Anabolika bei Frauen

In diesem hochbrisanten Blogposting soll es nicht um die ethische Frage gehen, ob Steroidgebrauch bei Frauen vertretbar ist oder nicht. Diese Frage muss sich jede Frau, die über die Anwendung von Steroiden nachdenkt, selbst beantworten. Dieses Kapitel soll vielmehr eine Hilfe sein, die Hintergründe zu verstehen, die am meisten gemachten Fehler bei der Anwendung zu verhindern und über die manchmal irreversiblen Nebenwirkungen aufzuklären.

Allgemein gilt, dass alle von Männer verwendeten Anabolika auch von Frauen benutzt werden können, allerdings in Bruchteilen der für Männer üblichen Dosierungen. Während ein Mann bei z.B. 500rrig Testosteron Enantat pro Woche kaum Nebenwirkungen bemerken wird, kann eine solche Dosis schwerwiegende Folgen für eine Frau nach sich ziehen.

Am häufigsten tritt dabei eine Stimmvertiefung auf, die irreversibel sein kann. Anfangs nur an einem leichten Kratzen im Hals und einer schnelleren Ermüdung der Stimme bei längerem Reden auszumachen, kann eine Stimmveränderung plötzlich auftreten, was ein sofortiges Absetzen des verwendeten Wirkstoffes notwendig macht, um irreparable Folgeschäden zu vermeiden. Häufig normalisiert sich die Stimme wieder, wenn das entsprechende Steroid an diesem Punkt umgehend abgesetzt wird. Allerdings sind auch viele Fälle bekannt geworden, in denen die Stimmvertiefung trotz sofortigen Absetzens nicht zurückgegangen ist. Besonders Frauen in Sing- und Sprechberufen sollten sich dieses Risikos bewusst sein.

Eine weitere typische Nebenwirkung bei Frauen ist mäßiger bis starker Haarwuchs am gesamten Körper, speziell im Gesicht. Was dabei paradoxerweise auffällt, ist die Tatsache, dass das Kopfhaar jedoch vermehrt ausfällt.

Eine Nebenwirkung, die viele Frauen jedoch als Vorteil betrachten, ist das eventuelle Ausbleiben der Menstruation. Die Steroide greifen so tief in den körpereigenen Hormonhaushalt ein, dass bei sensiblen Frauen manchmal selbst geringste Gaben zum Ausbleiben der Regel führen können.

Frauen, die gerne früher oder später noch Nachwuchs bekommen möchten, sollten erst recht über die Langzeitfolgen nachdenken. Eine chronische Eierstockentzündung ist nämlich genauso möglich wie eine gänzliche Unfruchtbarkeit.

Neben männlicheren Gesichtszügen kann auch eine Klitorisvergrößerung eintreten. Während die Klitoris anfangs nur leicht anschwillt und druckempfindlich wird, kann bei jahrelangem Missbrauch eine irreversible Klitorisvergrößerung bzw. -Verlängerung eintreten. Diese kann unter Umständen einige Zentimeter umfassen. Was sehr interessant ist und bisher kaum Aufmerksamkeit fand, ist die Tatsache, dass diese Vergrößerung erektil ist, d.h. sie füllt sich ähnlich wie der männliche Penis bei Erregung mit Blut und kann so erigieren.

Wenn dann noch das Brustgewebe abnimmt, was bei Verringerung des Körperfettanteils und Umverteilung der Körperzusammensetzung durchaus normal ist, dann kann man in einigen Fällen durchaus von einer Vermännlichung reden.
Aber so weit muss es nicht kommen, wenn man, bzw. in diesem Fall „Frau”, einige grundlegende Dinge berücksichtigt.
Ganz wichtig ist dabei zu beachten, auf die Verwendung stark androgener Steroide entweder zu verzichten oder diese zumindest möglichst gering zu halten. Alle Vermännlichungserscheinungen rühren nämlich von einem hohen Androgenspiegel her, der zwar eine wichtige Vorraussetzung für den Muskelaufbau und die Kraftentwicklung darstellt, jedoch leider auch zu angesprochenen Problemen führen kann. Es empfiehlt sich hier ein gesunder Mittelweg, nämlich die größtmögliche Wirkung bei kleinstmöglichem Risiko, anzustreben.

Depot-Steroide führen zu einer Kumulation des Wirkstoffes im Körper und erhöhen damit die Risiken weiter. Von daher sind Steroide mit Kurzzeitwirkung für Frauen geeigneter. Vorteil bei allen Kurzzeitestern und -Wirkstoffen ist neben der Tatsache, dass sich weniger Androgene im Körper sammeln, die schnelle Handlungsfähigkeit bei eventuell auftretenden Nebenwirkungen.

