Wave Flow mit 6 Präparaten

Wave Flow Cycle 26

Woche

Testosteron Enantat

Nandrolon
Deconat

Boldenon Undecylenat

Trenbolon
Enantat

Stanozolol Tabs.

Turinabol Tabs.

1

1000mg

400mg

 

 

50mg

 

2

1000mg

200mg

 

 

50mg

 

3

1000mg

400mg

 

 

50mg

 

4

1000mg

200mg

 

 

50mg

 

5

1000mg

400mg

 

 

 

50mg

6

1000mg

200mg

 

 

 

50mg

7

1000mg

400mg

 

 

 

50mg

8

1000mg

200mg

 

 

 

50mg

9

1000mg

400mg

500mg

600mg

50mg

 

10

1000mg

200mg

250mg

400mg

50mg

 

11

1000mg

400mg

500mg

600mg

50mg

 

12

1000mg

200mg

250mg

400mg

50mg

 

13

1000mg

400mg

500mg

600mg

 

50mg

14

1000mg

200mg

250mg

400mg

 

50mg

15

1000mg

400mg

500mg

600mg

 

50mg

16

1000mg

200mg

250mg

400mg

 

50mg

17

1000mg

400mg

500mg

600mg

50mg

 

18

1000mg

200mg

250mg

400mg

50mg

 

19

1000mg

400mg

500mg

600mg

50mg

 

20

1000mg

200mg

250mg

400mg

50mg

 

21

1000mg

400mg

500mg

 

 

50mg

22

1000mg

200mg

250mg

 

 

50mg

23

1000mg

400mg

500mg

 

 

50mg

24

1000mg

200mg

250mg

 

 

50mg

 

Anmerkung: Nur ein Wirkstoff pro Tag injizieren

Wave Flow Cycle 27

Woche

Testosteron Enantat

Trenbolon Enantat

Deca- Durabolin

Trenbolon Acetat

Anadrol Tabs.

D-Bol

Tabs.

1

1000mg

400mg

400mg

 

150mg

 

2

1000mg

200mg

200mg

 

150mg

 

3

1000mg

400mg

400mg

 

150mg

 

4

1000mg

200mg

200mg

 

150mg

 

5

1000mg

400mg

400mg

300mg

 

50mg

6

1000mg

200mg

200mg

300mg

 

50mg

7

1000mg

400mg

400mg

300mg

 

50mg

8

1000mg

200mg

200mg

300mg

 

50mg

9

1000mg

400mg

400mg

 

150mg

 

10

1000mg

200mg

200mg

 

150mg

 

11

1000mg

400mg

400mg

 

150mg

 

12

1000mg

200mg

200mg

 

150mg

 

13

1000mg

 

400mg

300mg

 

50mg

14

1000mg

 

200mg

300mg

 

50mg

15

1000mg

 

400mg

300mg

 

50mg

16

1000mg

 

200mg

300mg

 

50mg

17

1000mg

 

400mg

 

150mg

 

18

1000mg

 

200mg

 

150mg

 

19

1000mg

 

400mg

 

150mg

 

20

1000mg

 

200mg

 

150mg

 

21

1000mg

 

400mg

300mg

 

50mg

22

1000mg

 

200mg

300mg

 

50mg

23

1000mg

 

400mg

300mg

 

50mg

24

1000mg

 

200mg

300mg

 

50mg

 

Anmerkung: Nur ein Wirkstoff pro Tag injizieren
Trenbolon Acetat wird Mo/Mi/Fr injiziert 100mg

Wave Flow Cycle 28

Woche

Testosteron Enantat

Testosteron Propionat

Trenbolon Enantat

Trenbolon Acetat

Stanozolol Tabs.

Anavar Tabs.

1

1000mg

300mg

600mg

 

50mg

 

2

1000mg

300mg

400mg

 

50mg

 

3

1000mg

300mg

600mg

 

50mg

 

4

1000mg

300mg

400mg

 

50mg

 

5

1000mg

 

600mg

300mg

 

50mg

6

1000mg

 

400mg

300mg

 

50mg

7

1000mg

 

600mg

300mg

 

50mg

8

1000mg

 

400mg

300mg

 

50mg

9

1000mg

300mg

600mg

 

50mg

 

10

1000mg

300mg

400mg

 

50mg

 

11

1000mg

300mg

600mg

 

50mg

 

12

1000mg

300mg

400mg

 

50mg

 

13

1000mg

 

 

300mg

 

50mg

14

1000mg

 

 

300mg

 

50mg

15

1000mg

 

 

300mg

 

50mg

16

1000mg

 

 

300mg

 

50mg

17

1000mg

300mg

 

 

50mg

 

18

1000mg

300mg

 

 

50mg

 

19

1000mg

300mg

 

 

50mg

 

20

1000mg

300mg

 

 

50mg

 

21

1000mg

 

 

300mg

 

50mg

22

1000mg

 

 

300mg

 

50mg

23

1000mg

 

 

300mg

 

50mg

24

1000mg

 

 

300mg

 

50mg

 

Anmerkung: Nur ein Wirkstoff pro Tag injizieren

Testosteron Propionat & Trenbolon Acetat wird Mo/Mi/Fr injiziert 100mg

Wave Flow Cycle 29

Woche

Testosteron Enantat

Sustanon

Boldenon Undecylenat

Masteron Propionat

Stanozolol Winny

Trenbolon Acetat

1

1000mg

500mg

500mg

300mg

 

300mg

2

1000mg

250mg

250mg

300mg

 

300mg

3

1000mg

500mg

500mg

300mg

 

300mg

4

1000mg

250mg

250mg

300mg

 

300mg

5

1000mg

500mg

500mg

 

300mg

 

6

1000mg

250mg

250mg

 

300mg

 

7

1000mg

500mg

500mg

 

300mg

 

8

1000mg

250mg

250mg

 

300mg

 

9

1000mg

500mg

500mg

300mg

 

300mg

10

1000mg

250mg

250mg

300mg

 

300mg

11

1000mg

500mg

500mg

300mg

 

300mg

12

1000mg

250mg

250mg

300mg

 

300mg

13

1000mg

500mg

500mg

 

300mg

 

14

1000mg

250mg

250mg

 

300mg

 

15

1000mg

500mg

500mg

 

300mg

 

16

1000mg

250mg

250mg

 

300mg

 

17

1000mg

500mg

500mg

300mg

 

300mg

18

1000mg

250mg

250mg

300mg

 

300mg

19

1000mg

500mg

500mg

300mg

 

300mg

20

1000mg

250mg

250mg

300mg

 

300mg

21

1000mg

500mg

500mg

 

300mg

 

22

1000mg

250mg

250mg

 

300mg

 

23

1000mg

500mg

500mg

 

300mg

 

24

1000mg

250mg

250mg

 

300mg

 

 

Anmerkung: Nur ein Wirkstoff pro Tag injizieren

Masteron Propionat / Winstrol Stanozolol / Trenbolon Acetat

wird Mo/Mi/Fr injiziert 100mg

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Wechselzyklus Testosteron Depot

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Steroide und Anabolika Absetz Checkliste

1 Versuchen Sie, einen für Sie idealen Zeitpunkt zum absetzen der Steroide zu bestimmen. Eine ideale Zeit zum absetzen wäre, wenn Sie regelmäßig trainieren, Ihre Diät einhalten, und generell rundum zufrieden sind.

2 Gehen sie niemals “cold turkey” mit den Steroiden, d.h. setzen Sie die Steroide niemals plötzlich ab. Verringern sie die Dosis immer langsam! Durch den Steroidgebrauch wurde Ihre körpereigene Hormonproduktion unterdrückt oder eingestellt. Wenn Sie die Steroide plötzlich absetzen, kann dies in Depressionen, Aufbau von Körperfett und Wasserspeicherung führen. Außerdem sind durch das Absetzen der Steroide Bindegewebe, Sehnen, Bänder und Gelenkknorpel äußerst verletzungsanfällig. Bindgewebe verliert durch den Steroidentzug Wasser und damit Elastizität.

3 Injizierbare Steroide sollen immer vor den oralen Mitteln abgesetzt werden. Auch hier gilt: Lassen Sie sich Zeit beim absetzen. Eine Zeitspanne von 4-6 Wochen sind dafür einzuplanen. Die Dosierungen sollen einmal wöchentlich verringert werden.

4 Orale Steroide nach den injizierbaren Steroiden absetzen. Die Dosierungen der oralen Mittel im 3-Tage-Rythmus verringern. Hochdosierte Tabletten wie z.b. Anadrol 50 sollten mindestens halbiert werden. Das Absetzen der oralen Mittel in der dritten Woche des Absetzens der injizierbaren Steroide beginnen.

5 Die toxischen Steroide wie z.b. Anadrol 50 oder Halotestin vor den weniger toxischen Steroiden absetzen. Falls Sie Anavar benutzen, setzen sie es zuletzt ab. Anavar unterdrückt die körpereigene Hormonproduktion nicht.

6 Nolvadex bis ca. 3-4 Wochen nach dem Absetzen der Steroide weiterbenutzen. Danach die Nolvadex-Tabletten über eine Zwei- wochen Periode langsam absetzen. Diese Regel ist für Frauen sehr wichtig, um einen Östrogen-Rebound zu vermeiden. Auch für Männer ist Nolvadex zu empfehlen, da durch HCG bei Männern nicht nur die Testosteronproduktion, sondern auch die Östrogenproduktion gesteigert wird

7 Männer sollten mit der HCG-Therapie in der dritten Absetzwoche beginnen, mit dreimal pro Woche 1000 i. e., über ca. 4 Wochen. Ein weiterer Trick ist der, HCG täglich alle zwei Stunden in einer Dosierung von 25 i.e. bis 50 i.e. subkutan zu injizieren d.h. in das Fettgewebe. Diese Anwendungsweise soll sehr effektiv sein. Zum Sub-Q eignen sich handelübliche Insulinspritzen vorzüglich.

8 Frauen sollten nach dem Absetzen der Steroide für ca. 10 Tage 50 mg Aldactone einnehmen. Danach das Aldactone langsam absetzen.

9 Beginnen sie in der vierten Absetzwoche damit, nichtsteroidale Anabolika einzunehmen. Synthetisches T4 kombiniert mit Clenbuterol (100-200 mcg T4 plus 0,1 mg Clenbuterol pro Tag) wirken extrem gut. Auch L-Dopa und Catapressan wirken gut. Sie erhöhen die HGH-Ausschüttung. Catapressan sollte nicht von Sportlern mit niederem Blutdruck benutzt werden. Oral eingenommenes Arginin und Ornithin sind unwirksam zur HGH-Erhöhung. Ausnahme: APLArginin- Pyroglutamat-Lysin.

10 Vermeiden Sie in den ersten sechs Wochen nach dem Absetzen schwere Kombinationsübungen wie Kniebeugen, Bankdrücken und dergleichen. Wie schon bemerkt ist durch das Absetzen der Steroide das Bindegewebe sehr verletzungsanfällig. eine Verletzung in dieser Zeit könnte zum Verlust von Muskelmasse führen.

11 Ändern Sie Ihr Training vor allem im Umfang. Trainieren Sie weniger, um die entstehende katabole Stoffwechsellage nicht zu verstärken. Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, daß Sätze von 5 Wiederholungen mit einer 3-minütigen Pause zwischen den Sätzen die Testosteronproduktion steigert. Trainingseinheiten sollten eine 60-minütige Dauer nicht überschreiten. Falls sie länger zum Training benötigen, empfiehlt es sich, zwei oder dreimal pro Tag zu trainieren.

