Wie ein Profi-Bodybuilder Fluoxymesteron verwendet

Um das Extrem „Profi-Bodybuilding” zu verdeutlichen, hier eine typische Wettkampfdiät
eines bekannten und beliebten amerikanischen Profi-Bodybuilders:

 
Woche 24-16
Testosteron Cypionat: 2 x 200 mg pro Tag
Oxymetholon: 3 x 100 mg pro Tag
Insulin: 6 x 10 I.E. pro Tag
Wachstumshormon: 3 x 4 I.E. pro Tag
Exemestan: 25 mg alle drei Tage

 
Woche 15-8
Testosteron Cypionat: 2 x 200 mg pro Tag
Trenbolon Enantat: 200 mg pro Tag
Methandienon: 3 x 25 mg pro Tag
Insulin: 6 x 10 I.E. pro Tag
Wachstumshormon: 6 x 4 I.E. pro Tag
Exemestan: 25 mg alle drei Tage
Clenbuterol: 3 x 20 mcg pro Tag
Liothyronin: 50 mg pro Tag

 
Woche 7-2
Testosteron Propionat: 2 x 200 mg pro Tag
Trenbolon Acetat: 2 x 200 mg pro Tag
Stanozolol-Injektion: 2 x 50 mg pro Tag
Stanozolol oral: 3 x 20 mg pro Tag
Fluoxymesteron: 3 x 35 mg pro Tag

Insulin: 6 x 10 I.E. pro Tag
Wachstumshormon: 8 x 4 I.E. pro Tag
Exemestan: 25 mg pro Tag
Clenbuterol: 3 x 40 mcg pro Tag, im täglichen Wechsel mit Ephedrin: 3 x 50 mg pro Tag
Liothyronin: 3 x 50 mcg pro Tag
Furosemid: 10 mg pro Tag

Letzte Woche
Testosteron Suspension: 3 x 200 mg pro Tag
Trenbolon Acetat: 2 x 250 mg pro Tag
Stanozolol-Injektion: 3 x 50 mg pro Tag
Stanozolol oral: 3 x 30 mg pro Tag
Fluoxymesteron: 3 x 35 mg pro Tag
Exemestan: 25 mg pro Tag
Clenbuterol: 3 x 60 mcg pro Tag
Liothyronin: 25 mcg pro Tag
Furosemid: 20 mg pro Tag

Letzter Tag vor Wettkampf
Testosteron Suspension: 3 x 300 mg
Stanozolol oral: 3 x 30 mg
Fluoxymesteron: 3 x 35 mg
Exemestan: 25 mg
Liothyronin: 25 mcg
Furosemid: 3 x 20 mg
Insulin: 20 I.E. zu jeder Mahlzeit beim Laden

Wettkampftag
Testosteron Suspension: 400 mg beim morgendlichen Laden
Liothyronin: 25 mcg
Furosemid: 60 mg im Laufe des Vormittags
Insulin: 20 I.E. beim morgendlichen Laden

Der Plan ist sehr individuell und stellt lediglich ein Beispiel dar, wie Profi-Bodybuilder
sich mit Hilfe diverser Medikamente auf Wettkämpfe vorbereiten. Anhand dieses
Beispiels soll nicht der Eindruck erweckt werden, dass jeder Profi-Bodybuilder derartige
Mengen an Steroiden und anderen Medikamenten verwendet. Letztlich hängen Erfolg und Misserfolg im Bodybuilding zum größten Teil von der Genetik des Einzelnen ab.

Kraftsport/Powerlifting – Fluoxymesteron ist ein im Kraftsport intensiv verwendetes Steroid. Der Grund ist, wie in den Kapiteln „Kraft und Aggressivität – Wie androgen ist Fluoxymesteron?” und „Cortison und Fluoxymesteron” dargestellt, klar: Es erhöht die Kraftleistungen je nach verwendeter Dosierung enorm. Bereits einige Tage nach der ersten Einnahme ist der Effekt deutlich zu spüren – und dies bereits ab 20-30 mg pro Tag. Üblich ist eine Kombination mit großen Mengen Depot-Testosteron, ab 1.000 mg pro Woche aufwärts, das eine stark anabole und kraftaufbauende Basis bildet. Die verwendete Menge an Fluoxymesteron liegt mit 20-100 mg pro Tag erstaunlicherweise nicht sehr viel höher als die, die im Bodybuilding Verwendung findet. Trotz aller für Kraftsportler positiven Eigenschaften des Fluoxymesterons verwenden erfahrene Athleten dennoch bevorzugt das Frühstück der Champions – Metandienon („Dianabol”). Der Grund hierfür ist wissenschaftlich nicht erklärbar, sondern spiegelt lediglich die Erkenntnisse erfahrener Kraftsportler wider, dass das Gefühl für das bewegte Gewicht unter Steroiden wie Trenbolon, Drostanolon oder auch Fluoxymesteron etwas verloren geht (bei Trenbolon und Drostanolon mehr als bei Fluoxymesteron), was unter der Gabe von Metandienon allerdings nicht der Fall sein soll. Hier bleibt das perfekte Gefühl für das bewegte Gewicht erhalten. Auch die Sache mit der Aggressivität wird nach Meinung der Powerlifter ein wenig überbewertet. So soll es zu keiner dramatischen Erhöhung der Aggressivität kommen, und der Großteil der Verwender scheint gut damit umgehen zu können. Ob Kraftsportler, die für gewöhnlich Testosteron im Grammbereich zuführen, in dieser Hinsicht objektive Bewertungen aussprechen können, bleibt dahingestellt. Letztlich ist der Punkt Aggressivität bei der Verwendung anaboler/androgener Steroide auch immer eine individuelle Angelegenheit.

Kampfsport/Ausdauersport —

Die Diät- und Absetzphasen sind nach den Erkenntnissen der letzten Seiten die interessantesten Anwendungsgebiete für dieses Steroid. Ausdauer- und Kampfsportler fragen sich an dieser Stelle bestimmt, was für sie in Frage komme, da man meistens davon liest, Fluoxymesteron sei hier empfehlenswert. Das Problem bei vielen Steroiden ist deren oftmals negativer Einfluss auf die Ausdauerleistung bzw. Kondition, obwohl die Anzahl der roten Blutkörperchen erhöht wird. Eine erhöhte Wasserspeicherung und ein erhöhter Blutdruck könnten hier bei vielen anabolen/ androgenen Steroiden die wichtigste Rolle spielen. Viele Steroid-Anwender können davon berichten, dass ihnen beispielsweise die Puste beim Treppensteigen ausgeht. Die Verwendung von Anabolika kann in anderen Sportarten zu einer regelrechten Wissenschaft mutieren und dort wesentlich komplizierter sein. Auch variiert die Verwendung und Wirkung individuell viel stärker als im Bodybuilding. Fluoxymesteron mag durch die Bildung von roten Blutkörperchen die Aufnahmekapazität für Sauerstoff erhöhen und einem Bodybuilder bei seinen Sätzen behilflich sein. Das heißt jedoch nicht, dass es einem anderen Sportler denselben Nutzen bringt. Verstärkter Pump und eventuell trockene Gelenke sind nicht unbedingt von Vorteil, wenn man einen hohen Tritt ansetzen möchte, davor viel Beinarbeit geleistet hat und die Oberschenkel und Waden mehr als gewollt durchblutet sind. Lediglich als Cortisol-Blocker in schweren Trainingsphasen kann der Einsatz von Fluoxymesteron bei Ausdauer- und Kampfsportathleten Sinn ergeben.

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Kurpläne Fluoxymesteron Teil II

Fluoxymesteron + Drostanolon
Fluoxymesteron und Drostanolon sind beide als Wettkampfsteroide bekannt und beliebt,
was deren rege Anwendung, selbst im Hobbybereich, erklärt. Drostanolon wirkt, ähnlich
wie Fluoxymesteron, entwässernd und kann die Plastizität der Muskulatur entscheidend
verbessern, sofern der Athlet bereits einen entsprechend geringen Körperfettanteil vorzuweisen hat. Die hohe Androgenität des Drostanolons gibt beim Training, trotz Kalorienund Kohlenhydratreduzierung, ausreichend Biss.

Anfänger
3 x 5 mg Fluoxymesteron pro Tag + 50 mg Drostanolon Propionat pro Tag,
alternativ mit Langzeitestern: 3 x 5 mg Fluoxymesteron + 250 mg Drostanolon
Enantat alle 5-7 Tage
Fortgeschrittene
3 x 10 mg Fluoxymesteron pro Tag + 100 mg Drostanolon Propionat alle zwei Tage,
alternativ 3 x 10 mg Fluoxymesteron pro Tag + 50 mg Drostanolon Propionat pro Tag,
alternativ mit Langzeitestern: 3 x 10 mg Fluoxymesteron pro Tag + 250 mg Drostanolon
Enantat alle fünf Tage
Leistungssportler
3 x 10-15 mg Fluoxymesteron pro Tag + 50-100 mg Drostanolon Propionat pro Tag,
alternativ mit Langzeitestern: 3 x 10-15 mg Fluoxymesteron pro Tag + 250 mg
Drostanolon Enantat alle drei Tage
Weibliche Anwender

3 x 2,5-5 mg Fluoxymesteron pro Tag + 25-75 mg Drostanolon Propionat alle 5-7 Tage.
Die Depotform von Drostanolon kommt hier wegen des hohen Risikos einer Kumulation
nicht zum Einsatz.
Bei dieser Kombination ist Vorsicht geboten. Speziell Drostanolon wirkt
stark androgen, somit sind virilisierende Nebenwirkungen sehr wahrscheinlich.
Wettkampf-Bodybuilder
3 x 20 mg Fluoxymesteron pro Tag + 100-150 mg Drostanolon Propionat pro Tag,
alternativ mit Langzeitestern: 3 x 20 mg Fluoxymesteron pro Tag + 500 mg Drostanolon
Enantat alle 2-3 Tage

Profi-Bodybuilder
3 x 20-50 mg Fluoxymesteron pro Tag + 150 mg Drostanolon Propionat pro Tag,
alternativ mit Langzeitestern: 3 x 20-50 mg Fluoxymesteron + 500-750 mg
Drostanolon Enantat alle 2-3 Tage.
Hinweis: Fluoxymesteron und Drostanolon werden im Profibereich für gewöhnlich
noch mit einer Vielzahl anderer Steroide kombiniert.

