ASPIRIN

Aspirin (Acetylsalicylsäure) ist ein altes Medikament, das in letzter Zeit für immer neue Schlagzeilen sorgt. Seine schmerzstillende und entzündungshemmende Wirkung ist seit langem bekannt. Seit einigen Jahren weiß man, daß Aspirin die Fließeigenschaften des Blutes verbessert, Verklumpen verhindern kann und so auch vor Herzinfarkt schützt. In Kombination mit Streptokinase erhöht Aspirin die Überlebensrate nach einem Infarkt. Neuere Untersuchungen lassen darauf schließen, daß Aspirin die körpereigene Produktion von Interleukin- 2 und Interferon steigert und somit immunstimulierende und anti-virale Eigenschaften auf weist.

Im Tierversuch fanden sich kürzlich gar Hinweise für eine Verbesserung der lokalen Muskelausdauer durch Aspirin: Ähnlich den anabolen Steroiden kommt es bei Aspirin-Gabe zu einer Erhöhung des Adenosin-Spiegels im Blut (Adenosin wird während der Energieproduktion der Zellen beim Zerfall von Adenosintriphoshat — ATP — freigesetzt). Adenosin wiederum regt eine erhöhte Erythropoetin-Ausschüttung an, die zu einer verbesserten Sauerstoffversorgung des Gewebes führt; zu den Langzeitwirkungen von Adenosin zählt eine verbesserte Ausbildung der Kapillaren und die Neubildung von Blutgefäßen.18 Auf diese Weise könnte Aspirin mittelfristig die Ausdauerleistungsfähigkeit verbessern helfen. Im Sport wird Aspirin schon länger wegen seiner schmerzund entzündungshemmenden Eigenschaften genutzt, etwa um kurzfristig, trotz Überlastungen von Bändern und Sehnen, weiter trainieren zu können.

Ein Einsatz von Aspirin zur kurzfristigen Immunstimulation bei Sportlern, die durch eine hohe Trainingsbelastung infektgefährdet sind, scheint ebenfalls denkbar, während der Gebrauch zur Steigerung der Ausdauerleistung wohl noch der Verifizierung bedarf. Aspirin ist in normaler Dosierung (nach Anleitung auf dem Beipackzettel) und bei kurzfristiger Anwendung als sicher einzustufen. Höhere Dosen und/oder längerer Gebrauch können aber zu Magenblutungen, Anämie (Blutarmut), sowie Leberund Nierenschäden führen. Empfindliche Personen sollten gepufferten Varianten der Acetylsalicylsäure den Vorzug geben, die magenfreundlicher sind.

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Dopingliste

Amfepramon
Amfetamin
Amineptin
Amiphenazol
Bambuterol
Bromantan
Cafedrin
Carphedon
Cathin*
Clenbuterol
Cropropamid
Crotetamid
Ephedrin*
Etamivan
Etilamfetamin
Etilefrin
Fencamfamin
Fenetyllin
Fenfluramin
Fenoterol
Formoterol
Heptaminol
Koffein*
Kokain
Mazindol
Mefenorex
Mephentermin
Mesocarb
Metamfetamin
Methoxyphenamin
Methylendioxyamfetamin
Methylephedrin**
Methylphenidat
Nikethamid
Norphenfluramin
Orciprenalin
Parahydroxyamfetamin
Pemolin
Pentetrazol
Phendimetrazin
Phentermin
Phenylpropanolamin**
Pholedrin
Pipradrol
Prolintan
Propylhexedrin
Pseudoephedrin**
Reproterol
Salbutamol***
Salmeterol***
Selegilin
Strychnin
Terbutalin*
und chemisch oder pharmakologisch verwandte Substanzen!
Bemerkungen: Vasokonstriktoren, insbesonders alle Imidazolinderivate
(Naphazolin, Oxymetazolin usw.) und Phenylephrin,
sind bei lokaler Anwendung (z. B. Augen- und Nasentropfen)
erlaubt. Auch Adrenalin und seine Abkömmlinge
sind als Zusatz für Lokalanästhetika zulässig.

NARKOANALGETIKA

Buprenorphin
Diamorphin (Heroin)
Hydrocodon
Hydromorphon
Methadon
Morphin**
Nalbuphin
Pentazocin
Pethidin
Tilidin
Tramadol
und chemisch oder pharmakologisch verwandte Substanzen!
Bemerkungen: Folgende, vornehmlich als Hustenmittel oder
Schmerzmittel eingesetzte Substanzen sind erlaubt: Dextromethorphan,
Dextropropoxyphen, Dihydrokodein, Ethylmorphin,
Kodein, Pholcodin und Propoxyphen. Ebenfalls erlaubt
ist das Antidiarrhoikum Diphenoxylat.

.C. ANABOLIKA
1. Anabole Steroide
Androstendion
Boldenon
Clostebol
Danazol
Dehydrochlormethyltestosteron
Dehydroepiandrosteron (DHEA)
Dihydrotestosteron
Drostanolon
Fluoxymesteron
Formebolon
Gestrinon
Mesterolon
Metandienon
Metenolon
Methandriol
Methyltestosteron
Miboleron
Nandrolon
Norethandrolon
Oxandrolon
Oxymesteron
Oxymetholon
Stanozolol
Testosteron*
Trenbolon
und chemisch oder pharmakologisch verwandte Substanzen!
Die Verabreichung von menschlichem Choriongonadotropin
(HCG) und ähnlichen Substanzen kann beim Mann zu einer
erhöhten Produktion androgener Steroide führen. Die Zufuhr
solcher Stoffe ist deshalb verboten.

2. BETA-2-AGONISTEN

Bambuterol
Clenbuterol
Fenoterol
Formoterol
Orciprenalin
Reproterol
Salbumatol*
Salmeterol*
Terbutalin*
und chemisch oder pharmakologisch verwandte Substanzen!
N. B. Da Beta-2-Agonisten auch stimulierende Eigenschaften
besitzen, werden sie vom IOC auch unter den Stimulanzien
aufgeführt.

