PRIMOBOLAN TABLETTEN/PRIMOBOLAN DEPOT

Passend zur Tour de France  konnte man in einem großen deutschen
Nachrichtenmagazin lesen, daß von einem Radprofi angeblich folgende
Dopingkur angewendet worden sein soll:

Montag: 250 mg Testoviron, 50 mg Primobolan
Dienstag: 50 mg Primobolan
Mittwoch: 100 mg Masteron, 50 mg Primobolan
Donnerstag: 50 mg Primobolan
Freitag: 250 mg Testoviron, 50 mg Primobolan
Samstag: 50 mg Primobolan
Sonntag: 50 mg Primobolan
Dauer der Kur: 2 Wochen

Wochendosis:
500 mg Testosteron-Enantat + 350 mg Primobolan + 100 mg Masteron.
Wer mit einer Dosierung von einem Gramm anaboler Steroide pro Woche,
davon die Hälfte Testosteron, noch radfahren kann, der dürfte zu den genetischen
Ausnahmen zählen. Mit den hier aufgeführten Dosierungen erzielen
Bodybuilder gute Muskelzuwächse und einen enormen Pump — im Radsport
dürfte das Ergebnis dagegen kontraproduktiv sein. Auch scheint eine über
2 Wochen durchgeführte Kur mit jenem Testosteronester, der die längste
Halbwertszeit unter den gängigen Testosteronpräparaten aufweist, wenig
Sinn zu machen. Testosteron in diesen Mengen würde zu einer stark erhöhten
Wasserspeicherung in der Muskulatur, einhergehend mit einer verminderten
Kapillardurchblutung führen: Ein für den Radsportler nicht gerade sehr
wünschenswerter Zustand.

Meist haben derartige Presseberichte lediglich den Effekt, daß sie Athleten
zur Nachahmung inspirieren. In diesem Fall kann nur davon abgeraten werden.
Korrekt ist allerdings, daß es sich bei Primobolan um ein im Radsport sehr
beliebtes anaboles Steroid handelt.

Bei dem in Primobolan Tabletten enthaltenen Wirkstoff handelt es sich um
Metenolonacetat, einem von der Firma Schering entwickelten Steroid, das seit
Mitte der 60er Jahre auf dem Markt ist. Metenolonacetat ist eines der wenigen
Steroide, das von einer deutschen Firma entwickelt worden ist. Wie der
Roten Liste zu entnehmen ist fällt Primobolan in die Gruppe der Anabolika,
besitzt also einen vernachlässigbaren androgenen Anteil. Nun könnte man
meinen, daß es durch Primobolan zu einer ausgeprägten Wirkung auf den
Proteinmetabolismus kommt. Faktum ist allerdings, daß die minimale androgene
Komponente nur zu einer mittelmäßigen Wirkung auf den Eiweißstoffwechsel
führt. Dies bedeutet, daß Primobolan Milligramm für
Milligramm eine geringere regenerationsförderende Wirkung besitzt als dies
etwa bei Testosteron der Fall ist. Auf der anderen Seite ist die Gefahr, daß
es durch Primobolan zu einer ausgeprägten Wassereinlagerung in der
Muskulatur und damit zu einer Minderdurchblutung der Kapillargefäße kommt
weitaus geringer als bei anderen Steroiden. Dies bedeutet für den Athleten,
daß im Gegensatz etwa zu Testosteronpropionat der Dosierungsspielraum
um einiges größer ist. Können beim Propionat bereits 50 bis 100 mg pro
Woche das höchste aller Gefühle sein, so kommen die meisten Athleten mit
ca. 250 mg Primobolan/Woche gut zurecht, wenn es als alleiniges Steroid verwendet
wird. In dieser Dosierung führt das Präparat dann auch zu kürzeren
Regenerationsphasen. Eine Kombination mit Testosteronestern wie im angeführten
Beispiel bringt allerdings wenig Vorteile für den Athleten, da
Testosteron um ein vielfaches stärker wirkt als Primobolan und somit dessen
Wirkung schluckt. Das ist wie wenn Sie ein Streichholz neben eine 100 Watt
Glühbirne halten und mehr Helligkeit im Raum erwarten…

Auch für den Fall, daß Athleten Primobolan mit Winstrol kombinieren wollen,
ist Vorsicht geboten. Durch die stärkere androgene Wirkung von Stanozolol
(Winstrol) kommt es zu einem synergistischen Effekt, der sich wiederum in
einer vermehrten Kohlenhydrat- und Wassereinlagerung in der Muskulatur
bemerkbar macht.

Primobolan ist mit Sicherheit kein Steroid, das dem Athleten zu einem vermehrten
Biß im Wettkampf verhilft, doch zur Verarbeitung höherer Trainingsbelastungen
leistet es wertvolle Dienste. Auch Frauen können von
Primobolan profitieren, ohne Angst vor androgen bedingten Nebenwirkungen
haben zu müssen. Dafür ist auch die von anderen Steroiden her
bekannte psychotrope (psychisch stimulierende) Wirkung bei Primobolan nicht
zu finden. Im allgemeinen gilt Primobolan als ein nahezu nebenwirkungsfreies
Steroidpräparat, das auch von Steroid-Neulingen hervorragend verwendet
werden kann.

Dadurch, daß Metenolonacetat kein 17-alpha-alkyliertes Steroid ist, sondern
statt dessen eine 17-beta-Hydroxygruppe besitzt, kommt es dazu, daß ein
Großteil des Wirkstoffes durch die Leber bereits abgebaut wird, bevor die
Substanz ihren Wirkort erreicht. Dies ist auch ein Grund dafür, warum von
den Primobolan Tabletten relativ hohe Dosierungen verwendet werden können.
Durch die spezifische chemische Struktur kommt es durch Primobolan S
zu keiner nennenswerten Leberbelastung. Selbst die in Kraftsportarten
verwendeten hohen Dosierungen, die in etwa bei dem fünffachen der im
Ausdauersport üblichen 200-300 mg / Woche beginnen, bleiben GOT, GPT,
ggT und Bilirubin relativ konstant.

Da Primobolan nicht 17-alpha-alkyliert ist, nicht aromatisiert und auch keine
Wasserspeicherung hervorruft gilt es als nahezu nebenwirkungsfreies Steroid
und ist, vergleicht man es mit Clenbuterol, weniger gesundheitsschädlich
einzustufen. Wie im Kapitel über Testosteron-Propionat ausführlich dargestellt,
kann es durch ein intensives Ausdauertraining zum Auftreten krankhafter
Veränderungen der Muskulatur kommen. Meist ist es die Muskulatur, die als
schwächstes Glied in der Leistungskette gilt. Mit Primobolan steht dem
Athleten ein nebenwirkungsarmes Steroid zur Verfügung, mit dem sich die
Regenerationsfähigkeit des Körpers spürbar steigern läßt.

Primobolan Tabletten sind in Stärken zu 5 mg und zu 25 mg erhältlich, wobei
eigentlich nur die letztere Variante für den Athleten interessant ist. Dabei
handelt es sich um eines der wenigen anabolen Steroide, die noch ohne
Probleme (d.h. mit Rezept) in deutschen Apotheken erhältlich sind.
Im Unterschied zu der Tablettenform muß injizierbares Primobolan nur einmal
pro Woche verwendet werden.

Die Präparate
Primobolan Tabletten
Wirkstoff: Metenolonacetat
Schering (BEL, MEX, CRC, DOM, ECU, ESA, GUA, HON, NCA, PAN, BOL),
Primobolan (5 mg)
Schering (GER, NL, FL), Primobolan S (25 mg)
Primobolan Depot
Wirkstoff: Metenolonenantat
Schering (GER, AUT, BEL, CH, ESP, GR, ITA, POR, TUR),
Primobolan Depot (100 mg/ml)
Schering (GER), Primobolan Depot (mite) (50 mg/ml)

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ORAL-TURINABOL

Oral-Turinabol ist das wohl einzige anabole Steroid, das gezielt entwickelt
worden ist, um die sportliche Leistungsfähigkeit von Athleten zu steigern.
Oral-Turinabol wurde Anfang der sechziger Jahre von Jenapharm entwickeltt
und mauserte sich schnell zum Mittel der Wahl im DDR-Leistungssport. Die
Tatsache, daß sich die DDR Leistungssport-Elite, obwohl mit Sicherheit
Zugriff auf alle gängigen anabolen Steroide vorhanden war, im Wesentlichen
auf Oral-Turinabol beschränkt hat, sollte für den Athleten Grund genug sein,
dieser Substanz vermehrte Aufmerksamkeit zu schenken.

Zur besseren Klassifizierung der Wirkungsweise von anabolen Steroiden
wurde eine Skala eingeführt, mittels derer man sowohl die androgene als
auch die anabole Wirkung des jeweiligen Steroids einstuft. Als Maßstab
dient dabei Testosteron, das mit jeweils 100 bei der anabolen als auch bei
der androgenen Wirkung eingestuft ist. Oral-Turinabol weist eine vergleichsweise
niedrige androgene Wirkung (6) bei einer mittleren anabolen Wirkung
(53) auf. (Die beiden Vergleichswerte beim Dianabol betragen 45 bzw. 90).
Bezüglich der anabolen Wirkung gilt daß OT verglichen mit Dianabol eine
geringere proteinsparende Wirkung besitzt.

Den Erfahrungen von Athleten nach scheint diese Einstufung eher einen
theoretischen Wert zu haben: Nicht umsonst war Oral-Turinabol nicht nur in
den Ausdauersportarten, sondern auch in der Leichtathletik und im
Schwimmsport so beliebt.

Im Gegensatz zu anderen Ländern war in der früheren DDR die Verwendung
von anabolen Steroiden von Staatswegen gesteuert. Daher existieren medizinische
Dokumente, welche die Wirksamkeit von Oral-Turinabol (OT) belegen:
In einer von Rademacher et al. durchgeführten Untersuchung (Doppel-
Blind-Studie) wurde die Wirkung von OT auf die sportliche Leistungsfähigkeit
von Kanufahrern untersucht. Dabei stellte sich heraus, daß es bei
der Oral-Turinabol Gruppe zu einer deutlich schnelleren Leistungssteigerung
als bei der Kontrollgruppe kam. Bei der über einen Zeitraum von 6 Wochen
durchgeführten Studie wurde den Athleten 10 mg Oral-Turinabol pro Tag
verabreicht. Zum Ablauf dieser Frist hin wies die OT-Gruppe eine um 300 %
größere Verbesserung (auf einer 500 m Teststrecke) auf als die Kontroll-
(Plazebo)-Gruppe. So wird ersichtlich, warum Oral-Turinabol im DDRLeistungssport
in allen Ausdauersportarten derart beliebt war.

Eines der größten Probleme des intensiv trainierenden Ausdauersportlers ist
die muskuläre Regeneration. Viele Wettkampfathleten erfahren genau dann
einen Leistungsschub, wenn sie ihr Training deutlich einschränken. Dies mag
zwar auf den ersten Blick seltsam klingen, liegt aber einfach daran, daß sich
mehr als 90% der Wettkampfathleten in einem”muskulären Übertrainingszustand”
befinden. Das bedeutet, daß die gesetzten Trainingsbelastungen
nicht mehr verarbeitet werden können, und es so zu Überlastungssymptomen
wie Muskelverspannungen oder erniedrigten Maximal-pulswerten bei intensiven
Belastungen kommt.

Durch die Gabe von Oral-Turinabol kommt es zu einer spürbaren Beschleunigung
der Regeneration: Der Athlet bewältigt größere Trainingsumfänge
ohne ins Übertraining abzugleiten. Es kommt so zu schnelleren Leistungssteigerungen.
Oral-Turinabol hat auch spürbare psychische Auswirkung, die
sich vor allem in einer verbesserten Motivation bemerkbar machen. Auch im
Bezug auf die sportliche Leistungsfähigkeit gilt, daß Körper und Geist eine
Einheit bilden. Wer nicht hundertprozentig bei der Sache ist, der wird auch
nicht das Maximum aus seiner Trainingseinheit herausholen. Bei Trainingsumfängen
von 20 oder mehr Stunden pro Woche kann sich schnell eine
gewisse Trainingsunlust einschleichen, die der Leistungsentwicklung nicht
gerade förderlich ist.

Man schaue sich die Leistungsexplosionen vieler Nachwuchsathleten an, die
nicht zuletzt aus einer sichtbaren Trainingsfreude, gepaart mit einem enormen
Trainingseifer erwachsen. So profitieren vor allem ältere Athleten vom
Hormonschub durch Oral-Turinabol: Eine bessere Motivation, mehr Biß und
Elan führen dann auch schnell zu Leistungszuwächsen.