Fluoxymesteron + Metenolon
Dies ist eine eher ungewöhnliche Kombination, da beide Wirkstoffe exotisch und nicht
ganz so leicht zu bekommen sind, wie beispielsweise Testosteron oder Nandrolon. Nichtsdestotrotz ist dieser Stack laut einiger weniger Anwenderstimmen hervorragend dazu geeignet, eine Diät sinnvoll zu unterstützen. Metenolon war lange Zeit zusammen mit Trenbolon Hexahydrobenzylcarbonat („Parabolan”) eine Art Geheimwaffe europäischer Profi-Bodybuilder.

Anfänger
3 x 5 mg Fluoxymesteron pro Tag + 3 x 25 mg Metenolon Acetat,
alternativ mit Langzeitestern: 3 x 5 mg Fluoxymesteron + 200 mg Metenolon
Enantat alle 5-7 Tage
Fortgeschrittene
3 x 10 mg Fluoxymesteron pro Tag + 3 x 37,5-50 mg Metenolon Acetat pro Tag,
alternativ mit Langzeitestern: 3 x 10 mg Fluoxymesteron pro Tag + 300-400 mg
Drostanolon Enantat alle fünf Tage
Leistungssportler
3 x 10-15 mg Fluoxymesteron pro Tag + 3 x 50 mg Metenolon Acetat pro Tag,
alternativ mit Langzeitestern: 3 x 10-15 mg Fluoxymesteron pro Tag + 300-400
mg Metenolon Enantat alle drei Tage
Weibliche Anwender
3 x 2,5-5 mg Fluoxymesteron pro Tag + 3 x 12,5-25 mg Metenolon Acetat pro
Tag,
alternativ mit Langzeitestern: 3 x 2,5-5 mg Fluoxymesteron + 100-200 mg Metenolon
Enantat alle 7-10 Tage.
Bei dieser Kombination ist Vorsicht geboten. Speziell Metenolon wirkt
stärker androgen als in diverser Untergrundliteratur angegeben, somit
sind virilisierende Nebenwirkungen wie Stimmvertiefung, Körperhaarwuchs,
Kopfhaarausfall und Akne sehr wahrscheinlich.
Wettkampf-Bodybuilder
3 x 20 mg Fluoxymesteron pro Tag + 3 x 50-100 mg Metenolon Acetat pro Tag,
alternativ mit Langzeitestern: 3 x 20 mg Fluoxymesteron pro Tag + 200-400 mg
Metenolon Enantat alle 2-3 Tage
Profi-Bodybuilder
3 x 20-50 mg Fluoxymesteron pro Tag + 3 x 50-150 mg Metenolon Acetat pro Tag,
alternativ 3 x 20-50 mg Fluoxymesteron pro Tag + 200-400 mg Metenolon jeden
zweiten Tag.
alternativ mit Langzeitestern: 3 x 20-50 mg Fluoxymesteron + 100-200 mg Metenolon
Enantat pro Tag.
Hinweis: Metenolon Enantat wird nur noch selten im Profi-Bodybuilding verwendet.
Die Gründe hierfür sind zum einen die schlechte Verfügbarkeit und zum anderen
die relativ schwache Wirkung. Die anabole und androgene Seite des Metenolons
reicht für Hobbyansprüche vollkommen aus. Im Profi-Bereich kommen jedoch in
der Regel stärkere Wirkstoffe zum Einsatz.

Fluoxymesteron + Boldenon

Die Kombination Fluoxymesteron und Boldenon wird in der Praxis eher selten verwendet, da die Meinung vorherrscht, dass Fluoxymesteron ein stark aggressives und Boldenon ein eher mildes Steroid sei. Erfahrungsgemäß heißt es für dopende Athleten, speziell im Hobbybereich, „all or nothing”, was bedeutet, dass für Diäten ausschließlich „aggressive” Steroide wie Fluoxymesteron, Trenbolon oder Drostanolon miteinander kombiniert und eher milde außen vor gelassen werden. Demgegenüber stehen Athleten, die Nebenwirkungen fürchten oder sich einfach nur mehr um ihre Gesundheit kümmern und daher eher milde Steroidkuren, bestehend aus beispielsweise etwas Testosteron und Boldenon oder Metenolon, bevorzugen. In Kombination mit einer straffen Diät und hartem Training kann der Stack aus Fluoxymesteron für einen spürbaren Fettabbau und (speziell Boldenon) für eine gesteigerte Vaskulösität (das Hervortreten von Adern) sorgen. Wettkampfathleten verwenden Boldenon allerdings nicht mehr in den letzten Wochen vor einem Wettkampf, da Boldenon (wenn auch nur schwach) aromatisiert und den Fettabbau in den Problemzonen somit erschweren kann.

Anfänger
3 x 5 mg Fluoxymesteron pro Tag + 200 mg Boldenon Undecylenat alle 5-7 Tage

Fortgeschrittene
3 x 10 mg Fluoxymesteron pro Tag + 200 mg Boldenon Undecylenat alle fünf Tage
Leistungssportler
3 x 10-15 mg Fluoxymesteron pro Tag + 400 mg Boldenon Undecylenat alle fünf Tage

Weibliche Anwender
3 x 2,5-5 mg Fluoxymesteron pro Tag + 50-100 mg Boldenon Undecylenat alle 5-7
Tage
Boldenon Undecylenat wird von weiblichen Verwendern trotz Depotform erfahrungsgemäß
gut bis sehr gut mit nur minimalen Nebenwirkungen vertragen, die
jedoch stark von der injizierten Menge abhängen.

Wettkampf-Bodybuilder
3 x 20 mg Fluoxymesteron pro Tag + 400 mg Boldenon Undecylenat alle 2-3 Tage

Profi-Bodybuilder
3 x 20-50 mg Fluoxymesteron pro Tag + 200 mg Boldenon Undecylenat pro Tag,
alternativ 3 x 20-50 mg Fluoxymesteron pro Tag + 400 mg Boldenon Undecylenat
alle zwei Tage

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Kurpläne Fluoxymesteron Teil I

Masseaufbau-

Fluoxymesteron weist selbst kaum anabole Eigenschaften auf. Von daher ist es eher selten, dass dieses Steroid im Masseaufbauplan eines Bodybuilders zu finden ist. Lediglich als „Kick-Starter” findet es vereinzelt Anwendung, um schnellstmöglich zu Beginn einer Anabolika-Kur das Kraftniveau anzuheben. Fluoxymesteron wird hierbei mit so ziemlich jedem Steroid kombiniert, das eine gewisse „Anlaufzeit” benötigt. Vorrangig zu nennen wären hier Depot-Steroide wie beispielsweise Testosteron Enantat oder Trenbolon Enantat. Die Antwort auf die Frage, ob der Einsatz als „Kick-Starter” zu Beginn einer Kur Sinn macht, muss jeder interessierte Athlet selbst finden. Als „Kick-Starter” einer Masseaufbauphase sind schnell wirksame orale Steroide wie Methandienon („Dianabol”) oder Oxymetholon („Anapolon”) beliebter.

Diät/Fettabbau –

Nicht zu übersehen ist die am häufigsten zu beobachtende Verwendungsmöglichkeit für dieses Steroid: die Diät. Theoretisch wäre Fluoxymesteron im Großen und Ganzen während einer Diät als einziges Steroid ausreichend, da die antikatabole Wirkung hier regelrecht als überragend bezeichnet werden kann. Dennoch wird Fluoxymesteron während einer Diätphase für gewöhnlich noch mit mindestens einem weiteren Steroid kombiniert. Fluoxymesteron wird aufgrund der bestehenden Mythen nur kurzzeitig eingesetzt; in der Regel nicht länger als sechs bis acht Wochen. Speziell bei Crash-Diäten, bei denen binnen kürzester Zeit ein Maximum an Fettmasse schwinden muss (beispielsweise für ein Fotoshooting), wird Fluoxymesteron gerne eingesetzt und geschätzt. Als Muskelschutz wird hier individuell zwischen 15 mg und 60 mg pro Tag dosiert, wobei der gängige Durchschnitt im Hobbybereich bei 30-40 mg pro Tag liegt.

Fluoxymesteron + Testosteron
Dies ist ein klassischer Diät-Stack, der ein orales (Fluoxymesteron) mit einem injizierbaren Steroid (Testosteron) kombiniert. Es ist davon auszugehen, dass diese Kombination ein Maximum an Muskelmasse während einer Diät konservieren kann.

Anfänger
3 x 5 mg Fluoxymesteron pro Tag + 50 mg Testosteron Propionat alle zwei Tage,
alternativ mit Langzeitestern: 3 x 5 mg Fluoxymesteron pro Tag + 250 mg Testosteron
Enantat alle 5-7 Tage

Fortgeschrittene
3 x 10 mg Fluoxymesteron pro Tag + 100 mg Testosteron Propionat alle zwei Tage,
alternativ 50 mg Testosteron Propionat pro Tag,
alternativ mit Langzeitestern: 3 x 10 mg Fluoxymesteron pro Tag + 250 mg Testosteron
Enantat alle fünf Tage

Leistungssportler
3 x 10-15 mg Fluoxymesteron pro Tag + 50-100 mg Testosteron Propionat pro Tag,
alternativ mit Langzeitestern: 3 x 10-15 mg Fluoxymesteron pro Tag + 250 mg
Testosteron Enantat alle drei Tage

Weibliche Anwender
3 x 2,5-5 mg Fluoxymesteron pro Tag + 25-50 mg Testosteron Propionat alle 5-7
Tage.
Die Depotform kommt hier wegen des hohen Risikos einer Kumulation nicht zum
Einsatz.

Wettkampf-Bodybuilder
3 x 20 mg Fluoxymesteron pro Tag + 100-150 mg Testosteron Propionat pro Tag,
alternativ mit Langzeitestern: 3 x 20 mg Fluoxymesteron pro Tag + 500 mg Testosteron
Enantat alle 2-3 Tage

Profi-Bodybuilder
3 x 20-50 mg Fluoxymesteron pro Tag + 150-300 mg Testosteron Propionat pro Tag,
alternativ mit Langzeitestern: 3 x 20-50 mg Fluoxymesteron pro Tag + 1.000 mg
Testosteron Enantat alle 2-3 Tage, wobei auch tägliche Injektionen gängig sind.
Hinweis: Fluoxymesteron und Testosteron werden im Profibereich für gewöhnlich
noch mit einer Vielzahl anderer Steroide kombiniert.