D. DIURETIKA

Acetazolamid
Amilorid
Bendroflumethiazid
Bumetanid
Canrenon
Chlortalidon
Etacrynsäure
Furosemid
Hydrochlorthiazid
Indapamid
Mannitol*
Mersalyl
Spironolacton
Torasemid
Triamteren
und chemisch oder pharmakologisch verwandte Substanzen!

E. PEPTID- UND GLYKOPROTEINHORMONE SOWIEANALOGE
Choriongonadotropin (HCG)
Corticotropin (ACTH)
Erythropoietin (EPO)
Somatotropin (HGH)
und chemisch oder pharmakologisch verwandte Substanzen

 

Dopingmethoden (unerlaubte Maßnahmen)
II. A. BLUTDOPING
II. B. MANIPULATION VON URINPROBEN DURCH:
► Verdünnen mit Wasser oder anderen Flüssigkeiten
► Katheterisierung
► Beeinflussung der renalen Stoffausscheidung mit Substanzen
wie z. B. Probenecid
► Beeinflussung der Messergebnisse für Testosteron und
Epitestosteron z. B. durch Bromantan
► Beeinflussung des Verhältnisses Testosteron / Epitestosteron
durch Zufuhr von Epitestosteron**
► weitere Methoden, welche die Urinprobe verändern oder
bei welchen eine Veränderung der Urinprobe erwartet
werden kann.
III. Substanzen mit gewissen Einschränkungen

III. A. ALKOHOL
Einzelne Sportverbände verbieten Alkoholgenuss und führen
Alkoholtests durch. Positive Ergebnisse können Sanktionen
auslösen.

III.B. CANNABIS
Einzelne Verbände prüfen auch auf Cannabis-Konsum (THC
im Urin). Positive Ergebnisse können sanktioniert werden.

III. C. LOKALANÄSTHETIKA
Die gängigen Lokalanästhetika (z. B. Bupivacain, Lidocain, Mepivacain,
Procain etc.) sind bei begründeter medizinischer Indikation
zur lokalen und intraartikulären Injektion zugelassen,
nicht aber Kokain. Bei Wettkämpfen muss der Sportler
dafür besorgt sein, dass der Einsatz dieser Lokalanästhetika
mittels detaillierten ärztlichen Attestes der zuständigen medizinischen
Instanz vorgängig gemeldet wird. Die äußerliche
Verwendung der üblichen Lokalanästhetika (außer Kokain) ist
erlaubt.

III. D. KORTIKOSTEROIDE
Die Verwendung von Kortikosteroiden ist mit folgenden Ausnahmen
verboten:
► lokale Therapie auf der Haut, im Ohr oder am Auge, nicht
jedoch im Rektum;
► zur Inhalation für Nase und Atemwege (Beclometason,
Budesonid, Flunisolid, Dexametason, Fluticason);
► zur lokalen oder intraartikulären Injektion*
III. E. BETABLOCKER
In einigen Sportarten, bei denen Konzentration und innere
Ruhe eine Rolle spielen, sind Betablocker verboten: z. B. Schie-ßen, Moderner Fünfkampf, Golf, Bob, Curling, Fechten, Flugsport,
Motorsport, Pferdesport, Wasserspringen, Skispringen,
Ski alpin.
Beispiele solcher Betablocker sind wie folgt:
Acebutolol
Alprenolol
Atenolol
Betaxolol
Bisoprolol
Bun.olol
Labetalol
Metoprolol
Nadolol
Oxprenolol
Propranolol
Sotalol
und chemisch oder pharmakologisch verwandte Substanzen.
N. B. Zu diesen pharmakologisch verwandten Substanzen gehören
etwa auch die sedierenden Antihistaminika und fast
alle Psychopharmaka.

IV. TRAININGSKONTROLLEN

Es wird auf folgende Substanzen / Methoden geprüft:
I. C. Anabolika
I. D. Diuretika
I. E. Peptid- und Glykoproteinhormone sowie Analoge
II. B. Manipulation von Urinproben
Herausgegeben durch den Schweizerischen Olympischen
Verband (50V), Postfach 202, CH-3000 Bern 32, Tel. (0041)
031 / 359 71 11, Fax: (0041) 031 / 352 33 8o

 

 

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Peptidhormone

HGH, Wachstumshormon

Menschliches Wachstumshormon (auch Somatotropin, STH,
engl. Human Growth Hormone, HGH) ist ein Polypeptidhormon
aus der Hirnanhangdrüse, das aus 191 Aminosäuren besteht.
Es steuert bei Jugendlichen das Längenwachstum und
wirkt regulierend auf den Eiweiß-, Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel
sowie den Wasserhaushalt und den Schlaf. Allerdings
wirken Wachstumshormone nicht direkt, sondern indem
sie die Leber zur Freisetzung von insulinähnlichen,
wachstumsaktiven Stoffen stimulieren.

Nebenwirkungen Eine längere, medizinisch unkontrollierte
HGH-Anwendung kann zur Erhöhung des Blutzuckerspiegels
führen, da HGH synergistisch zum Insulin wirkt. Dadurch
kann es zu diabetesähnlichen Schäden kommen. Außerdem
sind bei hoch dosierter HGH-Anwendung ähnliche Krankheitsbilder
möglich, wie sie bei Patienten mit erhöhter HGHSekretion
(z. B. Akromegalie, d. h. selektives Wachstum von
Kinn, Nase, Ohren, Füßen etc.) auftreten. Dabei werden u. a.
Wachstumsprozesse von Organen beobachtet.

Erythropoetin, EPO

EPO ist ein zu den Zytokinen gehörender Wachstumfaktor,
der in der Niere gebildet wird (bei Sauerstoffmangel vermehrt).
Der Wirkstoff, der die Bildung der Sauerstoff transportierenden
roten Blutkörperchen steuert, kann auch synthetisch
oder gentechnologisch hergestellt werden. Mit EPO gedopte
Sportler können länger oberhalb der aeroben / anaeroben
Schwelle trainieren.