Athleten, die Oral-Turinabol verwenden, berichten davon, daß sie ihr Training
konzentrierter und mit mehr Elan anpackten. Oral-Turinabol ist eines der
wenigen Steroide, die nicht zu Stimmungsschwankungen führen, sondern dem
Athleten zu einer stabilen psychisch-emotionellen Konstitution verhelfen.
Das größte Problem im Umgang mit anabolen Steroiden im Ausdauersport
ist, die richtige Dosierung zu finden. Es gilt jenen unerwünschten Pumpeffekt
auf die Muskulatur zu vermeiden, der zu einer Einschränkung der
Kapillardurchblutung führt. Genau in diesem Punkt hebt sich Oral-Turinabol
von anderen Steroiden ab. So berichten Radrennfahrer oder Triathleten bei
der Verwendung von Oral-Turinabol weit seltener von Muskelverspannungen
und Verhärtungen als mit anderen Steroiden. Obwohl in den medizinischen
Aufzeichnungen ehemaliger DDR-Sportärzte das Auftreten von „Hartspann”
(Muskelverhärtungen) beim Athleten wiederholt zu finden ist, kommt es bei
den im Ausdauersport üblichen Dosierungen eher selten zu dieser Nebenwirkung.
In den meisten Fällen verwenden Radfahrer neben anabolen
Steroiden gleichzeitig Corticosteroide. Anabole Steroide führen zu einer vermehrten
Einlagerung von Nährstoffen und Wasser in die Muskelzelle,
Corticosteroide dagegen zu deren vermehrtem Abbau. Im Zusammenwirken
kann dies unter Umständen zu einer beschleunigte Regeneration führen. Dies
ist auch der Grund dafür, warum Athleten, die Corticosteroide verwenden,
meist höhere Dosierungen an anabolen Steroiden verwenden, ohne daß es
zu einem Ansteigen des Muskeltonus kommt. Aufgrund der teilweise ausgeprägten
Nebenwirkungen von Corticosteroiden verzichten jedoch viele
Athleten auf deren Einsatz. Für diese stellt Oral-Turinabol eine gute Alternative
zu Präparaten wie etwa Testosteronpropionat dar.

Die von Dianabol oder Testosteronenantat bekannte Wasserspeicherung
bleibt bei OT aus. Während Kraftsportler oft mehrere Steroide miteinander
kombinieren, ist diese Praktik im Radrennsport mit Vorsicht zu genießen, weil
diese „Stacks” im Allgemeinen wiederum mit einem erhöhten Muskeltonus
einhergehen. Wird Oral-Turinabol als einziges Steroid verwendet, so haben
sich Dosierungen zwischen 5 und 20 mg Wirkstoff/Tag als effizient erwiesen.
Ähnlich wie bei anderen Steroiden dürfen trotzdem auch bei Oral-Turinabol
nicht zuviel Kohlenhydrate zugeführt werden. Da mit jedem Gramm eingelagerter
Kohlenhydrate auch 3 bis 4 Gramm Wasser in der Muskulatur eingelagert
werden, bekommt der Athlet besonders bei höheren Dosierungen das
Gefühl eines „aufgepumpten” Muskels. Dieses kann jedoch durch eine verminderte
Kohlehydratzufuhr in den 48 Stunden vor dem Wettkampf wieder
behoben werden, so daß es zu keinen Leistungseinbußen kommt.

Ein weiterer Vorteil der Verwendung von OT liegt in der relativ kurzen Halbwertszeit
der Substanz. OT wird vom Körper ziemlich schnell abgebaut, so
daß bereits 7 bis 10 Tage nach der letzten Einnahme keine Metaboliten mehr
im Urin nachweisbar sind. Dies wird auch deutlich, wenn man die in letzter
Zeit zahlreich auftretenden Presseberichte bezüglich Dopings mitverfolgt:
Findet man den in seiner Wirkungsweise vergleichbaren Wirkstoff Stanozolol
des öfteren in Dopinglisten, so taucht Oral-Turinabol praktisch nie auf.

Frauen, die OT verwenden, nehmen ausschließlich vergleichsweise niedrige
Dosierungen, da es durch OT ab einer Dosis von etwa 10 mg pro Tag zu den
bekannten Virilisierungserscheinungen kommen kann. Verwenden Athletinnen
OT, so wird der Anwendungszeitraum auf 4 bis 6 Wochen beschränkt,
weil mit fortlaufender Dauer der Einnahme die Gefahr von Vermännnlichungserscheinungen ansteigt.

Wie bei allen Medikamenten ist das Auftreten von möglichen Nebenwirkungen auch bei Oral-Turinabol stark dosisabhängig.

Bei Männern kommt es bereits bei geringen Dosierungen nach 2 Wochen zu einer Unterdrückung der körpereigenen Testosteronproduktion
um etwa 30%. Die durch Oral-Turinabol hervorgerufene verminderte
Eigenhormonproduktion ist allerdings nicht mit Steroiden wie
Testosteron oder gar Halotestin zu vergleichen. In den im Rad- und
Ausdauersport üblichen Dosierungen ist das Auftreten einer Gynäkomastie
nahezu auszuschließen. Da Oral-Turinabol ein orales Steroid ist und zur
Gruppe der alpha-17-alkylierten Steroide gehört, ist die Gefahr einer möglichen
Leberschädigung nicht auszuschließen. Allerdings konnten bei den verwendeten
Dosierungen von 10 mg/Tag keinerlei Erhöhungen der spezifischen
Leberwerte (GOT, GPT, gGT) festgestellt werden. Erfahrungsgemäß tritt eine
vermehrte Talgdrüsenproduktion in den angegebenen Dosierungen kaum
auf. Dennoch konnte mittlerweile nachgewiesen werden, daß es durch die
langfristige Verwendung von Oral-Turinabol in der ehemaligen DDR zu
bleibenden Spätschäden gekommen ist. So mußten sich etliche Trainer und
Betreuer vor Gericht verantworten, da sie Sportlern Oral-Turinabol verabreicht
hatten.

Für die allermeisten Sportler stellt Oral-Turinabol ohnehin „keine Versuchung”
dar, da das Präparat mittlerweile aus dem Handel genommen worden ist.
Einzig auf dem Schwarzmarkt kursieren von Zeit zu Zeit nachproduzierte
Tabletten mit dem Wirkstoff Chlordehydromethyltestosteron.

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Halotestin

Halotestin ist ein Steroid, dem man eine sehr starke androgene Eigenschaft
zuschreibt, wobei diese laut Skala etwa 17 mal stärker sein soll als beim
Testosteron. Dabei weist Halotestin nur eine geringe anabole Komponente
auf. Bekannt und beliebt ist Halotestin in Sportarten, bei denen Kraft eine
entscheidende Rolle spielt, so zum Beispiel im Gewichtheben oder im
Kraftdreikampf. Auch in der Wettkampfvorbereitung von Bodybuildern wird
Halotestin gerne verwendet, da es dem Athleten trotz stark eingeschränkter
Kalorienzufuhr die Durchführung eines sehr intensiven Trainings erlaubt.
Ursache hierfür ist eine deutlich ausgeprägte psychotrope Wirkung des
Steroids: Halotestin verleiht dem Athleten eine spürbar gesteigerte
Aggressivität und ein deutlich höheres Stamina. Dies sind Aspekte, die auch
in einem Radrennen von großer Bedeutung sind.

Der Radsport zählt zu den Kraft-Ausdauersportarten, und wie der Begriff
schon sagt, spielt dabei die Kraftkomponente eine entscheidende Rolle.
Wenn es nun um die Steigerung muskulärer Kraft geht und diese dabei ohne
Muskelzuwachs stattfinden soll, dann ist Halotestin unumstritten die
Nummer 1 unter den Steroiden. Vor allem im Mountainbiking ist die Kraftkomponente
noch einmal mehr erhöht, und welcher Mountainbiker träumt
nicht davon, mehr „Druck” auf die Pedale zu bringen…

Die tatsächliche Leistung, die der Athlet im Wettkampf erbringt, hängt
sowohl von der Trainingsform als auch von der Tagesform ab. Während sich
die meisten Athleten vor allem Gedanken um die Steigerung der Trainingsform
machen, wird die Tagesform oft vernachlässigt. Wichtigster Grundsatz
zur Steigerung der allgemeinen Trainingsform ist es, eine ausgeglichene
Balance zwischen Belastung und Regeneration zu schaffen. Halotestin unterstützt
dabei beide Aspekte. Durch die bereits erwähnte psychotrope
Wirkung ist der Athlet in der Lage, mit sehr hohen Intensitäten zu trainieren.
Nachdem zum Ende des Winters hin die Grundlagenausdauer im Vordergrund
der Trainingsmaßnahmen steht, gilt es im Verlauf des Frühjahres auf
die Intervall-Methode umzusteigen. Meist hat sich jedoch durch das ausgeprägte
Grundlagen-Ausdauertraining die Muskulatur auf ein unteres
Intensitätslevel „eingespielt”. Wird in dieser Trainingsphase Halotestin verwendet,
so ist der Athlet weit eher in der Lage, mit deutlich höheren Intensitäten zu trainieren.

Viele Athleten berichten davon, daß sich durch
Halotestin die innere Bereitschaft, an der anaeroben Schwelle zu trainieren
deutlich erhöht. Durch die gesteigerte Trainingsbelastung kommt es auch zu
einem erhöhten Regenerationsbedarf. Auch dieser Prozess wird durch
Halotestin unterstützt: Der Athlet ist nach einer intensiven Einheit weit
schneller wieder vollständig erholt und kann so die erhöhte Trainingsbelastung
besser verarbeiten.

Neben der allgemeinen Trainingsform ist es vor allem die Tages- oder Wettkampfform,
die letzten Endes über Sieg oder Niederlage entscheidet. Viele
Athleten weisen überzeugende Trainingsleistungen auf, um dann im Wettkampf
von vermeintlich schwächeren Gegnern „geschlagen” zu werden.
Schuld daran ist oft weniger die körperliche Verfassung als vielmehr die
Psyche des Athleten. Der Athlet ist bei einem Wettkampf einem erhöhten
Druck ausgesetzt. Wer hier trotz extremer Belastung in der Lage ist, den
Gegner glauben zu machen, daß er noch Leistungsreserven besitzt, hat letztendlich
oft die Nase vorn. Getreu dem Sprichwort: „Bei einem Schiffbrüchigen
gibt zuerst der Geist auf, und dann erst die Muskeln”- gilt es auch
im Leistungssport, eine enorme psychische Wettkampfhärte an den Tag zu
legen. Unter allen bekannten Steroiden ist neben den seit einiger Zeit außer
Handel befindlichen Finaject (Wirkstoff Trenbolon Azetat) und dem ebenfalls
vom Markt genommenen Parabolan (Wirkstoff Trenbolon Hexahydrobenzylcarbonat)
Halotestin das Mittel der Wahl. Durch die ausgeprägten androgenen
Eigenschaften kommt es zu einer spürbar gesteigerten Aggressivität.
Wer in der Lage ist, diese im Wettkampf umzusetzen, der wird weit mehr
Leistungsreserven freisetzen können.

Wie bei anderen Steroiden gilt es auch bei Halotestin die Kohlenhydratzufuhr
einzuschränken. Besteht die Ernährung zu einem größeren Teil aus
Kohlenhydraten, so kommt es durch den Wirkstoff Fluoxymesteron
(Halotestin) zu einer vermehrten Glykogeneinlagerung in der Muskulatur.
Ein zu stark mit Kohlenhydraten aufgeladener Muskel baut schnell Während
der Belastung einen hohen intramuskulären Druck auf, wodurch es zu einer
verminderten Kapillardurchblutung kommt. Dies ist ein Aspekt, der vor allem
in Verbindung mit der Verwendung von Halotestin von entscheidender
Bedeutung ist.