Diese 11 Regeln sollten beachtet werden. Sie sind sicherlich auch leicht zu befolgen. Dadurch kann ein Großteil der Fortschritte durch Anabolika zu permanenten Fortschritten für den Sportler gemacht werden. Das Absetzen von Steroiden wie Anadrol 50, Testosteron usw. spürt man mehr als das Ausschleichen von Mitteln wie Primobolan oder Stromba. Frauen spüren auch das Absetzen von milden Steroiden sehr stark. Bei ihnen wird die katabole Stoffwechsellage stärker als bei Männern. Bleibt noch zu erwähnen, daß in Tierstudien sowie in klinischen Versuchen der Beweis erbracht wurde, daß die positiven Effekte nur durch weitere Anwendung der Steroide erhalten werden können. Werden die Steroide für immer abgesetzt, wird aus “Supermann” mit Sicherheit wieder O.N. Außerdem tritt nach einer gewissen Zeit ein sogenannter Wearing-Off-Effekt ein. Das heißt, daß die Steroide ihre Wirksamkeit verlieren. Dieser Wearing-Off- Effekt kann auch durch Dosiserhöhung nicht ausgeglichen werden. Das Entstehen dieses Effektes ist noch nicht geklärt. Falls Sie also Symptome des Wearing-Off-Effektes bei sich feststellen, wird das Absetzen der Steroide unumgänglich.

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Anabolika und Steroide Grundprogramm f. Athleten, Sportler und Bodybuilder

Ein typisches Grundprogramm besteht aus einem injizierbaren und einem oralen Medikament. Bei dem injizierbaren Anabolikum handelt es sich zumeist um ein Nandrolon- oder Methenolonpräparat. Als Oral wird zum Großteil Oxandrolone verwendet. Die Dosierung bei den injizierbaren Medikamenten liegt zu Anfang bei 6 -8 mg/kg Körpergewicht. Das Oxandrolon wurde in 0,125 mg/kg Körpergewicht eingenommen. Über den 6 Wochen-Zeitraum verringern wir die Ausgangsdosis auf 1/3 oder weniger des Ausgangswertes. Dies alles unter genauer Beachtung der Halbwertszeit (T 1/2) des jeweils verwendeten Medikamentes. Eine Nichtbeachtung derT 1/2 führt zu ungewollten Blutserumspiegeln eines Medikamentes und trägt maßgeblich zum Auftreten von schädlichen Nebenwirkungen bei. In unserem Kapitel Halbwertszeiten werden wir Ihnen eine ausführliche Erklärung des Begriffs und eine leicht verständliche Graphik aller uns bekannten Halbwertszeiten der verschiedenen Medikamente auflisten. Hierbei beziehen wir uns selbstverständlich auf Herstellerangaben. Nun zu unseren Programmen. Das bisher höchst dosierte Steroidprogramm das ich selbst durchführte, bestand aus den folgenden Medikamenten:

injizierbare Steroide pro Woche
Nandrolon Decanoate 800 mg
Testosteron Cypionat 500 mg

injizierbare Steroide pro Tag
Trenboloneundecylenate 30 mg = 1 ml
Stanozololacetat 50 mg = 1 ml
Implant 1 Tablette in Trenbolon aufgelöst
(HGH-Stimulator auf Östrogenbasis, aus der Veterinärmedizin
kommend)

orale Steroide pro Tag
Methandienone 20 x 5 mg
Oxymethonone 3 x 50 mg x 50 mg
HGH-Stimulatoren
Clonidine 0,3 mg pro Nacht
L-Dopa 500 mg pro Nacht
Insulin 24 Stunden Wirkungsdauer 10 IE pro Nacht

Bei diesem Versuch nahm ich in drei Wochen ca. 10 kg zu. Unsere Anabolikapause dauert ca. 2 Wochen an, in dieser Zeit verwenden wir HCG und Clomid. Beim HCG werden zwei bis dreimal wöchentlich 1.500 IE bis 5.000 IE injiziert. Über den Zeitraum von 2 Wochen werden täglich 2 Clomid-Tabletten eingenommen. Sicherlich ist Ihnen aufgefallen, daß ich in Verbindung mit den HGH-Stimulatoren ein Verzögerungsinsulin verwendet habe. Zur Erklärung dessen, muß ich näher auf die spezifischen Hormonwirkungen des HGH eingehen. Hier wären zu nennen:

1. Stimulation des Knorpel- und Knochenwachstums,
2. Stimulation der Proteinsynthese (anabole Wirkung),
3. Mobilisierung des Depotfettes durch Lipolyse (Fettabbau),
4. Hemmung der Glykolyse, die sich in einem Blutzuckeranstieg
(diabetogene Wirkung) äußert

Die letzte Eigenschaft bedeutet im Klartext, daß die Pankreasdrüse zur ständigen Ausschüttung von Insulin veranlaßt wird. Dadurch besteht die G efahr einer Erschöpfung dieser Drüse (Diabetis). Aus diesem Grund erscheint es mir sinnvoll, meinen Insulinhaushalt exogen durch Injektionen zu suplementieren. Um eine exakte Dosis zu bestimmen, müßten natürlich genaue Tests durchgeführt werden. Mit der Gewichtszunahme zeigt sich eine deutliche Verringerung des Körperfettgehaltes. Auch der Kraftzuwachs war „überdimensional”. Den Abbau des Körperfettes bringe ich ausschließlich mit der Verwendung der HGH-Stimulatoren in Verbindung. In der Fachliteratur über HGH ist nachzulesen, daß dieses Hormon eine starke lipotropische (fettabbauende) Wirkung hat. Bei diesem Beispiel handelt es sich um die Darstellung eines Selbstversuchs, nicht etwa um eine Dosierunganleitung zum Anabolikagebrauch. Wir könnten in diesem Kapitel noch unzählige Beispiele desAnabolikagebrauchs aufführen, schon allein deshalb, weil es keine festen Zyklenmuster gibt. Unserer Meinung nach könnten Ärzte und Wissenschaftler uns Sportlern helfen, entweder den Steroidgebrauch sicherer zu machen oder neue Wege zur sportlichen Leistungsteigerung zu erschließen. In den USA z. B. werden momentan die Möglichkeiten der Leistungsteigerung durch Gaben freier L-Form-Aminosäuren getestet. Durch Gaben bestimmterAminosäuren können im Körper nachweisbar wachstums- und kraftsteigernde Reaktionen hervorgerufen werden, die möglicherweise den Anabolikagebrauch überflüssig machen. Dieses Kapitel möchten wir deshalb mit der Bitte an Wissenschaftler, Ärzte und Forscher abschließen, die Forschung auf diesem Sektor zu verstärken.

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ALLGEMEINES ÜBER ANABOLIKA

Trotz aller Negativpropaganda gegen Anabolika nimmt kein Sportler heutzutage weniger Mittel als vorher. Ich glaube im Gegenteil, daß mehr leistungssteigernde Mittel genommen werden denn je. Ich glaube nicht nur, sondern ich muß sagen: Ich weiß. Ich übertreibe nicht, meine Informationen stammen aus zuverlässigen Quellen. Ich kann getrost behaupten, daß Dosierungen, die vor einigen Jahren als sehr hoch galten, heute allenfalls belächelt werden. Trotz der Steroidhysterie wissen leider immer noch die wenigsten Benutzer, wie man die Mittel optimal anwendet, noch wissen sie, wie man sich vor den eventuellen Gefahren schützt. Zudem werden die meisten Medikamente falsch eingeschätzt. Es wird zu wenig nachgedacht. Grundsätzlich wäre es großartig, wenn wir nie von Steroiden gehört hätten, und um dies klarzustellen, niemals mit irgendwelchen Drogen in Berührung gekommen wären. Doch, oh böse Welt, Drogen sind hier und werden es bleiben, leider, aber Anabolika auch. Und auch die Probleme, die sie für die Pro- und Contra-Lager aufwerfen. Ich persönlich kann nichts falsches am Gebrauch von Anabolika feststellen. Hier muß ich mit Dan Duchaine wieder einmal konform gehen: Ich finde Anabolika gut, genauso wie Aspirin oder Grippocaps. Ich habe Anabolika ge- und mißbraucht ohne Leber- oder Nierenschäden, ohne hohen Blutdruck oder zu hohe Cholesterinwerte. Gerade Anfang August 90 ließ ich sämtliche Blutuntersuchungen machen, einschließlich Testosteron und Östrogen. Alles unter Einfluß von Testosteron, Primobolan, Deca-Durabolin und Dianabol-Tabletten. Alle Werte lagen in den zulässigen Toleranzbereichen. Auch Testosteron und Östrogen lagen zwar an der Obergrenze, doch immer noch im zulässigen Bereich, mein Cholesterinwert ist 193 mg/dl. Wovon ich hier berichte, sind real-life Erfahrungen, keine kontrollierten Studien, weil mit diesen sowieso niemandem geholfen wird.

Die meisten wissenschaftlichen Studien weisen gravierende Schwachpunkte auf:

1. Die Mittel wurden nicht in ausreichender Menge verabreicht.

2. Die Dosierungsintervalle waren zu lang bemessen.

3. Die Diätformen der Testpersonen waren weder dem Zweck angepasst noch kontrolliert oder überwacht.

 

Dies sind die Hauptpunkte, weswegen wir für unsere Belange diese großartigen, wissenschaftlichen Studien getrost vergessen können. Immer wieder hört man, daß Steroide Krebs verursachen. Dafür gibt es nirgends stichhaltige Beweise, selbst Fachärzte zweifeln dies an. Sicherlich kann es passieren, daß ein kranker Menschen noch kränker wird, falls man ihm eines der bekannt schädlicheren Medikamente in einer therapeutischen Dosis (bei Anadrol 50 sind das immerhin 2 bis 5 mg pro kg Körpergewicht) verabreicht. Genausogut kann die Person aber auch gesünder werden. Falls man Anabolika falsch anwendet, können sie sehr wohl schädlich sein. Aber, so glaube ich, können Anabolika auch gesundheitsfördernd wirken. Nun, wem soll man Glauben schenken? Es ist nicht immer ratsam, jemandem nur zu glauben, weil er einen Doktortitel trägt. Oftmals haben diese Herrschaften noch nie das Kapitel Sexualhormone und ihre Impfstoffe in ihrer roten Liste mit eigenen Augen gesehen. Es wäre gut, wenn sie dieses Buch total unvoreingenommen lesen. Sicher, ich bin von den Vorteilen des Anabolikagebrauchs eher überzeugt als von den Nachteilen. Deshalb bitte ich Sie, sich nicht von meiner persönlichen Einstellung beeinflußen zu lassen. Unsere Gesellschaft hält es für OK, wenn Frauen kontrazeptive Steroide, die Pille, benutzen. Ich gehe so weit zu behaupten, daß sogar anabole Steroide manchen Frauen nicht schaden. Und ich bin überzeugt davon, daß anabole Steroide den meisten Männern nicht schaden. Frauen haben hier einen schwereren Stand als Männer, weil es nur sehr wenige Medikamente gibt, die für sie keine zu starken Nebenwirkungen haben. Sobald aus einem Hobbysport ein Wettkampfsport oder gar ein Beruf wird, ändert sich die Einstellung zum Sport grundlegend. Der Sieg im Wettkampf oder das Geld auf dem Konto bestimmen den Einsatz der zum Sieg notwendigen Mittel. Gesundheit, Moral und Ethik rangieren weit hinter dem Sieg. Gewinnen bedeutet alles. Natürlich gibt es Athleten, die auch ohne Anabolika in ihrer Sportart reussieren. Allerdings bedeutet ein negativer Testausgang nicht, daß der getestete Sportler niemals Anabolika eingenommen hat, sondern lediglich, daß er oder sie sich nicht hat erwischen lassen. Anabolika sind die größte denkbare Hilfe für Menschen mit nur durchschnittlichen genetischen Voraussetzungen. Die große Wahrheit ist: Anabolika machen sie stärker, massiver und besser in ihrer Sportart und sie werden einen Großteil der erworbenen Muskelmasse auch nach Absetzen der Medikamente behalten. Vorausgesetzt natürlich, daß sie die Medikamente korrekt anwenden. Und korrekt absetzen, das sollte sich von selbst verstehen. In diesem Buch werde ich versuchen, die neusten und fortschrittlichsten Entwicklungen in der Steroidanwendung darzustellen. Was Sie lesen ist das, was wir in unseren “Tests” herausgefunden haben: wir, die Versuchsratten. Wir, die nicht lügen müssen, die ihnen nicht ein X für ein U verkaufen wollen, nur weil es eine übergeordnete Institution befiehlt. Ich glaube, Sie sollten wissen, wie ein Medikament tatsächlich wirkt, nicht, was im Beipackzettel zu lesen ist.