Nebenwirkungen Nebenwirkungen können bei unkontrollierter
Anwendung von EPO auftreten, insbesondere bei hoher
Dosierung über längere Zeit. Der ständige Anstieg der Anzahl
an roten Blutkörperchen (Erythrozyten, Hämatokrit) führt zu
Blutverdickung, Erhöhung des Blutdruckes und zur Thrombosegefahr.

IGF

IGF (Insulin-like Growth Factor), auch Somatomedin, wird unter
dem Einfluss von Wachstumshormon in Leber, Niere und
Bindegewebe gebildet. IGF beschleunigt und verstärkt das
Muskelwachstum. Deshalb führt es zur Leistungssteigerung
bei allen Kraftsportarten, auch bei Radfahren, Sprint, Marathon
und Ski. IGF ist ein Wachstumsfaktor, der unter dem Einfluss
von Wachstumshormonen in Leber, Niere und Bindegewebe
gebildet wird.

Gendoping

Der Begriff Gendoping wird von Experten zurzeit als Doping
der Zukunft diskutiert, wobei im Rahmen der Entschlüsselung
des menschlichen Erbguts neue Wege zur sportlichen Leistungssteigerung
für möglich gehalten werden.

Dabei muss man zwischen Eingriffen an Körperzellen (somatische
Gentherapie) und an Geschlechtszellen (Keimbahn-
Gentherapie) unterscheiden. Die Keimbahntherapie ist aus
ethischen Gründen beim Menschen verboten. Dabei werden
genetische Veränderungen erst bei den Nachkommen wirksam
(Züchtung von Superathleten). Eine somatische Gentherapie, die nur vorhandene

Körperzellen betrifft, ist dagegen
nicht verboten und wird mittlerweile für verschiedene
Krankheiten erforscht. Bisher ist jedoch kein gentherapeutisches
Verfahren zugelassen.

«Für den Sport ist sicherlich zu befürchten, dass gentherapeutische
Verfahren, sobald sie verfügbar sind, auch missbräuchlich
eingesetzt werden, wenn sich Sportler hiervon Leistungsvorteile
versprechen», befürchten Dopingforscher.

Er hält Gendoping aus folgenden Gründen für Sportler zur
Leistungssteigerung von Interesse:
a) Bildung von mehr Muskelmasse bzw. von schnelleren
Muskelfasern;
b) körpereigene Stimulation der Synthese von Hormonen
wie z. B. Erythropoetin oder von anderen anabolen Wirkstoffen.

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Anabole Steroide und anabolikaverwandte Verbindungen

Testosteron

Testosteron ist das Männlichkeitshormon (ein Androgen), das
im Hoden gebildet wird und die Ausprägung männlicher
Geschlechtsmerkmale, die Libido sowie den Muskelaufbau
beeinflusst. Aus letzterem Grund sind Testosteron und seine
Abkömmlinge (Anabolika) als Dopingmittel beliebt, wobei
ultrahohe Dosierungen (25o bis i000 mg / Woche) zum Einsatz
kommen. Es gibt jedoch auch medizinisch sinnvolle Anwendungsgebiete:

1. Natürlicher Hormonersatz – die ärztlich verordnete und
überwachte Zufuhr von Hormonen bei gestörter natürlicher
Bildung im männlichen Körper. Als Normalbereich
gelten Serumkonzentrationen von 3,5 -12 ng / ml. Liegt jedoch
der morgendliche Testosteronwert unter 5 ng / ml,
gelingt ein Muskelaufbau gar nicht. Als wünschenswert
gelten hierfür 8 – 10 ng / ml.

2. Hormonbehandlung – die medizinisch verordnete Gabe
von höheren Dosen (z. B. 25o mg Testosteron alle drei Wochen)
bei Krankheiten wie Osteoporose oder Hodenschäden
nach Mumps.

3. Hormonelle Verhütung – derzeit in der klinischen Erprobung
ist die Gabe von rund 6 oo mg Testosteron (Depotwirkung
als Testosteronundecanoat) alle sechs Wochen
als Spritze. Dabei bleiben die Plasmaspiegel unter 10
ng / ml. Die Hoden stellen allerdings ihre natürliche Testosteronproduktion
ein, und damit versiegt  auch die Spermienbildunginnerhalb einiger Monate.

Nandrolon

Nandrolon (19-Nortestosteron) ist ein in der Medizin häufig
eingesetztes Arzneimittel und eines der am häufigsten im
Sport missbrauchten Steroide. Der synthetische Testosteronabkömmling
(nur eine Methylgruppe fehlt) soll Kraftzuwachs
und die Erholung nach intensiven Trainingsbelastungen beschleunigen.
Nandrolon wird meistens als Injektionspräparat
angeboten. Es ist bis zu sechs Monate lang nachweisbar.

Primobolan (Metenolonacetat)

Ein ebenfalls häufig medizinisch verwendetes Anabolikum.
Die Untergrundliteratur behauptet, dass Primobolan zwar
eine nur geringe androgene Komponente aufweist, dessen
anabole Wirkung insgesamt gesehen jedoch ebenfalls
nur gering ist, d. h., Primobolan bringt nur geringe Kraftzuwächse.
Oft von Frauen und in der Wettkampfvorbereitung
verwendet. Der Grund: u. a. verhältnismäßig gute Verträglichkeit.

Weibliche Hormone

Das weibliche Hormon humanes Choriongonadotropin (hCG),
das in der Plazenta schwangerer Frauen gebildet wird, stimuliert
die Hoden über die Hirnanhangdrüse zur Produktion von
körpereigenem Testosteron. Durch die Erhöhung der Testosteronproduktion
fördert hCG indirekt den Muskelaufbau.
Nebenwirkungen Sehstörungen, Hitzewallungen wie in der
Menopause, möglicherweise Leberfunktionsstörungen, Verweiblichung.

Clenbuterol

Clenbuterol-Hydrochlorid ist kein anaboles Steroid, nicht einmal
mit dieser Wirkstoffgruppe verwandt, sondern ein Beta-
2-Sympathomimetikum mit steroidähnlicher Wirkung (als
Kälbermastmittel bekannt). Es ist als Asthmamittel im Handel
und ist verschreibungspflichtig. Der rasche Muskelaufbau
und die Reduktion von Körperfett sind nur Nebenwirkungen
von Clenbuterol, die von Bodybuildern erwünscht sind.