Um nicht vorschnell aus dem Rennen aussteigen zu müssen, gilt es neben
einer eingeschränkten Kohlehydratzufuhr auch die Dosierung genau abzu-
wägen. Wird Halotestin in moderaten Dosierungen, (was in etwa 1 bis
2 Tabletten ä 5 mg entspricht) verwendet, so treten im allgemeinen wenig
Probleme auf. Dennoch sind die Reaktionen von Anwender zu Anwender
sehr verschieden. Athleten, die zugleich Kortisonpräparate verwenden,
haben im Allgemeinen weniger Probleme mit einem erhöhten Muskeltonus.
Unter Halotestin werden Männer leicht reizbar und aggressiv und in ihren
Reaktionen stark emotionalisiert. Was von so manchem Athleten als’ „harmlose
Nebenwirkung” abgetan wird, kann zum Teil schwerwiegende Folgen
nach sich ziehen. Das durch Steroide veränderte Sozialverhalten kann schon
mal aus dem fürsorglichen Liebhaber einen bösartig eifersüchtigen, aggressiven
Menschen machen.

Im Gegensatz zu Testosteronpropionat wird durch Halotestin keine Wassereinlagerung
hervorgerufen, da der Wirkstoff nicht aromatisiert, also nicht zu
Östrogen umgewandelt wird. Somit verleiht Halotestin dem Athleten eine
austrainiertere und härtere Optik. Ein vielleicht nicht zu unterschätzender
Aspekt, gaben doch bei einer anonymen Umfrage unter Triathleten mehr als
60 Prozent der Befragten an, daß ihr körperliches Erscheinungsbild mit ein
Hauptgrund für sie sei, Leistungssport zu treiben.

Was bis jetzt aus der Sicht des Athleten positiv klingen mag, hat leider einen
Haken: Bei Fluoxymesteron handelt es sich um einen sehr toxischen
Wirkstoff, der bei den allermeisten Anwendern zu einem Anstieg der respektiven
Leberwerte (GOT, GPT, gGT, Billirubin) führt. Aus diesem Grund
empfiehlt es sich, die Anwendung von Halotestin auf maximal 4 bis
6 Wochen zu beschränken. Weitere Nebenwirkungen sind eine erhöhte
Talgdrüsenproduktion in Verbindung mit Akne, Nasenbluten (das z.T. auch
nachts ohne ersichtlichen Grund auftreten kann), Kopfschmerzen sowie
Magen und Darmschmerzen. Aufgrund seines hohen androgenen Potentials
führt Halotestin zu einer stark verminderten Eigenhormonproduktion, welche
nach Beendigung der Einnahme den Einsatz von HCG und/oder Clomifen
nötig machen kann. Für Frauen gilt es, um Halotestin einen großen Bogen zu
machen, weil die Gefahr, daß es durch Halotestin zu irreversiblen Virilisierungserscheinungen kommen kann, sehr groß ist.

Obwohl die Leber ein sehr leistungsfähiges Organ ist, kann es dennoch durch den langfristigen Gebrauch von sehr lebertoxischen Steroiden wie Halotestin zu dauerhaften
Leberschäden kommen. Aufgrund fehlender medizinischer Untersuchungen
fällt es schwer, Aussagen zu den Spätfolgen eines längerfristigen Einsatzes
anaboler Steroide zu machen.

Halotestin ist ein auf dem deutschen Schwarzmarkt relativ selten zu findendes
Präparat und die einzigen verfügbaren Präparate stammen meistens
aus Thailand oder Italien.

Bei der thailändischen Variante handelt es sich um eine kleine rechteckige
Dose in weißer Farbe mit einem rosafarbenen Aufdruck. Die darin enthaltenen
runden Tabletten weisen eine grünliche Färbung auf und besitzen eine Kerbung.

Die Präparate
Brown (USA), Android-F (10 mg)
Ciba (GB), Ultandren (1 mg/5 mg)
Galenika (YU), Halotestin (5 mg)
Major (USA), Hysterone tabs (10 mg)
Squibb Makr (USA), Ora-Testryl (5 mg)
Upjohn (USA), Halotestin (10 mg)
Upjohn (USA), Halotestin (2 mg)
Upjohn (USA, DNE, FR, GR,I TA, SWE, NL, FL,T HA), Halotestin (5 mg)

 

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DURABOLIN

Zu den am häufigsten in Doping Tests nachgewiesenen anabolen Substanzen
zählt Nandrolon. Der Wirkstoff Nandrolon liegt in den unterschiedlichsten
Varianten vor, wobei der bekannteste Vertreter Nandrolon Decanoat (siehe
auch Deca Durabolin) ist. Nandrolon Decanoat ist der mitunter am längsten
nachweisbare anabole Wirkstoff. Aufgrund der außergewöhnlichen Eigenschaften
dieses Steroids wollen dennoch viele Athleten nicht darauf verzichten.
Daß Nandrolon zu den gängisten Steroiden in der Szene gehört beweisen
unzählige Dopingfälle. Zu den bekanntesten Opfern der Dopingtester
gehören Peter Korda (Tennis), Francois Botha (Boxen) und Dieter Baumann
(Leichtathletik).

Obwohl immer mehr Dopingtests durchgeführt werden, bleibt deren
Effizienz anzuzweifeln: Glaubt man Insiderinformationen, die von einer
flächendeckenden Verbreitung des Einsatzes anaboler Steroide im Spitzensport
sprechen, so erscheint sonderbar, daß Dopingtester so selten fündig
werden. Umfragen unter dänischen Amateur-Rennfahrern zufolge sind
Dopingtests für mehr als 2 Drittel der befragten Radrennfahrer kein Grund
dafür, auf die Verwendung von verbotenen leistungsfördernden Medikamenten
zu verzichten…

Diese Einstellung erscheint auch nicht besonders verwunderlich, wenn man
einmal den finanziellen Aufwand betrachtet, der hinter systematischen
Dopingkontrollen steht. Mehr als 10 Millionen Mark investiert das Internationale
Olympische Komitee jährlich in Doping Kontrollen — doch, damit läßt
sich nur ein Bruchteil der nötigen Tests abdecken. Über 150,— DM kostet den
Veranstalter eine Dopingprobe allein auf anabole Steroide, und welcher
Veranstalter investiert schon gerne sein Geld, um sich dabei unter Umständen
selbst ins Abseits zu stellen und so die Veranstaltung, den Sport und die
Athleten zu diskreditieren…

Wie soll auch flächendeckend getestet werden, müßten doch eine enorme
Anzahl von Testverfahren durchgeführt werden. (so zum Beispiel auf Wachstumshormon,
IGF, Schilddrüsenhormone Kortisonpräparate, anabole Steroide,
Amphetamine, Clenbuterol, Stimulanzien und etliche Substanzen mehr).
Kaum wird ein Testverfahren entwickelt, so kennen die Athleten schon wieder
Methoden und Wege, dieses zu umgehen, die verwendeten Medikamente
zu „maskieren” oder auf neue Medikamente umzusteigen. So sind die
Dopingtester den Athleten in der Praxis immer ca. 2 Jahre hinterher.

Doch zurück zum Nandrolon: Neben Nandrolon Decanoat, das die meisten
Athleten unter dem generischen Namen Deca Durabolin, kennen, existieren
noch 10 weitere bekannte Substanzen mit dem Wirkstoff Nandrolon. Zu den
am kürzesten nachweisbaren Nandrolon- Verbindungen gehören Nandrolon
Phenylpropionat, das unter dem generischen Namen Durabolin bekannt ist
und Nandrolon Propionat. Jegliche Angabe von Nachweisbarkeiten ist nur
als grobe Richtlinie zu verstehen. Neben den Unterschieden in der Auswahl,
der bei den Dopingtests angewandten Testverfahren spielt vor allem die
Genetik des Athleten eine entscheidende Rolle. Ähnlich wie bei vielen anderen
chemischen Substanzen und Medikamenten ist die Geschwindigkeit mit der
Steroide vom Körper abgebaut werden von Athlet zu Athlet sehr(!) unterschiedlich.
Faktoren wie Schilddrüsenhormonspiegel oder Adrenalinspiegel
beeinflussen die Abbaugeschwindigkeit nachhaltig. Aus diesem Grund
erstellten auch die Sportärzte der ehemaligen DDR für jeden Athleten ein
individuelles Einnahmeschema, das genau auf dessen Abbaugeschwindigkeit
für die verschiedenen verwandten Substanzen abgestimmt war. Auf diese Weise
stellte man sicher, daß trotz eines systematischen flächendeckenden Dopings nur
in den seltensten Fällen positive Testergebnisse auftauchten.
Trotz alledem spielt im Bezug auf die Abbaugeschwindigkeit jedoch die
chemische Struktur des Steroides eine entscheidende Rolle. Hier gilt, daß
Propionate schneller als Phenylpropionate und Cypionate und diese wiederum
schneller als Enantate und Decanoate abgebaut werden. Wettkampfathleten,
die in der Vorbereitung auf dopinggetestete Meisterschaften stehen,
verwenden daher in der direkten Vorbereitungsphase bevorzugt Propionate
und Phenylpropionate.

Durabolin von Schering ist das bekannteste Steroid mit dem Wirkstoff
Nandrolon Phenylpropionat und ist bereits seit 1959 auf dem Markt.
Nandrolon Propionat ist als Anabolicus der Firma Farma Lepori (Spanien),
sowie als Nortesto der Firma Tiber (Italien) erhältlich. Beide Präparate weisen
in etwa dasselbe Wirkungsprofil auf und müssen jeden dritten Tag injiziert
werden, da ihre Wirkungsdauer relativ kurz ist. Dafür setzt auf der anderen
Seite die Wirkung bereits kurz nach der Injektion ein. Während sich der
Anwender von Nandrolon Decanoat meist über eine Woche gedulden muß,
bis eine spürbare Wirkung auftritt, stellt sich diese beim Propionat bereits
etwa am dritten Tag nach der Injektion ein. Ähnlich wie Deca Durabolin führt
auch Durabolin zu einer verstärkten Eiweißsynthese und damit zu einer deutlichen
Beschleunigung der Regeneration. Trainingsbelastungen werden so
schneller verarbeitet und die Leistungkurve zeigt steiler nach oben (siehe
auch Testosteron-Propionat). Die zu verzeichnende Wasserretention durch
Durabolin fällt spürbar geringer aus als durch „Deca”. Dennoch gilt auch für
Durabolin, daß es in höheren Dosierungen zu einer verstärkten intramuskulären
Wasserspeicherung und damit zu einem erhöhten intramuskulären Druck
kommt. Aufgrund der schnelleren Abbaugeschwindigkeit läßt sich dem allerdings
schnell entgegenwirken. Durch eine Verlängerung der Injektionsintervalle
kann der Nandrolonspiegel im Körper relativ schnell wieder gesenkt
werden, so daß diese Nebenwirkung bereits nach kurzer Zeit wieder abgeklungen
ist. Bei einem gleichzeitigen Einsatz von Kortisonpräparaten kann
auch durch eine Dosiserhöhung der Corticosteroide dem vermehrten intramuskulären
Druck entgegengewirkt werden. Durch Durabolin kommt es
auch zu einer vermehrten Wassereinlagerung in den Gelenken, wodurch
einer vorzeitigen Abnutzung entgegengewirkt wird.

Männer verwenden meist zwischen 25 und 50 mg Nandrolonphenylpropionat
im Abstand von drei Tagen. Frauen dagegen reichen im Allgemeinen mit einer
Injektion ä 25 mg jeweils im Abstand von 4 Tagen.

Die Nebenwirkungen von Nandrolon Phenylpropionat sind im Vergleich zu
Nandrolon Decanoat nochmals geringer. Zählt Nandrolon Decanoat bereits
zu den gut verträglichen Steroiden, so kann es dennoch bei entsprechend
sensiblen Personen zum Auftreten unerwünschter Nebenwirkungen kommen.
Bluthochdruck, eine vermehrte Wasserretention, ein erhöhter Östrogenspiegel,
bzw. Virilisierungserscheinungen sind Auswirkungen, die vor allem in höheren
Dosierungen vermehrt auftreten können. Wird an Stelle von Nandrolon
Decanoat das kürzer wirksame Phenylpropionat (Durabolin) verwendet, so
können auch sensiblere Athleten ein Auftreten dieser Nebenwirkungen
vermeiden.

Der Wirkstoff Nandrolon Phenylpropionat zählt zu den nebenwirkungsärmsten
Steroiden und kann sogar im Falle von Lebererkrankungen eingesetzt werden.
Daher ziehen vor allem älteren Athleten Durabolin den alpha-17-alkylierten
Steroiden wie etwa Winstrol Tabletten vor. Vor allem in Dosierungen von bis
zu 50 mg je Woche sind Virilisierungserscheinungen bei Frauen äußerst selten.
Symptome wie Stimmvertiefung oder ein vermehrter Haarwuchs und Akne
treten nur sehr vereinzelt auf. Dennoch sollten Frauen einen Anwendungszeitraum
von 8 bis 10 Wochen nicht überschreiten.