Fluoxymesteron + Stanozolol-Tabletten/-Injektionen
Dies ist ein eher ungewöhnlicher Stack, der zwei orale Steroide miteinander kombiniert.
Hier wird jeder „Steroidguru” die Hände über dem Kopf zusammenschlagen und auf die zu erwartende immense Leberbelastung bei der Verwendung zweier 17aa-Steroide hinweisen. Mit Sicherheit ist die Leberbelastung enorm, allerdings berichten Verwender dieses Stacks von einem hervorragenden Muskelschutz und einem untypisch starken Fettabbau (in Kombination mit anderen Faktoren wie hartem Training und einer angepassten Diät). Der Einnahmezeitraum wird bei der Kombination zweier oraler Steroide für gewöhnlich auf maximal vier Wochen beschränkt. Athleten, die die Leberbelastung etwas reduzieren möchten, verwenden alternativ die injizierbare Variante des Stanozolols.

Anfänger
3 x 5 mg Fluoxymesteron pro Tag + 3 x 5-7,5 mg Stanozolol pro Tag,
alternativ: 3 x 5 mg Fluoxymesteron pro Tag + 50 mg Stanozolol-Injektion alle
zwei Tage
Fortgeschrittene
3 x 10 mg Fluoxymesteron pro Tag + 3 x 7,5-10 mg Stanozolol pro Tag,
alternativ: 3 x 10 mg Fluoxymesteron pro Tag + 50 mg Stanozolol-Injektion pro Tag

Leistungssportler
3 x 10-15 mg Fluoxymesteron pro Tag + 3 x 15-35 mg Stanozolol pro Tag,
alternativ: 3 x 10-15 mg Fluoxymesteron pro Tag + 50-100 mg Stanozolol-Injektion
pro Tag

Weibliche Anwender
3 x 2,5-5 mg Fluoxymesteron pro Tag + 3 x 2,5-5 mg Stanozolol pro Tag,
alternativ: 3 x 2,5-5 mg Fluoxymesteron pro Tag + 50 mg Stanozolol-Injektion alle
2-3 Tage
Wettkampf-Bodybuilder
3 x 20 mg Fluoxymesteron pro Tag + 3 x 25-50 mg Stanozolol pro Tag,
alternativ: 3 x 20 mg Fluoxymesteron pro Tag + 100-150 mg Stanozolol-Injektion
pro Tag
Profi-Bodybuilder
3 x 20-50 mg Fluoxymesteron pro Tag + 3 x 50 mg Stanozolol pro Tag,
alternativ: 3 x 20-50 mg Fluoxymesteron + 150 mg Stanozolol Injektion pro Tag.
Hinweis: Fluoxymesteron und Stanozolol werden im Profibereich für gewöhnlich
noch mit einer Vielzahl anderer Steroide kombiniert.

Fluoxymesteron + Trenbolon
Wie bereits in der ersten Kultsteroide-Ausgabe (Vol. 1 – Trenbolon) beschrieben, ist dieser ein kompromissloser Hardcore-Stack, der bei entsprechender Diät und hartem Training „das Fett förmlich vom Körper reißt”. Sowohl Fluoxymesteron als auch Trenbolon weisen eine stark antikatabole und entwässernde Wirkung auf, was diese Kombination in den Augen der meisten Anwender zu einem optimalen Wettkampf-Stack macht.

Anfänger
3 x 5 mg Fluoxymesteron pro Tag + 50 mg Trenbolon Acetat pro Tag,
alternativ mit Langzeitestern: 3 x 5 mg Fluoxymesteron + 250 mg Trenbolon Enantat
alle 5-7 Tage
Fortgeschrittene
3 x 10 mg Fluoxymesteron pro Tag + 100 mg Trenbolon Acetat pro Tag,
alternativ mit Langzeitestern: 3 x 10 mg Fluoxymesteron pro Tag + 250 mg Trenbolon
Enantat alle fünf Tage

Leistungssportler
3 x 10-15 mg Fluoxymesteron pro Tag + 75 mg Trenbolon Acetat pro Tag,
alternativ mit Langzeitestern: 3 x 10-15 mg Fluoxymesteron pro Tag + 250 mg
Trenbolon Enantat alle drei Tage

Weibliche Anwender
3 x 2,5-5 mg Fluoxymesteron pro Tag + 25-75 mg Trenbolon Acetat alle 5-7 Tage.
Die Depotform von Trenbolon kommt hier wegen des hohen Risikos einer Kumulation
nicht zum Einsatz.
Generell ist bei dieser Kombination Vorsicht geboten. Beide Steroide weisen
zwar nicht annähernd eine so hohe Androgenität auf, wie in einschlägiger
Literatur behauptet wird, dennoch sind virilisierende Nebenwirkungen
niemals komplett auszuschließen.

Wettkampf-Bodybuilder
3 x 20 mg Fluoxymesteron pro Tag + 75-150 mg Trenbolon Acetat pro Tag,
alternativ mit Langzeitestern: 3 x 20 mg Fluoxymesteron pro Tag + 500 mg Trenbolon
Enantat alle 2-3 Tage

Profi-Bodybuilder
3 x 20-50 mg Fluoxymesteron pro Tag + 150-500 mg Trenbolon Acetat pro Tag,
alternativ mit Langzeitestern: 3 x 20-50 mg Fluoxymesteron + 500-750 mg Trenbolon
Enantat alle 2-3 Tage

Hinweis: Fluoxymesteron und Trenbolon werden im Profibereich für gewöhnlich noch
mit einer Vielzahl anderer Steroide kombiniert.

 

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Warum nicht überall Fluoxymesteron drin ist, wo Fluoxymesteron draufsteht

Anders als gängige Steroide wie Testosteron Enantat, das bei chinesischen Rohstofflieferanten zwischen 60 und 80 US-Dollar pro 100 g kostet, bittet Fluoxymesteron mit einem in etwa zehnmal höheren Einkaufspreis ordentlich zur Kasse. Natürlich ist den Chinesen die Nachfrage bekannt, und es wäre verwunderlich, wenn diese den kleineren Untergrundlaboratorien und Homebrewern immer beanstandungslose Ware schicken würden. Kein Homebrewer und die wenigsten Untergrundlaboratorien können feststellen, ob das erhaltene Fluoxymesteron nun die zugesicherte und bestellte 99 % oder nur 40 0/0, 50 % oder 60 % Reinheit aufweist, da für eine teure Analyse einfach oftmals die finanziellen Mittel fehlen. Daraus ergeben sich zwei Probleme für den Endkunden: Zum einen ist er in erster Linie dem Anbieter, sprich dem Untergrundlabor oder dem Homebrewer, ausgeliefert. Er muss ihm vertrauen, dass er Fluoxymesteron in die Tabletten oder Kapseln füllt – und dies auch in der angegebenen Menge. Man kann sich ausrechnen, was ein Verkäufer an Kosten einspart, wenn er anstatt der fiktiven 10 mg einfach nur 6 mg oder 7 mg in die Kapseln füllt oder in die Tabletten presst. Die zweite, unsichere Variable stellt der Rohstofflieferant dar, von dem der Anbieter das Fluoxymesteron erhalten hat, und bei dem er nicht sicher sein kann, wie rein dieses letzten Endes ist. Angenommen, ein Rohstofflieferant verkauft Fluoxymesteron mit 60 % Reinheit, und der Empfänger verarbeitet dieses dann zu fiktiven 10-mg-Tabletten, in die er jedoch nur 7 mg presst: Der Endkunde bezahlt dann letzten Endes den vollen Preis für 10 mg Fluoxymesteron (für gewöhnlich zwischen 1,00 und 1,50 Euro) und erhält dafür dann lediglich 4,2 mg des Wirkstoffs. Hieran wird deutlich, wie viel Schindluder mit diesem teuren Wirkstoff getrieben werden kann. Dies erklärt vielleicht auch, warum viele Anwender gerade bei Produkten aus dem Homebrewing-Bereich nicht die für dieses Steroid typische Wirkung verspüren oder von Nebenwirkungen sprechen, die mit Fluoxymesteron einfach unmöglich sind (z.B. Gynäkomastie). 18

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Durch Fluoxymesteron erzielte Muskelhärte

Viele Anwender berichten von einer gesteigerten Muskelhärte, einem generell härteren Erscheinungsbild und absolut keiner Wasserretention unter der Haut; sie erscheint bei einem niedrigen Körperfettanteil dünn, und die darunter liegende Muskulatur wird besser sichtbar. Was noch viel interessanter ist, dieser Effekt kommt selbst in Verwendung mit anderen, aromatisierenden Steroiden zum Vorschein – zwar nicht so ausgeprägt, doch eindeutig sichtbar. Wieso nicht aromatisierende Steroide zu einer verbesserten Muskelhärte beitragen, kann mehrere Gründe haben. Eine mögliche Erklärung könnte wieder das Cortisol liefern. Aldosteron ist ein Mineralcorticoid, es erhöht die Natriumaufnahme und die Kaliumausscheidung. Natrium sorgt für einen recht schwammigen Look – ein Grund, wieso Bodybuilder vor dem Wettkampf das Salz aus ihrer Ernährung streichen. Kalium dagegen erhöht das Muskelvolumen und lässt diese praller erscheinen. Daher kann man sich recht gut vorstellen, wie nachteilig eine erhöhte Aldosteronausschüttung sein kann. Cortisol bindet nicht nur gut an den eigenen Glucocorticoidrezeptor, sondern fast genauso gut wie Aldosteron an den Mineralcorticoidrezeptor, über den dieses Mineralcorticoid seine Eigenschaften vermittelt. Cortisol löst durch diesen Rezeptor sogar eine Natriumretention und Kaliumausscheidung aus. Doch auch, wenn Cortisol normalerweise in einer hundertfach höheren Konzentration vorliegt als Aldosteron, wird es größtenteils durch ein Enzym (11-ß-HSD-2) in den Nieren stark degradiert und spielt somit nur eine untergeordnete Rolle (20). Nun könnte Fluoxymesteron in den Mineralhaushalt eingreifen, indem es die minimale Einwirkung des Cortisols durch dessen Absenkung beeinflusst. Es könnte aber auch direkter gehen, auch wenn mir keine Studie hierzu bekannt ist und man sich ein wenig die Struktur dieses AAS anschauen muss. Wie ich zuvor erwähnte, bindet Fluoxymesteron – insbesondere dank der namensgebenden 9-alpha-fluoro-Modifizierung – an den Glucocorticoidrezeptor. Gönnt man sich etwas Lektüre über die Synthese der verschiedenen künstlichen Glucocorticoide, die etwas vom Cortisol abweichen, jedoch von ihm abstammen, so wird diese 9-fluoro-Modifizierung öfter erwähnt, denn sie steigert die Bindung dieser cortisolähnlichen Substanzen an den Cortisol- und den Aldosteronrezeptor und damit deren Wirkung. Die Natriumretention und Kaliumausscheidung werden durch diese Mittel drastisch erhöht. 9-fluoro-Cortisol und 9-fluoro-Prednisolon sind hier gute Beispiele. Steigt beim 9-fluoro-Cortisol die Cortisoleigenschaft um das Zehnfache an, so erhöht sich die mineralcorticoide Eigenschaft um mehr als das Einhundertfünfundzwanzigfache.

