klinische Einsatzmöglichkeiten eingehender zu untersuchen.
Das Projekt wird durch universitäre Fördermittel unterstützt.

This entry was posted in Cordyceps. Bookmark the permalink.