Männer haben bei der Verwendung von Nandrolon Propionat oder Nandrolon
Phenylpropionat im Allgemeinen keine Probleme. Trotz alledem gilt es auch
in diesem Fall mit der Dosierung nicht zu übertreiben. Athleten, die sowohl
Kortisonpräparate wie auch anabole Steroide verwenden, sollten sich allerdings
über eine äußerlich sichtbare Akne nicht wundern. Ob es allerdings zu
einem Auftreten von Akne kommt, hängt letzten Endes von der Genetik des
Einzelnen ab.

Wie alle anderen Steroide besitzt auch Nandrolon Phenylpropionat einen
Einfluß auf die Hypophysen-Gonaden Achse; führt also zu einem Eingriff in
den Hormonhaushalt des Körpers. Obwohl dieser in den angegebenen
Dosierungen relativ gering ist, kann es dennoch zu einer Reduzierung der
körpereigenen Hormonproduktion kommen. Viele Anwender berichten
davon, daß sich nach einer anfänglich erhöhten Libido bald eine spürbare
Abschwächung des Sexualtriebes einstellte.

Eines der Hauptprobleme beim Einsatz von Durabolin ist dessen schlechte
Verfügbarkeit. In deutschen Apotheken beispielsweise ist der Wirkstoff nicht
erhältlich. Wer einen „aufgeschlossenen Arzt” hat, kann versuchen, ein Privatrezept
für Durabolin (25 mg/ml) aus der Schweiz oder aus den Niederlanden
zu erhalten. Mit diesem kann dann über eine internationale Apotheke das
Präparat bestellt werden.

Die Praparate
17-beta-Phenylpropionat
AFI (ITA), Sintabolin (25 mg/ml)
Aristegui (ESP), Activin (10 mg/ml)
Castillon (ESP), Norandros (25 mg/ml)
Falorni (Ita), Antikatabolin
Fher (ESP), Fherbolico
Forest (USA), Nandrobolic (25 mg/ml)
Gedeon Richter (HUN), Nerobolil (25 mg/ml)
Hydrex (USA), Hybolin Improved
IBSA (CH), Noromon (25 mg/ml)
Labif (ITA), Superbolin (25 mg/ml)
Leciva (TCH), Superanabolon (25 mg/ml)
Medexport (SU), Fenobolin (20 mg/ml)
Organon (BEL, ESP,FRA, CAN, GBR, China, Hong Kong), Durabolin (25 mg/ml)
Organon (USA), Durabolin (100 mg/2m1)
Organon, Durabol
Ravizzha (ITA), Norstenol (25 mg/ml)
Reid-Provident (USA), Nandrolin
S.C. Terapia (Tsch), Norbetalon (25 mg/ml)
Taro (Israel), Noralone (25 mg/ml)
Vortech (USA), Equibolin-50 (100 mg/2m1)
17-beta-Propionat
Farma Lepori (ESP), Anabolicus
Tiber (ITA), Nortesto

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Strophanthin, erdrückenden Indizien

Da die Medizin seit Jahrzehnten alleine dazu nicht in der Lage ist, die längst vorhandene Lösung des Problems zu installieren, ja trotz der erdrückenden Indizien noch nicht einmal zu prüfen, bedarf dieses äußerst wichtige Anliegen einer politischen Lösung. Eine entscheidende Hürde hierbei ist, daß z.B. Politiker oder Redakteure als medizinische Laien auf die Auskunft eines Mediziners angewiesen sind. Denn ein nicht speziell informierter Mediziner – diese sind leider noch sehr selten und haben zudem womöglich Angst, „aus der Reihe zu tanzen“ – weiß wenig von Strophanthin und das ist dann auch noch eindeutig falsch. Auch die Gesellschaft für Kardiologie hat da nur das herkömmliche Wissen, das Sie nicht weiterbringen wird. Insbesondere möchte ich davon abraten, den einschlägigen Experten Prof. Erland Erdmann aus Köln zur Beurteilung heranzuziehen, da er immer wieder sehr einseitig und voreingenommen mit z.T. krassen Unwahrheiten gegen die orale Strophanthin-Therapie und auch gegen deren Wirkmechanismus aufgefallen ist, was ich in meinem Buch deutlich, aber stets sehr sachlich und ohne Polemik dargestellt habe. Ich halte es für notwendig und fachlich relativ einfach, Sie zu befähigen, die Situation auch medizinisch verstehen und beurteilen zu können, wozu ein studierter Mediziner in der Regel groteskerweise weniger in der Lage zu sein scheint, da er mit der in den Lehrbüchern dogmatisch verbreiteten nachweislichen Fehlbeurteilung des Strophanthins negativ vorinformiert ist und sich meist nicht auf Revisions-Informationen einläßt, da er glaubt, bereits definitiv Bescheid zu wissen.

Mittlerweile deuten eine ganze Reihe von Studien darauf hin, daß sich mit oral einzunehmendem Strophanthin die Zahl der insbesondere tödlichen Herzinfarkte und der Angina pectoris-Anfälle (Herzschmerz-Attacken, Vorstufe des Herzinfarkts) tatsächlich auf nahezu Null reduzieren ließe, und dies so gut wie nebenwirkungsfrei. Das vermag kein anderes Mittel auch nur annähernd zu leisten! Die Politik und die Krankenkassen sollten an dem Thema Strophanthin großes Interesse haben, da sich realistisch abzeichnet, daß man die meisten anderen Medikamente und viele Bypass usw.- Operationen einsparen könnte, was Einsparungen in Milliardenhöhe bringen würde. 8 Es geht um die immensen Folgekosten dieser Krankheit, deren weitgehende Einsparung durch Strophanthin sicher erscheint. Rein ökonomisch gesehen würden natürlich die Rentenkassen belastet, da mehrere zehntausend nicht an Herzinfarkt Gestorbene weiter ihre Bezüge erhalten würden, aber die Einsparungen der Krankenkassen wären wohl bedeutend größer, da viele, wenn nicht die meisten der anderen Medikamente weggelassen werden könnten (Strophanthin hat Wirkungen eines Calcium-Antagonisten, Betablockers, Durchblutungsförderers, Blutdrucksenkers sowie die von Aspirin – und dies alles fast nebenwirkungsfrei in einem nicht teuren Mittel) ; auch würden sehr wahrscheinlich die meisten Klinikaufenthalte wegen Angina pectoris unnötig, natürlich auch die der vermiedenen Herzinfarkte sowie viele operative Eingriffe (Bypass, Ballon-Dilatation, Stent).

Letzteres wurde immer wieder in Einzelfällen beobachtet und ist auch zu erwarten, da die Reduzierung des überschießenden Sympathikus und die entzündungshemmende Wirkung durch Strophanthin die Bildung der sog. Instabilen Plaques und Koronarspasmen vermindert und somit die Anzahl der „koronaren Ereignisse“. Ich sehe hier ein Einsparpotential in Milliardenhöhe allein in Deutschland – und es geht ja hier um ein globales Phänomen. Sie können sich wohl auch vorstellen, daß gewisse Industriekreise deshalb kein Interesse an Strophanthin haben. Da wird man eventuell gegen den Strom schwimmen müssen. Wenn nichts unternommen wird, wird diese unersetzliche und über Jahrzehnte zu Unrecht diskreditierte Therapie untergehen. …

Es liegt mir am Herzen, Ihnen eine kompetente Orientierung zu diesem äußerst wichtigen Thema zu geben mit: 1) dieser Einführung, 2) dem Leitartikel der medizinischen Fachzeitschrift “Erfahrungsheilkunde” vom Februar 2004 zum Thema, 3) über 300 Zitaten von Ärzten (von insgesamt über 3000 !) über ihre unerreicht erfolgreiche Therapie mit oral einzunehmendem Strophanthin, 4) einer Originalarbeit von Prof. Dohrmann, der in einem öffentlichen Krankenhaus in Berlin-West von 1975 bis 1987 sensationelle Ergenisse erzielte, 5) meinem Buch, in dem alle Aspekte des Strophanthins exakt und verständlich beschrieben sind. Bitte überzeugen Sie sich selbst, dass es sich hier nicht um “irgendein” Medikament handelt, sondern tatsächlich um die Lösung des Problems Herzinfarkt ! Sie brauchen nur hinschauen und können leicht die veraltete, offensichtlich falsche Lehrmeinung der orthodoxen Medizin zum oralen g-Strophanthin überwinden. Die Zeit ist längst weiter vorangeschritten und hat viele neue Erkenntnisse gebracht. Die Indizien sind in der Tat auch bei nüchterner Betrachtung erdrückend, auch wenn die vom BfArM (Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte) im Rahmen des vorgeschriebenen Nachzulassungs-Verfahrens für das Strodival® (Markenname des oralen g-Strophanthins) geforderte, für die Herstellerfirma MEDA (Wiesbaden) unbezahlbare große Doppelblind-Studie aussteht. Sie würde mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit den endgültigen Beweis der optimalen Wirksamkeit des oralen Strophanthins erbringen. Deren Fehlen wird laut Herstellerfirma in weniger als 12 Monaten zur endültigen Ablehnung der beantragten Nachzulassung durch das BfArM führen, obwohl die eingereichten Unterlagen mit normalem Menschenverstand betrachtet umfangreich und überzeugend ist.

Die heute gültigen wissenschaftlichen Anforderungen sind so hoch gesetzt worden, daß sie nur noch von einem großen Konzern zu erfüllen wären. Dies darf nicht hingenommen werden, zumal das Mittel bei oraler Gabe seit Jahrzehnten ohne toxische Nebenwirkungen im Verkehr ist. Einige 9 tausend Patienten, die sich seit vielen Jahren mit oralem Strophanthin erfolgreich vor Angina pectoris und Herzinfarkt schützen, werden in wenigen Monaten ohne wirkliche Alternative „im Regen“ stehen. Die eindeutig sichere Möglichkeit, eines der größten medizinischen Probleme risikolos und kostengünstig in den Griff zu bekommen, ginge verloren in dem Moment, in dem sie aufgrund der finanziellen Misere allerorten auch volkswirtschaftlich dringend notwendig wäre, und sogar renommierte Kliniken wieder beginnen, mit dieser Therapie erfolgreich zu therapieren. Sich auf die üblichen politischen / medizinischen Verfahren zu verlassen und auf sie zu verweisen, wird mit Sicherheit das Problem nicht lösen können. Da es sich hier um eine ungewöhnlich potentes und bedeutendes Medikament handelt, sollte man auch ansonsten unübliche politische Vorgehensweisen in Betracht ziehen, wie ich sie auch an das Bundesgesundheits-Ministerium und an alle Mitglieder des Gesundheits-Ausschusses des Bundestages geschickt habe: 1) a) Paragraph 22 Absatz 3 des Arzneimittel-Gesetzes erlaubt einen Spielraum mit weniger strengen Kriterien für bereits langfristig erprobte Medikamente mit bekannten Wirkungen und Nebenwirkungen. Es wäre zu prüfen, ob der Spielraum für eine Zulassung ausreichen würde. Wie mir das Bundesgesundheitsministerium telefonisch mitteilte, stellt das BfArM mitunter überzogene Anforderungen. Der bereits vorliegende Mängelbericht enthält – jedenfalls laut Herstellerfirma – unbezahlbare Forderungen.

Wie es aussieht, wird das Strophanthin in einem undurchsichtigen Nebel „beerdigt“. b) Aufgrund der über Jahrzehnte umfangreich dokumentierten Therapie-Erfahrungen ohne Nebenwirkungen wäre eine zumindest vorläufige Sonderzulassung auch ohne große Doppelblind-Studie angebracht. Wenn das aufgrund der Rahmenbedingungen nicht gehen sollte, dann müssen diese verändert werden – das ist ja die ureigenste Aufgabe der Politik. Selbst hierfür ein Gesetz neu zu “zimmern”, wäre angesichts der Größe des Problems “Herzinfarkt” und seiner nahezu vollständigen Lösung durch Strophanthin nicht vermessen. 2) Man sollte auch unbedingt über alle Möglichkeiten einer staatliche Förderung der vom BfArM geforderten großen Doppelblind-Studie nachdenken. Ein finanzkräftiger Konzern wird es ja wohl nicht machen wollen, da die Patentrechte an diesem altbewährten Mittel längst erloschen sind. Eine „naive“ Frage: Was spricht dagegen, daß der Staat eine Firma gründet oder fördert, die das orale Strophanthin neuzuläßt ? Eine Investition, die sich entweder direkt über den Firmen-Gewinn oder zumindest indirekt über den großen gesamtgesellschaftlichen Nutzen auszahlen würde – abgesehen vom ethisch / medizinisch Standpunkt ! Bei einem solchen Umfang von solch harten Indizien pro Strophanthin muß unter allen Umständen ein Weg gefunden werden, aus den äußerst vielversprechenden Indizien einen den heutigen hohen Anforderungen der Wissenschaft entsprechenden Beweis zu machen, der eines der großen globalen Medizin-Probleme lösen würde!