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DIE NEBENWIRKUNGEN

Aus den Annalen der inneren Medizin USA Januar 1984. Am 6. 6. 1983 wurde ein 26jähriger, weißerBodybuilder in ein Krankenhaus eingeliefert. Die Ursache für seine Einlieferung wurde mit starkem Gewichtsverlust und äußerst bedenklichem Allgemeinzustand angegeben. Seine Patientengeschichte wies keine früheren Lebererkrankungen auf. Über einen Zeitraum von vier Jahren hatte er zur Unterstützung seines Trainings anabole Steroide in eigener Verantwortung eingenommen. In dieser Zeit wurde kein Arzt zu Rate gezogen. Es wurden die Medikamente METHANDOSTENOLON, OXANDROLON, STANOZOLOL, NANDROLON und METHENOLON verwendet. Eine genaue Beobachtung ergab, daß der Patient größtenteils bewußtlos war und seine Leber stark vergrößert war. Blutuntersuchungen wiesen hohe Anteile karzinogener Antigene auf. Eine Biopsie seiner Lungen und Leber stellte Krebs als Diagnose fest. Da der junge Mann jegliche Therapie verweigerte, starb er bald. Bei seiner Obduktion wurde festgestellt, daß seine Leberzellen vollständig von Krebszellen ersetzt waren. Dies ist der wohl erschütterndste Bericht, den wir jemals in Verbindung mit den Nebenwirkungen anaboler Steroide zu Gesicht bekamen. Hoffentlich wird dies nicht zum Regelfall. Eventuelle Spätschäden durch den Gebrauch anaboler Steroide können nicht abgesehen werden. Nach einer Einführung, die sicherlich zum Nachdenken anregt, wollen wir nun von den unmittelbar auftretenden Nebenwirkungen (Schädigungen) durch anabole Steroide schreiben. Die Steroidhersteller sind vom Gesetzgeber angehalten, jeden erdenklichen Nebeneffekt ihrer Medikamente aufzulisten. Wir haben noch nie so extreme Nebenwirkungen wie Impotenz, Haarausfall, verändertes Sexualverhalten oder Leberkrebs beobachtet. Die üblichen „normalen” Nebenwirkungen sind zumeist reversibel. Wir würden auch auf dem Gebiet der Nebenwirkungen mehr Forschung sehr begrüßen, da auch in anderen Sportarten gedopt wird. Falls Sie unser Buch bis zu dieser Seite aufmerksam gelesen haben, müßte Ihnen klar sein, daß man mit Steroiden seinen körpereigenen Hormonhaushalt durch exogene (von außen zugeführte) Substanzen ergänzt. Unser endokrines (hormonelles) System ist das wohl empfindlichste unseres Körpers. Sie müssen das Hormonsystem als Kette sehen. Der Körper wird immer versuchen, alle Hormonpegel im Gleichgewicht zu halten. Das bedeutet, führen wir Testosteron oder eine verwandte Substanz von außen zu, wird als erster Schritt die körpereigene Produktion dieses Hormons gedrosselt. Die Ausschüttung von Gonadotropinen wird eingestellt. Als Folge davon nehmen die Hoden an Größe ab. Nach dem Absetzen erreichen die Hoden nach geraumerZeit (bis zu einem Jahr) wieder ihre Normalgröße. Oftmals tritt ein Steroid-Rebound, eine Überproduktion von Testosteron ein. Da auch Kortison ein Steroid ist, wird während des Anabolikagebrauchs auch dessen Produktion gedrosselt. Es wird dann aus den zugeführten Hormonen synthetisiert (hergestellt). Kortison wirkt als Entzündungshemmer für Sehnen und Gelenke. Falls wir die Steroide abrupt absetzen, braucht unser Hormonsystem einige Zeit bis die gesamte Hormonproduktion wieder in Gang kommt. DieserZeitraum hängt immer von der Dosierung, der Art der verwendeten Steroide und der Länge der Steroideinnahme ab. Bei dem Medikament Nilevar (Norethandrolon) von Searle zeigten Untersuchungen, daß eine Einnahme von 30 mg des Medikamentes über wenige Wochen die Hodenfunktion über 26 Wochen beeinträchtigte. Daraus ist die Wichtigkeit des langsamen stufenweisen Absetzens, die Wahl der Medikamente und der Anregung der eigenen Hormonproduktion zu erkennen. Das abrupte Absetzen kann bedeuten, daß wir starke Gelenkschmerzen bekommen. Verstärkter Fettansatz und evtl. Akne können sich dann zeigen. Das Erste durch einen zu hohen ostrogenspiegel. Auch Appetitmangel und Trainingsunlust (Depression) können zu den Symptomen zählen. Generell, so glauben wir, sind die psychischen Nebenwirkungen schwerwiegender als die physischen, jedenfalls als unmittelbare Schädigung. Viele Partnerschaften sind auf Grund der charakterlichen Veränderungen von Anabolikabenutzern zerbrochen. Das Stimmungsspektrum reicht von grenzenloser Euphorie über zügellose Aggression bis hin zu schwersten depressiven Zuständen. Wir halten es für sehr sinnvoll, auf evtl. Kommentare bezüglich charakterlichen Veränderungen Ihrer Person von Freunden und Bekannten einzugehen.

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Hormone 4

Vitamin D und Knochengerüst

In einem modernen Lehrbuch der Medizin etwas über Rachitis nachzulesen ist nicht leicht. Diese entstellende und oft tödliche Krankheit, die Europa seit den Zeiten des Neandertalers heimgesucht hatte, gibt es praktisch nicht mehr! Wohl sehen wir noch gelegentlich einige ihrer Opfer aus der Zeit vor 1920, ältere Leute, denen die Krankheit den Kalk aus den Knochen gelöst hat, mit ihrem Buckel oder ihren 0-Beinen oder auch einem deformierten Schädel und einer Trichterbrust. Aber bis auf wenige Ausnahmen läßt die Rachitis jetzt Europa in Ruhe. Auf diesem Kontinent hatten vor vielen Jahren — dank des Golfstroms — die Menschen nördliche Breiten besiedeln können, die in Sibirien und Alaska unbewohnbar waren. Und hatten dafür mit der Rachitis bezahlt. Die Neandertaler waren nicht von ihr verschont geblieben, und die Griechen hatten mit ihrem scharfen klinischen Blick schon all die verschiedenen Symptome durch das Wort Rachitis zu einem Krankheitsbild zusammengefaßt. Die Rachitis nahm dann um 1650 unerwartet an Intensität zu, und zwar zunächst in England, von wo sie als »Englische Krankheit« mit den Rauchwolken der Industrialisierung über Europa hinwehte. Es gab viele Theorien über ihre Entstehung, aber den wahren Grund kannte niemand. Und doch stand er deutlich zwischen den Zeilen der Krankheitsbeschreibungen, man verstand es nur nicht, ihn zu lesen. Zu Anfang des 19. Jahrhunderts beschrieb G. Wendelstadt in seiner Schilderung der „Wetzlarer Krankheiten” die geschwollenen Glieder und die großen Köpfe von Kindern, die in den engen dunklen Gassen zu Hause saßen und auf den Tod warteten. Nur — welches war das Schlüsselwort in diesem Bericht? Lag es an Wetzlar? Lag es an der Industrie? In England, wo man große Erfahrung in dieser Beziehung hatte, machte man sich auch Gedanken, und es fiel auf, daß Rachitis in ländlichen Bezirken fehlte, während sie in London und Manchester Arnie und Reiche in gleicher Weise befiel — sogar die Löwen im Zoo, während die in Dublin gesund blieben. Also. vielleicht wirklich ein geographischer Faktor? Irgend etwas im Erdboden von Wetzlar oder London? Da brachte in Deutschland Kassowitz einen anderen Gesichtspunkt ins Spiel — die Jahreszeit. Er bemerkte eine größere Häufigkeit der Erkrankung im Winter. Und Hansemann bestätigte, daß die meisten im Herbst geborenen Kinder, die im folgenden Frühjahr starben, an Rachitis gelitten hatten, während diejenigen, die im Frühjahr geboren wurden und im Herbst starben, davon verschont geblieben waren. Also war es vielleicht der Mangel an Bewegung im Winter?

Um es noch komplizierter zu machen, notierten andere Beobachter, daß die Rachitis europäischer Kinder auf Java ausheilte. War es vielleicht die andere Ernährung auf Java? Aber dann berichteten Missionare aus Japan und der Mandschurei, wo die Ernährung recht kümmerlich war, über das Fehlen von Rachitis bei diesen Völkern. Ob es sich doch wohl um eine rassische Eigenart der Europäer handelte? Es war der brillante Missionar Theobald Palm, der 1890 aus der genauen Schilderung der Lebensbedingungen der Kinder in jenen fernen Ländern den gemeinsamen Faktor herauslas, den alle anderen Beobachter übersehen hatten: den Mangel an Sonnenlicht bei den erkrankten Kindern und das sonnige Klima bei den nichterkrankten! Auf einmal konnte man auch die anderen Berichte deuten: Es war der Rauch über London und Manchester gewesen, der das Sonnenlicht ausgeblockt und die geographische Verteilung vorgetäuscht hatte, und es war der niedrige Sonnenstand im Winter gewesen, der die von Kassowitz bemerkte jahreszeitliche Verteilung bewirkt hatte! Aber es war zunächst nicht mehr als eine Theorie, und es dauerte 22 Jahre, bis sie im Tierversuch bewiesen werden konnte: 1912 zog Jan Raczynski in Paris zwei neugeborene Hunde unter absolut gleichen Bedingungen auf — mit einer Ausnahme: Einer durfte nicht an die Sonne. Nach 6 Wochen entwickelte der Schattenhund Rachitis, während sein Sonnenbruder gesund blieb. Damit war die Sonnentheorie Palms bewiesen.

Eine Welle der klinischen Erprobung begann. Und zwar zunächst in Ländern, wo reichlich Sonne zur Verfügung stand. So gab es in Indien trotz der Sonne rachitische Kinder, und zwar in den reichen Familien, die ihre Kinder im „Purdah” hielten, d. h. in abgeschlossenen, dunklen Zimmern des Hauses. Ein Herausbringen an das Sonnenlicht bestätigte sofort die wunderbare Wirkung. Das war in Indien möglich. Woher sollte man in Europa, wo sich im Winter die Sonne nicht mehr als 30° über den Horizont erhebt, das nötige Licht nehmen? Man baute große Glaskästen für Rachitiker, damit sie im Winter im Freien bleiben konnten. Aber zunächst schlugen alle Versuche einer Therapie fehl, weil man sich die Sache zu einfach vorgestellt hatte: Man wußte noch nicht, daß die Fensterscheiben der sogenannten „Solarien”, die man gebaut hatte, den wirksamen ultravioletten Anteil des Lichts recht effektiv ausfilterten.

Man glaubte, die Intensität der Sonnenstrahlung sei einfach zu schwach. Daher baute Buchholz in Deutschland Solarien mit starken Kohlenfadenlampen, aber seine Versuche brachten genauso wenig Erfolg. Da versuchte 1919 der Berliner Pädiater Huldschinsky 4 Kinder mit Quarzlampen zu bestrahlen und heilte sie innerhalb von 2 Monaten von ihrer Rachitis! Huldschinskys Entdeckung machte endlich offenbar, daß es der unsichtbare Teil des Sonnenlichts (290 bis 320 nm) war, der die Rachitis heilen konnte.

