Anabolika und Steroide Grundprogramm f. Athleten, Sportler und Bodybuilder

Ein typisches Grundprogramm besteht aus einem injizierbaren und einem oralen Medikament. Bei dem injizierbaren Anabolikum handelt es sich zumeist um ein Nandrolon- oder Methenolonpräparat. Als Oral wird zum Großteil Oxandrolone verwendet. Die Dosierung bei den injizierbaren Medikamenten liegt zu Anfang bei 6 -8 mg/kg Körpergewicht. Das Oxandrolon wurde in 0,125 mg/kg Körpergewicht eingenommen. Über den 6 Wochen-Zeitraum verringern wir die Ausgangsdosis auf 1/3 oder weniger des Ausgangswertes. Dies alles unter genauer Beachtung der Halbwertszeit (T 1/2) des jeweils verwendeten Medikamentes. Eine Nichtbeachtung derT 1/2 führt zu ungewollten Blutserumspiegeln eines Medikamentes und trägt maßgeblich zum Auftreten von schädlichen Nebenwirkungen bei. In unserem Kapitel Halbwertszeiten werden wir Ihnen eine ausführliche Erklärung des Begriffs und eine leicht verständliche Graphik aller uns bekannten Halbwertszeiten der verschiedenen Medikamente auflisten. Hierbei beziehen wir uns selbstverständlich auf Herstellerangaben. Nun zu unseren Programmen. Das bisher höchst dosierte Steroidprogramm das ich selbst durchführte, bestand aus den folgenden Medikamenten:

injizierbare Steroide pro Woche
Nandrolon Decanoate 800 mg
Testosteron Cypionat 500 mg

injizierbare Steroide pro Tag
Trenboloneundecylenate 30 mg = 1 ml
Stanozololacetat 50 mg = 1 ml
Implant 1 Tablette in Trenbolon aufgelöst
(HGH-Stimulator auf Östrogenbasis, aus der Veterinärmedizin
kommend)

orale Steroide pro Tag
Methandienone 20 x 5 mg
Oxymethonone 3 x 50 mg x 50 mg
HGH-Stimulatoren
Clonidine 0,3 mg pro Nacht
L-Dopa 500 mg pro Nacht
Insulin 24 Stunden Wirkungsdauer 10 IE pro Nacht

Bei diesem Versuch nahm ich in drei Wochen ca. 10 kg zu. Unsere Anabolikapause dauert ca. 2 Wochen an, in dieser Zeit verwenden wir HCG und Clomid. Beim HCG werden zwei bis dreimal wöchentlich 1.500 IE bis 5.000 IE injiziert. Über den Zeitraum von 2 Wochen werden täglich 2 Clomid-Tabletten eingenommen. Sicherlich ist Ihnen aufgefallen, daß ich in Verbindung mit den HGH-Stimulatoren ein Verzögerungsinsulin verwendet habe. Zur Erklärung dessen, muß ich näher auf die spezifischen Hormonwirkungen des HGH eingehen. Hier wären zu nennen:

1. Stimulation des Knorpel- und Knochenwachstums,
2. Stimulation der Proteinsynthese (anabole Wirkung),
3. Mobilisierung des Depotfettes durch Lipolyse (Fettabbau),
4. Hemmung der Glykolyse, die sich in einem Blutzuckeranstieg
(diabetogene Wirkung) äußert

Die letzte Eigenschaft bedeutet im Klartext, daß die Pankreasdrüse zur ständigen Ausschüttung von Insulin veranlaßt wird. Dadurch besteht die G efahr einer Erschöpfung dieser Drüse (Diabetis). Aus diesem Grund erscheint es mir sinnvoll, meinen Insulinhaushalt exogen durch Injektionen zu suplementieren. Um eine exakte Dosis zu bestimmen, müßten natürlich genaue Tests durchgeführt werden. Mit der Gewichtszunahme zeigt sich eine deutliche Verringerung des Körperfettgehaltes. Auch der Kraftzuwachs war „überdimensional”. Den Abbau des Körperfettes bringe ich ausschließlich mit der Verwendung der HGH-Stimulatoren in Verbindung. In der Fachliteratur über HGH ist nachzulesen, daß dieses Hormon eine starke lipotropische (fettabbauende) Wirkung hat. Bei diesem Beispiel handelt es sich um die Darstellung eines Selbstversuchs, nicht etwa um eine Dosierunganleitung zum Anabolikagebrauch. Wir könnten in diesem Kapitel noch unzählige Beispiele desAnabolikagebrauchs aufführen, schon allein deshalb, weil es keine festen Zyklenmuster gibt. Unserer Meinung nach könnten Ärzte und Wissenschaftler uns Sportlern helfen, entweder den Steroidgebrauch sicherer zu machen oder neue Wege zur sportlichen Leistungsteigerung zu erschließen. In den USA z. B. werden momentan die Möglichkeiten der Leistungsteigerung durch Gaben freier L-Form-Aminosäuren getestet. Durch Gaben bestimmterAminosäuren können im Körper nachweisbar wachstums- und kraftsteigernde Reaktionen hervorgerufen werden, die möglicherweise den Anabolikagebrauch überflüssig machen. Dieses Kapitel möchten wir deshalb mit der Bitte an Wissenschaftler, Ärzte und Forscher abschließen, die Forschung auf diesem Sektor zu verstärken.

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