Könnte also ein AAS wie Fluoxymesteron, das schon sehr stark an den Cortisolrezeptor bindet, dank dieser Modifikation auch direkt an den Aldosteronrezeptor binden? Wenn schon die Affinität zum Cortisolrezeptor bei androgenen Steroiden generell gegeben ist, und sie beim Fluoxymesteron enorm ist, auch dank der 9-fluroGruppe, könnte diese genauso für eine verbesserte Bindung an den Aldosteronrezeptor, also an den Mineralcorticoidrezeptor, sorgen? Kann Fluoxymesteron vielleicht die Aldosteronbindung teilweise an seinem Rezeptor antagonisieren und verhindern? Eine neue Studie von 2007, die mit Methyltrienolon gemacht wurde, bringt endlich Licht ins Dunkel. Hier hat man die Affinität von Testosteron, Dihydrotestosteron und Methyltrienolon zum Mineralcorticoidrezeptor untersucht. Dabei binden alle drei an diesen Rezeptor; Methyltrienolon am stärksten, gefolgt vom DHT und schwächer vom Testosteron. Letztendlich aktivieren sie die entsprechende Gensequenz nicht, sondern wirken als Aldosteron-Antagonisten. Aldosteron zu blockieren bedeutet Natriumausscheidung und Kaliumeinlagerung. Die ungewollte Wasserspeicherung unter der Haut wird verhindert, indem ein Steroid wie Fluoxymesteron eine direkte entwässernde Funktion ausübt und wie ein Diuretikum an den Aldosteronrezeptor bindet (21). Hinzu kommt die starke Absenkung der Cortisolaktivität im Körper. Cortisol spielt zwar direkt am Aldosteron eine eher unwichtige Rolle, doch kann es durch den eigenen Cortisolrezeptor zu einer Natriumretention führen. Fluoxymesteron unterbindet also auch diesen Weg (24). Betrachtet man die starke und für AAS untypische sichtbare Entwässerung durch Fluoxymesteron, so ist das alles nicht überraschend. Allein dadurch, dass ein AAS selbst nicht aromatisiert, wird es nicht für zusätzliche Muskelhärte in Kombination mit einem aromatisierenden Steroid sorgen.

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Finasterid Lebertoxizität

Finasterid Lebertoxizität

Wenn eine der kursierenden Informationen halbwegs wahr ist, dann ist es die, die sich auf eine lebertoxische Wirkung des Fluoxymesterons bezieht. Fluoxymesteron gehört zu den lebertoxischsten Steroiden. Doch auch hier muss einiges relativiert werden. Wie manche wissen, wurde die leberschädigende Wirkung von Steroiden einerseits von Bodybuildern und dem Gerede kaum qualifizierter Personen aufgebauscht, andererseits nutzte die Regenbogenpresse vor etlichen Jahren den Tod eines bekannten Profi-Bodybuilders dazu aus, jede mögliche Fehlinformation zu verbreiten. In diesem Zusammenhang fiel auch der Name des damals üblichen Präparats „Halotestin”, das für die schweren Leberschäden mitverantwortlich gemacht worden ist. Ich möchte diesen Fall nicht wieder aufgreifen, das haben andere schon zu Genüge getan, mögen betroffene Person in Frieden ruhen. Fluoxymesteron ist nicht nur ein 17aa-Steroid und durch diese Modifikation vom schnellen Abbau in der Leber geschützt, sondern es wurde halogenisiert und enthält ein Fluoratom am 9-Kohlenstoffatom – daher auch der Name, der mit „Flu” anfängt. Diese Modifikation erschwert den Abbau. Es wird in der Medizin auch als ein toxisches Mittel bezeichnet – dennoch wurden, wie wir wissen, Studien damit bis hin zu einem Jahr bei einer Dosis von 20 mg pro Tag durchgeführt. Von diesen Extrembeispielen abgesehen, gab es genügend andere, die ganz klar über Monate hinweg verliefen. Das alles steht in einem krassen Kontrast zu den im Bodybuilding üblichen Zeiträumen. Wir sollten daraus lernen, dass Vorsicht geboten ist. Sinnlose, unfundierte Panikmacherei ist jedoch fehl am Platze. Manche Athleten verwenden 17aa-Steroide, indem sie die Tabletten zerkauen und eine Weile im Mund oder unter der Zunge behalten. Damit versucht man, eine Aufnahme im Verdauungstrakt und einen ersten Durchlauf (der so genannte „First Pass”) durch die Leber zu umgehen. Das Hindernis ist hier das lipophile Lösungsverhalten von Steroiden. Sie sind eher fett- als wasserlöslich, und um durch die Schleimhäute aufgenommen zu werden, müssten sie wasserlöslich sein. Trotz der sehr schlechten Aufnahmefähigkeit, ist diese Methode dennoch für viele Athleten einen Versuch wert, da es nicht um große Mengen an Wirkstoff geht und der Mundraum eine recht große Fläche bietet. Man darf somit auf eine geringe Diffusion hoffen. Selbst dann, wenn nur ein Teil der Dosis die Leber durch diese sublinguale/buccale Methode umgeht, macht das über Wochen hinweg einen Unterschied. Außerdem werden selbst 17aa-Steroide beim First Pass in der Leber teilweise abgebaut; auch das wird umgangen, und eine größere Menge gelangt ins Blut. Fluoxymesteron über kurze Zeiträume hinweg eingenommen, gemeint sind hiermit die üblichen 4-8 Wochen, stellt bei einem gesunden Menschen keine lebensbedrohende oder schwerwiegende Leberbelastung dar. Doch jeder Mensch ist anders, und eine ärztliche Kontrolle durch einen qualifizierten Arzt, sollte stets im Zusammenhang mit der Verwendung solcher Mittel gewährleistet sein.

Leberschutz

Eine einfache modifizierte Aminosaure, das Acetylcystein (ACC oder auch NAC), kann der Leberbelastung abhelfen und die Leberzellen schutzen. Dies tut sie laut bisherigem Wissen hauptsachlich durch die Anhebung des Radikalfangers Glutathion in den Leberzellen. Es existieren zahlreiche Versuche mit diesem Wirkstoff, sei es bei Strahlungsopfern oder nach einer Medikamentenvergiftung, wobei es oft bei einer Uberdosis Paracetamol angewendet wurde. Ob die Modulation der Leber durch NAC tatsachlick, potent genug ist, die Uberdosis eines Medikaments aus der Blutbahn zu raumen, mag fraglich sein, doch das wollen wir auch gar nicht erzielen. Es geht vielmehr um den hepatoprotektiven Aspekt, der von NAC oft eindrucksvoll vermittelt wurde. NAC ist unter Bodybuildern ziemlich umstritten, weil manche ohne groBartige Studien behaupteten, NAC ware in Kombination mit 17aa-Steroiden nutzlich fur die Leber. Andererseits gibt es Leute, die sich gerne auf innovative Vorschlage sturzen, um sie als schwachsinnig zu entlarven; ohne selbst auch nur halbwegs deren Wirkungsmechanismen zu verstehen. Daher mag ich hier zwei eindrucksvolle Studien vorstellen. Beispielsweise wurden Hasen mit einem aggressiven Virus infiziert, das Leberzellen zerstbrt und innerhalb von 2-3 Tagen zu Leberversagen und zum Tod fuhrt. Einem Teil der Tiere wurde zuvor NAC verabreicht. Es konnte natOrlich nicht den Tod durch das im K6rper marodierende Virus verhindern, jedoch die Oberlebenszeit signifikant verlangern. Was die Forscher dabei weiterhin herausfanden, war der indirekte Einfluss von NAC auf elementare Faktoren, die zum Zelltod fuhren, wie die Caspase-3-Gene, die den automatischen Zelltod aktivieren und mitunter ein Marker fur das Absterben von Zellen sind. Tatsachlich fief die Caspase-3- Aktivitat mit NAC signifikant geringer aus, wie man am betreffenden Diagramm erkennen kann. Auch die Bilder der Leberzellen sind recht interessant (22).