Aber noch kannte man nicht das „Wie?”. Und wieder war es Huldschinsky, der einen scharfsinnigen Versuch durchführte: Er bestrahlte nur einen Arm eines rachitischen Kindes mit Quarzlicht. Dann bewies er mit einer Röntgenaufnahme, daß auch der andere Arm geheilt worden war. Damit stand fest, daß das Licht nicht den Knochen direkt beeinflußte, sondern daß es dem Körper einen Stoff bilden half, der auf dem Blutwege verteilt wurde. Ein Hormon also?

Diese Antwort blieb nicht unwidersprochen. Denn inzwischen hatten sich andere Forscher nicht von dem Gedanken abbringen lassen, daß ein Faktor in der Ernährung Rachitis verursachte. Man nannte sie im Gegensatz zu den Verfechtern der Sonnentheorie die „Londoner Schule”. Ihre Auffassung wurde unterstützt durch die Beobachtung, daß man z. B. durch eine Diät, die arm an Phosphaten war (oder auch reich an Butter), bei Versuchstieren Rachitis erzeugen konnte. Und wenn das Sonnenlicht so wichtig war, so sagten sie, wie kam es dann, daß die Eskimos, die ein halbes Jahr in der Polarnacht lebten, keine Rachitis hatten? Also vielleicht doch ein Vitamin? Eine solche Erklärung war nicht so unsinnig. Es war die aufkommende Zeit der Vitamine. Und was lag näher als anzunehmen, daß auch Rachitis durch den Mangel an einem Vitamin verursacht war? Fütterungsversuche bei Ratten zeigten tatsächlich, daß bestimmte ölige Futterstoffe therapeutisch wirksam waren. Man dachte an die Nahrung der Eskimos, kam auf Lebertran, und 1917 bewies Hess in New York an rachitischen Negerkindern tatsächlich die heilende Wirkung von Lebertran. Statt der teuren Höhensonne genügte es, einen Löffel davon täglich einzunehmen. Rachitis hatte aufgehört, ein Problem zu sein!

Ein Hormon also oder ein Vitamin? Etwas, das im Körper hergestellt wird, oder ein lebenswichtiger Stoff, der ihm von außen zugeführt werden muß? Zwei diametral entgegengesetzte Hypothesen standen einander gegenüber. Es war wieder Hess, der die brillante Idee hatte, sie beide zu vereinigen: Konnte es nicht sein, dachte er, daß die UV-Strahlen nichts anderes taten, als in der Haut aus einem vorher aufgenommenen Provitamin denselben Stoff herzustellen, der im Lebertran eine solche Wirksamkeit entfaltete? Aber dann konnten die UV-Strahlen vielleicht auch das gleiche außerhalb des Körpers tun? Hess und später Steenbock bestrahlten daher kurzerhand das Futter von Ratten, von dem man hoffte, daß es das Provitamin enthielt, und beide fanden sie, unabhängig voneinander (wie so oft, wenn die Zeit reif ist), daß sie mit diesem so bestrahlten Futter die künstlich erzeugte Rachitis der Tiere verhindern konnten. Die Vitamin-Theorie hatte vorläufig gesiegt.

Sofort machte man sich an die Arbeit, das Vitamin bzw. das Provitamin zu isolieren. Man nannte es zuversichtlich Vitamin D, aber das half auch nicht viel weiter. Ein, zwei, drei Jahre vergingen, man bestrahlte, destillierte, filterte, wusch aus, aber man fand weder das Vitamin im Lebertran — noch das Provitamin. Es glitt durch die feinsten Maschen der modernen Chemie, die sich damals zutraute; selbst Milligrammmengen eines Stoffes nachzuweisen und zu isolieren. Einmal verwechselte man den gesuchten Stoff mit Vitamin A, das man dabei zufällig entdeckte, und als dieser Irrtum aufgeklärt war, trat man wieder auf der Stelle. Ein solch eklatanter Mißerfolg war bisher nur noch von der Suche nach den ebenfalls hypothetischen Sexualhormonen bekannt — ein Umstand, der weder weiterhalf noch auffiel.

Es stellte sich ziemlich schnell heraus, daß sowohl das Vitamin D als auch das gesuchte Provitamin Fette (und nicht Eiweiße oder Kohlehydrate) sein mußten, daß sie sich aber nicht unter den eigentlichen ölen, sondern überraschenderweise in dem unübersichtlichen, unverseifbaren Anteil befinden mußten, den schon seinerzeit Chevreul als unbedeutend beiseite geschoben hatte. Aber diese sonderbaren Stoffe, die in winzigen Spuren die Öle »verunreinigten«, stellten vom Standpunkt der Chemie aus Neuland dar. Weder kannte man ihre Struktur, noch verfügte man über Mittel, sie erfolgreich voneinander zu trennen und auf ihre Vitamin-D-Aktivität zu prüfen. Nach längerem Suchen konzentrierte man sich auf zwei dieser »Steroide« (wie wir sie heute nennen), und zwar auf das tierische Cholesterin und das pflanzliche Ergosterin, die beide im Lebertran in Spuren vorkommen. Aber den beiden Steroiden waren infolge der noch unvollkommenen Trennungsmethoden zunächst noch winzige Spuren von Verunreinigungen beigemengt. Und jetzt kam das Sonderbare: Je mehr es gelang, Cholesterin und Ergosterin von diesen Beimengungen zu reinigen, desto geringer wurde die Vitamin-D-Aktivität.

Plötzlich wurde es klar, daß man in die falsche Richtung gegangen war. Man mußte das Steuer um 180 Grad herumwerfen: Statt Cholesterin und Ergosterin weiter zu untersuchen, stürzte man sich jetzt auf die »Verunreinigungen«. Konnten sie das gesuchte Vitamin D sein? Ihre schwierige Trennbarkeit von den beiden genannten Steroiden deutete darauf hin, daß sie ihnen chemisch sehr ähnlich sein mußten. Aber auch hier folgte bald wieder eine Enttäuschung: Die »Verunreinigung« selbst stellte sich als eine weitere Mischung unbekannter Substanzen von verschiedener Vitamin- D-Aktivität dar, die mit den damaligen Mitteln nicht weiter zu trennen waren. Aber einer Sache war man sich dabei doch sicher geworden — das gesuchte Vitamin und sein Provitamin mußten Steroide sein. Sobald sich das Problem darauf reduziert hatte, ein unbekanntes Steroid zu finden, entschloß sich Hess 1926, Windaus, den damals »besten Kenner der Sterine«, um seine Mitarbeit zu bitten. Zum ersten Mal kam die praktische therapeutische Forschung ohne die Expertise der Göttinger Gruppe nicht mehr weiter. »Der einsame Weg der Sterinchemie«, wie ihn Butenandt einmal genannt hat, war zu Ende. Physiologie und Chemie hatten sich endlich getroffen . . .

Beide Forscher begannen zunächst einmal damit, die Cholesterin-Verunreinigungen genauer zu identifizieren: Es stellte sich heraus, daß es unzählige Varianten gab, die sich nur durch die Stellung eines H oder einer Doppelbindung unterschieden und die alle möglicherweise eine antirachitische Wirkung hatten. Sie alle auf diese Wirkung zu prüfen, stellte sich als eine ungeheuer zeitraubende Arbeit heraus: Die Trennung dieser Stoffe, die sich chemisch kaum voneinander unterschieden, verlangte immenses Fingerspitzengefühl und übermenschliche Geduld. Jedesmal, wenn eine neue Cholesterin-Fraktion endlich in schwierigster Arbeit isoliert war, mußte sie bestrahlt und nach der Bestrahlung auf ihre Vitamin-D-Wirksamkeit geprüft werden. Dazu mußten Ratten zunächst künstlich rachitisch gemacht und ihnen hierauf die zu prüfende Substanz eingespritzt werden. Und dann dauerte es jedesmal drei bis vier Wochen, bevor ein Ergebnis vorlag. Aber immer blieb die Antwort negativ! Nachdem die Gruppe um Windaus mühselig dreißig verschiedene Cholesterin-Derivate geprüft hatte, wandte sie sich endlich der Ergosterin-Gruppe zu. Der Göttinger Physiker Pohl hatte inzwischen eine Methode gefunden, mit der man innerhalb von drei bis vier Stunden auf optischem Wege die geheimnisvollen Vorgänge beobachten konnte, die beim Übergang des Provitamins tatsächlich in einer ganz bestimmten Verunreinigung der Ergosterin-Gruppe enthalten war.

Zunächst war die Hoffnung groß, das Problem gelöst zu haben. Aber die weitere Prüfung warf wieder den Schatten der Enttäuschung über diese Ergebnisse: Die verdächtigte Ergosterin-Verunreinigung, nur in winzigen Mengen aufspürbar, stellte sich abermals nur als eine weitere verwirrende Mischung vieler, schwer zu fassender Steroide heraus, die aus Oxydationsprodukten, Isomeren und Reduktionsprodukten bestanden, deren Existenz man vorher überhaupt nicht gekannt hatte. Es war wie ein Kampf mit der Hydra — für jeden abgeschlagenen Kopf wuchsen sieben neue nach. Es wurde bald klar, daß man ohne die Strukturaufklärung dieser Substanz nicht weiterkommen würde.

An diesem wichtigen Punkt wurde die Entwicklung zunächst durch die Noblesse von Windaus aufgehalten. Einige Jahre vorher hatte er die Strukturaufklärung des Ergosterins dem Münchner Reindel auf dessen Bitten hin übertragen. In dem Augenblick, als die Bedeutung der Ergosterinstruktur für die Suche nach dem Vitamin D plötzlich offenbar wurde, weigerte sich Windaus, Reindel, der verzweifelt und nur von wenigen Studenten unterstützt an dieser Aufgabe arbeitete, die Untersuchung wieder wegzunehmen. Windaus sah sich an der Schwelle einer äußerst wichtigen Entdeckung, vielleicht der Krönung seiner Lebensaufgabe, aber sein gegebenes Wort war ihm wichtiger. Doch allzulang konnte selbst er sich nicht gegen die Entwicklung der Forschung der ganzen Welt stemmen, die, inzwischen von der Bedeutung des Ergosterins unterrichtet, fieberhaft daran arbeitete, herauszufinden, welches das Derivat war, das durch Bestrahlung in Vitamin D überging. Widerstrebend beugte er sich daher endlich dem Erfolgsdruck, der von den Forschungen des Medical Research Institute in London und seinem Schüler Linsert in Elberfeld ausging. Er gab die Arbeit an der Struktur frei, und vier Jahre später isolierte er ein stark antirachitisches Produkt, das er zunächst Vitamin D1 nannte Dieser Name deutete schon an, daß er weitere Vitamine erwartete. Gleichzeitig fanden die Engländer ein ähnlich aktives Präparat, das sie Calciferol nannten.

Nach kurzer Zeit fanden sowohl Windaus wie auch die Briten heraus, daß sie wiederum nur eine Mischung isoliert hatten, und zwar des reinen Vitamins D mit dem inaktiven Lumisterin. Aber jetzt dauerte es nicht mehr lange, und das reine Vitamin, das Windaus Vitamin D2 und die Briten Calciferol-Neu nannten, war isoliert. Es handelte sich um einen Ergosterin-Abkömmling, bei dem sich der B-Ring geöffnet hatte.