Wie gesagt, wenn diese notwendigen Vorschläge aus formalen Gründen derzeit nicht umsetzbar sind, müssen die Vorraussetzungen für deren Umsetzung eben geschaffen werden. Die Medizin alleine scheint es nicht bewerkstelligen zu können, sei es aus Unfähigkeit, “einen alten Zopf abzuschneiden”, d.h. ihr Fehlurteil dem oralen g-Strophanthin gegenüber zu revidieren, oder sei es wegen eventuellen finanziellen Abhängigkeiten von der Pharma- Industrie, die stets gegen eine solch kostengünstige Lösung war. Als Alternative bliebe nur eine ein tragisches Dilemma der Ohnmacht … 3) Da Strophanthin zwar offiziell als giftiges Herzglykosid zählt (der bekannteste Vertreter dieser Stoffgruppe, das Digitalis, ist hochtoxisch, zumal sich dessen therapeutischer und toxischer Dosis-Bereich überschneidet), aber in niedrig dosierter intravenöser und insbesondere in oraler Form absolut untoxisch und problemlos ist, wäre eine 10 Entlassung des oralen g-Strophanthins aus der Rezeptpflicht wünschenswert und unbedenklich. Sogar Selbstmordversuche mit Unmengen oralem g-Strophanthin sind ohne bleibende Schäden gescheitert! Die in der Roten Liste aufgeführten Nebenwirkungen sind die von Digitalis und werden bei oralem g-Strophanthin nicht beobachtet.

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DECA DURABOLIN

Deca Durabolin ist der Markenname der Firma Organon, hinter dem sich der
Wirkstoff Nandrolon Decanoat verbirgt. Seit nunmehr über 30 Jahren leistet
dieses Anabolikum in unzähligen Anwendungsbereichen seine Dienste.
Nachdem Dianabol sowie verschiedene Testosteronester bereits auf dem
Markt waren, war man auf der Suche nach einem Steroid, das auf der einen
Seite die positiven anabolen Eigenschaften von Testosteron aufweist, ohne
aber dessen androgene Wirkung zu besitzen. Mit Deca Durabolin ist man
dieser Zielsetzung dann auch relativ nahe gekommen. Deca Durabolin ist das
am meisten verwendete und gängigste Steroid, was angesichts seiner charakteristischen
Merkmale auch nicht verblüffen dürfte. Deca Durabolin wartet
bei einer relativ geringen androgenen Komponente mit einer ausgeprägten
regenerationsfördernden Wirkung auf. Dies bedeutet nichts anderes, als daß
es durch Deca Durabolin zu deutlich kürzeren Regenerationszeiten kommt.
Anders als bei Testosteron-Propionat darf sich der Anwender allerdings bei
„Deca” keine psychisch leistungsfördernden Wirkungen erwarten: So wird es
weder zu einer Verbesserung des Stamina kommen, noch wird der Athlet
unter Deca Durabolin mehr Biß oder Aggressivität an den Tag legen. Wer auf
eine derartige Wirkung Wert legt, wird eher die Verwendung von Substanzen
wie Testosteron oder Halotestin in Betracht ziehen.

Neben seiner regenerationsfördernden Wirkung hat Nandrolon einen weiteren
Vorteil für den Athleten: Es führt zu einer vermehrten Wassereinlagerung in
den Gelenken, was für viele Athleten ein unbeschreiblicher Segen sein kann.
Vor allem im Langstreckenlauf sind Knie- und Fußgelenksprobleme bei
Leistungssportlern an der Tagesordnung. Oft werden diese dann von ärztlicher
Seite nur mit Kortison injektionen behandelt, die zwar die Entzündung
eindämmen und den Schmerz nehmen und so wieder ein einigermaßen
schmerzfreies Training ermöglichen, ohne jedoch die eigentliche Ursache der
Verletzung zu beheben. Eine ständig schwelende, latente Entzündung kann
dann leicht chronisch werden. Dies führt in den meisten Fällen dazu, daß in
regelmäßigen Abständen Kortison spritzen verabreicht werden, um so die
Symptome zu verschleiern und den Schmerz zu bekämpfen. Doch diese
Vorgehensweise gefährdet deutlich die Gesundheit: Langfristige Kortisoninjektionen
an den immer gleichen Stellen führen zu Gewebsathrophien, was
im angenehmsten Fall ein geschrumpfter Muskel sein kann. Doch auch
Sehnen, Bänder und sogar die Knochenmasse werden von Kortison angegriffen:
Langfristig verwendetes Kortison führt zu einer Störung der Calciumeinlagerung,
wodurch es sogar zu Osteoporose kommen kann. Wie sagte der
Mannschaftsarzt des berühmt-berüchtigten Radsport Profiteams „Festina”
so schön: „Durch die enormen Belastungen in Training und Wettkampf sind
die Athleten im medizinischen Sinne anschließend krank und bedürfen
ärztlicher Betreuung und Behandlung”. Daß die Kortisonspritze da die
ungünstigste Lösung darstellt, dürfte offensichtlich sein. Weit besser eignet
sich hier Nandrolon. Durch die Einlagerung von Wasser in die Gelenke
kommt es meist gar nicht zum Auftreten von Gelenkschmerzen. Sind diese
allerdings bereits vorhanden, so tritt in vielen Fällen eine Schmerzlinderung
und ein nachfolgendes Abheilen ein (vorausgesetzt, der Athlet erhöht nach
einem Abklingen der Schmerzsymptome nicht sofort die Trainingsbelastung).
Nandrolon forciert außerdem die Einlagerung von Aminosäuren in die entsprechenden
Gewebe, vor allem der Muskulatur. In vielen Fällen ist das
Schmerzsymptom und Ursache für den Schmerz nicht an ein- und derselben
Körperstelle zu finden. Wer beispielsweise mit der Achillessehne Probleme
hat, bei dem liegt meist ein deutlich erhöhter Muskeltonus in Verbindung mit
Myogelosen (Verhärtungen der Muskulatur) im Bereich der Wadenmuskulatur
vor. Die Wadenmuskulatur ist (wie jede andere Muskulatur auch)
durch Sehnen (Achillessehne) mit dem Knochen (Fersenbein) verbunden. Die
durch den hohen Tonus hervorgerufene erhöhte Zugbelastung auf die
Achillessehne führt dann über kurz oder lang zu einer Sehnenentzündung.

Hier hilft nur eine Forcierung sämtlicher denkbarer Regenerationsmaßnahmen:
— Manuelle Therapie (Massagen)
— Entzündungshemmende Salbenverbänden
(Phardol mono, oder Voltaren)
— Wechselduschen
— Regenerationstraining (Zyklische Muskelbelastung bei mittlerer bis
hoher Frequenz im mittleren bis niedrigen Pulsbereich, bei niedriger
Kraftkomponente) Ausreichende Versorgung mit Aminosäuren
(hochwertige Proteinquellen wie lonic Exchange Whey)
— Ausreichende Versorgung mit wichtigen Mineralstoffen wie Kalium
und Magnesium, sowie des Vitamin B Komplexes (hier vor allem B12)

Lauftraining beispielsweise ist immer mit einer enormen Gelenksbelastung
verbunden: Bei submaximalem Tempo ist das Kniegelenk mit jedem Schritt
Stoßbelastungen, ungefähr in der Höhe des siebenfachen Körpergewichts
ausgesetzt. Dabei tritt diese Belastung nicht einmal, sondern unzählige Male
auf. So kommt es in vielen Fällen durch einen leistungssportlich betriebenen
Langstreckenlauf zu einer vermehrten Gelenksabnutzung.

Ein jeder Athlet kennt den Aufbau eines Gelenks: Knochen und Knochenpfanne
sind von der Gelenkkapsel, in der sich auch die Gelenksflüssigkeit
befindet, umgeben. Mehr oder weniger zwischen Knochen und Pfanne
befindet sich der (die) Knorpel. Durch diesen Aufbau kommt es zwar zu einer
Minimierung der auftretenden Friktionen (Reibungen), doch physikalischen
Grundsätzen zufolge kann die Friktion nie gleich Null sein, eine gewisse
Restreibung herrscht in jedem Gelenk. Je älter der Athlet ist, desto mehr
haben seine Gelenke an Flexibilität eingebüßt, da mit fortschreitendem Alter
immer weniger Wasser in die Gelenke eingelagert wird. Dies führt zu einer
vermehrten Gelenksabnutzung. So ist es auch nicht besonders verwunderlich,
daß vor allem ältere Athleten über Kniegelenksprobleme, Partellarsehnenbeschwerden
oder Schmerzen im Achillessehnenbereich klagen. Durch die
Verwendung von Nandrolon kommt es zu einer gesteigerten Wassereinlagerung
in den Gelenken — ein wahrer Segen für Läufer jenseits der 40.

Nun wird bereits ersichtlich, warum Nandrolon trotz seiner langen Halbwertszeit
in weiten Kreisen der Leistungssportelite eine derartige Beliebtheit besitzt.
Der eine oder andere wird sich jetzt die Frage nach den Nebenwirkungen von
Nandrolon Decanoat stellen. Um es gleich vorwegzunehmen: Deca Durabolin
ist mit Sicherheit nicht halb so gefährlich wie dies von vielen angenommen
wird. Deca Durabolin besitzt eine ausgeprägte anabole bei einer mäßigen
androgenen Komponente. Dies macht „Deca” zu einem relativ nebenwirkungsarmen
Medikament. Dennoch kann es zum Auftreten einer vermehrten
Talgdrüsenproduktion eventuell in Verbindung mit Akne kommen. Da Deca
Durabolin keine negativen Einflüsse auf die Leberfunktion ausübt, könnte
das Medikament sogar bei Lebererkrankungen eingesetzt werden.

Selbst wenn der Athlet durch die längerfristige Verwendung von 17-alpha-alkylierten
Steroiden wie Halotestin oder Dianabol erhöhte Leberwerte aufweist, kann
es unter Deca zu einer Normalisierung der Werte kommen. Der Einfluß von
Nandrolon auf den Hypophysen-Gonaden-Hoden Regelkreis ist bei den im
Ausdauersport üblichen Dosierungen relativ gering. Dies bedeutet, daß es
durch die Verwendung von Nandrolon Decanoat zu keiner nennenswerten
Einschränkung der körpereigenen Hormonproduktion kommt. Dennoch
berichten einige Athleten davon, daß sich nach einer nicht allzulangen,
regelmäßigen Verwendung von Nandrolon eine aufkommende sexuelle
Unlust bemerkbar macht. Hier gilt es zu beachten, daß in den männlichen
Keimdrüsen (Hoden) zwei unterschiedliche Vorgänge ablaufen. Zum einen ist
dies die Synthese von Testosteron, die hauptsächlich durch LH angeregt wird;
zum anderen ist es die Spermatogenese (die vornehmlich durch FSH angeregt
wird). Aktuellen Untersuchungen aus Indonesien zufolge führt Deca in geringen
Dosierungen zwar zu keiner nennenswerten Einschränkung der Testosteronproduktion,
wohl aber zu einer verminderten Spermatogenese. Dies geht
sogar soweit, daß in der Medizin die Anwendung von Nandrolon als
Kontrazeptiva getestet wurde. Bei alleiniger Verwendung von Nandrqlon,
führte dies allerdings zu keinen entsprechenden Ergebnissen. Dagegen kam
es durch die gleichzeitige Anwendung von Testosteronenantat (in einer
Dosierung, die in etwa der im Ausdauersport üblichen Menge entspricht
(siehe Testosteron)) zusammen mit Nandrolon zu einer höheren Erfolgsquote
als mit der Anti Baby Pille (!). Ähnlich wie bei der „Pille”, ist auch die verminderte
Spermatogenese ein reversibler Vorgang: So kommt es nach dem
Absetzen der Präparate zu einer Wiederherstellung des ursprünglichen
Zustandes im Körper.

