Antivirale Eigenschaften der Alpha-Liponsäure

Während sich tierische und pflanzliche Zellen selbst vermehren können, sind Viren dazu nicht in der Lage. Sie veranlassen die Zellen des infizierten Organismus zur Virenvermehrung.

Eine stimulierende Wirkung hat dabei auch wieder NF-KB, dessen Aktivität durch oxidativen Stress erhöht wird. Und bei einer HIV-Infektion liegt nachgewiesenermaßen erhöhter oxidativer Stress vor. Das durch NF-KB aktivierte DNA-Teilstück enthält unter anderem auch Gene des HI-Virus. Deshalb wird die Virenvermehrung durch oxidativen Stress angeregt (Barton 2002).

In einer kleinen Studie mit zehn HIV-positiven Menschen konnte gezeigt werden, dass Alpha-Liponsäure den Gehalt an Vitamin C und Glutathion im Blut erhöhte, die Anzahl der CD4Zellen (T-Helferzellen mit dem immunologischen Marker CD4) anstieg und die Folgen des oxidativen Stresses abnahmen (nach Lands 2001). Besonders interessant für HIV-Patienten ist dabei die erhöhte Konzentration von Glutathion als wichtiges körpereigenes Antioxidans; denn sind die T-Zellen geschädigt, können sie kein Glutathion mehr produzieren und sind freien Radikalen schutzlos ausgeliefert. Bei Betroffenen ist der Gehalt an Antioxidanzien stark reduziert (Packer o. J., Packer und Colman 2000). Außerdem soll Alpha-Liponsäure im Experiment (in vitro) die Vermehrung des HI-Virus hemmen können (Bauer et al 1991, Grieb 1992), und in einer anderen Studie wurde die Senkung der Virenlast bei Patienten (in vivo) nachgewiesen (nach Lands 2001). Diese Resultate könnten mit der dadurch hervorgerufenen Hemmung von NF-KB zusammenhängen.

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