Androstendion, Norandrostendion, DHEA und andere

Als Prohormone werden Steroidhormone bezeichnet, die in
der Biosynthese des männlichen Geschlechtshormons Testosteron
als Zwischenprodukte auftreten. Analog kann der
menschliche Organismus nach der Gabe von Nandrolon-Prohormonen,
die dem Körper z. B. in Form von Tabletten zugeführt
werden, aus diesen das nicht natürliche Anabolikum
Nandrolon synthetisieren. Bei den Prohormonen muss zwischen
körpereigenen Steroiden, die im Körper in physiologisch
relevanten Mengen produziert werden und als Prohormone
von Testosteron gelten, und den körperfremden Prohormonen
von Nandrolon unterschieden werden.
Als naturidentische Prohormone werden in den USA zurzeit
folgende Steroide als Nahrungsergänzungsmittel gehandelt:
4-Androstendion, 4-Androstendiol, 5-Androstendion, Dehydroepiandrosteron
(DHEA) und 5-Androstendiol. Dehydroepiandrosteron
ist auch als medizinisches Präparat zugelassen.
Als Prohormone von Nandrolon werden derzeit in den USA
4-Norandrostendion, 4-Norandrostendiol und 5-Norandrostendiol
als Nahrungsergänzungsmittel angeboten. «Das
Ausmaß der Umwandlung der Prohormone durch Leberenzyme
zu Nandrolon ist in geringen Mengen möglich, ge-nauere wissenschaftliche Daten hierzu liegen aber nicht vor »,

Nebenwirkungen

Über Nebenwirkungen und Wirkungen von
Prohormonen existieren kaum Daten, mit der Ausnahme von
DHEA. «Prohormone sind anscheinend für die Medizin von
geringem Interesse, da mit ihnen keine konstanten Blutspiegel
von physiologisch wirksamem Testosteron bzw. Nandrolon
erreicht werden können», . Darüber
hinaus sei die Umwandlungsrate zu Testosteron bzw.
Nandrolon sehr gering. Um wirksame Konzentrationen im
Blut zu erreichen, werden daher Prohormone in großen Mengen
als Tabletten bzw. Kapseln (mit bis zu 200 mg Steroidhormonen)
angeboten (Einnahmeanweisung der Hersteller:
mehrmals täglich). Dies ist sicher bedenklich für die Leber, da
dort diese Substanzen abgebaut werden. Bereits für die medizinische
Anwendung von DHEA werden 200 mg pro Tag empfohlen,
wobei auch auf erhebliche Nebenwirkungen hingewiesen
wird: männliches Behaarungsmuster, vermehrte
Talgproduktion und Akne, Wachstum des Kehlkopfes, psychische
Veränderungen, Lebertoxizität, Prostatakrebs u. a. Ein
eindeutig muskelaufbauender Effekt konnte laut Übersichtsartikel
von Richard B. Kreider bisher in keiner Studie festgestellt
werden. DHEA gibt es in Deutschland als rezeptpflichtiges
Prasteronenantat (Gynodian von Schering), das Frauen
gegen Wechseljahrsbeschwerden und nach Eierstockentfernung
verschrieben wird.

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DEFINITION: WAS IST DOPING?

Doping bedeutet die Einnahme von Substanzen und Anwendung
von Methoden, die der Leistungssteigerung dienen
sollen. Zum einen wird durch Doping-Verbote versucht, die Unsportlichkeit
solcher Handlungen zu unterbinden, zum anderen
den Sportler vor teilweise gefährlichen Wirkungen
und Nebenwirkungen von leistungssteigernden Mitteln und
Methoden zu schützen.

Die Dopingliste wird von der Medizinischen Kommission
des Internationalen Olympischen Komitees festgelegt und
beinhaltet verbotene Wirkstoffgruppen und verbotene Methoden
zur Leistungssteigerung.

DOPINGLISTE Zu den verbotenen Wirkstoffgruppen* gehören:
1. Stimulanzien (z. B. Amphetamine, Kokain, Ephedrin, Strychnin)
2. Narkotika (z. B. Buprenorphin, Morphin, Pentazocin, Pethidin,
Methadon)
3. Anabole Substanzen und verwandte Verbindungen (z. B.
Testosteron, Stanozolol, Oxandrolol, Metandienon sowie
Beta-2-Agonisten wie Clenbuterol, Fenoterol, Salmeterol)
q. Diuretika u. Ä.. (Amilorid, Clopramid, Furosemid, Hydrochlorothiazid,
Mannitol, Spironolacton, Polytiazid, Triamteren)
5. Peptidhormone (humanes Choriongonadotropin = hCG,
Adrenocorticotropes Hormon = ACTH, Wachstumshormon
= HGH und Erythropoietin = EPO)

Verbotene Methoden sind:
Blutdoping und andere physikalische, chemische und pharmakologische
Manipulationen.

Mit Einschränkungen zugelassen sind:

Alkohol, Marihuana, Lokalanästhetika und Kortikosteroide
und Betablocker

Anabolika oder anabole Steroide sind Abkömmlinge und
«Verwandte» des Männlichkeitshormons Testosteron. Wie
das Androgen Testosteron besitzen auch seine Abkömmlinge
sowohl eine androgene (vermännlichende) als auch eine anabole
Komponente.

NEBENWIRKUNGEN VON ANABOLIKA

Zunehmend berichten medizinische Fachzeitschriften von
Nebenwirkungen durch Anabolika, wobei etliche Todesfälle
durch Herzinfarkte dem Missbrauch von Anabolika zugeschrieben
werden.

Meist sind Bodybuilder betroffen, die über lange Zeiträume
hohe Dosen an verschiedenen Anabolika angewendet hatten.
Viele Nebenwirkungen der Anabolika wurden durch Vergleichsuntersuchungen
ermittelt, wobei B odybuilder, die Anabolikaeinnahmen, und Bo dybuilder, die keine Anabolika verwendeten,verglichen wurden.

