Bildung von DHEA

Corticotrope Nebennierenhormone (ACTH) und andere, nicht ACTH-regulierende Komponenten kontrollieren die Steroidsekretion der Nebennieren. Äußere Faktoren wie Stress und Krankheit spielen eine signifikante Rolle in der Bestimmung des Ausstoßes (57 Prozent Verminderung vom DHEA-Spiegel infolge eines ACTH-Reizes durch chronischen Stress, 77 Prozent Reduktion bewirkt durch chronische Erkrankung).

Die folgenden inneren Faktoren spielen eine Rolle in der Bildung von DHEA:

Genetik: Ungefähr 65 Prozent der Produktion hängen mit Vererbung zusammen. 24-Stunden zirkadiane Schwankung: erklärt tägliche Fluktuationen von 13 Prozent.
Jahreszeitliche zirkadiane Schwankung: eine Zunahme der Plasmakonzentration von DHEA kann während der Wintermonate beobachtet werden
Alter: Der Spiegel der DHEA Produktion nimmt im Laufe der Pubertät zu, mit einer Spitze zwischen 20 und 25 Jahren. Nach dieser Zeit nimmt die Produktion langsam ab. Eine niedrigere Produktion verschlechtert die Gesundheit und niedrige Spiegel hängen zusammen mit Störungen wie:
Psychosomatische Störungen
Chronische Erschöpfung
Stessbedingte Erkrankungen
Verminderte Immunität
Chronische Infektionen
Osteoporose
Hypoglykämie
Diabetes
Stressreaktion
Schilddrüsenunterfunktion
Alzheimer Krankheit

Alzheimer Patienten weisen einen um 46 Prozent niedrigeren DHEA-Spiegel als altersgleiche Kontrollpersonen auf und haben einen erhöhten Hydrocortisonspiegel. Erhöhtes Hydrocortison erweist sich in Tierstudien als schädlich. Die Zufuhr von DHEA verbessert bekanntlich die Gedächtnisleistung bei alternden Tieren. Der DHEA-Spiegel ist signifikant erhöht bei Männern, welche mindestens fünf Monate vorher eine Herzanfall überlebt hatten. Männer mit mindestens 50 Prozent Coronarverschluß in der Angiographie, jedoch ohne Herzanfälle, zeigten normale DHEA Werte. Der Spiegel von DHEA könnte ein Indikator für zugrunde liegende Schutzeffekte oder selbst eine Schutzsubstanz sein. Anmerkung: Individuen, welche an chronisch erhöhten ACTH und Hypercortison mit Cushing Syndrom leiden, zeigen keinen erhöhten DHEA-Spiegel.
Auswirkungen von Stress auf DHEA Körperliche Tätigkeit: Anstrengende Tätigkeiten wie Laufen, Schwimmen, Fußball, Gewichtheben usw. erhöhen die Serumkonzentrationen von Hydrocortison (Cortisol) und DHEA bei Männern wie bei Frauen. Im Gegensatz dazu zeigen Marathonläufer (1100 km in 20 Tagen) keine Veränderung bei DHEA und eine Rückkehr zu normalen Cortisolwerten nach Beendigung eines 24 bis 40-wöchigen Trainingprogramms.

Hochdruck: Bei klinischen Hochdruckpatienten war die Ausscheidungsrate von DHEA durch den Urin mit 85 bis 95 Prozent im Vergleich zu Kontrollgruppen signifikant herabgesetzt. Weitere Untersuchungen zeigten, daß sich der zirkulierende DHEA-Spiegel bei Hochdruckpatienten von jenen bei altersentsprechenden Kontrollgruppen nicht unterschied.

Emotionaler Stress: Belastende Ereignisse wie frühzeitiger Tod oder operativer Eingriff bei einem Familienmitglied, Krankenhauseinweisung, öffentliches Auftreten, Prüfung der intellektuel-len Leistung oder Umzug bei älteren Menschen drücken die DHEA Produktion herab. Das Cortisol / DHEA-Verhältnis bei Personen mit Panikattacken ist um etwa 50 Prozent herabgesetzt.

Fettleibigkeit: Die Sekretion von Hydrocortison ist bei stark übergewichtigen Menschen erhöht; die Produktionsraten von DHEA sind hier höher als üblich. Die zirkulierenden DHEA-Mengen bleiben jedoch aufgrund einer beschleunigten Stoffwechselausscheidungsrate unverändert.

Die Umleitung der Vorstufen sowohl für Cortisol als auch für adrenale Androgene setzt die Absonderung von DHEA herab. Dies könnte durch ernährungsbezogene Faktoren bedingt sein, durch Stress, Krankheit, chemische Veränderungen durch Medikamente usw. Cholesterin ist einer der Vorläufer für DHEA.

Eßgewohnheiten: Eine vegetarische Diät und die Aufnahme von gesättigten und ungesättigten Fetten beeinflussen den DHEA-Spiegel nicht signifikant. Es wurden jedoch Abnahmen bei anderen Steroiden, wie Androstendion, Extron und Östradiol beobachtet. Medikamente/Drogen: Eine Reihe von Drogen, nicht nur pharmazeutische, sondern auch Alkohol und Tabak, senken den DHEA-Spiegel, vermutlich bedingt durch erhöhten Stress im Körper. Die Einnahme von synthetischen Steroidhormonen verringert ebenfalls den DHEA-Spiegel. Besonders orale Kontrazeptiva haben eine schädigende Wirkung. Alkohol senkt den Spiegel von DHEA und anderen Hormonen Alkohol fügt dem Körper zusätzlichen Stress zu. Alkohol hat verschiedene Auswirkungen auf die Hormonproduktion im Körper. Frauen, die viel tranken, wiesen einen um 39 Prozent niedrigeren DHEA-S Spiegel auf als nicht-trinkende Kontrollgruppen. Zusätzlich war der Testosteronspiegel um 65 Prozent höher, Progesteron dagegen um 23 niedriger. (Valimaki) Es ist bekannt, daß Alkohol die Bildung von Progesteron herabsetzt, besonders während der kritischen Zeit der Schwangerschaft, und man nimmt an, daß Alkohol die Ursache für die zahlreichen damit verbundenen Probleme ist. (Ahluwalia)
Übermäßiges Trinken verringert bekanntermaßen auch die Bildung des Schilddrüsenhormons. (Jimenez)
Kapitelzusammenfassung

DHEA wird von den Nebennieren gebildet und abgesondert. Im Körper zirkulieren größere Mengen von DHEA als von jedem anderen Hormon. DHEA wird in Östrogene, Testosteron, Progesteron, Cortison und in viele andere Steroidhormone umgewandelt oder stimuliert deren Produktion entsprechend den Körperbedürfnissen.

Deshalb wird es als „Mutterhormon” bezeichnet. Eine Reihe von Faktoren können die produzierte Menge DHEA und letztlich auch die Spiegel dieser anderen Hormone verändern. Stress ist ein Hauptfaktor unter jenen, die zum Spiegel unserer DHEA-Produktion beitragen. DHEA besitzt eine Reihe von direkten und indirekten metabolischen Nutzeffekten auf den Körper.

This entry was posted in DHEA. Bookmark the permalink.