Diese Erkenntnisse wurden von einem anderen Forscherteam bestätigt, nur verwendeten sie keine Hasen, sondern Mäuse, und kein Virus, sondern Arsen. In diesem Fall konnte NAC selbst bei Arsenvergiftung einen wirklich signifikanten Unterschied ausmachen und die Leberzellen vor Schäden bewahren – erneut über den Glutathionmechanismus und der Hemmung von Faktoren, die den Zelltod hervorrufen (23). Cystein ist eine der Vorläufersubstanzen für das antioxidative und entgiftende Enzym Glutathion (GSH). Wird die Leber einer Belastung ausgesetzt, führt das zu einem Verbrauch und einer Senkung des GSH. Hier gibt es genug kritische Stimmen, die vehement behaupten, NAC sei vollkommen nutzlos, da Steroide das GSH überhaupt nicht senken würden und über ganz andere enzymatische Wege abgebaut werden würden. Das mag auch auf Nicht-l7aa-Steroide zutreffen. Jedoch genügt eine kurze Suche im medizinischen Studienverzeichnis, um zu sehen, dass 17aa sehr wohl den GSH-Gehalt senken, die Leber belasten und eine zusätzliche Cystein-Gabe erforderlich machen. Interessanterweise zeigte dieselbe Studie, dass Stanozolol im Gegensatz zu Methyltestosteron und Oxymetholon den GSH-Gehalt kaum beeinflusste, was entweder auf eine überschätzte Toxizität hinweist oder aber weitere Fragen aufwirft (25). Die zuvor angeführten Studien sind aus dem Jahr 2007 bzw. 2006 und damit recht aktuell. Weiterhin ist die biochemische, begleitende Analyse sehr aussagekräftig. Daher bin ich doch recht überzeugt von der Nützlichkeit des NAC bei 17aa-Steroiden, die keineswegs ein derartig zerstörerisches Potenzial aufweisen, wie sie in den beiden Studien verwendet wurden. Eine Dosis von höchstens 1.200 mg, besser 600 mg täglich, sollte hier die Leber unterstützen, jedoch keineswegs längere Einnahmezeiträume rechtfertigen.

Cholesterinwerte Anders verhält sich Fluoxymesteron in Bezug auf die Cholesterinwerte. Viele assoziieren eine Leberbelastung auch mit gleichzeitig verschlechterten Cholesterinwerten. Bei Fluoxymesteron muss man sich anscheinend jedoch nicht dieselben Sorgen machen wie z.B. bei Stanozolol. Nach vier Monaten Gebrauch und einer Dosis von 10 mg pro Tag konnte keine signifikante Veränderung des Cholesterinspiegels festgestellt werden (17), was natürlich nicht heißt, dass dies bei einer Tagesdosierung von 60 mg pro Tag genauso ist.

Achse und Absetzen

Steroide wirken sich unterschiedlich auf die Hypothalamus-Hypophysen-Hoden-Achse aus. Nandrolon ist ein ideales Beispiel für ein stark hemmendes Mittel. Es ist selbst ein Androgen, aromatisiert zu Estradiol und hat eine progesterone Wirkung. Mit diesen drei Eigenschaften unterdrückt es die Achse recht effizient, und auch die Regeneration nach dem Absetzen des Steroids nimmt Zeit in Anspruch. Fluoxymesteron ist an sich ein eher schwaches bis mittelstarkes Androgen, aromatisiert nicht zu Estradiol und weist keine Wirkung auf, die dem des Progesterons ähnelt. Man könnte also von diesem AAS geradezu eine schwache Achsenunterdrückung erwarten. Dem ist auch so. Außergewöhnlich ist auch die Blutanalyse von Männern, denen täglich zwischen 10 und 30 mg verabreicht wurden. Die Testosteronwerte sanken dementsprechend, doch komischerweise betraf es kaum die LH- und FSH-Werte. Normalerweise senkt ein Steroid diese Gonadotropine, und daraufhin sinken die Testosteronwerte, da die Hoden nicht mehr durch LH/FSH stimuliert werden und kaum Testosteron und Spermien produzieren. Nicht so bei Fluoxymesteron. Die Untersuchung führte somit zur These, dieses Steroid würde die Testosteronausschüttung auf eine andere Weise herabsetzen, eventuell direkt in den Hoden (18). Es gibt eine mögliche Erklärung für dieses Phänomen, und es bezieht sich wieder auf die cortisolhemmende Aktivität. Cortisol hat mitunter die Eigenschaft, die Achse zu unterdrücken, indem es die GnRH-Ausschüttung senkt; kein GnRH aus dem Hypothalamus, kein LH und FSH aus der Hypophyse und somit kein Testosteron aus den Hoden. Das Cortisol wird wohl nie ein Freund des Bodybuilders werden. Interessanterweise hemmt das Cortisol bei einem niedrigen Androgenwert die Achse umso stärker. Niedrige Cortisolwerte sind also am Ende einer Kur in jeder Hinsicht wichtig (19). Ein Absetzen im klassischen Sinn mit Hilfe von Clomifen und/oder Tamoxifen ist nach alleiniger Gabe von Fluoxymesteron also nicht unbedingt nötig. Kann man Fluoxymesteron zwischen zwei Kuren als „Bridge” verwenden? – Nein, man sollte sich den Begriff des „Bridgen” voll und ganz aus dem Kopf schlagen. Bridgen, egal mit welchem derzeit verfügbaren androgenen Steroid, ist einfach nicht machbar. Alle gängigen AAS unterdrücken mehr oder weniger die eigene FHS-/LH-Ausschüttung. Es ist auch egal, zu welcher Uhrzeit die Einnahme erfolgt. Gonadotropine werden pulsatil und über den Tag recht gleichmäßig verteilt. Man kann so etwas nicht umgehen, auch wenn amerikanische „Experten” dazu raten, Dianabol (Methandienon) bei alleiniger Anwendung in einer einzigen großen Gabe am frühen Morgen einzunehmen, um damit die Unterdrückung der Achse zu verhindern. Vielleicht wird es irgendwann selektive Androgenrezeptormodulatoren geben, die einem zwar Muskelzuwächse und Kraft bescheren, jedoch nicht die eigene Achse unterdrücken. Doch beim aktuellen Stand der Wissenschaft ist das noch Wunschdenken. Wieso erzähle ich das alles überhaupt? – Weil man mit dem Fluoxymesteron die Absetzphase optimal vorbereiten und erleichtern kann, indem man es gegen Ende einer Kur einbaut. Manche Steroide haben die Eigenschaft, die Cortisolrezeptoren „hochzuregulieren”. Das ist natürlich nicht toll, denn, wie wir wissen, ist eine starke Cortisolwirkung beim Absetzen nicht wünschenswert. Fluoxymesteron tut das nicht, und es wirkt sich nur schwach auf die LH-/FSH-Werte aus. Findige Athleten könnten es somit also kurz vor dem Ende einer Kur als ein „Ausstiegs-Steroid” verwenden, bevor sie die Absetzphase mit Clomifen oder Tamoxifen einleiten.

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Cortison und Fluoxymesteron

Cortison und Cortisol sind sicher allen Bodybuildern ein Begriff. Sie sind so genannte Glukokortikoide. Cortison wird wie Cortisol in der Nebennierenrinde gebildet, ist selbst inaktiv und wird durch ein Enzym in die aktive Form, das Cortisol, umgewandelt. Cortisol hat einige Eigenschaften, die für Sportler alles andere als erwünscht sind: Es wird in Stresssituationen ausgeschüttet, wobei Training und Diät zwei Mögliche davon sind, und es wirkt sich katabol auf die Muskulatur aus, baut sie also ab. Das interessante an Fluoxymesteron ist zweifellos seine sehr ausgeprägte anti-glukokortikoide Wirkung, es hemmt also stark die Wirkung des Cortisols im Körper. Das tun sicher so einige Steroide:

• die einen, weil sie die Wirkung des Cortisols direkt an der Zelle verhindern, indem sie selbst an den für das Cortisol vorgesehenen Rezeptor andocken,

• andere, indem sie direkt vor Ort die Produktion des Cortisons und Cortisols – und damit die Konzentration im Blut – verringern

• oder, indem sie das Enzym hemmen, das die Umwandlung von Cortison zum aktiven Cortisol bewerkstelligt.

Fluoxymesteron weist alle drei Eigenschaften auf, vor allem aber die, dass es sich sehr stark an den Cortisolrezeptor bindet und dessen Wirkung verhindert. Auch wissen wir schon, wie sehr es dem Cortison/Cortisol ähnelt, aber nicht dieselbe Wirkung aufweist. Dadurch kann es sehr gut an den Cortisolrezeptor und darüber hinaus noch an das erwähnte ß-HSD-1-Enzym binden, das die Umwandlung zu Cortisol vollzieht. Somit verhindert es dessen Aktivität (6). Man kann dieses Steroid also regelrecht als einen „Cortisol- Hemmer” bezeichnen. Worauf will ich hiermit hinaus? – Nun, wir suchen nach einer möglichen Erklärung, woher die durch Fluoxymesteron verursachte Aggressivität zu erklären ist, wenn nicht durch die androgene Wirkung. Aus psychologischen Untersuchungen mit Jugendlichen, die durch ausgeprägt aggressives Verhalten auffielen, weiß man von deren sehr niedrigem Cortisolspiegel (7). Verwendet man Fluoxymesteron, so erlebt der Körper nach kürzester Zeit einen regel- 8 rechten Cortisolentzug. Die Auswirkung auf die Psyche ist hier nun auch ohne eine starke androgene Wirkung verständlich. Weiterhin weisen viele Steroide einige nicht genomische Reaktionen auf – also die, die nicht über den Androgenrezeptor vermittelt werden. Man kann sich gut vorstellen, wie manche dieser Substanzen einen direkten Einfluss auf die Nerven haben und somit eine Kraftsteigerung fördern – unabhängig vom Cortisolgehalt. Interessante Informationen zu diesem Thema findet man im Profil zum Stanozolol und der GABA-Interaktion dieses AAS. Oft kann man erschreckende Geschichten über böse Bodybuilder auf Roid Rage (Steroid- Wut) lesen und erklärt dieses Verhalten mit einem Übermaß an Androgenen. Aber dies ist, wie wir jetzt wissen, nur ein Teil der Wahrheit.

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Fluoxymesteron

— Die Fakten
Struktur: 9-alpha-fluoro-11-beta-hydroxy-17-alpha-methy1-4-androstene-3-one,17b-cl
Beschaffenheit: weißes, geruchloses, kristallines Pulver
Erste Synthese: 1956 Herrer et al
Bekannteste Markennamen: Halotestin (*1957), Stenox, Android-F (a.H.)
Erste kommerzielle Vermarktung: 1957, in Form von Halotestin (Upjohn, USA)
Verabreichungsform: oral
Halbwertszeit: ca. 9 Stunden
Nachweiszeit: durch Metaboliten 2 Monate nach der Einnahme
Verhältnis anabole/androgene Wirkung: 1.900/850

Typische Nebenwirkungen: Magen-/Darm-Probleme, erhöhter Blutdruck, Lebertoxizität
Muskeldefinition, Aggressivität, Kraft, Powerlifting, Bodybuilding-Wettkampf, Lebertoxizität, hohe Androgenität — das sind wohl die Schlagworte, die einem im Bezug auf Fluoxymesteron bzw. dem weltweit bekannten Markenpräparat „Halotestin” als erstes in den Sinn kommen.