Die wichtigsten Nebenwirkungen der Anabolika im Überblick:
Allgemeine Nebenwirkungen: Androgene und Anabolika wirken
auf die Talgdrüsen der Haut, wobei deren Entwicklung und
Aktivität beeinflusst wird. Sie fördern dabei u. a. auch die Ausbildung
von Akne.

Eine verringerte Ausscheidung von Natrium bewirkt eine vermehrte
Wassereinlagerung im Gewebe und führt dadurch zu
einer Gewichtszunahme.

Schädigungen des Herz-Kreislauf-Systems: Unter Anabolikaanwendung
nimmt die Konzentration des guten HDL-Cholesterins
(HDL = high density lipoprotein) im Blutplasma ab,
während das schlechte LDL-Cholesterin (LDL = low density
lipoprotein) sich erhöht. Damit erhöht sich der Quotient aus
LDL zu HDL, was als Risikofaktor zur Entstehung von Arteriosklerose
bis hin zum Herzinfarkt angesehen wird. In weiteren
Studien wurde auf mögliche Veränderungen von Faktoren der
Blutgerinnung, des Gefäßsystems und Schädigungen der Herzmuskelzelle
hingewiesen, die bei Steroidverwendern im Vergleich
zu Nichtverwendern die Thrombosegefahr erhöhen können.

Herzhyperthrophie und Kapillarisierung: Im Tierversuch an
Mäusen wurden deutliche Veränderungen am Herzmuskel
durch Anabolikaanwendung nachgewiesen. Dieses führte zu
einem übermäßigen Wachstum von Herzmuskelzellen, wobei
eine verbesserte Kapillarisierung (Ausbildung von Blutgefäßen)
zur notwendigen Sauerstoffversorgung aber ausblieb. Bei
sportlichen Höchstleistungen könnte somit eine Unterversorgung
des Herzmuskels mit Sauerstoff auftreten und zu Schäden
führen.

Leberschäden: Werden Anabolika über längere Zeit eingenommen,
können irreversible Leberschäden ausgelöst werden.
Hierbei gelten 17-methylierte Steroide wie Methyltestosteron
oder Stanozolol als toxischer für die Leberzellen als nichtmethylierte
Steroide wie Testosteron. Konsequenterweise werden
heute für therapeutische Zwecke bevorzugt Testosteronverbindungen
anstelle von 17-methylierten Steroiden angewendet.

Vermännlichung bei Frauen: Alle Anabolika verursachen bei
Frauen aufgrund der androgenen Wirkungen Vermännlichungen,
die sich in Veränderungen der Stimme (irreversibel), des
Behaarungsmusters, Störungen des Menstruationszyklus und
einer Klitorisvergrößerung (irreversibel) bemerkbar machen.
Brustwachstum beim Mann: Eine Anabolikaanwendung über
längere Zeit kann zu einer abnormalen Vergrößerung der Brust
beim Mann (Gynäkomastie) führen. Es wird angenommen,
dass Anabolika im Stoffwechsel zu Östrogenen umgewandelt
werden, die diese Wirkung auslösen.

Vorzeitiger Abschluss des Längenwachstums bei Jugendlichen:
Anabolika können bei Jugendlichen das Längenwachstum beeinflussen,
indem ein vorzeitiger Verschluss der Epiphysenfugen
die Wachstumsphase verkürzt.

Allgemeine Gefahren durch Schwarzmarktpräparate: Anabolika
werden zu einem großen Teil illegal auf dem Schwarzmarkt gehandelt.
Bei Injektionspräparaten besteht die Gefahr durch Verwendung
von nicht sterilen Spritzen (mögliche Übertragung
von Hepatitis, Aids). Da es sich bei Schwarzmarktprodukten
meist um Fälschungen handelt, können falsche Wirkstoffe und
auch falsche Dosierungen angewendet werden.

Unbekannte Wechselwirkungen: In der Regel werden verschiedene
Anabolika gleichzeitig angewendet. Eine zusätzliche Einnahme
weiterer Medikamente wie z. B. Schmerzmittel führt zu
einer so genannten Polymedikation, deren möglicherweise
gravierende Nebenwirkungen nicht bekannt sind.

Erhöhte Sterblichkeit bei Kraftsportlern, die Anabolika einnehmen:
Eine finnische Studie zeigt, dass männliche Kraftsportler
(Powerlifting), die von 1977 bis 1982 in Finnland zu den fünf Besten
in den Klassen zwischen 82,5 und 125 kg zählten und des
Anabolikamissbrauchs verdächtigt wurden, in den folgenden
12 Jahren eine 4- bis 5fach höhere Sterblichkeit aufwiesen als
Männer gleichen Alters in der Normalbevölkerung.

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Doping

Auch Amateursportler gefährden ihre Gesundheit mit unerlaubten
Mitteln — die wichtigsten Risiken und Nebenwirkungen.
Wer glaubt, Doping würde nur von den ganz Harten oder von
den «Spitzenathleten» betrieben, irrt. Eine Untersuchung
der Chirurgischen Klinik der Universität Lübeck ergab, dass
Manipulationen schon lange nicht mehr auf Großereignisse
wie die Olympischen Spiele und Weltmeisterschaften beschränkt
sind. Im März 2001 war das Ergebnis der Studie Anlass
für eine Anhörung im Deutschen Bundestag. Die Wissenschaftler
hatten zunächst in 24 kommerziellen norddeutschen
Sportstudios Fragebögen an Männer und Frauen verteilt,
die dort schon seit mindestens drei Monaten intensives
Krafttraining betrieben. 1999 wurde die Untersuchung auf
bundesweit 58 Fitnessstudios ausgedehnt. Die Befragung erfolgte
anonym und mit dem Angebot einer sportärztlichen
Beratung.

► Die Umfragen ergaben, dass 24 % der Männer und acht
Prozent der Frauen leistungssteigernde, rezeptpflichtige
Medikamente einnahmen.

► Von diesen wiederum gaben fast alle (94 %) an, anabole
Steroide, also männliche Geschlechtshormone einzunehmen,
die den Aufbau von körpereigener Substanz aus
Nahrungsproteinen fördern.