Bei einem langfristigen Einsatz von Nandrolon Decanoat kann es allerdings
zu einem negativen Einfluß auf den Herzmuskel kommen. In einer von
Obasanjo et al. im Jahre 1996 durchgeführten Studie wurden Affenweibchen
ein Jahr lang Nandrolon Decanoat verabreicht. Es stellte sich heraus, daß es
zu einer Veränderung der Herzkranzgefäße kam, wie auch das Arterioskleroserisiko
parallel dazu anstieg. Freilich braucht nicht jeder, der über 10
Wochen Nandrolon Decanoat verwendet, Angst vor einem Herzinfarkt
haben, doch wer über Jahre hinweg bedenkenlos größere Mengen an Deca
Durabolin und Testoviron verwendet sollte sich im klaren darüber sein, daß es
zu einem Anstieg des Herzinfarktrisikos kommen kann.

Athleten verwenden Nandrolon meist in einer Dosierung von 100 bis 200 mg
pro Woche, was einer halben bzw. einer ganzen Ampulle gleichkommt.
Dabei ist es völlig gleichgültig, ob die Dosis auf einmal oder auf mehrere Male
aufgeteilt verabreicht wird. Deca Durabolin ist ein Steroid, das (in
Abhängigkeit von der Dosierung) zu einer sichtbaren Wassereinlagerung
führt. Dies bedeutet für den Athleten, daß es die Dosierung genau auszu-
taxieren gilt. Wer zuviel Deca injiziert, der wird bald damit zu kämpfen
haben, daß sich im Training und Wettkampf ein unerwünschtes Pumpgefühl
einstellt, das mit einer Minderdurchblutung der Kapillaren einhergeht. Wer
dagegen zu wenig verwendet, der wird mitunter eine minimale oder unter
Umständen gar keine Wirkung feststellen. Wer mit Nandrolon Decanoat
arbeitet, der sollte Kohlehydratorgien umgehen und eine Kohlenhydratsuperkompensation
(vermehrte Einlagerung von Kohlenhydraten in der Muskulatur)
unbedingt vermeiden, Wer nicht plötzlich auf ein Bodybuilding Training
umstellt und auf seine Kalorienzufuhr achtet, der braucht auch vor einer
muskelaufbauenden Wirkung von Deca Durabolin keine Angst zu haben.
Weibliche Athleten sollten trotz aller Vorteile vorsichtig mit Deca umgehen,
obwohl in einer Dosierung von 30 bis 100 mg/Woche die Gefahr von
Virilisierungserscheinungen relativ gering ist. Dennoch kann es bei höheren
Dosierungen zu Stimmvertiefung (irreversibel), Akne, vermehrtem Haarwuchs
sowie eventuell einer Klitorishypertrophie kommen.

Athletinnen verwenden Nandrolon Decanoat daher meistens in Dosierungen
von nur 25 — 50 mg/Woche. Da es sich bei Nandrolon um ein Steroid mit sehr
langer Wirkungsdauer handelt, empfiehlt es sich für Frauen die Injektionsintervalle
auf 10 bis 12 Tage zu vergrößern, da es ansonsten zu einer unerwünschten
Ansammlung von Androgenen im Körper kommen kann.
Wer sich Deca Durabolin vom Arzt verschreiben läßt, der muß tief in die
Tasche greifen.

Wer Spritzen scheut und außerdem Geld sparen möchte, für den gibt es gute Nachrichten. Mit der Entwicklung von 19-Norandrostendion steht dem Athleten ein sogenanntes
Prohormon zur Verfügung, das in den allermeisten Fällen ähnliche Wirkungen
hervorruft wie Nandrolon Decanoat und das außerdem noch zu einem
vernünftigen Preis (siehe auch Norandrostendion).

Die Präparate
Wirkstoff: Nandrolon Decanoat
Adelco (GR), Anaboline (50 mg/ml)
Chemica (GR), Elpihormo (50 mg/ml)
Demo (GR), Ziremilon (50 mg/ml)
Etem (TÜR); Jebolan (50 mg/ml)
Gedeon Richter (UNG), Retabolil (25/50 mg/mI)
Genepharm (GR), Extraboline (100 mg/m1)
International Pharmaceuticals, Nandrolone Decanoate
USP XXII (200 mg/ml 10 ml)
Medexport (RU), Tetabolin (50 mg/ml)
Organon (SWE), Deca-Durabol (25/50/100 mg/ml)
Organon (GER,BEL,CH,DEN,ESP,GR,GB,ITA,NL,POL,YU,FL)
Deca Durabolin (25 mg/ml)
Organon (GER,BEL,CH,DEN,ESP,GR,GB,ITA,NL,POL,YU,FL)
Deca Durabolin (50 mg/ml)
Organon (GB,USA,CAN,FL,GR) Deca Durabolin (100 mg/ml)
Organon (NL) Deca Durabolin 100 (100 mg/ml)
Orion (FL), Sterobolin (50 mg/ml)
Rafarm (GR), Nurezan (50 mg/ml)
Farma Fournier Pierrel (FRA), Dynabolon (80,5 mg)
(Nandrolon Undecanoat)

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Melanotan II – Information zum Ablauf einer subkutanen Injektion

Melanotan II wird in die Unterhaut (Subcutis) mithilfe einer Insulinspritze mit integrierter Kanüle injiziert (Tabelle 12). Anwender von MT-II, die kein so genanntes „Starterset” erworben haben, besrogen sich zusätzlich Hautdesinfektion und Insulinspritzen. Die Durchführung einer subkutanen Injektion wird als ein relativ einfaches Unterfangen beschrieben, weshalb Menschen, die Insulin benötigen, es sich selbst verabreichen können.

Eine Injektion ist aber immer ein Eingriff in die Unversehrtheit des Körpers und kann zu
diversen Komplikationen führen:

• Kanülenbruch (bei den heutigen Produktionsmethoden relativ unwahrscheinlich)
• Unverträglichkeitsreaktionen
• Infektionen
• Hämatombildung (Bluterguss)
• Nervenschädigung (gilt bei einer subkutanen Injektion als relativ unwahrscheinlich)

Man sollte sich dieser Risiken bewusst sein und in Betracht ziehen, sich von Fachpersonal
Rat einzuholen. In einschlägiger Literatur und im Internet werden diverse Vorgehensweisen beschrieben, die zum Teil variieren. Das sinnvollste ist es, auf Basis aller gesammelten Informationen sich ein Bild zu machen.

 

Nebenwirkungen

Melanotan II hat äußerst vielfältige Nebenwirkungen, die je nach Anwender erheblich variieren. Die Grundproblematik bezüglich der Nebenwirkungen von MT-II ist, dass diese niemals wissenschaftlich untersucht wurden. Aus diesem Grund gibt es auch keine Aufstellung der Nebenwirkungen, wie man es von Beipackzetteln bei Medikamenten kennt. Die folgende Zusammenstellung ist das Resultat von Anwenderberichten zu den am häufigsten auftretenden Nebenwirkungen. Dieser Umstand schließt auch ein, dass man sich der Ursachen und vor allem der Folgen der auftretenden Nebenwirkungen nicht 100 %ig sicher sein kann, was einen zusätzlichen Risikofaktor darstellt. Zu einigen Punkten gibt es auf Schlussfolgerungen basierende Erklärungen, die aber nicht als gesichert angesehen werden dürfen, sondern lediglich einen möglichen Anhaltspunkt geben.

Herz-Kreislauf
• „Flush” (rotes Gesicht, Hitzewallungen)
• Schwindel
• Bluthochdruck
• Herzrasen
• Herzstechen
• Kreislaufkollaps
Der „Flush” ist ein immer wiederkehrendes Phänomen, was vor allem zum Anfang einer
MT-II-Kur auftritt. Er kann auch mit einem Schwindel einhergehen. Bei einigen Anwendern
treten diese Nebenwirkungen bei jeder Injektion auf und ebben nach ein paar Minuten
wieder ab. Herzrasen und Herzstechen bis hin zum Kreislaufkollaps wurde zumeist in
Verbindung mit hohen Einzeldosierungen beobachtet. Diese Nebenwirkungen summierten sich, wenn Anwender statt einer Einschleichphase direkt mit der Aufladephase begannen. Die wahrscheinlichste Erklärung für die Nebenwirkungen, die das Herz-Kreislauf-System betreffen, ist die, dass MT-II mit den MC3Rs interagiert. Diese haben nachweislich einen Einfluss auf den

• Blutdruck und die Herzfrequenz.
• Magen-Darm
• Übelkeit
• Erbrechen
• (Vergiftungserscheinungen)

Von Übelkeit wird ebenfalls zumeist am Start einer MT-II-Kur berichtet, was sich dann
im weiteren Verlauf der Missbrauchspraktiken laut Anwendern relativiert. Personen mit
einem empfindlichen Magen und/oder wenn die Dosierung zu hoch gewählt wurde, erbrechen sich gelegentlich. Häufig wird die Übelkeit in einem Kontext mit einem verunreinigten Rohstoff gebracht. Diese Aussage ist aber nicht haltbar, da dieser Effekt abhängig von der Dosierung bei jedem Anwender auftritt. Aufgrund der Menge an Herstellern von MT-II kann es sich rein statistisch nicht um ein Qualitätsproblem handeln. Die tatsächliche Ursache für die Übelkeit ggf. das Erbrechen lässt sich aber derzeit nicht schlüssig darlegen.

Haut

• lokalisierte Hyperpigmentierung
• Hypopigmentierung
• vermehrte Bildung von Muttermalen
• Vergrößerung bereits bestehender Muttermale
• graue, gelbliche Hautfärbung

Bei Nebenwirkungen, die sich auf die Haut auswirken, herrscht die größte Uneinigkeit bei den Anwendern. Dies ist durchaus verständlich aufgrund der umfangreichen Probleme, die auftreten können. Besonders das Thema Muttermale ist ein ständiger Streitpunkt. Manche Anwender gehen davon aus, dass neue Muttermale durch eine MT-II-Einnahme entstehen, was aber als relativ unwahrscheinlich zu bewerten ist. Die Anwender, die diesen Standpunkt vertreten, übersehen dabei, dass sich niemand vor einer MT-H-Kur eingehend untersucht und die Position der Muttermale und deren Anzahl festhält. Durch das Fehlen der genauen Anzahl und Position der Muttermale entsteht der Eindruck, dass während der Kur neue Muttermale entstehen. Am schlüssigsten ist der Standpunkt, dass vorher helle (farblose) Muttermale aufgrund der erhöhten Melaninproduktion nachdunkeln bzw. bereits bestehende Muttermale sich dadurch optisch vergrößern. Nach einer MT-II-Kur kommt es häufig vor, dass eine große Anzahl der nachgedunkelten Muttermale nicht mehr in ihren ursprünglichen Zustand zurückkehren, was für viele einen Schönheitsmakel darstellt. Auf keinen Fall darf man diese Muttermale selbst entfernen, wie es Anwendern häufig im Internet geraten wird. Dies ist eine Aufgabe für einen Facharzt. Häufig kommt es dazu, dass einige Stellen des Körpers dunkler werden als andere, was viele unter eine „lokalisierte Hyperpigmentierung” einordnen. Dies bedeutet, dass an gewissen Körperstellen mehr Melanin produziert und eingelagert wird als an anderen. Dieser Effekt geht nach dem Absetzen zumeist wieder zurück. Es gibt aber Fälle, in denen das nicht so war. Noch während, aber besonders nach einer MT-II-Kur kann es zu „weißen Flecken” auf der Haut kommen, was sich auf das völlige Fehlen von Melanin zurückführen lässt. Diese Nebenwirkung wird auch unter dem Begriff Hypopigmentierung von Anwendern aufgeführt. Die weißen Flecken sind oftmals nicht mehr reversibel. Möglicherweise lässt sich das völlige Fehlen der Pigmentierung auf in ihrer Funktion gestörten oder zerstörten Melanozyten zurückführen. Gelegentlich kommt es auch vor, dass Anwender statt einer schönen Bräune eine graue oder gelbliche Hautfarbe bekommen. Dieser Effekt verschwindet aber nach einhelliger Meinung kurze Zeit nach dem Absetzen wieder.

Augen

• getrübte Sicht
• dunkle Flecken in den Augen
• Augenfarbe verändert sich (Iris wird heller)
• dunkle Augenringe

Von einer getrübten Sicht wird gelegentlich berichtet. Es lassen sich aber keine Rückschlüsse auf die Ursachen ziehen. Alle anderen Punkte sind am ehesten mit einer lokalisierten
Hyperpigmentierung bzw. Hypopigmentierung zu erklären, was im Fall der
Flecken und der veränderten Augenfarbe nicht immer reversibel ist. Die dunklen Augenringe gehen nach einhelligen Berichten immer zurück, hier kommt es zu einer farblichen Differenz zum übrigen Körper aufgrund der dünneren Haut in Kombination mir den auf Höchstleistung Melanin produzierenden Melanozyten.

