Nebenwirkungen – Virilisierung bei Frauen

Bevor Frauen zu Anabolika greifen, sollte ihnen bewusst sein, dass die Zufuhr von männlichen Hormonen generell ein Schritt Richtung Vermännlichung darstellt, Sollte sich die Athletin zur Einnahme anaboler/androgener Steroide entschlossen haben, empfiehlt es sich auf alle Fälle, eher anabo- len Wirkstoffen ohne Depoteffekt den Vorrang zu gegeben, um im Falle eines Falles schnell gegenregeln zu können. Ich empfehle in diesem Zusammenhang die Lektüre des Kapitels „Frauen und Anabolika”,

Sollte die Athletin trotz aller Vorsichtsmaßnahmen eine Virilisierung an sich feststellen, so tut sie gut daran, umgehend alle eingenommen Präparate abzusetzen. Bei kurzwirksamen, injizierbaren und oralen Steroiden ist die Athletin zumeist innerhalb weniger Tage auf der sicheren Seite, während sie bei Depotsteroiden das Nachlassen der Wirkung abwarten muss. Und dies kann je nach verwendetem Präparat bis zu mehrere Wochen dauern, was die Vermännlichung natürlich weiter voran schreiten lässt.

Parallel zum Absetzen aller Präparate empfiehlt sich jetzt die Einnahme des Diuretikums Spironolacton (z. B. „Aldactone”, Roche, 50 Dragees a 50mg für 21,16 Euro, verschreibungspflichtig). Die Athletin setzt dieses Medikament natürlich nicht zur Entwässerung ein, sondern auf Grund dessen antiandrogenen Effektes. Spironolacton wird zu diesem Zweck schon seit jeher von Athletinnen guasi als Notfallmedikament zur ersten Hilfe eingesetzt. 50mg täglich bis zum Abklingen der Symptome ist hier die allgemein beobachtete Dosierung.

Eine weitere Möglichkeit, im Falle einer Virilisierung schnellstmöglich gegenzuregeln, stellt die Einnahme von Aminogluthethimid (siehe hierzu entsprechendes Profil) dar. 250-500mg pro Tag bis zum Ende der Wirkung des verwendeten Steroids eingenommen, wirken hier oftmals Wunder.

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