► 62 % der Freizeitsportler betrieben Doping, um Muskelmasse
aufzubauen. Tatsächlich wiesen sie auch ein höheres
Körpergewicht auf als ihre « dopingfreien » Mitbewerber.

► Immerhin 43 % der Befragten versprachen sich von den
unerlaubten Arzneimitteln einen Kraftzuwachs. Die Betroffenen
gaben für eine Einnahmedauer von 7,5 Wochen
im Durchschnitt 195 Euro  aus.

«Es ist zu vermuten », so die Autoren der Studie, «dass bei den
meisten Sportlern nach zwei Jahren eines regelmäßigen Trainings
das genetisch vorgegebene Potenzial an Muskelwachsturn
erschöpft ist.» Und: «Das löst offenbar bei einigen Sportlern
eine Frustration aus, die dazu führt, dass sie den Freizeitsport
zum Kampf gegen den eigenen Körper erklären. Auf
Kosten der eigenen Gesundheit », schreibt der Bundesfachverband
der Arzneimittelhersteller e.V. (BAH) in seinem hauseigenen
Info-Blatt « Gesundheits-Kurier » im Mai 1998.
Wie kommen Hobbysportler an den Stoff?
Offenbar haben nur die wenigsten Probleme mit der Beschaffung:
% der Befragten gaben an, ihre Anabolika von Ärzten
zu bekommen, 22 % beziehen sie aus Apotheken. «Hier muss
man ganz klar von einer falsch verstandenen Solidarität der
Ärzte ausgehen», meint Boos. Rund io % bekommen die Produkte
von ihren Trainern, so der Experte. Die meisten Produkte
werden jedoch über den Schwarzmarkt bezogen.

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Sicherheit von Nahrungsergaenzungsmitteln

Rein theoretisch ist alles bestens um die Sicherheit der Nahrungsergänzungsmittel
bestellt. «Diese Produkte unterliegen
dem Lebensmittelrecht und dürfen kein Risikomaterial enthalten
», sagt Irene Lukassowitz, Pressesprecherin des Bundesinstituts
für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin
in Berlin. So weit, so gut. Doch: Unglücklicherweise
kann man nicht sicher sein, ob man auch das bekommt,
was die Verpackung angibt. Viele Produkte kommen aus den
USA oder dem ehemaligen Ostblock auf den deutschen Markt,
meist auf unkontrolliertem Weg über die Grenzen — per Bestellung
über das Internet. Einige Produzenten im In- und
Ausland halten sich jedoch freiwillig an die Richtlinien des
strengen Arzneimittelrechts, andere folgen dem weniger
strengen, aber gültigen Lebensmittelrecht, und andere befolgen
keinerlei Richtlinien bei der Produktion von Kapseln, Pillen
und Pulver. Das Resultat: Die Reinheit der Präparate kann
zwischen o und ioo Prozent liegen und zum Teil sogar von
Kapsel zu Kapsel variieren, ergaben US-Untersuchungen im
Jahr 1996. Seitdem ist zwar die US-Arzneimittelbehörde aktiv
geworden und reguliert den boomenden Markt mit restriktiven
Regeln, gänzlich ausgeräumt sind Risiken aber weiterhin
nicht, wie aktuelle Diskussionen beweisen.

BSE

Welche Lebensmittel- und sonstigen Produkte enthalten so
genanntes Risikomaterial, also Nervengewebe, das als besonders
gefährliche Duelle für den BSE-Erreger gilt? Da wird
natürlich auch häufig in der Presse diskutiert, ob Eiweißpräparate
für Sportler nicht auch Risikomaterial aus dem
Schlachthof enthalten können. Und tatsächlich: Laut Uwe
Schröder vom Institut für Sporternährung in Bad Nauheim
enthielten bis vor zehn Jahren die meisten Eiweißpräparate
für Sportler vermutlich Schlachtabfälle. Im Internet und im
Versandhandel gebe es noch heute eine Unzahl von Pulvern
und Extrakten, deren Herstellung nicht nachvollziehbar ist,
warnt der Experte. «Es ist durchaus möglich, dass solche
Billigprodukte Schlachtabfälle und hoch riskantes Nervengewebe
enthalten», so Schröder.

«Die meisten Eiweißpräparate von renommierten Herstellern
bestehen hingegen mittlerweile aus Milcheiweiß, Ei oder
Soja.» Das BSE-Risiko von Eiweißpräparaten für Sportler sei in
diesen Fällen nicht höher als bei anderen Nahrungsmitteln,
meint Heike Lemberger, Ernährungswissenschaftlerin vom
Institut für Sport- und Bewegungsmedizin der Universität
Hamburg.

Es ist jedoch kaum möglich, die Eiweißpräparate mit Risikomaterial
von denen der Präparate ohne Risikomaterial auseinander
zu halten. «Nahrungsergänzungsmittel wie Eiweißpräparate
sind nicht zulassungspflichtig. Das bedeutet, dass
nur die Hersteller wissen, was ihre Produkte enthalten»,
erklärt Irene Lukassowitz, Pressesprecherin des Bundesinstituts
für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin
in Berlin. «Trotzdem unterliegen diese Produkte dem
Lebensmittelrecht und dürfen kein Risikomaterial enthalten.
»

Als Blutspender ausgemustert? Mitte Januar 2001 teilte die
amerikanische Zulassungsbehörde, die Food and Drug Administration
(FDA), mit, dass auch US-Supplements mit einem
gewissen Infektionsrisiko behaftet sein könnten. Auf Anraten
eines Untersuchungsausschusses rief die FDA nun dazu
auf, Verwender von Supplements nach den Präparaten zu befragen,
die diese einnehmen. Der Hintergrund: Wer Supplements
einnimmt, soll kein Blut (oder Körpergewebe) spenden
dürfen, solange die Sicherheit der Präparate nicht eindeutig
feststehe. Die Mitglieder des Ausschusses warnen insbesondere
vor Supplements, seit bekannt ist, dass einige Präparate
Gehirn- und Rückenmarksanteile, insbesondere von Kühen
aus Europa, enthielten bzw. enthalten haben.