Lange glaubte man, daß Ergosterin der direkte Vorläufer sei. Erst viele Jahre später konnte Velluz in Frankreich die Struktur des eigentlichen Ergosterin-Provitamins aufklären, so daß bis heute meist Ergosterin als das Provitamin bezeichnet wird. Vitamin D2 ist ein sehr stark wirkender Stoff: Um die Rachitis zu verhüten, genügt es, täglich 1/100 Milligramm dieses Vitamins einzunehmen! Wenn man das mit dem früher üblichen Eßlöffel Lebertran vergleicht, sieht man, daß es gelungen war, die Wirksamkeit 1 Million Mal zu erhöhen. Erstmals war man mit einem „Vitamin” in diese niedrige Größenordnung vorgestoßen. Das und die Tatsache, daß es kein anderes Vitamin gab, das ein Steroid war, hätte zu denken geben sollen. Aber man gab sich zunächst mit dem Wissen zufrieden, daß Ergosterin durch Bestrahlung in der Nahrung oder in der Haut zum lebensrettenden Vitamin wurde.

Nur ein, zwei Dinge blieben noch rätselhaft — etwa, wie das Vitamin D unter normalen Bedingungen in den Körper kommen sollte. Abgesehen von Fisch war Vitamin D2 nämlich kaum in der üblichen Nahrung des Menschen enthalten, dessen war man sich sicher. Und wenn es schon sonderbar war, daß das eigentliche lebenswichtige Vitamin nicht in unserer Nahrung enthalten ist, so war es noch sonderbarer, daß das Provitamin, das durch Bestrahlung in der Haut in Vitamin D übergeht, ein pflanzliches Steroid war, das der Körper weder selbst herstellen konnte noch in garantierter Menge in der Nahrung zur Verfügung hatte. Es blieb also erstaunlich, daß der menschliche Organismus, der so viele Steroide herzustellen verstand, gerade bei diesem lebenswichtigen Steroid auf die Zufuhr aus pflanzlichen Quellen angewiesen sein sollte. Trotzdem blieb es dabei, daß man die antirachitische Eigenschaft einer Nahrung an ihrer Ergosterin-Fraktion ablesen konnte. Da fand im Jahre 1934 ein Mann namens Wedell, daß bei Hühnern sonderbarerweise weniger Lebertran gebraucht wird, um Rachitis zu heilen, als seiner Ergosterin- Fraktion entspricht. Es konnte logischerweise nur von der Cholesterin-Fraktion kommen. Die Verwirrung war groß. Es schien plötzlich, nach so vielen Jahren unendlicher Arbeit, als hätte man noch ein anderes Vitamin übersehen, dessen Provitamin doch vom Cholesterin abstammte und das wahrscheinlich in noch winzigeren Mengen wirksam war als das Vitamin D2, sonst hätte man es damals nicht übersehen können.

Und wieder begab man sich in Göttingen an die Arbeit. Windaus war inzwischen ein berühmter Mann geworden. Er hatte 1928 den Nobelpreis für die Erforschung des Vitamins D erhalten. Aber noch immer blieb er im Hintergrund, ging bescheiden von Gruppe zu Gruppe seines großen Stabes, regte an, übergab Verantwortung und trat zurück, wenn einer seiner Mitarbeiter etwas Wichtiges gefunden hatte. Nur aus den Widmungen seiner Schüler ist oft zu entnehmen, welche Rolle er in Wirklichkeit durch seine große Erfahrung und seinen klugen Rat dabei gespielt hatte.

Er mußte schnell erkannt haben, daß es seinem Labor mit all der angesammelten Erfahrung nicht schwer werden würde, dieses zusätzliche, noch stärkere Vitamin D zu finden. Er verzichtete auf neue Ehren und überließ es 1935 selbstlos dem jungen Brockmann, sich die Cholesterin-Fraktion des Lebertrans noch einmal anzusehen. Innerhalb eines Jahres war tatsächlich das geheimnisvolle Provitamin isoliert: 7-Dehydro- Cholesterin, in winzigen Spuren dem Cholesterin beigemischt, ergab durch Bestrahlung ein neues und noch wirksameres Vitamin D. Man nannte es Vitamin D3. Es war bei Hühnern noch 100mal wirksamer als Vitamin D2 ! (s. Abb. 11.) Damit war es möglich geworden, das erwähnte Rätsel zu lösen: Unser Körper, der Cholesterin herstellen kann, kann auch das Provitamin D3 selbst herstellen! Er lagert es zwecks Bestrahlung in der Haut ab und läßt es dort in Vitamin D3 verwandeln. Dadurch hatte sich die ursprüngliche Hormontheorie wieder gleichberechtigt neben die Vitamintheorie gestellt, denn während Vitamine lebensnotwendige Stoffe sind, die dem Körper zugeführt werden müssen, sind Hormone definitionsgemäß Wirkstoffe, die der Organismus selbst herstellen kann. Dadurch grenzt sich das Vitamin D2 von dem Hormon D3 ab.

Wie steht es nun mit diesem sonderbaren Hormon, dessen Herstellungskette an einem wichtigen Punkt unterbrochen ist und ohne Sonnenlicht nicht weiterkann? War das immer so in der Entwicklung der Tiere? Sehen wir uns Tiere an, die in der Dunkelheit leben, wie z. B. Ratten und manche Tiefseefische, so sehen wir, daß sie ihr Vitamin D3 ohne Sonnenhilfe aus Cholesterin herstellen können. Also hat der Mensch dies anscheinend verlernt. Bei ihm stellt der Schritt vom 7-Dehydro-Cholesterin zum „Vitamin” D3 das schwache Glied in der Kette dar, zu dem er das Sonnenlicht in der Haut benötigt.

Nachdem dies geschehen ist, kehrt das Steroid wieder zum Hormonkreislauf in den Tiefen des Körpers zurück, wo es erst zum eigentlichen Hormon wird. Denn nach neuesten Forschungen ist D3 nämlich noch immer nicht der endgültig wirksame Stoff, sondern ein Zwischenprodukt, das von der Haut in die Leber wandert und dort an dem C25 -Atom mit einem OH-Rest versehen wird. Von hier gelangt die Substanz in die Niere, wo ein weiterer OH-Rest angehängt wird — diesmal an das C1- Atom. Dieses „1,25-Dihydroxy-Cholecalciferol” (oder auch 1,25-DHCC) genannte Hormon ist in Knochenkulturen noch 10 000mal wirksamer als D3 ! Wenn nun D3 ein Hormon ist, ist dann D2 ein Vitamin? Nicht immer! Denn wenn das Hormon D3 bei Lichtmangel durch das körperfremde und weniger wirksame Vitamin D2 ersetzt werden kann, so plaziert sich das letztere eher in die Kategorie einer Medizin als die eines unbedingt lebensnotwendigen Vitamins. Denn bei genügend Sonne kann man ohne Vitamin D2 auskommen. Man kann diese Situation mit der beim Diabetes vergleichen: Das anders gebaute (und nicht ganz so wirksame) Schweine-Insulin, das injiziert werden muß, ist — unabhängig von seiner Rolle beim Schwein — für den Menschen ja auch kein lebenswichtiges „Vitamin”, sondern ein Ersatz des fehlenden Hormons, eine Medizin.

Das braucht nicht immer so zu sein: Die Fische, die sonnenfern im Dunkel der Meere leben, beziehen wahrscheinlich das Vitamin D, das sie uns im Lebertran liefern, auf direktem oder indirektem Wege vom Plankton, das sich an der Meeresoberfläche sein Ergosterin oder Cholesterin von der Sonne bestrahlen läßt. Für diese Fische wäre es also ein echtes Vitamin.

Man kann sich fragen, was für eine Rolle es spielt, ob D3 ein Vitamin oder ein Hormon ist. Nun, es bedeutet zunächst, wie wir schon sahen, daß der Körper Vitamin D2 nur als Medizin benötigt, d. h. wenn etwas schiefgeht, daß man es also nicht allen Menschen zu geben braucht. Es bedeutet ferner, daß man sich überlegen muß, ob Vitamin D3 als Steroid-Hormon möglicherweise den gleichen Regeln und Aufgaben unterworfen ist wie die anderen Steroid-Hormone, von denen wir noch hören werden. Denn während Vitamine Stoffe sind, die einen Teil eines Zellenzyms darstellen und einfach tun, was man ihnen sagt, haben Steroid-Hormone Intelligenz. Sie sind Bestandteile eines Reglermechanismus, wobei dem Steroid-Hormon eine Schlüsselrolle vorbehalten ist, von der noch später zu berichten ist. Die Auffassung von Vitamin D als einem Hormon hat in der Tat zur Entdeckung eines solchen Reglermechanismus geführt, und zwar bei der lebenswichtigen Aufrechterhaltung des Calciumspiegels im Blut. Ohne auf komplizierte Einzelheiten einzugehen, sei nur stichwortartig gesagt, daß sich im Augenblick etwa das folgende Bild über den Reglermechanismus abzeichnet, in den Vitamin D eingebaut ist:

1. Dieser besondere Mechanismus ist eingerichtet, um im Blut einen stets gleichbleibenden Calciumspiegel zu halten. Dieser ist nicht nur für die Knochen, sondern für sehr viele andere Gewebe des Körpers wichtig.

2. Sinkt der Calciumblutspiegel ab, wird die Kontrolldrüse alarmiert, das sogenannte Epithelkörperchen, das der Schilddrüse als bohnengroßes Organ anliegt, mit ihr aber nichts zu tun hat. Das Epithelkörperchen produziert daraufhin zusätzliches Parathormon, ein Eiweiß-Hormon.

3. Das Parathormon stimuliert die Nierenrinde, die aus dem vorhandenen 25- HCC-Vorrat entsprechend 1,25-DHCC herstellt, also das eigentliche Hormon D3.

4. 1,25-DHCC aktiviert den Transport des notwendigen Calciums durch die Darmwand in das Blut und stellt gleichzeitig aus den Knochen (sogenanntes amorphes) Calcium zur Verfügung.

5. Der Calciumspiegel steigt an, die Produktion von Parathormon und damit (der Endstufe) von Vitamin D wird reduziert. [Umgekehrt kann so auch ein zu hoher Calciumspiegel gesenkt werden (s. Abb. 12).]

Ein Reglermechanismus also, mit sogenanntem Feed-Back, wie wir ihn bei allen später zu nennenden Steroid-Hormonen vorfinden werden: Die Komponenten sind

so aufeinander eingestellt, daß auch bei wechselndem Verbrauch und Angebot der Blutcalciumspiegel immer auf dem gleichen Niveau eingepegelt bleibt. Wie wichtig dieser Mechanismus ist, zeigt sich daran, was passiert, wenn er einmal gestört ist: Bei Hypercalcämie, d. h. einem zu hohen Calciumgehalt des Blutes, treten gefährliche Verknöcherungen an Stellen des Körpers auf, die hierdurch schwer geschädigt werden, wie z. B. an den Nieren. Dies tritt am häufigsten bei Überdosierung von Vitamin D auf. Eine Überdosierung durch Sonnenstrahlen wird dadurch verhindert, daß genau die Strahlung (290-320 nm), die Vitamin D in der Haut bildet, auch eine Schutzbräunung hervorruft. So gesehen ist die Pigmentierung der Neger wahrscheinlich als Schutzmechanismus gegen Vitamin-D-Vergiftungen aufzufassen. Bei der Hypocalcämie, d. h. einem zu niedrigen Calciumgehalt des Blutes, entstehen zwei verschiedene Krankheiten: Bei langsamem Sinken entsteht ein Knochenschwund, wie er klassisch bei der Rachitis zu finden ist. Bei schnellem Fallen treten sogenannte tetanische Krämpfe mit einer typischen »Pfötchenstellung« der Hände auf. Sie können zum Tode führen, falls keine entsprechende Therapie (mit einem Steroid, das A. T. 10 heißt) eingeleitet wird. Praktisch tritt eine Hypocalcämie unter drei Bedingungen auf, von denen man die letzte erst seit kurzer Zeit zu deuten weiß:

a) Eine irrtümliche Entfernung der Nebenschilddrüsen (z. B. bei einer Kropfoperation) führt zu tetanischen Krämpfen, weil Parathormon fehlt.

b) Eine zu geringe Bildung von Vitamin D in der Haut führt zu einem verminderten Angebot des Rohstoffs in der Nierenrinde und damit zur Rachitis, weil der Rohstoff für das Hormon fehlt.

c) Ein Versagen (oder eine Entfernung) der Nieren bedeutet einen Ausfall der endokrinen Drüse, auf die das Parathormon wirken könnte, und führt zu rachitisähnlichen Bildern, einer der schwersten Nebenerscheinungen von Nierenerkrankungen bei Patienten, die sonst durch die Blutwäsche jahrelang am Leben erhalten werden könnten.