Haben sie nun folgende Sätze schon einmal in ihrem Fitness-Studio gehört oder in einem
Buch bzw. Magazin gelesen?

• Fluoxymesteron verbessert die Muskeldefinition und ist daher das optimale Diät-
Steroid!

• Fluoxymesteron ist jedoch nur zu Diätzwecken nützlich – zum Muskelaufbau ist esdank fehlender anaboler Komponenten nutzlos!

• Fluoxymesteron erhöht die Körperkraft und stellt somit das perfekte Steroid für
Powerlifter dar!
• Fluoxymesteron sollte aufgrund extrem hoher Androgenität von Frauen gemieden
werden!

• Mit Fluoxymesteron brennst du dir Löcher in die Leber!
Wie wir wissen, findet man in Bodybuilderkreisen auf der ganzen Welt eine derartige Fülle an Behauptungen, die vom medizinischen Standpunkt aus gesehen, ja oftmals sogar vom rein logischen Denken her, ziemlich unbegründet und falsch sind. Betrifft das schon einfache Themen und Wirkstoffe, so vertiefen sich die Mythen und Geschichten erst recht, wenn man sich über Mittel unterhält, deren Verfügbarkeit schlecht und deren Anwenderzahl eher niedrig war oder ist. Dies trifft sicher voll und ganz auf Fluoxymesteron zu.
Beliebt wurde dieses Steroid unter Wettkampf-Bodybuildern, die Fluoxymesteron für gewöhnlich in den letzten sechs Wochen der Diät einsetzten. Bei einem bereits stark reduzierten Körperfettanteil ist der Effekt auf die Härte und Definition der Muskulatur nach kürzester Zeit sichtbar. Andererseits weist es Eigenschaften auf, die es für Kraftsport, Kampfsport und sogar für Ausdauersportler interessant macht. Kraft und Aggressivität – Wie androgen ist Fluoxymesteron? Androgenität steht für Männlichkeit – ein stark androgenes Steroid führt also zur Ausprägung von männlichen Merkmalen, sprich zu einer verstärkten Körperbehaarung, tiefen Stimmlage, erhöhtem Sexualtrieb und aggressivem und dominantem Verhalten. Die androgene Komponente eines Steroids kann mittels wissenschaftlicher Techniken gemessen werden. Dafür dürfen wieder die so beliebten Laborratten herhalten, die nach einem Zeitraum, in dem ihnen ein Steroid verabreicht wurde, getötet und analysiert werden. Hierbei misst man schlichtweg das Wachstum und Gewicht von zwei Gewebesorten: der Prostata und des Levator Ani (ein Muskel des Beckenbodens).

Das Wachstum der Prostata wird mit einer androgenen Wirkung, das Wachstum des Levator Ani mit einer anabolen Wirkung verbunden. Hieraus entsteht ein Verhältnis. Da die Wirkung eines Steroids nur in diesen beiden Gewebesorten gemessen wird und dies auch nur bei Ratten, ist das Ergebnis keineswegs zuverlässig, wenn man es auf den Menschen überträgt. Es mag ein Hinweis sein und in manchen Fällen sogar den tatsächlichen Erfahrungswerten entsprechen, doch im Falle von Fluoxymesteron liegt das anabole/ androgene Verhältnis von 19 zu 8,5 – verglichen mit Testosteron – ganz klar weit entfernt von den Erfahrungswerten mit diesem Mittel. Liest man die üblichen Erfahrungsberichte mit Fluoxymesteron, so fällt einem sicher auf, wie oft die Kraftsteigerungen erwähnt werden, die ausgeprägte Trainingswut und die allgemeine Aggressivität. Unter Bodybuildern ist es anscheinend üblich, Steroide mit diesen Eigenschaften allgemein als stark androgen zu bezeichnen. Dies kann man auch teilweise auf Literatur aus den 90er-Jahren zurückführen oder auch auf mangelndes Verständnis der gesamten Thematik. Ist Fluoxymesteron ein so stark androgenes Steroid, wie es in vielen Quellen, insbesondere im Internet, so schön nachzulesen ist? – Nein! Gesteigerte Trainingsaggressivität, Kraftzunahme und härtere Muskulatur sind rein wissenschaftlich gesehen keine Indikatoren für die androgene Wirkung eines Steroids. Man sollte sich beim Lesen dieser Berichte auch stets das Fehlen von androgentypischen Nebenwirkungen mit Fluoxymesteron vor Augen führen – fettige Haut, Akne oder Haarausfall werden meines Wissens nicht oder nur sehr selten erwähnt.

Fluoxymesteron besitzt eine eher schwache Bindungsneigung zum Androgenrezeptor. Die meiste Wirkung wird also nicht über diesen vermittelt. Dies mag ein kleiner Hinweis auf die Wirkung eines Steroids sein, dennoch binden manche, auch schwach androgene Steroide wie Nandrolon, stark an den Androgenrezeptor (1). Wenn man sich die Struktur dieses Steroids genauer anschaut, so weiß man, dass gewisse Eigenschaften (11-Hydroxy und 9-Fluoro) eigentlich weniger einem Steroid ähneln, sondern vielmehr einer cortisolähnlichen Substanz. In einer biochemischen Betrachtung des Fluoxymesterons und seiner Metaboliten schreibt der Autor einer Studie, es sei ein schwaches Androgen, und dasselbe würde auch auf seine Abkömmlinge zutreffen (2). Fluoxymesteron wurde sogar häufig bei Frauen in der Brustkrebstherapie eingesetzt, wobei man in der Medizin den Einsatz starker Androgene bei Frauen scheut und wenn, dann eher zu Wirkstoffen wie Oxandrolon greift. Man setzte mehrfach Fluoxymesteron mit Tamoxifen ein. Eine Studie begründete dies mit der geringeren vermännlichenden Wirkung des Fluoxymesterons gegenüber anderen in Frage kommenden Steroiden. Tatsächlich kam es dann doch in der Tamoxifen/Fluoxymesteron-Gruppe zu mehr Vermännlichungserscheinungen als bei Tamoxifen allein.

Man muss jedoch bedenken, dass hier über ein Jahr (l) hinweg 20 mg Fluoxymesteron täglich verabreicht wurden, was selbst erfahrenen Steroid-Verwendern unvorstellbar hoch erscheint (Man erinnere sich an die anfangs zitierte These, Fluoxymesteron würde Löcher in die Leber brennen!) (3). Auch wenn Fluoxymesteron an sich kein starkes Androgen ist, kann es über das 5AREnzym zu seiner Dihydro-Variante umgewandelt werden; diese ist androgener und kann bei Frauen sicherlich auch zu Problemen führen. In einer anderen, älteren Studie, auch Brustkrebs bei Frauen betreffend – mit derselben Dosis von 20 mg pro Tag über einen Zeitraum von einem halben Monat bis hin zu neun Monaten, notierte man bei 40 % der Anwenderinnen Heiserkeit – ein erstes Anzeichen einer beginnenden Vermännlichung. Bei 38 % beobachtete man eine leichte Zunahme der Gesichtsbehaarung (Hirsutismus) und bei 17 % konnte man Hautprobleme in Form von Akne feststellen. Die Studien stimmen darin überein, dass die Probleme in Bezug auf Libido, Behaarung und Haut eher gering einzustufen sind, jedoch die Heiserkeit ein größeres Problem darstellt. Letztendlich ist Fluoxymesteron, zumindest laut der letzten Studie, dem Testosteron-Propionat-Einsatz bei Frauen klar zu bevorzugen (4, 5). Was sagt uns das alles? Dieses Steroid liegt, vorsichtig geschätzt, klar über dem androgenen Potenzial des schwach androgenen Oxandrolons. Es ist jedoch keineswegs das stark vermännlichende Mittel, als das es jahrelang bezeichnet wurde. Heißt das, dass Fluoxymesteron somit ein optimales Steroid für weibliche Anwenderinnen ist? – Nein, ganz und gar nicht, da jedes Steroid mit gewissem androgenen Potenzial eine Gefahr für diesen Anwenderkreis darstellt. Erfahren Männer auch unterschiedlichste Arten von Nebenwirkungen, bedeutet der Einsatz von anabolen/androgen Steroiden (im Folgenden kurz „AAS” genannt) bei Frauen stets einen wesentlich tieferen Eingriff in den eigenen Körper. Und das sollte immer klar sein, ohne hier Moralpredigten halten zu wollen. Männer jedoch, die sich um ihr Haupthaar sorgen oder sich vor Hautproblemen fürchten, müssen in Fluoxymesteron keine allzu große Gefahr sehen. Weiterhin lässt sich die androgene Wirkung durch Mittel wie Finasterid sicher weiter begrenzen. Wie kann man sich dann die Erfahrungen im Bodybuilding mit Fluoxymesteron erklären, wie z.B. die erwähnte Kraftsteigerung und Aggressivität? Um das zu verstehen, müssen wir ein wenig „um die Ecke” denken…

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Clenbuterol – Anwendungsweise

Clenbuterol- 200 mg Kalzium-Glukonate Und 0.02mg Cholecalciferol. Diese Mischung , zweimal täglich eingenommen, läßt die Krämpfe unter Clenbuterol schnell vergessen. Im nächsten Kapitel wird es wirklich interessant. Nachdem wir nun alles Grundsätzliche über Clenbuterol behandelt haben, bleibt noch heraus zu finden, wie man Clenbuterol für die verschiedenen Zwecke richtig einsetzt. Und wie man die richtige, optimale Dosierung für den jeweiligen Zweck festlegt. Es gibt nämlich Unterschiede in der Dosierung für den Muskelaufbau und den Fettabbau. Clenbuterol wird ungefähr seit 1986-1987 von Sportlern zur Leistungssteigerung eingesetzt. Eigentlich könnte man erwarten, daß sich in dieser Zeit schon gezeigt hat, wie das Mittel korrekt eingesetzt werden kann. Bei Clenbuterol war dies nicht so. Das Problem mit Clenbuterol ist, daß es zwei grundlegend unterschiedliche Funktionen hat. Erstens den fettverbrennenden Effekt, der darauf beruht, die Braunfett-Synthese anzuregen. Zweitens den anabolen Effekt. Was die meisten Sportler nicht wissen ist, daß die Rezeptoren für Beta-Agonisten in den Muskeln und die Rezeptoren der Braunfett-Zellen auf unterschiedliche Dosierungs und Einnahmeschemen reagieren. Möglicherweise ist diese Tatsache auch vielen Wissenschaftlern entgangen.