Sollte sich z. B eine Vertiefung der Stimme einstellen, so kann man einen Wirkstoff wie Oxandrolon sofort absetzen und innerhalb der nächsten paar Tage hat er den Körper dann in der Regel verlassen. Stellen sich jedoch Probleme bei einem Depot-Steroid, wie z. B. Nandrolon Decanoat, mit einer Halbwertzeit von etwa 6 Tagen ein, so muss die restliche Wirkdauer ausgesessen werden, mit der Hoffnung, dass nicht noch mehr unerwünschte Nebenwirkungen eintreten. Als letzte eventuelle Rettung kann an dieser Stelle Spironolacton („Aldacton”) oder Aminogluthethimid („Orimeten”) zum Einsatz kommen, da diese Wirkstoffe erwiesenermaßen den Androgenspiegel senken.

Oxandrolon gehört zu den sichersten Steroiden, die von Frauen angewendet werden können. Leider ist dieser Wirkstoff sehr teuer, selbst wenn mittlerweile reichlich verfügbare Untergrundpräparate gewählt werden. Eine gute Anfangsdosis liegt erfahrungsgemäß bei 10mg pro Tag, welche im Laufe der Zeit bis auf 25mg erhöht werden kann. Bei positiver Wirkung kann mit Oxandrolon ruhigen Gewissens 10-12 Wochen gekurt werden. Typisch für diesen Wirkstoff ist, dass er kein Wasser einlagert, dennoch gute Kraftzuwächse verspricht, da er die Creatinsynthese wie kaum ein anderes Steroid ankurbelt. Leider ist der Wirkstoff jedoch 17-alpha-alky- liert, was ihn potentiell leberschädlich macht und zu Magen-/ Darmproblemen führen kann.

Stanozolol hingegen ist eines der riskanteren Steroide. Frauen berichten bei diesem DHT-Derivat über Gesichtshaarwuchs, merklich vertiefte Stimme und Akne. Sicherlich kommt es hier auch auf den einzelnen Typen an, da es Damen gibt, die mit Stanozolol überhaupt keine Probleme haben, dennoch sollte man Vorsicht walten lassen. Frauen ziehen üblicherweise die Tablettenform den Injektionen vor, da für gewöhnlich geringere Mengen als die pro Ampulle enthaltenen 50mg appliziert werden. Eine weit verbreitete Anfangsdosis liegt bei 5mg pro Tag, welche bei entsprechender Verträglichkeit auf bis zu 25mg pro Tag gesteigert werden kann. Die Einnahme von mindestens zwei gleichgroßen Dosen pro Tag ist, auf Grund der geringen Halbwertzeit des oral eingenommenen Stanozolols, anzuraten. Kommt Stanozolol in der wirkungsvolleren injizierbaren Form zum Einsatz, so begnügt man sich für gewöhnlich mit 50-100mg pro Woche-

Lange Zeit einen der populärsten Wirkstoff bei Frauen stellte das mittlerweile fast komplett vom Schwarzmarkt und aus den Apotheken verschwundene Metenolon Acetat dar. Zwar sind die Tabletten nicht alpha-17-alkyliert, dennoch können sich die Leberwerte im Laufe der Anwendung erhöhen. Metenolon Acetat galt lange Zeit als sehr mildes Steroid, das kaum Nebenwirkungen hervorruft. Dennoch sind besonders vermehrte Körperbehaarung, Kopfhaarausfall und Akne ein typisches Problem, was nicht verwundert, da Metenolon zur Gruppe der DHT-Derivate gehört. Die allgemein beobachtete Dosierung rangiert von 25-100mg pro Tag. Sinnvoll ist auf alle Fälle, mit einer Tablette in der ersten Wochen zu beginnen und zu schauen, wie der Körper darauf reagiert. Mehr als 50mg pro Tag sind bei Anfängerinnen und fortgeschrittenen Athletinnen für gewöhnlich nicht vonnöten, um gute Erfolge zu erzielen. Bei einer Einnahme ab 50mg pro Tag wird die Dosis auf zwei gleichgroße Gaben aufgeteilt.

Ein in meinen Augen für die Damen nahezu perfektes Steroid stellt trotz Depoteffekts das Boldenon Undecylenat dar. Es wirkt stark anabol und kurbelt den Muskelaufbau dadurch bei entsprechender Ernährung und intensivem Training wirkungsvoll an. Die mittelmäßig androgene Wirkung verhilft dabei zum richtigen Biss beim Training und beschert im Laufe der Zeit einen soliden Kraftzuwachs. Bei der Dosierung sollten sich weibliche Anwender allerdings auf Grund der mit ca. 9 Tagen sehr langen Halbwertzeit etwas zurücknehmen. Eine Injektion von 50-100mg pro Woche hat sich als sicher erwiesen. Alternativ kann auch der Injektionsintervall ausgedehnt werden, alle 9-10 Tage bietet sich hierbei geradezu an.