Nicht zuletzt vor diesem Hintergrund und um einen Jahresumsatz
von i6 Milliarden Dollar im Jahr nicht zu gefährden,
haben unlängst die US-Hersteller von Nahrungsergänzungsmitteln
vertrauensbildende Maßnahmen zur BSE -Abwehr angekündigt.
Demnach werden alle Hersteller aufgefordert, die
Herkunft ihrer Rohstoffe detailliert zu dokumentieren und
sich möglichst auf einheimische Lieferanten zu beschränken.
Denn obwohl BSE bislang niemals auf solche Mittel zurückgeführt
wurde und in den USA noch kein Fall aufgetreten ist,
befürchten Wissenschaftler, dass besonders von Produkten,
die Gehirn oder Drüsenmaterial von Rindern enthalten, eine
Gefahr ausgehen könnte. Nach Auskunft von Industrievertretern
handelt es sich dabei aber mit rund 200 Produkten nur
um 0,4 Prozent der mehr als 25 000 in den USA angebotenen
Mittel.

Verunreinigung mit Dopingmitteln

Im Rahmen der durch den Fall Dieter Baumann Ende 1999 bekannt
gewordenen Nandrolonproblematik wurden bei Untersuchungen
von Nahrungsergänzungsmitteln im Institut für
Biochemie der Deutschen Sporthochschule Köln bisher insgesamt
15 US-Präparate identifiziert, die verbotene Steroidhormone
in geringen Mengen enthielten, obwohl sie ausdrücklich
als dopingmittelfrei deklariert waren. Hierbei handelt es sich
u. a. um Kreatin-, Guarana-, Tribulus-terrestris-,
Chrysin- und Zinkprodukte. Bei Präparaten,
die ig-Norsteroide wie 4-Norandrostendion,
4-Norandrostendiol und 5-Norandrostendiol enthalten,
reichen in der Regel Verunreinigungen im unteren
Mikrogramm-(pg-)Bereich pro Kapsel oder Tablette aus, um
nach einer Einnahme einen positiven Befund für das Hauptstoffwechselprodukt
von Nandrolon, nämlich Norandrosteron,
im Rahmen der Dopingkontrolle zu bewirken.

Literatur

W., Positive Dopingfälle mit Norandrosteron durch verunreinigte
Nahrungsergänzungsmittel, Deutsche Zeitschrift für
Sportmedizin, 51,11 (2000) 378 — 382

 

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Rezeptpflicht für orales g-Strophanthin

Die in den 1970er Jahren eingeführte Rezeptpflicht für orales g-Strophanthin wurde mit dem Vorwurf von
Resorptions-Schwankungen begründet. Dieser jedoch geht einzig zurück auf eine Doktorarbeit mit einem anderen
damals noch erhältlichen Strophanthin-Präparat (Purostrophan®), in der die Ergebnisse zweier verschiedener
Untersuchungen zu einem zusammengeworfen wurden (Einnahme des Mittels vor bzw. nach dem Essen !!). Das
Endergebnis (eine ziemliche Schwankung die allerdings nicht größer war als die der üblichen Digitalis-Präparate)
wurde dann ohne Angabe der schwer auffindbaren Originalquelle, geschweige denn der ungewöhnlichen Methodik
in Artikeln publiziert, übrigens vom gleichen Institut, das auch die oben genannten Ergebnisse einer geringen
Resorption fand. Das ebenfalls untersuchte Strodival® wies vorbildliche Blutkonzentrations-Kurven ohne
Schwankungen auf. Da diese angeblichen Resorptions-Schwankungen nur auf eine groteske unwissenschaftliche
Methodik zurückzuführen sind und gerade beim Strodival® eben nicht vorhanden sind, sollte die Rezeptpflicht für
orales g-Strophanthin umgehend wieder aufgehoben werden.

Wie gesagt, wenn diese notwendigen Vorschläge aus formalen Gründen derzeit nicht umsetzbar sind, müssen die
Voraussetzungen für deren Umsetzung eben geschaffen werden. Die Medizin alleine scheint es nicht bewerkstelligen
zu können, sei es aus Unfähigkeit, “einen alten Zopf abzuschneiden”, d.h. ihr Fehlurteil dem oralen g-Strophanthin
gegenüber zu revidieren, oder sei es wegen eventuellen finanziellen Abhängigkeiten von der Pharma-Industrie, die
stets gegen eine solch kostengünstige Lösung war.

Eine weitere Schwierigkeit besteht für den verschreibenden Arzt darin, daß das Strophanthin nicht für Herzinfarkt
und Angina pectoris zugelassen ist (das würde den Hersteller vor noch größere Schwierigkeiten stellen), sondern bei
Herzschwäche. Diese ist zwar auch vor und besonders nach einem Herzinfarkt gegeben, aber ein Arzt, der seinen
Angina pectoris- und Herzinfarkt-Patienten mit g-Strophanthin behandelt, ist immer in einer absurden Kunstfehler-
Gefahr. Da nützt es nichts, wenn er auf besten Erfolg bei 100 Patienten verweisen kann: Wenn nur 1 Patient in die
Klinik kommt, weil er z.B. das Strodival® eben nicht richtig genommen hat, dann heißt es: „Ja was hat der Dr. X denn
da gegeben“ und v.A.D. „was hat er denn nicht gegeben“ und dann könnte der Arzt „dran sein“. – Dr. Weidell aus
Bendorf erzählte mir nicht nur, daß er schon etliche Notfälle erlebt hat, bei der nach der Gabe der Strodival-
Zerbeißkapsel mit schneller Wirkung der herbeigerufene Notarzt tatenlos wieder umkehren konnte, da es dem
Patienten in der Zwischenzeit wieder bestens ging. Im Bereitschaftsdienst gibt er bei Bedarf das Strophanthin
natürlich auch den Patienten der umliegenden Ärzte. Wenn diese Patienten das ungewöhnlich hilfreiche Mittel dann
von ihrem Arzt verschrieben haben wollen, gibt es Probleme, da diese Ärzte das Strophanthin nicht verschreiben
wollen und den Dr. Weidell bei seiner Erklärung zu diesem segensreichen Mittel noch nicht mal ausreden lassen.
Wenn der Patient dann zum Dr. Weidell „abwandert“, gibt es sogar „böses Blut“ bei den anderen Ärzten. Auch ich
habe Ärzte getroffen, die zwar angetan von der Wirkung des oralen Strophanthins waren, mir aber eben diese
rechtlichen Bedenken äußerten. An dieser ganzen himmelschreienden Lage muß sich etwas ändern… auch Sie
können dazu beitragen!