Die übliche Handelsform von Clenbuterol sind Tabletten. Alle diese Tabletten haben die gleiche Stärke von 20 Mikrogramm. Anabole Steroide werden in Milligramm berechnet, so gesehen ist Clenbuterol ein sehr starkes Mittel. Ein Milligramm ist ein tausendstel Gramm. Ein Mikrogramm ist ein tausendstel Milligramm. Außer der Tablettenform gibt es noch eine flüssige Fonn von Clenbuterol hier in Deutschland und in Mexiko. Zusätzlich existiert noch eine Injektionsform von Clenbuterol für die Tiermedizin und eine Pulverform, die dem Viehfutter beigemengt wird.

Natürlich haben auch die Heimchemiker ihren Löffel schon in dieser Suppe. Aus dieser Ecke gibt es mittlerweile Clenbuterol in Tropfenform und natürlich in Tablettenform. Alle Schwarzmarkt-Produkte sind in ihrem Wirkstoff-Gehalt sehr, sehr zweifelhaft. Die meisten Sportler, die Clenbuterol benutzen, wissen eigentlich nicht, was sie tun. Die meisten beginnen mit einer Tagesdosis von drei Tabletten. Frauen sollten mit nur einer Tablette pro Tag beginnen. Frauen sind Clenbuterol gegenüber viel empfindlicher und bekommen oft schon Clenbuterolmit nur einer Tablette Probleme. Grundsätzlich merken Sie sofort, das heißt binnen 15 bis 30 Minuten, ob Sie zu viel Clenbuterol eingenommen haben. Sie beginnen fast sofort zu schwitzen, Ihr Herz rast, Sie beginnen zu zittern und bekommen unter Umständen sogar leichte panische Zustände. Wissenschaftler, die die anabolen Effekte von Clenbuterol untersuchten, stellten fest, daß die anabole Wirkung von Clenbuterol nach einer Verabreichungsdauer von achtzehn Tagen endet. Zumindest im Tierversuch stoppte das Wachstum der Versuchstiere nach mehr als achtzehn Tagen fast vollständig. Die Wissenschaftler stellten fest, daß nach dieser Einnahmezeit von achtzehn Tagen die Rezeptoren für Beta-Agonisten in den Muskelzellen vollständig blockiert sind. Sie entwickelten eine Einnahmeweise, die das Aussetzen, das heißt die Blockade der Rezeptoren für Beta- Agonisten, verhinderte.

Im Tierversuch wurde eine wirksame Dosierung über einen Zeitraum von vierzehn Tagen täglich verabreicht. Danach wurde das Medikament in einem Zwei-On Zwei-Off- Rythmus verabreicht. Nach einer zweitägigen Gabe von Clenbuterol folgte eine zweitägige Pause. Damit konnte verhindert werden, daß die Beta-Agonisten-Rezeptoren blockiert wurden. So behandelt, nahmen die Versuchstiere auch nach dieser achtzehn Tage Periode noch gut an Gewicht zu. Diese Studie legte den Grundstein dafür, daß Clenbuterol weltweit von Sportlern in diesem Zwei-On- Zwei-Off- Rythmus eingenommen wird. Was für ein Rind gut ist, kann für einen Ochsen wohl nicht schlecht sein. Es gibt da allerdings ein paar Dinge, die man bedenken sollte. Der Zwei-On Zwei-Off-Rythmus im Tierversuch kam zustande, weil die Versuchstiere, Wiederkäuer, zwei Tage benötigten, um die unter Clenbuterol aufgenommene Nahrung wiederzukäuen und zu verdauen. Im Tierversuch wußte man also, daß dieser Zwei-On Zwei-Off-Rythmus funktioniert. Die Tiere waren, wie schon gesagt, Wiederkäuer, Rinder. Sportler sind keine Wiederkäuer. Niemand hat sich bis jetzt die Mühe gemacht, gerade darüber nachzu- denken. Da die Unterschiede zwischen Mensch und Rind manchmal tatsächlich über die äußere Erscheinung hinaus gehen, wäre es doch gut möglich, daß andere Einnahmeweisen für Clenbuterol beim Menschen wirkungsvoller sind als der momentan verwendete Zwei-On Zwei-Off- Rythmus.

Vielleicht ist die anabole Wirkung von Clenbuterol viel stärker, wenn man Clenbuterol in einem 1-On 1 0ff- Rythmus einnimmt, oder Drei-On Drei-Off, oder Vier-On Zwei-Off. Bis wir darüber mehr wissen, behalten wir den Zwei-On- Zwei-Off-Rythmus bei. Was sich schon jetzt deutlich abzeichnet, ist die Tatsache, daß viel Sportler eine Rezeptor-Blockade schon vor Ablauf einer vierzehn Tage Frist verzeichnen. Aus diesem Grund ist es sinnvoller, die tägliche Einnahme von Clenbuterol vor Beginn des Zwei-On Zwei-Off-Zyklus auf maximal zehn bis zwölf Tage zu beschränken. So kann die Sättigung der Rezeptoren und die Blockade möglicherweise verhindert Clenbuterolwerden. Nun gibt es zwei Arten von Rezeptoren in den Geweben. Die Muskel-Rezeptoren und die Braunfett- Rezeptoren. Die Braunfett-Rezeptoren in den Geweben reagieren ganz anders als die Muskel-Rezeptoren. Sehr unterschiedlich, in der Tat. Die Erfahrung hat gezeigt, daß die Braunfett-Rezeptoren nicht so schnell blockieren wie die Muskel-Rezeptoren. Durch die Rezeptoren der Braunfett-Zellen haben wir gleichzeitig einen guten Anhaltspunkt für die Dosierung von Clenbuterol.

Wie vorher schon festgestellt, steigt bei der Braunfett-Synthese die Körpertemperatur an. Und das ist auch unser Maßstab, die Körpertemperatur. Das Wachstum unter Clenbuterol, das heißt, der anabole Effekt von Clenbuterol, läßt bei täglicher Einnahme nach spätestens achtzehn Tage nach. Die Körpertemperatur jedoch bleibt bis lange nach dieser Zeitspanne erhöht. Solange die Körpertemperatur erhöht bleibt, sind auch die Braunfett- Zellen damit beschäftig, Körperfett zu verbrennen. Solange sie mit Clenbuterol Muskelmasse aufbauen wollen , ist der Zwei-On Zwei-Off-Rythmus immer OK. Einige Athleten sind nicht sehr interessiert an den anabolen Fähigkeiten von Clenbuterol, sie sind eher an den Lypolyse-Eigenschaften von Clenbuterol interessiert. Athleten, die auf HGH und Steroiden sind, brauchen die wachstumsfördernden Eigenschaften von Clenbuterol wahrscheinlich nicht so dringend wie die fettverbrennenden Eigenschaften. Zur Fettverbrennung ist es ratsam und richtig, Clenbuterol täglich einzusetzen.

Natürlich hält diese verstärkte Fettverbrennung nicht ewig an. Auch die Rezeptoren in den Braunfett-Zellen sind irgendwann übersättigt. Dann ist der Zeitpunkt erreicht, wenn die weitere Einnahme von Clenbuterol keine weiteren Vorteile mehr bringt. Wie lange wirkt Clenbuterol eigentlich ? Dieser Punkt ist nicht so einfach zu beantworten. Der Zeitpunkt der Rezeptoren-Sättigung ist nicht bei allen Sportlern gleich. Aber es gibt Wege zu ermitteln, wann dieser Zeitpunkt erreicht ist. Unser Parameter hierfür ist wieder unsere Körpertemperatur.Die Körpertemperatur steigt unter Clenbuterol an, das wissen wir mittlerweile. Wie stark diese ansteigt, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich und natürlich auch abhängig von der Dosis. Die Maximaldosis wird wie folgt ermittelt: Bevor Sie mit Clenbuterol experimentieren, müssen sie Ihre normale Körpertemperatur ermitteln. Dazu messen Sie Ihre Temperatur über einen Zeitraum von 7 Tagen täglich morgens ihre Temperatur. Die genaueste Meßmethode ist die rektale Messung. Besonders gut eignet sich dazu ein elektronisches Fieberthermometer. Damit kann die jeweilige Körpertemperatur bis auf zwei Stellen hinter dem Komma genau abgelesen werden. Das ist sehr wichtig, denn unter Clenbuterol steigt die Körpertemperatur von einem Tag zum nächsten vielleicht nur ein paar Zehntel Grad an.

Mit einem normalen Thermometer sind so geringe Temperatur-Schwankungen nur schlecht festzustellen. Die normale Körpertemperatur Clenbuterolliegt irgendwo zwischen 36,3 Grad Celsius und 36,8 Grad Celsius. Setzen wir nun voraus, daß Ihre durchschnittliche Körpertemperatur bei 36,6 Grad Celsius liegt. Mit diesem Wert als Basis können Sie damit beginnen, ihre Maximaldosis an Clenbuterol zu ermitteln. Sie beginnen mit einer Tablette Clenbuterol am Morgen des ersten Tages. Eine Stunde nach der Einnahme der Tablette messen Sie wieder Ihre Temperatur. Durch das Clenbuterol wird ihre Temperatur höher liegen, als am Vortag, wahrscheinlich liegt sie jetzt bei 37,3 Grad Celsius bis 37,5 Grad Celsius. Dies wäre ein deutlicher Temperatur-Anstieg. Am zweiten Tag nehmen Sie zwei Tabletten Clenbuterol. Eine Stunde danach nehmen Sie wieder Ihre Körpertemperatur. Diese wird wieder um ein paar Zehntel oder Hundertstel Grad Celsius angestiegen sein. Über die nächsten sieben Tage steigern Sie die Tabletten-Dosis täglich um eine Tablette. Wenn Sie nun zum Beispiel fünf Tabletten eingenommen haben und Ihre Temperatur damit einen Spitzenwert erreicht hat, der auch mit sechs oder sieben Tabletten nicht weiter ansteigt, dann haben sie damit auch die bei Ihnen wirksame Höchstdosis ermittelt. Die Maximaltemperatur kann 38,5 Grad Celsius bis 38,8 Grad Celsius erreichen. Der Spitzenwert der Körpertemperatur sollte bei einer Tablettendosis zwischen vier und acht Tabletten täglich erreicht werden. Das ist allerdings nur eine Vermutung, denn die tatsächlich verwendeten Dosen liegen zwischen vier und zwanzig Tabletten pro Tag. Die meisten Sportler werden aber mit fünf bis sechs Tabletten am Tag gut bedient sein. Frauen werden mit drei bis vier Tabletten pro Tag das erträgliche Maximum erreicht haben. Die Maximaldosis ist allerdings auch abhängig von der jeweiligen persönlichen Toleranzgrenze. Wenn sie beispielsweise bei einer Dosis von zwei Tabletten täglich so stark zittern, daß sie keine Tasse Kaffee ohne Probleme genießen können, dann ist eine Dosiserhöhung unmöglich.