Man sieht, wie auf Grund der modernen Erkenntnisse über den Mechanismus von Vitamin D die ursprüngliche naive Auffassung von einem »Knochenvitamin« in den letzten Jahren erheblich ins Wanken gekommen ist. Aus einem anscheinend schon abgehakten Problem ist nämlich wieder ein hochaktuelles Thema der Klinik geworden, seitdem sich auch eine Heilung für Vitamin-D-resistente Formen der Rachitis abzeichnet, die auf Erkrankungen der Nieren beruhen.

Gerade an diesem letzteren Problem hat sich die Vitamin-D-Forschung in den letzten Jahren wieder entzündet, ohne daß bisher alle Fragen endgültig geklärt sind. So kompliziert z. B. die Rolle eines kürzlich gefundenen weiteren Eiweiß-Hormons, des Calcitonins, das antagonistisch zum Parathormon wirkt, die Dinge zusätzlich. Hinzu kommt, daß noch weitere Steroide einen Einfluß auf den Kalkstoffwechsel haben können und dadurch das Bild verwirren: Die weiblichen Sexualhormone z. B. halten Calcium im Knochen zurück, die Corticoidhormone mobilisieren es und schütten es in das Blut aus. Hierbei zeichnet sich schon ab, was wir später als ein therapeutisches Problem erleben werden: Die Wirkungsspektren der verschiedenen Steroide überschneiden sich und erzeugen dadurch die sogenannten Nebenwirkungen. Wie man sieht, ist das »Problem Vitamin D« nach 50 Jahren bei weitem noch nicht zur Ruhe gekommen. Wir erleben jetzt noch die Wellenschläge eines Steins, den Windaus seinerzeit ins Wasser geworfen hat. Wir setzen heute keine Denkmäler mehr, es sei denn solche, die späteren Generationen von unserer Gier und unserem Unverstand erzählen. Ob wir ihnen nicht auch anderes zu berichten hätten?

»Wenn ich mir ein Denkmal vorstelle, das eine dankbare Menschheit einmal Windaus errichten wird«, sagte Wilhelm Biltz 1941, »so drängen sich darauf um seine Gestalt Scharen von Kindern, die ihm Gesundheit und Heilung verdanken.«

 

 

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ANABOLIKA

Wie wir alle wissen wollen unsere Regierungen eine drogenfreie Gesellschaft. Drogen wie z.b Haschisch, Marihuana oder Kokain gelten als Vergnügungsdrogen. Vor ihnen wird ständig gewarnt. Auf der anderen Seite des Drehtisches steht Alkohol, der mehr Menschenleben kostete als die drei vorgenannten Drogen zusammen. Alkohol allerdings ist voll gesellschaftsfähig und überall akzeptiert. Wer in unserer Gesellschaft bei einer Party nicht wenigstens ein Gläschen trinkt, gilt als merkwürdiger Außenseiter. Bodybuilder und andere Sportler benutzen Steroide, weil sie damit besser funktionieren, leistungsfähiger und belastbarer sind als ohne diese Mittel. Die Antibabypille, ein kontrazeptives Steroid, ist eine Mischung aus beiden oben angeführten Kategorien. Auf der einen Seite funktionieren Frauen unter Einfluß der Pille besser, auf der anderen Seite ist die Pille eine Vergnügungsdroge, weil durch sie Sex zum Vergnügen ohne Folgen wird. Tatsächlich hat die Pille Nebenwirkungen, die denen anaboler Steroide sehr ähnlich sind. Aber auch die Pille ist voll gesellschaftsfähig. An diesen Beispielen will ich nur verdeutlichen, mit welcher Art von Doppelmoral wir tagtäglich leben, ohne uns dessen wirklich bewußt zu sein. Zugegebenermaßen ist es sehr unfein, für den Gebrauch von Medikamenten zu sein. Für Sportler ist es geradezu tödlich. Dies alles nur wegen der von allen Seiten betriebenen Anti-Steroid-Kampagnen. Die gesellschaftlich akzeptierten Drogen wie Alkohol, Nikotin und Antibaby-Pille sind in ihrer Gefährlichkeit dokumentiert. Anabole Steroide hingegen haben in ihrer 50-jährigen Geschichte nur einen einzigen dokumentierten Todesfall verursacht. Im Vergleich zu den vielen tausenden Toten durch Alkohol jährlich erscheint die Anwendung von Anabolika durch Sportler geradezu ermutigend sicher.

Ich möchte hier Dan Duchaine, den Autor des Underground Steroid Handbooks, zitieren bezüglich der von offizieller Seite immer wieder verbreiteten Lügen über anabole Steroide. Lüge Nr. 1 Anabole Steroide erhöhen nicht die sportliche Leistungsfähigkeit. Falls Anabolika die Leistungsfähigkeit nicht erhöhen, warum dann die aufwendigen Dopingtests? Warum der ganze finanzielle Aufwand? Wir wissen alle, daß Anabolika wirken, also Schluß mit der Lüge. Nebenbei bemerkt wurde die Wirksamkeit in einer neueren Studie bewiesen. Dazu gleich mehr. Lüge Nr. 2 Anable Steroide können tödlich wirken.

Falls man zur Auswahl hätte, entweder 100 Tabletten eines Anabolikums oder 100 Tabletten Lasix, Kalium oder Aspirin nehmen zu müssen, so wäre das Anabolikum mit Sicherheit das einzige der vier Mittel, das sie nicht umbringen würde. Lasix und Kalium würde zum Herzstillstand führen, Aspirin würde ihren Magen zerstören. Das Anabolikum würde vielleicht eine Magenverstimmung oder ein leichtes Fieber verursachen. Ich möchte nicht die Gefahren der Anbolika unter den Tisch kehren. Anabolka sind verschreibungspflichtige Medikamente und bergen Gefahren, aber Lebensgefahr durch Anabolika? Ich halte auch diese Behauptung für eine Lüge zur Einschüchterung der Massen. Lüge Nr. 3 Man kann auch ohne Anabolika den gleichen Leistungsstand erreichen wie mit Anabolika, vorausgesetzt man trainiert länger und härter. Die Ärzte Haupt und Rover haben schon 1984 bewiesen, daß Leistungssportler ohne Anabolika durch die körpereigene Ausschüttung von Kortikosteroiden unter intensiver Belastung an einer weiteren Leistungssteigerung gehindert werden. Das ausgeschüttete Kortison wirkt katabol und verhindert so einen Kraftzuwachs. In dieser Studie wurde schlüssig bewiesen, daß Anabolika Muskelmasse aufbauen.

Lüge Nr. 4 Sportler, die bei einem Test negativ sind, sind dopingfrei Wer dies behauptet, versucht den unwissenden Massen die heile Welt des Sports zu suggerieren. Durch die unnützen Kontrolle wird die gesamte Dopingszene dazu gebracht, immer raffiniertere Methoden zu erfinden, um durch die Tests zu kommen. Durch diese Methoden wäre es sicher einfacher, die Dopingsünder durch eine Geschmacksprobe des Urins zu stellen als durch die Tests. Lüge Nr. 5 Die großen BB-Zeitschriften und deren Macher (d.h. die Nährmittelhersteller!) sind entschiedene Anabolika-Gegner. Dies ist schon aus ganz simplen wirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht ganz richtig. Die BB-Zeitschriften sind die Sprachrohre der Nährmittelhersteller. In den Zeitschriften wird für Nahrungskonzentrate geworben. Um der Werbung Nachdruck zu verleihen, werden fast immer Top-Bodybuilder abgebildet, die den Eindruck erwecken sollen, daß die Produkte fantastisch wirken. Nun sieht es aber so aus, daß Bodybuilder, insbesondere Top-Bodybuilder in der Regel Anabolika benutzen. Anabolika machen gute Bodybuilder besser, bessere Bodybuilder verkaufen gute wie auch schlechte Nahrungskonzentrate besser als weniger gute Bodybuilder. Deswegen wird kein Nährmittelhersteller einen Bodybuilder in Topform aus seinen Inseraten verbannen, nur weil dieser mit Anabolika ‘vollgepumpt’ ist.

Bei vielen Gesprächen mit Bodybuilder und Powerliftern ist mir aufgefallen, daß diese Männer und Frauen kaum Nahrungskonzentrate benutzen sondern nur Anabolika. Dies waren einige Bemerkungen, die ich schon lange loswerden wollte. Ich möchte mit meiner Arbeit die Sportler dazu bringen, wieder selbst zu denken, wieder kritisch zu sein. Es kann nicht angehen, daß Bodybuilder einmal im Monat oder einmal alle zwei Monate für DM 6.50 am Kiosk für sich denken lassen und kritiklos alles schlucken, was ihnen an Lügen und Halbwahrheiten präsentiert wird.

Durch großangelegte Aktionen der Behörden gegen Anabolikaschmuggler und Händler sind momentan immer mehr offensichtlich gefälschte Medikamente auf dem Markt. Die guten Absichten der Behörden in allen Ehren, ist doch die Verfügbarkeit der Präparate keineswegs eingeschränkt. Lediglich ist es für Sportler fast unmöglich geworden, nicht gefälschte von gefälschten Mitteln zu unterscheiden. Es sind einfach zu wenige echte Präparate auf dem Markt, um Vergleiche anstellen zu können. So gesehen haben die Behörden mehr Schaden angerichtet als Gutes vollbracht. Es stellt sich die Frage: sind alle gefäschten Steroide schlecht oder unrein? Generell: NEIN. Es gibt auch hier von Hersteller zu Hersteller große Unterschiede. Problematisch ist nur, daß es mittlerweile Kopien der besseren Kopien gibt. Diese Tatsache macht es für uns noch schwerer, die guten von den schlechten Mitteln zu unterscheiden. Verwirrung über Verwirrung. In einem der nächsten Kapitel werde ich versuchen, die guten ins Töpfchen und die schlechten ins Kröpfchen zu bringen