Zwar gehört Metandienon nicht unbedingt zu den für Frauen empfehlenswerten Wirkstoffen, dennoch ist die Anwendung, gerade im Wettkampfbereich, nicht selten. 5-15mg pro Tag führen neben einem immensen Kraft- und Muskelaufbau leider mit nahezu absoluter Sicherheit auch zu allen bekannten Virilisierungserscheinungen, weshalb der Einsatz mehr als gut überlegt sein sollte.

Wer als Frau Nandrolon Decanoat („Deca Durabolin”) versuchen möchte, wird mit 50-100mg pro Woche zufriedenstellende Resultate verzeichnen können. Die Nebenwirkungen sollten sich bei einer solchen Dosierung in Grenzen halten. Lediglich in Ausnahmefällen wird von Stimmvertiefung, Haarwuchs und Klitorisvergrößerung berichtet. Da es sich bei Nandrolon Decanoat um ein Langzeitanabolikum mit Depoteffekt handelt, ist sein Einsatz beim weiblichen Geschlecht nicht unbedingt ideal. Hier steht Frau vor selbigem Szenario wie beim Boldenon Undecylenat. Da die Halbwertzeit des Nandrolon Decanoat mit ca. 6 Tagen allerdings rund 3 Tage geringer ausfällt, kann hier bedenkenlos einmal pro Woche injiziert werden.

Ein für Frauen besser geeignetes Steroid wäre z. B. Nandrolon Phenylpropionat („Superanabolon”), das selbst Mandrolon als Basis hat, allerdings mit einem Kurzzeitester versehen ist. In der Regel wird dieses Kurzzeitanabolikum jeden zweiten bis dritten Tag in einer Dosierung von 50mg injiziert. Es wirkt stark anabol und nur mäßig androgen.

Zwar lange Zeit als extrem androgenes Steroid betitelt, aber dennoch bei weiblichen Anwendern in Gebrauch, ist das Fluoxymesteron. Nachdem bekannt wurde, dass Fluoxymesteron doch nicht annähernd so androgen ist, wie Jahrzehnte lange behauptet, fingen einige Damen mit Wettkampfambition an, mit diesem Wirkstoff herum zu experimentieren. Bei 5-10mg pro Tag stellte sich hierbei ein guter Muskel- und überdurchschnittlicher Kraftzuwachs ein, an unerwünschten Nebenwirkungen wurden lediglich eine Vermehrung der Körperbehaarung und in Einzelfällen ein Kratzen im Hals, dem Vorboten einer Stimmvertiefung, genannt. Bei der Wahl einer vernünftigen Kurdauer von maximal 4 Wochen stellt Fluoxymesteron sicherlich eine Alternative für Frauen mit Wettkampfambitionen dar.

Häufig beobachtet wird auch die Verwendung von Clenbuterol als anabol wirkendes Medikament, wobei jedoch klar gesagt werden muss, dass der leichte Muskelzuwachs, den die Anwenderinnen beim Gebrauch erfahren, eher durch die stimulatorische Wirkung und dem damit verbundenen Zuwachs an Muskelkraft und Trainingsintensität zu erklären ist, als durch einen direkten anabolen Effekt des Clenbuterols. Mehr Informationen hierzu im entsprechenden Profil. Die beobachteten Dosierungen liegen zwischen 20 und 120mcg pro Tag, ab 60mcg pro Tag verteilt auf drei gleichgroße Gaben.

Wie bereits anfangs beschrieben, kann und wird auch jedes andere erhältliche Steroid im Frauenbereich angewendet. Ob dies nun Sinn macht oder nicht, muss anhand der selbstgesteckten Ziele abgewogen werden. Für Fortgeschrittene und Bodybuilderinnen auf lokaler Ebene werden die beschriebenen Wirkstoffe sicherlich ausreichen, während im internationalen Wettkampfbereich schwerere Geschütze aufgefahren werden,