Manche Benutzer können unter Clenbuterol wirklich ernsthafte Gesundheitsprobleme bekommen. Zu dieser Risiko-Gruppe zählen vor allem: Personen mit zu hohem Blutdruck, Personen mit unregelmäßigem Herzschlag, Personen mit Herzproblemen generell. Diesen Personengruppen ist vom Gebrauch von Clenbuterol dringend abzuraten. Die meisten Frauen haben Probleme mit einer Clenbuterol-Dosierung von nur einer Tablette täglich. Zum Punkt der Höchstdosierung von Clenbuterol: Viele Sportler werden denken, je mehr Clenbuterol und je höher die Körpertemperatur, um so besser, aber das stimmt nicht ganz, denn: Je höher die Clenbuterol-Dosis, um so schneller blockieren die Rezeptoren für Beta-Agonisten und natürlich auch die Braunfett-Rezeptoren. Clenbuterol hat eine Wirkungsdauer von mehr als zwölf Stunden pro Einnahme. Somit genügt eine einmalige Gabe von Clenbuterol pro Tag. Wer es ganz genau machen will, sollte mehrmals über Tag die Körpertemperatur in stündlichen Intervallen messen. Wenn die Temperatur bei drei aufeinander folgenden Messungen abgefallen ist, dann kann durch eine geringere Dosis von Clenbuterol die Temperatur wieder auf das Ausgangsmaß zurück gebracht werden. Im Normalfall genügt als zweite Dosis die Hälfte der Erstdosis.

Clenbuterol – Allgemeines

Körpertemperatur in stündlichen Intervallen messen. Wenn die Temperatur bei drei aufeinander folgenden Messungen abgefallen ist, dann kann durch eine geringere Dosis von Clenbuterol die Temperatur wieder auf das Ausgangsmaß zurück gebracht werden. Im Normalfall genügt als zweite Dosis die Hälfte der Erstdosis. Clenbuterol ist in Deutschland unter dem Handelsnamen Spiropent erhältlich. Im Ausland sind die Handelsnamen : Novegam Clenasma Broncoterol Durch die in einigen Fällen beträchtlichen Nebenwirkungen von Clenbuterol werden einige Athletes Clenbuterol nach kurzer Zeit absetzen. Über zwanzig Prozent der Benutzer werden Clenbuterol wegen seiner Nebenwirkungen kein zweites Mal benutzen. Als weiterer Punkt steht im Raume, daß Clenbuterol nicht bei allen Sportlern gleich gut wirkt. Dieses Phänomen kennen wir aber schon von den anabolen Steroiden. Clenbuterol wirkt bei fünfzig bis siebzig Prozent aller Benutzer. Möglicherweise ist die Wirkung von Clenbuterol auch schwächer als die anaboler Steroide. Die beschriebenen Nebenwirkungen lassen binnen einiger Tage nach und klingen meist vollkommen ab. Viele Verwender haben allerdings auch noch nie die üblichen Nebenwirkungen erfahren. Leider ist es noch zu früh, um eventuelle Langzeitschäden abzuschätzen.

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Clenbuterol- die Nebenwirkungen

Im vorangegangenen Text haben wir uns mit den von uns erwünschten Nebenwirkungen von Clenbuterol befaßt. Unter dem Aspekt der nützlichen Nebenwirkungen der Betaagonisten eröffnen sich ganz neue Aspekte für ihre Anwendung. Möglicherweise werden Abkömmlinge von Clenbuterol sogar als legale Diäthilfen Einzug in die Arzneimittel-Schränke vieler übergewichtiger Patienten halten. Es existieren sogar schon wissenschaftliche Studien über Betaagonisten, bei denen die fettverbrennenden Eigenschaften isoliert wurden. So könnte Millionen von Menschen beim Kampf gegen Überfettung und die daraus resultierenden Krankheiten geholfen werden. Mit der Isolierung der fettverbrennenden Komponente von Clenbuterol geht logischerweise auch eine Minderung der unerwünschten Nebenwirkungen einher. Bis es soweit ist, müssen wir mit allen Nebenwirkungen von Clenbuterol leben. Diese Nebenwirkungen sollte jeder, der sich mit Clenbuterol befaßt, kennen.

Genau so einzigartig wie Clenbuterol unter den Beta- Agonisten ist, sind auch die Nebenwirkungen von Clenbuterol an sich. Einige dieser Nebenwirkungen kennen wir schon von gelegentlichen Adrenalinschüben, die wir erfahren, wenn wir richtig erschrecken. Die Herzschlagfrequenz steigt an. Der Blutdruck steigt. Hände und Beine zittern. Sie erfahren ein Gefühl von Angst oder Panik. Dies sind die normalen Nebenwirkungen von Adrenalin und Beta-Agonisten. Clenbuterol ist anders, Clenbuterol ” kommt ” härter.

Das große Zittern

Wer hat noch nie gezittert ? Niemand. Wir Menschen zittern, gelegentlich jedenfalls. Wir zittern vor Kälte. Wir zittern vor Hunger. Wir zittern manchmal vor Angst oder vor Wut. Grundsätzlich zittern wir aus allen möglichen und unmöglichen Gründen. Neuerdings ist das große Zittern auch bei den Sportlern ausgebrochen. Vor allem bei Bodybuildern und Kraftsportlern. Der Grund : Clenbuterol. Clenbuterol verursacht bei allen Benutzern ein mehr oder minder starkes Zittern, vor allem in den Händen. Das Ausmaß des Zitterns hängt zum Teil von der Dosierung des Medikamentes ab, allerdings ist auch die individuelle Reaktion auf das Medikament ein entscheidender Faktor. Eine Dosierung, die den einen in Mark und Bein erzittern läßt, wird vom Nächsten kaum bemerkt. Das Zittern unter Clenbuterol läßt normalerweise nach einigen Tagen bis ca. 2 Wochen nach oder verschwindet ganz. Manchmal bleibt das Zittern auch über die gesamte Einnahmezeit von Clenbuterol erhalten. Vor allem Frauen haben mit dieser Nebenwirkung größere Probleme als Männer. Die Ursache hierfür ist nicht bekannt. Möglicherweise sind Frauen für höhere Adrenalin-Level anfälliger als Männer. Wie schon gesagt, dieses Zittern verschwindet normalerweise schnell.

Clenbuterol und Muskelkrämpfe

Die Muskelkrämpfe unter Clenbuterol können in allen Körperteilen eintreten. Meistens sind jedoch die Beine und die Füße betroffen. Diese Nebenwirkung betrifft Männer und Frauen gleichermaßen. Woher diese Krämpfe rühren, ist nicht bekannt. Die Fachliteratur über Clenbuterol gibt keinerlei Hinweis auf Muskelkrämpfe unter dem Medikament. Ein möglicher Auslöser der Krämpfe könnte ein zu geringer Kalziumlevel in der Muskulatur sein. Auch eine unzureichende Versorgung der Muskulatur mit Kohlenhydraten könnte zu den Muskelkrämpfen führen. Vor allem in einer Diätphase. Mit einer kohlenhydratarmen Diät geht immer ein Verlust an Wasser einher. Dieser Wasserverlust gekoppelt mit einem großen Kalzium-Mangel kann zu schweren Muskelkrämpfen führen. Werden unter Clenbuterol nicht genügend Kohlenhydrate aufgenommen (in der Diätphase), dann kann dies dazu führen, daß die Muskeln kleiner werden und flach aussehen. Dann ist kein guter Pumpeffekt mehr zu erreichen. Grundsätzlich sind Krämpfe und dergleichen hauptsächlich während einer Diätphase, sehr selten jedoch während des Masse- Aufbaus zu beobachten. Die durch Clenbuterol verursachte Thermogenese, das heißt, die Fettverbrennung durch Erhöhung der Körpertemperatur, scheint keine ausschließliche Fettverbrennung zu sein, sondern dabei scheinen auch Kohlenhydrate verbrannt zu werden. Das kann dazu führen, daß die körpereigenen Kohlehydrat-Reserven unbemerkt verbraucht werden und somit die Muskelmasse abnimmt. Die Lösung dieses Problems liegt darin, mehr Kohlenhydrate und Flüssigkeit aufzunehmen. Eine gute Multimineral-Tablette gleicht eventuelle Kalziumverluste aus. Sollten die Krämpfe nicht nachlassen, so empfiehlt sich ein entkrampfendes Mittel aus der Apotheke. Ihr Apotheker kann ihnen bei der Auswahl eines passenden Mittels sicher helfen. Wenn nicht, dann hilft folgende Mischung: 20 mg Nikotinsäure, 200 mg Kalzium-Glukonate Und 0.02mg Cholecalciferol. Diese Mischung , zweimal täglich eingenommen, läßt die Krämpfe unter Clenbuterol schnell vergessen. Im nächsten Kapitel wird es wirklich interessant. Nachdem wir nun alles Grundsätzliche über Clenbuterol behandelt haben, bleibt noch heraus zu finden, wie man Clenbuterol für die verschiedenen Zwecke richtig einsetzt. Und wie man die richtige, optimale Dosierung für den jeweiligen Zweck festlegt. Es gibt nämlich Unterschiede in der Dosierung für den Muskelaufbau und den Fettabbau.

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