Geschlechtsteile und Sexualität
• dunkler werdender Hodensack
• dunkler werdende äußere Schamlippen
• dunkler werdende Brustwarzen
• gesteigerte Libido bei beiden Geschlechtern
• Priapismus (Dauererektion)

Ein im Verhältnis zum restlichen Körper noch dunkler werdender Hodensack bzw. Schamlippen und Brustwarzen lassen sich ebenfalls am ehesten unter einer lokalisierten Hyperpigmentierung einordnen. Es lässt sich, ähnlich wie bei den Augenringen, auf die
Eigenschaften der dortigen Haut und der starken Melaninproduktion zurückführen. Dieser Effekt relativiert sich nach dem Absetzen wieder und gilt daher bei Anwendern als vollständig reversibel.

Sonstiges

• „Unterdrückung des Hungers”
• Schlafstörungen
• Entzündungen durch unsachgemäße subkutane Injektionen
• Verhärtungen durch unsachgemäße subkutane Injektionen; wird umgangen,
indem man die Injektionsstellen regelmäßig wechselt
• Infektionen aufgrund einer verunreinigten Injektionslösung
• Infektionen aufgrund einer Verunreinigung des Rohstoffes
• allgemeine allergische Reaktionen
• anaphylaktischer Schock

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Melanotan II – Anwenderberichte einer Dosierung

Es gibt bei Melanotan II nur Richtwerte, was die Dosierung angeht. Sie basieren auf Angaben von Anwendern, die aufgrund des mit dem Eigenkonsum steigenden Erfahrungsschatzes mit der Zeit die eigene individuelle Dosis ermittelt haben.
Gründe

• Individueller Hauttyp
• Geschlecht, Alter, Körpergewicht
• Qualität des Rohstoffes
• Gewünschte Bräune

Der Ablauf einer MT-II-Kur setzt sich aber nach einhelliger Meinung immer aus drei Phasen zusammen.

Phase I Einschleichen

Der Körper reagiert auf eine MT-II-Injektion mit einer Abwehrreaktion, die sich zumeist
aus Übelkeit und Kreislaufbeschwerden (Bluthochdruck, Schwindel) zusammensetzt.
Daher wird von Anwendern in der Einschleichphase zunächst eine niedrige Dosierung
gewählt, die langsam gesteigert wird, um diesen Effekt abzuschwächen und die eigenen
Grenzen zu ermitteln:

• Tag 1 -> 0,25 mg
• Tag 2 -> 0,5 mg
• Tag 3 -> 0,75 mg

Phase II Aufladen

In dieser Phase wird eine vorher festgelegte Dosis täglich injiziert bis die individuelle
Wunschbräune erreicht ist. Die Dauer der Ladephase variiert je nach Hauttyp und der
gewünschten Bräune zwischen 15 und 30 Tagen. Es besteht natürlich auch ein direkter
Zusammenhang zu der Häufigkeit, in der die Anwender UV-Licht ausgesetzt sind. Die
zwei verbreitetsten Ansätze zur Dosierung in der Aufladephase sind dabei:

• Pauschal -> 1 mg täglich
Oder:
• Nach Gewicht -> 0,01 mg/kg – 0,015 mg/kg täglich

Phase III Erhaltung

Erreichen die Anwender ihre individuell gewünschte Hautbräunung, gehen diese in die
Erhaltungsphase über. In dieser Phase geht es nur noch darum, die erreichte Bräune
zu halten. Es gibt Anwender, die sich schon über Jahre in dieser Phase befinden. In der
Erhaltungsphase variieren die Anwenderberichte über die Dosis am meisten und hier
scheint jeder sein eigenes „Rezept” zu haben, das sich unter anderem im folgenden

Bereich abspielt:
• 1-2 Injektionen pro Woche bei 0,8 mg – 1,3 mg

Wird die Erhaltungsphase abgebrochen, indem die MT-II-Gabe ausgesetzt wird, dauert es je nach Hauttyp und Ausprägung der Bräune zwischen einem und drei Monaten, bis die normale Hautfarbe wieder erreicht werden sollte. Der U-40 / U-100 Fallstrick

Ein Punkt, der für besondere Verwirrung sorgt, ist das Verhältnis von der selbst hergestellten Injektionslösung (mg/ml) zu den mit I. E. (Internationale Einheiten) skalierten Insulinspritzen. Die Maßeinheit I. E. bemisst Präparate wie Insulin anhand ihrer Wirkung und nicht anhand der Stoffmenge, wie beispielsweise MT-II (mg/ml). Es gibt so genanntes U-40-Insulin, das in 1 ml Insulinlösung 40 I. E. Insulin enthält. U-100-Insulin hingegen ist viel stärker konzentriert, es enthält in 1 ml Insulinlösung 100 I. E. Insulin. Die Bezeichnung von Insulinspritzen lautet daher je nach Typ U-40 oder U-100 und werden entsprechend mit 40 I. E. oder 100 I. E. skaliert.

Der für MT-II-Anwender relevante Knackpunkt ist, dass sowohl U-40- als auch U-100- Insulinspritzen mit einem Fassungsvermögen von 1 ml (u. a. auch 0,5 ml) ausgeliefert werden. Das identische Fassungsvermögen der Insulinspritzen in Kombination mit der divergierenden Skalierung (40 I. E., 100 I. E.) führt dazu, dass eine I. E. in einer U-40- Insulinspritze mehr MT-II enthält als in einer U-100-Insulinspritze. Die folgenden

Beispiele sollen dies veranschaulichen: Beispiel mit 10 mg einer wasserlöslichen Substanz, die in 1 ml Injektionswasser gelöst wird und in eine Insulinspritze gefüllt wird, die 1 m1/40 I. E. Injektionsflüssigkeit fassen kann:

• Wirkstoffmenge : verwendetes Injektionswasser (ml) =
Wirkstoffkonzentration/ml 10 mg : 1 ml = 10 mg/ml
• Wirkstoffkonzentration/ml : Anzahl der I. E. = Wirkstoffmenge pro I. E.
10 mg/ml : 40 I. E. = 0.25 mg pro I. E.

Beispiel mit 10 mg einer wasserlöslichen Substanz, die in 1 ml Injektionswasser gelöst wird und in eine Insulinspritze gefüllt wird, die 1 m1/100 I. E. Injektionsflüssigkeit fassen kann:

• Wirkstoffmenge : verwendetes Injektionswasser (ml) = Wirkstoffkonzentration/ ml 10 mg : 1 ml = 10 mg/ml

• Wirkstoffkonzentration/ml : Anzahl der I. E. = Wirkstoffmenge pro I. E. 10 mg/ml : 100 I. E. = 0.1 mg pro L E.

Beispiel mit 10 mg einer wasserlöslichen Substanz, die in 2 ml Injektionswasser gelöst wird und in eine Insulinspritze gefüllt wird, die 1 m1/40 I. E. Injektionsflüssigkeit fassen kann:

• Wirkstoffmenge : verwendetes Injektionswasser (ml) = Wirkstoffkonzentration/ml 10 mg : 2 ml = 5 mg/ml

• Wirkstoffkonzentration/ml : Anzahl der I. E. = Wirkstoffmenge pro I. E. 5 mg/ml : 40 I. E. = 0.125 mg pro I. E.

Beispiel mit 10 mg einer wasserlöslichen Substanz, die in 2 ml Injektionswasser gelöst wird und in eine Insulinspritze gefüllt wird, die 1 m1/100 I. E. Injektionsflüssigkeit fassen kann:

• Wirkstoffmenge : verwendetes Injektionswasser (ml) = Wirkstoffkonzentration/ml 10 mg : 2 ml = 5 m_g/m1

• Wirkstoffkonzentration/ml : Anzahl der I. E. = Wirkstoffmenge pro I. E. 5 mg/ml : 100 I. E. = 0.05 mg pro I. E.

Die Menge an Wirkstoff in einer I. E. ist somit abhängig von der Konzentration der Injektionslösung in Verbindung mit dem Typ der Insulinspritze (U-40/U-100) und deren Fassungsvermögen (0,5 ml, 1 ml).

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Melanotan II – Die Herstellung einer Injektionslösung

Melanotan II wird als Pulver zumeist in einem oder mehreren Injektionsfläschchen (Vial) bestenfalls mit Kühlpacks verpackt ausgeliefert. In diesem Zustand ist das MT-II nicht zu verwenden, da es in die Unterhaut gespritzt werden muss (subkutane Injektion). Die Auslieferung in Pulverform hat mehrere Gründe: MT-II wird illegal eingeführt, daher sind Hersteller/Lieferant und Händler auf eine unverfängliche Deklarierung bedacht, um möglichst viel Rohstoff in möglichst kleiner Verpackung einzuführen. Ein Pulver hat ein viel geringeres Volumen als Vials und ist zusätzlich im Transport billiger. Darüber hinaus

ermöglicht diese Art der Rohstoffbeschaffenheit eine viel einfachere Kühlung, falls diese seitens des Herstellers erfolgt. Der Kernpunkt für die Pulverform ist aber die Hygiene. Da MT-H in Wasser für Injektionszwecke (Aqua ad iniectabilia) bzw. isotonische Kochsalzlösung (NaCI 0,9 %) gelöst wird, ist nach Schätzungen die Haltbarkeit auf zwei bis maximal drei Wochen aufgrund der Keim- und Bakterienbildung begrenzt. Bei Wasser für Injektionszwecke handelt es sich um steriles Wasser, bei dem ein gewisser Grenzwert an Mikroorganismen nicht überstiegen werden darf. Dabei wird oft übersehen, dass isotonische Kochsalzlösung ebenfalls Wasser für Injektionszwecke enthält, aber gleichzeitig noch Natriumchlorid (NaCI). NaCI hat die Eigenschaft, bis zu einem gewissen Bereich Mikroorganismen an der Vermehrung zu hindern bzw. abzutöten. Diese Eigenschaft von isotonischer Kochsalzlösung könnte sich daher möglicherweise positiv auf die Lagerung einer Injektionslösung auswirken. Manche der so genannten „Startersets” beinhalten für die Herstellung einer Injektionslösung alles, was nötig ist. Werden einzelne Vials bestellt, werden in den diversen Shops die benötigten Utensilien angeboten bzw. viele decken sich über Internetapotheken ein (Tabelle 9, 10, 11).

Es gibt diverse Ansätze zur Herstellung einer Injektionslösung, auf deren Schilderung an
dieser Stelle jedoch verzichtet wird.

Melanotan II in Pulverform kann im Gefrierfach aufbewahrt werden. Fertig gemischte
Injektionslösung sollte laut Erfahrungsberichten im Kühlschrank gelagert werden und
zeitnah verbraucht werden. Üblicherweise wird von einer Haltbarkeit von zwei bis maximal drei Wochen ausgegangen, wobei dies mit Vorsicht zu genießen ist. Es handelt
sich dabei nicht um wissenschaftlich ermittelte Zahlen, sondern um Erfahrungswerte von
Anwendern.

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MT-II, Appetitregulation und Gewichtsverlust

Die Mär von MT-II als einem „Diätmittel” ist so weit verbreitet, dass wir die Hintergründe mal ein wenig näher beleuchten müssen. Im Internet wird gelegentlich verbreitet, dass MT-II den Appetit unterdrückt und so zu einem Gewichtsverlust führen kann. Derartige Aussagen werden dann durch Nennung diverser Studiennamen bzw. Auszüge aus selbigen belegt und dann zumeist ohne weitere Kontrolle als „Beweis” akzeptiert. Melanotan II wird de facto in diversen Studien in Zusammenhang mit Adipositas (Fettleibigkeit, Fettsucht) verwendet. Im Mittelpunkt der Betrachtung stehen dabei die Melanocortin- 4-Rezeptoren (Tabelle 7). Man hat in Untersuchungen entdeckt, dass eine krankhafte Fettleibigkeit beim Menschen mit einer Mutation (Veränderung) des MC4R-Gens einhergehen kann. Dies bedeutet aber nicht, dass alle krankhaft übergewichtigen Menschen eine derartige Mutation haben (Frameshift-, Nonsense- und Missense-Mutation). Es wird von ca. 4-6 % der Betroffenen ausgegangen.