Der nächste Schritt wäre sicherlich die Anwendung von Testosteron, was viele „Experten” als Anfang vom Ende ansehen. Was diese jedoch nicht wissen oder verleugnen, ist, dass die Nebenwirkungen selbst bei Testosteron, dem männlichen Sexualhormon und dem Grundgerüst aller anabolen/androgenen Steroide, bei Beachtung der bereits angesprochenen Vorsichtsmaßnahmen relativ gering gehalten werden können. Wichtig ist das Auswählen eines Kurzzeitesters, wobei sich Testosteron Propionat mit seiner Halbwertzeit von etwa einem Tag natürlich anbietet. Auch hier ist die Idee die, dass kurzfristig wirksame Steroide den Androgenspiegel rasch absinken lassen, wenn nicht regelmäßig injiziert wird und die Athletin somit schnell gegenregeln kann, sollten sich unerwünschte Nebenwirkungen einstellen. Die beobachtete Dosis liegt bei etwa 10-50mg jeden zweiten Tag bei Anfängern bis hin zur gleichen Dosis täglich auf fortgeschrittener Ebene. Für Testosteronneulinge werden 25mg Test.osteron Propionat jeden zweiten Tag bzw. 10mg pro Tag sicherlich ausreichen.

Einen weiteren Grund, der für die Verwendung von Testosteron mit einem Kurzzeitester spricht, hat mir eine befreundete Profi-Bodybuilderin verraten, die trotz ihrer beeindruckenden Masse und Definition für ihre äußerst weibliche Ausstrahlung bekannt ist: Anstatt Testosteron Propionat jeden oder jeden zweiten Tag zu injizieren, was auf Grund der relativ kurzen Halbwertzeit ein Muss für eine konstante Wirkung darstellt, injiziert sie nur alle drei bis vier Tage. Direkt nach Wirkungseintritt profitiert sie dabei rund zwei Tage lang von einem stark anabolen und androgenen Effekt, der sich überaus positiv auf das Muskelwachstum und die Körperkraft auswirkt. Indem sie den Androgenspiegel durch die großzügig bemessenen Injektionsintervalle immer wieder absinken lässt, erfährt sie eigenen Angaben zufolge weniger Virilisierungserscheinungen.

Als ebenso wirksame, wenngleich auch umständlichere Alternative hat sich Testosteron in Form von BucCaltabletten („Stri- ant”, siehe hierzu auch entsprechendes Profil) herausgestellt. Die Tabletten werden an den Gaumen geklebt und geben dort über einen Zeitraum von rund 12 Stunden 30mg Testosteron ab, wovon ca. 10% im Blutkreislauf angelangen. Durch den Einsatz von zwei solcher Tabletten können weibliche Anwender ihren Testosteron Spiegel immerhin um bis zu 6mg/Tag pushen, was in etwa der Injektion von zweimal wöchentlich 25mg Testosteron Propionat gleichkommt. Durch die sehr kurze Wirkdauer von 2-4 Stunden nach Entfernung der Tablette können Virilisierungserscheinungen auf ein Minimum reduziert werden.

Die Länge einer Kur sollte die Anwenderin mittels eines Nutzem/Nebenwirkungsvergleichs für sich selbst herausfinden. !n der Praxis hat sich eine Einnahmedauer von 6 bis maximal 12 Wochen bewährt. Dieser Zeitraum reicht aus, um die Eiweißsynthese ausreichend zu stimulieren und um solide Muskulatur aufzubauen, während eventuelle Nebenwirkungen dank der moderaten Dauer sowie richtig gewählten Dosierungen gering gehalten werden können.

Im Anschluss an die Kur sollte eine mindestens sechswöchige Pause eingeplant werden, damit sich alle körperlichen Prozesse wieder einigermaßen normalisieren bzw. einpendeln können.

Absetzpraparate wie z. B. Clomifen Citrat, sind bei Frauen nicht vonnöten, da sie von Natur aus eine kaum nennenswerte Testosteroneigenproduktion haben, sodass auf Mittel zur Hormonregulierung getrost verzichtet werden kann. Einzig empfehlenswert wäre die Einnahme von Creatin und Glutamin im Anschluss, um ein hohes Muskelzellvolumen zu erhalten und einem Kraftverlust so gut wie möglich entgegenzuwirken. Zudem ist eine Vitamin-C-Gabe (2-3g) vor und nach dem Training, sowie die Einnahme von Acetylsalicylsäure in einer Menge von 325mg vor dem Training sinnvoll. Beide Wirkstoffe wirken erwiesenermaßen antikatabol. Wer den Krafterhalt trotz Creatin weiter unterstützen möchte, kann über den Einsatz von 10-2 5mg Ephedrin HCL etwa 30-45 Minuten vor dem Training nachdenken, Clenbuterol ist ein ebenfalls viel verwendetes Medikament in dieser Phase, auch wenn man an die Wirkung glauben muss.

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