Auch wenn das orale g-Strophanthin nicht nachzugelassen werden müßte, stellt die Nichtbehandlung der meisten
Herzinfarkt-Patienten einen großen Mißstand dar, der behoben werden muß. Es ist doch ein Unding, daß es ein so
gut wie nebenwirkungsfreies Medikament gibt, mit dem fast alle Herzinfarkte verhindert werden könnten – und es
wird nicht angewendet (Situation der letzten Jahrzehnte) und darüber hinaus steht jetzt sogar die Auslöschung des
Mittels kurz bevor !

Das Strophanthin als pflanzlicher Extrakt, der einst führend in der deutschen Medizin war, hat eine einzigartige
Sonderstellung inne als der genaue Berührungspunkt der offiziellen Schulmedizin und der Naturheilkunde und
könnte die langersehnte Wende zum Guten einleiten bzw. entscheidend unterstützen.

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Cocktails

Diese Substanzen lassen sich sinnvoll kombinieren, um einen
maximalen muskelaufbauenden Effekt zu erzielen.

Enzyme und Eiweiss

Oftmals reichen die Verdauungsfermente, die hauptsächlich
in Magen, Bauchspeicheldrüse und Leber (Gallensäuren) gebildet
werden, nicht aus, um die großen Mengen an Eiweißen
und Aminosäuren zu verwerten. Verdauungsenzyme können
daher die Aufnahme von Proteinen, Aminosäuren und BCAA
optimieren.

HMB und Kreatin

Richard Kreider empfiehlt in seiner Übersichtsstudie allen, die
HMB einnehmen wollen, die gleichzeitige Einnahme von
Kreatin, da die Kombination von HMB und Kreatin bessere
Erfolge verspreche als die alleinige Gabe von HMB.

Kohlenhydrate und Proteine

Ein ausreichendes Angebot an Kohlenhydraten verhindert,
dass die Energie aus der Verbrennung von körpereigenem Eiweiß
oder der zugeführten Proteine hergestellt werden muss.

Kreatin und Glutamin

Die Kombination stimuliert die Insulinausschüttung, die eine
hohe Kreatin- und Glutaminaufnahme sicherstellt.
Diese Kombination wird als Kreatinpyruvat angeboten, der
chemischen Verbindung von Kreatin und Pyruvinsäure.
Kommt im Körper in dieser Form nicht vor, wohl aber die beiden
Bestandteile. Funktioniert als Kreatinlieferant, ob die Wirkung
besser als Kreatinmonohydrat ist, bleibt eher ungewiss.
Studien zu Kreatinpyruvat sind in Arbeit, aber noch nicht veröffentlicht.
Bei Überdosierung drohen Durchfälle. Allerdings
soll die Wassereinlagerung geringer als bei reinem Kreatinmonohydrat
sein. Wer nicht überdosiert, geht vermutlich kein
höheres Risiko als mit herkömmlichem Kreatin ein.

Protein und Glutamin

Glutamin stimuliert die Ausschüttung von Wachstumshormon,
welches Aufbauvorgänge in der Muskulatur in Gang
bringt. Um diesen Aufbaureiz im Muskel auszunutzen, ist es
sinnvoll, gleichzeitig Proteine einzunehmen.

Weight Grainer, Kreatin und Glutamin

Für Athleten, die Schwierigkeiten mit der Gewichtszunahme
haben, ist diese Kombination empfehlenswert. Während der
Weight-Gainer die notwendigen Nährstoffe aus Kohlenhydraten
(für die Energiebereitstellung) und Proteinen (für den
Aufbau von Masse) bereitstellt, bewirken Kreatin und Glutamin
die Insulinausschüttung (s. Kreatin und Glutamin), um
die Nährstoffe optimal zu verwerten.

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Weight-Gainern Protein-Kohlenhydrat- Gemische

Was ist das?

Bei Weight-Gainern handelt es sich um Protein-Kohlenhydrat-
Gemische (ca. 7o % zu 25 %, außerdem Vitamine, Mineralien
und Spurenelemente, die meist zu niedrig dosiert sind)
für die höchste Kalorienzufuhr.

Die Kalorien pro wo g Pulverkonzentrat sind bei allen Produkten
nahezu gleich. Denn der Brennwert kann nicht bei mehr
als 410 Kalorien pro ioo g Pulver liegen, weil Protein und
Kohlenhydrate genau 4,1 Kalorien pro Gramm aufweisen. Anbieter,
die 2000 Kalorien pro Portion versprechen, setzen vor-
aus, dass der Anwender eine Portion von fast einem halben
Kilo Pulver zu sich nimmt.

Versprochene / beworbene Wirkung

«Enthält alles, was nötig ist, um Körpergewicht und Muskelmasse
aufzubauen.»

Tatsächliche / belegbare Wirkung

Da Weight-Gainer die tatsächlich für Muskelaufbau geeigneten
Kohlenhydrat- und Proteinkomponenten im empfehlenswerten
Mengenverhältnis enthalten, ist von einer positiven
Wirkung auf Masseaufbau auszugehen.

Nebenwirkungen

Wie Proteine und Kohlenhydrate.

Bewertung

Unbedenklich. Zur Wirksamkeit der Produkte in dieser Zusammensetzung
liegen noch keine wissenschaftlichen Ergebnisse
vor. Da die einzelnen Hauptbestandteile den Muskelaufbau
zumindest fördern, scheint die Einnahme sinnvoll und
bei empfohlener Dosierung auch gesundheitlich unbedenklich.
Allerdings gilt auch und gerade hier: Zu viel aufgenommene
Kalorien enden leicht als Bauchfett.

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