Es gibt dabei so genannte „stille Mutationen”, die keine Auswirkung auf die Rezeptoren haben, oder solche mit nur geringen Auswirkungen. Darüber hinaus konnten aber auch Mutationen nachgewiesen werden, die zu einem Komplettausfall der MC4R-Funktionen führten. Das heißt, natürliche MC4R-Agonisten wie a-MSH oder ACTH (Adrenocorticotropes Hormon) konnten die Rezeptoren nicht mehr aktivieren (Abbildung 15,16).

Im Folgenden werden diverse Studien und andere wissenschaftliche Arbeiten, die sich in der Konzeption ähneln bzw. gleichen, grundlegend in ihren Gemeinsamkeiten beschrieben. Bei der überwiegenden Anzahl geht es primär um die Melanocortin-4-Rezeptoren und nicht um MT-II, wie es gerne mal vermittelt wird. Melanotan II wird neben anderen Substanzen (natürliches a-MSH, SHU9119 usw.) eingesetzt, da es als a-MSH-Agonist spezifisch an den MC4Rs wirkt und man sich dadurch ein besseres Verständnis von den Vorgängen, die zur krankhaften Fettleibigkeit führen, erhofft. Hier geht es also nicht um MT-II als „Diätmittel”, sondern um Erkenntnisgewinn. Die Gesamtergebnisse der jeweiligen Studien unterscheiden sich erheblich, was aber keine Auswirkungen auf die Bewertung von MT-II hat.

Die Studien sind ausschließlich an Tieren, wie Ratten und Mäusen, durchgeführt worden. Besonders interessant sind dabei die so genannten Knock-out-Mäuse. Bei diesen Knockout- Mäusen wurden die MC4Rs mithilfe genetischer Manipulation so verändert, dass diese nicht mehr/oder deutlich weniger auf a-MSH ansprachen. Voraussetzung war, dass den Knock-out-Mäusen und der Kontrollgruppe, bestehend aus normalen Mäusen (Wildtyp), unbegrenzt Nahrung zur Verfügung stand, die sie selbstständig konsumieren konnten. Der Effekt war, dass die Knock-out-Mäuse ein höheres Gewicht aufwiesen (variiert je nach Studie) im Vergleich zur Kontrollgruppe, die sich aus dem Wildtyp zusammensetzte. Das höhere Gewicht der Knock-out-Mäuse ergab sich somit aus der Kombination von unbegrenzt erhältlichem Futter und einer gestörten Appetitregulation aufgrund der Mutation im MC4R-Gen. Im Gegensatz dazu funktionierte bei den normalen Mäusen der Regulationsmechanismus, da a-MSH die MC4Rs besetze und dadurch der Appetit schwand mit der Folge, dass die Nahrungsaufnahme eingestellt wurde. Um diese Erkenntnis zu stützen, wurden die Mäuse nun mit Agonisten und Antagonisten am MC4R behandelt. Als erstes gab man den normalen Mäusen (zumeist i. p. bzw. mit Pumpen) den natürlichen Agonisten a-MSH sowie den synthetischen Agonisten MT-II, was eine verminderte Nahrungsaufnahme zur Folge hatte. Außerdem gab man den normalen Mäusen den Antagonisten SHU 9119, der verhinderte, dass a-MSH seine Wirkung über die Melanocortin- 4-Rezeptoren weitervermitteln konnte. Dies hatte zur Folge, dass die normalen Mäuse plötzlich ihre Nahrungsmittelzufuhr steigerten, da der Appetit nicht mehr durch a-MSH gehemmt wurde. Nach diesen Ergebnissen lässt sich durchaus sagen, dass Agonisten als auch Antagonisten an den MC4Rs zu einer Wirkung führen, wobei diese Ergebnisse leicht irreführend sein können. Exemplarisch wäre eine Studie mit MT-II an normalen Mäusen (Wildtypen), die in einem 12-Stunden-Rhythmus (12 h Licht / 12 h Dunkelheit) bei 23° (± 2°) gehalten wurden. Als Versuchstiere nahm man die Jungtiere von zuvor trächtigen Mäusen, die jeden Morgen kontrolliert wurden, ob diese geworfen hatten. War dies der Fall, wurde der Tag der Geburt als PO bezeichnet. Aus diesem Pool von jungen Mäusen suchte man nun willkürlich die Versuchstiere aus und gab diesen per intraperitoneale Applikation (i.p. „in die Bauchhöhle”) Melanotan II bzw. Kochsalzlösung an unterschiedlichen Tagen nach der Geburt.

In Abbildung 17 ist der Einfluss von MT-II auf das Körpergewicht grafisch dargestellt. Hier handelt es sich um 14-16 Mäuse in jeder Gruppe (eine Gruppe = ein Balken), die an jeweils unterschiedlichen Tagen nach ihrer Geburt (Px) entweder reine Kochsalzlösung (saline), oder MT-II erhalten haben. Deutlich ist der Gewichtsunterschied der mit MT-II behandelten Mäuse im Verhältnis zu den Vergleichstieren zu erkennen.

Auf Abbildung 18 ist der Einfluss von MT-II auf das Gewicht des Magens grafisch dargestellt, die Konditionen sind ansonsten mit Abbildung 17 identisch. Ebenfalls lässt sich ein Unterschied feststellen, der sich auf eine verringerte Nahrungsaufnahme der MT-II Mäuse zurückführen lässt.

In Abbildung 19 sind das Körpergewicht und das Gewicht des Magens von Versuchstieren
festgehalten, die unterschiedliche Dosierungen MT-II verabreicht bekommen haben. In
der Abbildung wird eine dosisabhängige verringerte Nahrungsaufnahme und eine daraus
resultierende Gewichtsreduktion ersichtlich.

In Abbildung 20 ist nun die Gewichtsentwicklung von Versuchstieren über mehrere Tage in einem Diagramm festgehalten. Spätestens an dieser Stelle sollte man stutzig werden: Das Gewicht der mit MT-II behandelten Mäuse ist zwar niedriger als das der mit Kochsalzlösung behandelten Vergleichstiere (saline), aber es steigt ebenfalls stetig an. Was ist hier passiert?

Betrachten wir erneut Abbildung 17,18 und 19. Es handelt sich um Versuchstiere, die 20 Stunden nach Start der Behandlung getötet wurden. Den Mäusen wurde zu unterschiedlichen Zeitpunkten, aber max. 16 Tage nach der Geburt (P16), standardmäßig 3 mg/kg bzw. 0,1 mg/kg – 10mg/kg MT-II (Abbildung 20) verabreicht. Die Tiere haben jeweils an Tag 1 um 17.00 Uhr und an Tag 2 um 09.00 Uhr MT-II erhalten. Um 13.00 Uhr wurden diese dann getötet und untersucht. Nun kommt der Knackpunkt: Dass die Mäuse leichter sind, hätte jeder menschliche MT-II-Anwender ohne jegliche Tierversuche auch beantworten können. Logischerweise trinken die max. 16 Tage alten Mäuse keine Milch mehr an den Zitzen ihrer Mutter. Nach derartigen MT-II-Dosierungen geht es den Tieren sprichwörtlich „hunde-elend”. Das Problem ist, dass diese Gruppen sich nicht an die Dosierung gewöhnen konnten, da sie nach 20 Stunden getötet wurden. Des Weiteren können sich Mäuse aufgrund der Anatomie ihres Magens nicht erbrechen, was jedem Menschen nach Dosierungen von schon 0,1 mg/kg auf jeden Fall passieren würde. Zum Vergleich: Bei einem 80 kg schweren Mann wären das bei dieser Dosierung zum Abend hin 8 mg und direkt zum Frühstück nochmal 8 mg, also insgesamt 16 mg MT-II. Das erscheint Ihnen nicht schlüssig? Nun, schauen Sie sich noch einmal Abbildung 20 an. Die Mäuse, die ein wenig länger leben durften, haben kontinuierlich bei 3 mg/kg!!! mehr gefressen und an Gewicht zugelegt. Dieser Vorgang lässt sich nicht anders als mit einem Gewöhnungseffekt erklären. Denn wenn die Besetzung der MC4Rs durch MT-II zu einer nachhaltigen Appetitunterdrückung führen würde, wären derartige Ergebnisse unmöglich. Die Kurve würde nicht exponentiell steigen, sondern wäre nach einem kurzen Anstieg durch die Verabreichung von MT-II mehr oder weniger eine Gerade, mit leichten Ausreißern aufgrund der HWZ von Melanotan II. Dies ist eine Studie, die 2007 veröffentlicht wurde. Für wissenschaftliche Verhältnisse ist dies eine aktuelle Studie, die auch reproduziert werden konnte, da viele andere Arbeiten ähnlich konzipiert waren. Alle diese Studien kann man in Bezug auf MT-II als absolut überflüssig bezeichnen. Die Wissenschaftler hätten sich das im Prinzip mit dem Studium einiger Erfahrungsberichte von Menschen selbst beantworten können. Dies offenbart auch wieder ein grundlegendes Problem von Tierversuchen: Sie sind meist nicht auf den Mensch übertragbar, vor allem dann nicht, wenn dem Versuchstier eine wichtige Eigenschaft des Menschen fehlt: die Fähigkeit sich zu erbrechen! Eine sich übergebende Maus hätte die Wissenschaftler vielleicht drauf gebracht, dass es aufgrund von Übelkeit zu keiner Nahrungsaufnahme kam.

Nun springen wir von den Wildtypen wieder zu den Knock-out-Mäusen mit dem mutierten MC4R-Gen. Diese Arbeiten setzen sich zumeist aus Wildtypen, Knock-out-Mäusen und Heterozygoten (genetischer Mischtyp aus Kock-out-Mäusen und Wildtyp) zusammen. Jede dieser Gruppen hat dann zumeist noch eine Kontrollgruppe gleichen Typs, an denen keine Versuche vorgenommen werden. Bei diesen Studien konnten an den Wildtypen selbstverständlich wieder ähnliche Ergebnisse erzielt werden aufgrund der zuvor beschriebenen Problematik. Bei Studien, die sich über einen längeren Zeitraum erstreckten, wurde man sich dieses „Gewöhnungseffektes” bewusst aufgrund ähnlicher Auswertungen wie in Abbildung 20. Doch sowohl bei den Knock-out-Mäusen als auch bei den heterozygoten Mäusen hatte die Vergabe von MT-II keinen nachhaltigen Effekt. Das Gewicht nahm bei den genetisch veränderten Mäusen zu Anfang ebenfalls ab. Allerdings pendelte sich dieser Effekt relativ schnell ein. Bei diversen Arbeiten wurden daraufhin die Versuche mit MT-II abgebrochen bzw. die Ergebnisse als nicht signifikant eingestuft. Mit folgenden Begründungen:

• MT-II führt zu einem (sinngemäß) „Gewöhnungseffekt”.
• MT-II kann die in ihrer Funktion gestörten oder defekten Melanocortin-4-Rezeptoren
nicht bzw. nicht ausreichend stimulieren.
• Eine Mutation am MC4R-Gen ist nicht der einzige Grund für Adipositas.

Dies sind alles schlüssige Argumente. Besonders wichtig ist es, deutlich zu machen,
dass sehr viele Mechanismen für das Gewicht bzw. die Gewichtsregulation zuständig sind
(Tabelle 8).

Es wird davon ausgegangen, dass eine Mutation am MC4R-Gen Auswirkungen auf das gesamte System hat und es nicht ausreicht, einen Teil der Gleichung zu ändern. Nach derzeitigem Studienstand hat Melanotan II keinen Effekt bei Adipositas aufgrund einer Mutation am MC4R-Gen. Es ist aber eine Tatsache, dass „normale” MT-II-Anwender von einer Appetithemmung und von einem leichten Gewichtsverlust berichten. Allerdings beschränkt sich dies auf den Start einer MT-II-Kur. Dieser Vorgang lässt sich mit einer an Sicherheit grenzenden Wahrscheinlichkeit auf eine leichte Übelkeit zurückführen in Verbindung mit einem Placebo-Effekt. Ein weiterer Punkt ist, dass eine MT-II-Einnahme die betreffende Person zum Anfang hin stresst, was sich zusätzlich auf den Appetit auswirken kann. Man ist aufgeregt, was auf einen zukommt (Wirkung, Nebenwirkungen), da man mit den ganzen Abläufen noch nicht so vertraut ist, wie z. B. der Herstellung einer Injektionslösung und einer subkutanen Injektion.

 

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