Dennoch muß endlich gesagt werden, was ich zu sagen habe. Ich möchte hiermit lediglich den Anabolika-Gebrauch in einer realistischen Weise darzustellen. Ich werde weder in Bezug auf Dosierungen noch in Bezug auf Anwendungsweise und Dauer ein Blatt vor den Mund nehmen, ganz gleich, wie unbequem dies für irgendjemanden – mich selbst eingeschlossen – sein mag. Vor einigen Jahren hatten wir nur gegen das allgemeinem Desinterresse zu kämpfen. Heute kämpfen wir gegen eine fein aufgebaute Anti-Anabolikakampagne aus Ignoranz, Mißinformation und Lüge an. Übertreibung bezüglich der Steroide ist noch vertretbar, Lügen sind es nicht. Über Jahre hinweg habe ich versucht, Ärzte zu finden, die mir in meinen Bemühungen hilfreich sein konnten – z.B. in der Bestimmung wirkungsvoller Anabolikadosierungen für Sportler. Das einzige, was ich herausfinden konnte war, daß keiner der befragten Ärzte mir helfen konnte, geschweige denn helfen wollte. Überall kam die Standardantwort: Diese Medikamente sind doch schädlich, lassen Sie bitte die Finger davon. Diesen oder einen ähnlichen Satz hat sicherlich jeder Sportler schon einmal gehört. Wahrscheinlich ist mancher betroffene Sportler sehr enttäuscht ob des Unverständnisses seines Arztes. Allerdings glaube ich nicht, daß diese Sportler den gutgemeinten Rat ihrer Ärzte befolgen. Vielmehr ist anzunehmen, daß geschieht, was immer geschehen ist. Man geht nach Hause und injiziert und schluckt was immer auf dem Schwarzmarkt zu bekommen ist. Und wie immer, ohne ärztlichen Rat und Aufsicht. Selbst bei einfachen Laboruntersuchungen stellen sich viele Ärzte dank unserer Gesundheitsreform quer. Ohne Krankheitsanzeichen ist fast keine Blutuntersuchung zu bekommen. Im Klartext heißt das, daß man sich erst kaputt machen muß, bevor jemand nach dem Rechten schaut. Das nennt man dann präventive Medizin, oder habe ich da etwas falsch verstanden? Die einzigen Menschen, die mir halfen, waren einige Freunde und Bekannte, die mir über ihre persönlichen Erfahrungen mit verschiedenen Anabolikapräparaten berichteten. Ich werde in diesem Buch über Experimente, Versuchsreihen mit einzelnen Mitteln oder mit Kombinationen von zwei und mehr Mittel ganz ausführlich berichten. Dies wird mir mit Sicherheit wieder von allen möglichen Seiten als Anleitung zum Anabolikagebrauch ausgelegt werden, aber seit ich mit unserem Anliegen erstmals an die Öffentlichkeit getreten bin, mußte ich mit böswilliger, ungerechtfertigter Kritik leben. Sie werden sehen, daß wieder die am lautesten schreien, denen ich mit meiner Arbeit am härtesten auf den Zeh getreten bin – bzw. diejenigen, die am meisten zu verbergen haben. Ich bin der Auffassung, daß irgendwer in irgendeiner Weise auf dem Gebiet der Sportpharmakologie Forschung betreiben muß. Da von den wirklich Verantwortlichen jeder lediglich mit den Schultern zuckt, sehe ich mich gezwungen, diese Arbeit in die eigenen Hände zu nehmen.

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Das anabole/androgene Verhältnis

Wie bereits erwähnt, waren die durch Testosteron stimulierten anabolen und androgenen Prozesse schon häufiger Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen. Trotzdem ist die Grenze zwischen „anabol” und „androgen” oft willkürlich gezogen worden; viele Vorgänge gehen ineinander über. Um einem besseren Überblick über die Möglichkeiten synthetischer anaboler Steroide zu geben, wurde dieses Konzept aus Gründen der Anschaulichkeit vereinfacht. Die klassische Definition von „androgen” baut eigentlich auf dem durch Steroide ausgelösten Wachstum von Prostata und Keimdrüsen einiger Nagetierarten auf. Die Veränderungen können jeweils nach einer Obduktion der Tiere präzise festgestellt werden. Im Gegensatz dazu ist das anabole Potential einer Steroidverbindung nicht so einfach zu bestimmen.

Das anabole/androgene Verhältnis (therapeutischer Index) einiger Steroide ist bereits in mehreren Untersuchungen festgelegt worden. Als Vergleich wurde stets Testosteron herangezogen, dem ein Wert von 1 zugewiesen wurde. Je größer der therapeutische Index eines anabolen Steroids, desto größer ist theoretisch seine anabole Wirkung. Anders ausgedrückt: Steroide mit einem hohen therapeutischen Index können eher die gewünschten anabolen Prozesse in Gang setzen, ohne dabei ungewollte androgene Stoffwechselvorgänge zu auszulösen.

In älteren Untersuchungen mit Androgenen konnte nachgewiesen werden, daß sogar so spezifische Zielorgane wie Prostata und Keimdrüsen kastrierter Ratten auf die Stimulation mit anabolen/androgenen Substanzen nicht mit gleichen Veränderungen reagierten.’ Seitdem wurde in einer Vielzahl von Tests versucht, den therapeutischen Index anderer Steroide zu bestimmen.’ In einigen der später durchgeführten Untersuchungen wurden folgende Methoden festgelegt, um den Einfluß anaboler/androgener Steroide auf Geschlechts— und andere Körperteile zu messen:

1) Verhältnis von renotropher zu androgener Reaktion”
2) Verhältnis von myotropher zu androgener Reaktion”
3) Verhältnis von Muskelwachstum des Levator Ani zur
androgenen Reaktion”‘
4) Verhältnis von Stickstoffbalance zu androgener Reaktion’

Auf diese Methoden soll hier nicht weiter eingegangen werden, doch wird deutlich, daß verschiedene Ansätze zur Definition des therapeutischen Index existieren.

Der therapeutische Index

Die anabole Aktivität eines Steroids ist abhängig von seiner Molekülstruktur. Anabole Steroide stimulieren das Wachstum der Geschlechtsorgane und anderer Körpergewebe. Doch selbst die Auswirkungen eines bestimmten Steroids sind bei einigen Tierarten unterschiedlich. Der in einigen Studien nachgewiesene Einfluß auf das Muskelwachstum bei bestimmten Arten war in einigen Fällen reproduzierbar, konnte also wiederholt werden, in anderen Fällen aber nicht. In allen Untersuchungen zeigte sich aber, daß Veränderungen am Testosteronmolekül (der Grundstruktur der Steroide) drastische Auswirkungen auf das Wachstum verschiedener Muskelgewebe hat. So liegt die Vermutung nahe, daß einige Körpergewebe speziell auf bestimmte Veränderungen des Testosteronmoleküls ansprechen. Bisher ist es aber noch nicht gelungen, ein synthetisches Steroid herzustellen, daß nur in einigen ausgesuchten Körpergeweben Wachstumsprozesse auslöst und andere unbehelligt läßt.

Als Grundregel ist also festzuhalten, daß verschiedene Körpergewebe auf eine Stimulation durch anabole Steroide unterschiedlich reagieren. Die meisten Theorien zur Klärung dieses Sachverhalts stecken noch in den Kinderschuhen; eine komplette Erklärung für die Bandbreite der Wirkung anaboler Steroide ist noch nicht gefunden. Einige Faktoren erschweren die Bestimmung des therapeutischen Index zusätzlich:

1) Die Wasserlöslichkeit des jeweiligen Steroids, die die
Möglichkeit einer Bindung an Geweberezeptoren erhöht;
2) die verschiedenen Schwellwertkonzentrationen der
einzelnen Steroide;
3) eine nicht optimale Methode zur Abgrenzung der anabolen
gegenüber der androgenen Wirksamkeit;
4) die Absorptionsrate aus intramuskulären Depots;
5) die Schwierigkeit, Ergebnisse aus Tierexperimenten
auf den Menschen zu übertragen: Anabole Steroide
wirken auf Tiergewebe in Teilbereichen anders als
beim Menschen;
6) der Mangel an Untersuchungen an Menschen in den
letzten Jahren;
7) sowie die Schwierigkeit, die androgene Wirksamkeit
beim Menschen genau zu bestimmen. Beim Menschen
ist die Reaktion auf androgene Wirkungen verschiedener
Steroide (Virilisation) individuell sehr unterschiedlich.

Da die Methoden zur Bestimmung der Stickstoffbalance in den letzten Jahren erheblich genauer geworden sind, wird die Festlegung der androgenen Wirkung beim Menschen letztlich der begrenzende Faktor bei der genauen Definition des therapeutischen Index sein.

Testosteron und andere verwandte Steroide haben vielfältige anabole Effekte im menschlichen Körper. Zahlreiche Untersuchungen haben gezeigt, wie schwierig die präzise Bestimmung der anabolen Wirksamkeit ist. Unter 3.1 sind mehrere Methoden aufgelistet, die im Tierversuch angewandt wurden. Obwohl jede Methode exakt das messen kann, wozu sie angelegt ist, bleiben grundlegende Bedenken bezüglich der Validität* der gewonnen Ergebnisse. Auch wenn ein bestimmtes Steroid Skelettmuskulatur oder Genitalien von Tieren beeinflußt, können diese Ergebnisse in vielen Fällen nicht einfach auf den Menschen übertragen werden. Die Bestimmung der Stickstoffaufnahme oder -balance liefert wohl die verläßlichsten und am besten reproduzierbaren Ergebnisse bezüglich der Bewertung des therapeutischen Index verschiedener Steroide.

Doch gibt es absolut keinen Zweifel daran, daß zahlreiche anabole Steroide einen größeren Einfluß auf Muskelwachstum und Kraft haben als Testosteron. Ob diese Verbindungen auch bei trainierten Athleten ein Muskelwachstum auslösen, wurde niemals endgültig geklärt. Die meisten mit mit der Materie beschäftigten Wissenschaftler lassen aber keinen Zweifel daran, daß anabole Steroide einem Athleten Vorteile in Sportarten verschaffen können, wo Kraft eine Rolle spielt.

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Bodybilding und Steroide

Die meisten Ärzte in den USA verschreiben einen DECADURABOLIN/ DIANABOL-STACK (vergleichbar mit dem DECA- DURABOLIN/NEROBOL-STACK) routinemäßig. Er besteht dann normalerweise aus vier DIANABOL (ä 5 mg) Tabletten/ Tag kombiniert mit 100 mg DECA-DURABOLIN/Woche. Dieser Stack kann einem Anfänger gute Ergebnisse bringen. Wir benutzen niemals zwei Medikamente von Anfang eines Zyklusses an. Persönlich haben wir mit der einfachen Form des STAGGERINGS gute Erfolge erzielt. Wir beginnen unsere Anabolikaeinnahme mit einem 17 alpha-Oral und wechseln nach dem Erreichen eines Plateaus zu einem injizierbaren Anabolikum über. Niemand kann mit Sicherheit sagen, daß eine Einnahmeweise besser ist, als die andere. Doch entstehen aus irgend einer Logik heraus immer wieder neue Einnahmearten und Kombinationen von Medikamenten. Falls unsere Körper überhaupt auf Logik reagieren, gibt es theorethisch Kombinationen, die besser sind als andere. Wenn wir z. B. von wassergelöstem TESTOSTERON abraten und behaupten, WINSTROL wirkt nicht gut, dann ist es doch nur logisch anzunehmen, daß beide Präparate als Kombination auch nicht besser wirken. Nun zum DECA/D-BOL-STACK. Wir glauben, daß Sportler, die sofort mit dieser Kombination beginnen, sehr schnell zu einem Wachstumsstillstand kommen. Es ist besser, Masse und Kraft über einen längeren Zeitraum aufzubauen. Wir werden nicht viel über Einnahmezeiten schreiben. Das Problem hier ist, daß manche Menschen über Monate hinweg gleichmäßig zunehmen, während andere weniger als 3 – 4 Wochen gute Erfolge verbuchen können. Niemand, auch kein Arzt, könnte uns voraussagen, wie lange es dauert, bis ein Plateau erreicht ist. Generell, so haben wir beobachtet, erreichen Sportler, die häufig mit hohen Dosierungen arbeiten, schneller ein Plateau als Steroidneulinge. Nun zu unserem ersten Beispiel einer Bodybuilderin. Frauen müssen bei derWahl ihrer Medikamente besonders vorsichtig sein, da viele anabole Steroide stark vermännlichende Nebenwirkungen zeigen. Nur der Verdacht der Anabolikaeinnahme schmälert die Gewinnchance bei einem Wettbewerb. Die neuerdings eingeführten Anabolikatests werden hier die wahren Schuldigen finden. Unsere Freundin begann, auf Anweisung ihres Arztes, ANAVAR-Tabletten einzunehmen. Aus folgenden Gründen:

1. ANAVAR ist nur schwach androgen (vermännlichend).
2. ANAVAR aromatisiert nicht.

Zwei Tabletten/Tag zu 2,5 mg halfen ihr nicht. Auch fünf Tabletten hatten keine große Wirkung. Bei zehn Tabletten pro Tag wurde es interressant, jedoch hielt der Erfolg nicht lange an. Da 15 Tabletten pro Tag ca. einer Packung ANAVAR pro Woche entsprechen und sie ihr finanzielles Limit erreicht hatte, entschloß sie sich, damit abzusetzen. Da auch ihr Arzt mit dieser Dosierung nicht einverstanden war, war es nur eine Frage der Zeit bis er ihrem Gebrauch Einhalt geboten hätte. Während sie die ANAVAR -Tabletten langsam absetzte, alle drei Tage eine Tablette weniger, begann sie damit MAXIBOLIN einzunehmen. Sie startete mit 10 MAXIBOLIN-Tabletten (ä 2 mg) pro Tag. Das MAXIBOLIN wurde benutzt, da es ungefähr wie DECA-DURABOLIN wirkt doch unsere Freundin Angst vor Injektionen hatte. Die ANAVAR Tabletten wurden über ein Zeitraum von drei Wochen abgesetzt. Während dieser Zeit wurden die MAXIBOLIN Tabletten auf 15 Stück pro Tag erhöht. Als sich auch bei dieser Dosierung kein großes Wachstum abzeichnete, entschloß sie sich dazu die Anabolika abzusetzen. Auf unsere Anfrage hin, bezeichnete sie ihren Versuch als nicht nachahmenswert. Ihrer Meinung nach, könne man als Frau mit 2 – 3 DIANABOL Tabletten pro Tag mehr erreichen. Außerdem, so äußerte sie sich, werde sie das nächste Mal ein NANDROLON Präparat, wie z. B. DECA- DURABOLIN benutzen. DECA-DURABOLIN weist im Vergleich zu MAXIBOLIN ein besseres Preis – Leistungsverhältnis auf bei geringeren Nebenwirkungen. Nun zu ihrem Freund. Er wählte zu Beginn seines Steroidprogrammes das Medikament ANDRODIOL, kurz MD. In derWirkung wie ein ORAL, in der Verträglichkeit wie andere injizierbare Anabolika, schien es die Lösung aller Probleme zu sein. Auf Anraten seines Arztes wurden zweimal pro Woche 100 mg verabreicht. Der Erfolg damit war mehr als mäßig. Unser Bekannter wechselte zu viermal 5 mg DIANABOL pro Tag über. Da er kaum Erfahrung mit Anabolika hattte, erreichte er mit dieser Dosis, die gewünschte Gewichtszunahme. Er ernährte sich von ca. 6000 – 8000 kcal pro Tag und hielt dabei die Fettaufnahme unter 20%. In Anbetracht dieser Kalorienmenge ist die Gewichtszunahme sicherlich nicht allein auf die Tabletteneinnahme zurückzuführen. Sein Arzt verabreichte ihm nun 200 mg DECA. Drei Tage nach der ersten Injektion begann er die DIANABOL-Tabletten abzusetzen. Das NANDROLON Präparat wurde weiter in Abständen von 1,5 Wochen verabreicht, bis sich das Wachstum einstellte. Da sein Arzt keine Dosiserhöhung erlaubte, setzte er dieAnabo- Ilka komplett ab. In Zeitabständen von ca. 1,5 Wochen, wurde die verabreichte Dosis von 200 mg zu 100 mg, zu 50 mg und nochmals 50 mg verringert. Diese Art des Steroidprogrammes wird hier in USA von vielen Ärzten als sicheres Erfolgsrezept mit minimalen Risiken angewandt, obwohl auch hier etwaige Langzeitschädigungen nicht abzusehen sind. Hier gibt es nun einiges zu erläutern. Warum z. B. wurden Plateaus erreicht? Die Antwort darauf ist, daß wahrscheinlich die Anzahl der verfügbaren Steroidrezeptoren in der Muskelzelle abnahmen. Wenn ein Steroid seine Nachricht nicht mehr mittels dieser Rezeptoren an den Zellkern weitergeben kann, verliert es seine Wirkung. Unser Freund schwemmte während der Einnahme von DIANABOL leicht auf. Das heißt, sein Gewebe speicherte mehr Wasser (Wasserretention). Bodybuilder haben eine Aversion gegen Wasserretention entwickelt, warum ist uns ein Rätsel. Zugegebenermaßen ist diese Wasserspeicherung bei der Erreichung einerTop-Form für einen Wettkampf sehr hinderlich und nicht sehr erstrebenswert. In der Gewichtszunahmephase haben wir jedoch grundlegend andere Voraussetzungen. Sie müssen bedenken, daß mit diesem Wasserwertvolle Vitamine, Mineralstoffe und Kohlenhydrate gespeichert werden. All diese Stoffe können wir gut verwerten, vor allem dann wenn wir Muskelmasse und Kraft steigern wollen. Sicher haben Sie bemerkt, wie wir die Wichtigkeit der Nahrungsaufnahme immer wieder ins Bewußtsein rücken. Sportler, die mit kleinen Gewichtszunahmen (bis zu 5 kg) zufrieden sind, sind landein, landaus kleinere Zeitgenossen. Wir sind trotz unserer eher geringeren Körpergröße mit nur 5 kg Gewichtszunahme nicht zufrieden. Das „Problem” einer großen Gewichtszunahme, wird schon oft durch verschiedene Artikel in diversen Fachzeitschriften heraufbeschworen. Dort war in den letzten Jahren immer wieder nachzulesen, daß man nicht mehr als 3 – 4 kg Muskelmasse pro Jahr zunehmen kann, jegliches Mehrgewicht sei Fett. Dies stimmt nicht. Ihr Körper besitzt die Fähigkeit, bis zu einem Pfund Muskelmasse pro Woche aus der aufgenommenen Nahrung zu synthetisieren.

 

Rein theoretisch wäre dies mit einer Gewichtszunahme von 52 Pfund pro Jahr gleichzusetzen. Zugegeben, eine solch extreme Massezunahme wurde noch nie erreicht, doch sind 3 – 4 kg Muskelmasse pro Jahr stark untertrieben. Darauf werden wir in unserem Kapitel Ernährung näher eingehen. Falls man Angst hat, während eines Steroidprogrammes zu fett zu werden, sollte man versuchen, überschüssiges Gewicht vorher zu verlieren. Nun weiter zu unserem nächsten Beispiel. Hierbei handelt es sich um einen Bodybuilder, der Anabolika schon seit über sieben Jahren mit gutem Erfolg einsetzt. In dieserZeit war er in der Lage, alle gebräuchlichen Steroide in mittleren bis großen Dosen einzunehmen. Er erfuhr dabei keinerlei schädliche Nebenwirkungen. In den ersten Jahren seiner Versuche verlor er nach dem Absetzen der Medikamente rasend schnell an Körpergewicht. Durch viele Experimente entwickelte er ein Programm, das für ihn maßgeschneidert war. Sicherlich werden viele Sportler mit diesem Problem konfrontiert. Möglicherweise können Sie diese Probleme umgehen. Er beginnt sein Programm normalerweise mit DIANABOL- oder ANADROL-Tabletten, je nachdem, welches Medikament zu dieser Zeit kostengünstiger zu erstehen ist. Gegen den Willen seines Arztes nimmt er zu Anfang drei statt zwei ANADROL 50-Tabletten ein. Im Falle DIANABOL erlaubt sein Arzt vier Tabletten ä 5 mg während er mit 6 – 8 Tabletten pro Tag beginnt. In Verbindung mit einer regelrechten „Freßkur” und drei ANADROL 50-Tabletten pro Tag macht er riesige Fortschritte. Nachdem sich die Fortschritte einstellten, erhöhte er früher die Dosis ANADROL auf 5 – 6 Tabletten pro Tag, was er wegen der stark karzinogenen Wirkung dieses Medikamentes heute jedoch unterläßt. Er kombiniert die drei ANADROL 50 mit vier ANAVAR Tabletten pro ANADROL 50. Dies nicht, weil es die magische Kombination ist, sondern weil er davon sehr stark wird. Mit dieser Kombination geht es dann wieder steil bergauf. Nachdem auch damit die schwereren Kniebeugen zu schwer und die Arme nicht mehr dicker werden, ist es für ihn an derZeit auf injizierbare Anabolika umzusteigen. Er injiziert alle zwei Wochen 400 mg der billigsten Nandrolonform, die er kaufen kann. Drei Tage nach der ersten Injektion beginnt er damit, die oralen Medikamente abzusetzen. Zuerst die ANADROL 50, diese sind vom Hersteller gekerbt und lassen sich leicht teilen. Da unser Freund zu diesem Zeitpunkt stark und schwer genug ist, ist es ihm egal, ob er mit dem verwendeten NANDROLON weiter zunimmt oder nicht. Er benutzt NANDROLON nur dazu, die mit den oralen Mitteln gewonnene Masse zu verfestigen. Dieser Vorgang ist zwar nicht wissenschaftlich zu untermauern, doch nach einem Monat verändert sich sein Aussehen dahingehend, daß seine Muskulatur härter erscheint. Nun zum Absetzen des hier angewandten oder ähnlichen Zyklusses. Bei einem Programm, bei dem nur ein einzelnes Medikament, wie z. B. Deca-Durabolin, verwendet wird, ist das Absetzen lediglich eine Sache des langsamen gleichmäßigen Reduzierens der Dosis, wie schon vorher beschrieben. In früheren Jahren, als HCG und Clomid noch keine Anwendung im Body-Building hatten, war dies der einzige Weg, die Steroide abzusetzen. Glücklicherweise haben mittlerweile alle SportlerZugang zu allen Arten von Hilfsmitteln. Der komplizierte Triple-Stack unseres Bekannten, Deca-Durabolin- Anadrol-Anavar verlangt natürlich nach einer raffinierteren Absetzmethode. Er beginnt damit, die Anadrol-Tabletten langsam zu reduzieren. Nach drei Wochen arbeitet er nur noch mit Deca und Anavar. Als nächste Stufe werden die beiden restlichen Medikamente gleichzeitig, jedoch unterschiedlich schnell abgesetzt. Für die Anavar-Tabletten braucht er drei, für das Deca-Durabolin sechs Wochen. Während er mit dem injizierbaren Medikament bei 100 mg angelangt ist, beginnt er 50 mg Testosteron-Cypionat zu injizieren. Dies lediglich um den Androgenspiegel anzuheben, bis die körpereigene Produktion dieser Hormone wieder einsetzt. Nachdem er bei 50 mg desAnabolikums und 50 mg Testosteron angelangt ist, setzt er 1.000 IE. HCG hinzu. Dies behält er bei, bis eine Woche nach der letzten Testosteron- Injektion. Um die Hypophysen-Gonadenachse wieder zu aktivieren, nimmt er nun zwei Clomid-Tabletten/Tag für eine weitere Woche hinzu. Nach dieser Prozedur sollte eigentlich alles wieder in Ordnung sein. Auch dieses Beispiel sollte manchem als Muster dienen. Bisher brachten wir nur Beispiele von Freunden und Bekannten, nun zu uns selbst. Bei uns handelt es sich um zwei Body- Builder von 27 bzw. 28 Jahren. Zu Beginn unseres Body- Building-Trainings waren wir mit Körpergewichten von 49 bzw. 51 kg bei Körpergrößen von 174 cm durchaus nicht mit den besten körperlichen Voraussetzungen ausgestattet. Nach einigen Jahren des steroidfreien Trainings bekamen wir immer mehr Einblick in die trainingsunterstützenden Anabolikaprogramme. Unsere Körpergewichte hatten sich vor unserer über 2jährigen Trainingspause bei 115 bzw. 108 kg eingependelt (unter Verwendung von Anabolika). Unsere eigenen Zyklen erstrecken sich über ca. 6 – 8 Wochen. Hierbei bauen wir dasAbsetzen in unsereZyklen mit ein und zwar folgendermaßen: über einen Zeitraum von sechs Wochen bauen wir die Dosierungen injizierbarer und oraler Steroide ab. Dies hat den Vorteil, daß sich unsere Körper schon während der Anabolikatherapie von diesen Belastungen erholen.

 

 

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